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Akupunktur beseitigt Schmerzen

Veröffentlichung am 29.04.2009 um 14:39 Uhr / Aktualisierung am 27.01.2011 um 14:15 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Eine Harvard Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Wirkung von Akupunktur über Placebo hinausgeht. Ist Akupunktur nichts anderes als ein beschönigter Placebo-Effekt? Nein, sagt eine aktuelle klinische Studie, die gemeinsam vom MIT und der Harvard Medical School durchgeführt wurde.

Akkupunktur

Wissenschaftliche Untersuchungen

Diese wurde im November 2008 in der Fachzeitschrift Behavioural Brain Research veröffentlicht. Die Auswirkungen der Akupunktur in Bezug auf Schmerzlinderung wurden mittels der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) und der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) untersucht.

Untersucht wurden die Auswirkungen der manuellen Akupunktur an 12 gesunden Erwachsenen (je 6 Männer und Frauen), die vorher noch nie akupunktiert wurden, anhand von fMRT-Aufnahmen des Gehirns sowie von [11C]-Diprenorphin-PET. [11C]-Diprenorphin wird in Verbindung mit PET eingesetzt, um die Ausschüttung endogener (körpereigener) Opioide zu messen. Diese endogenen Opioide haben im Körper eine ähnliche Wirkung wie Morphium.

Randomisierte Studie

In dieser randomisierten Studie wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen unterteilt: in der einen Gruppe wurde tatsächlich akupunktiert, während in der anderen Gruppe nur so getan wurde. Bei der Placebo-Gruppe wurde eine anerkannte Schein-Akupunkturnadel verwendet (Streitberger Placebo), die der Empfindung bei der echten Akupunktur so nahe wie möglich kommt.

Im Verlauf von 4 Sitzungen wurde bei den Teilnehmern Schmerz durch Hitze in unterschiedlicher Intensität am rechten Unterarm erzeugt. Dieser Hitzeschmerz wurde sowohl vor als auch nach einer 29-minütigen Behandlung mit echter bzw. Placebo-Akupunktur durchgeführt.

Das fMRT wurde dazu benutzt, um Veränderungen in der neuronalen Aktivität festzustellen, indem der Blutfluss im Gehirn gemessen wurde. Die [11C]-Diprenorphin-PET-Scans halten nach einer Abnahme von Bindungen Ausschau, die mit einer verstärkten Freisetzung von Opioiden in Zusammenhang gebracht werden.

Schmerzreduktion bei Akupunktur höher

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Reduktion der Schmerzen vor und nach der Behandlung in der Akupunkturgruppe signifikant größer war, als in der Placebogruppe.

Dabei wurden deutlich mehr Veränderungen im Gehirn bei der echten Akupunktur festgestellt, als bei der Placebobehandlung. Im fMRT konnten Veränderungen im orbitofrontalen Kortex, Pons und Inselrinde bei der echten Akupunktur festgestellt werden.

In den PET-Scans wurden [11C]-Diprenorphin-Bindungsveränderungen während der echten Akupunktur erfasst, die sehr unterschiedlich waren im Vergleich zu denen bei der Placebo-Behandlung.

Diese Studie weist darauf hin, dass sich die echte Akupunktur anders auf das Gehirn auswirkt, als die Placebobehandlung. Außerdem ist die echte Akupunktur wirkungsvoller bei der Verminderung von Schmerzzuständen.




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