Anthocyane gegen Krebs


Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Blüten und Gemüse blau oder violett färben und den Menschen - wenn er diese Lebensmittel isst - vor Krebs schützen.

Blaues und rotes Obst/Gemüse schützen vor Krebs

Veröffentlichung am 23.05.2011 um 09:56 Uhr / Aktualisierung am 07.03.2012 um 10:09 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, sog. Bioflavonoide, die in blauen, violetten, roten oder blauschwarzen Gemüsearten und Früchten vorkommen. Sie gehören zu den kraftvollsten Antioxidantien der Natur und schützen unsere Zellen vor Alterung und Entartung. Halten Sie beim Einkauf die Augen also offen nach blauen und roten Früchten und Gemüsen.

Aubergine Anthocyane befinden sich unteranderem in der Schale von Auberginen

Anthocyane in Beeren und Rotkohl

Pflanzen sind meist den ganzen Tag direktem Sonnenlicht und ultravioletten Strahlen ausgesetzt. Um ihre Früchte gegen die Dauerbesonnung zu schützen, bildeten manche Pflanzen spezielle Stoffe, sog. Polyphenole. Die blauen und roten Anthocyane sind eine Untergruppe dieser Polyphenole. Sie haben besonders stark schützende Eigenschaften und können zellschädigende freie Radikale beseitigen. Sie befinden sich zum Beispiel in der Schale von Auberginen, in vielen Beeren (Acai-Beere, Aronia, Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, schwarze Johannisbeeren, etc.), Trauben, Kirschen, auch in Blutorangen, roten Zwiebeln oder im Rotkohl.

Anthocyane: Natürlicher Sonnenschutzfaktor für Pflanzen

Anthocyane erhielten ihren Namen aufgrund ihrer dunkelblauen oder violetten Farbe. Kyanos ist das griechische Wort für dunkelblau. Diese Farbe wird auf der Zellebene durch ganz besondere Doppelbindungs-Strukturen hergestellt. Auf diese Weise können die anthocyanreichen Pflanzen in direktem Sonnenlicht gedeihen. Anthocyane sind also der natürliche Sonnenschutzfaktor für Pflanzen. Sie können blau-grünes Licht und UV-Licht absorbieren. Abgesehen von der antioxidativen Fähigkeit der Anthocyane reduziert dieser Prozess der sog. Photoinhibition den Stress für die Pflanze ganz enorm.

Anthocyane schützen Gene

Wissenschaftler haben über 600 Formen von Anthocyanen gefunden, die natürlicherweise in unserem Ökosystem vorkommen. Die am meisten verbreitete Form ist das Anthocyan namens Cyanidin-3-Glucosid (C3G). Studien an Menschen und Tieren haben ergeben, dass C3G einen direkten Einfluss auf die Genexpression hat. Das bedeutet, dass C3G jene Gene aktiviert, die dem jeweiligen Körper mehr Schutz bieten und gleichzeitig solche Gene blockiert, die Schaden anrichten können.

Chronische Entzündungen als Vorhut zu Krebs?

Viele Menschen leiden aus den folgenden Gründen an chronischen Entzündungen:


Wenn diese Faktoren vorhanden sind, sorgen sog. pro-inflammatorische Zytokine (Botenstoffe, die die Zellen des Immunsystems koordinieren) für eine Änderung in der Genexpression und auf diese Weise für die Entstehung von Entzündungen und deren Ausbreitung.

Anthocyane beschleunigen Krebszellen-Tod

In Gegenwart einer Entzündung erzeugen bestimmte Zellen Onkogene. Dabei handelt es sich um Gene, welche die Reproduktion von Krebszellen veranlassen. Je schneller die Bildung von Onkogenen voran schreitet, desto schneller kann der Krebs wachsen. Die körpereigene natürliche Abwehr gegen Krebs ist der "programmierte Zelltod" (Apoptose). Anthocyane können nun nicht nur jene entzündlichen Prozesse mildern, in deren Verlauf Onkogene gebildet werden, sondern gleichzeitig die Apoptose von Krebszellen aktivieren.

Anthocyane mildern Krebs

Krebszellen befinden sich typischerweise in einem so genannten "undifferenzierten" Zustand, wenn sie gebildet werden. Sie erfüllen also keine bestimmte Funktion bzw. haben keine spezifischen Eigenschaften inne wie beispielsweise eine gesunde Leber- oder Hautzelle. In Studien wurde nun gezeigt, dass das Anthocyan Cyanidin-3-Glucosid (C3G) eine normale Differenzierung gewisser Krebszellen herbeiführt, wie zum Beispiel bei Melanomzellen (Hautkrebszellen). Differenzierte Krebszellen jedoch sind weitaus weniger gefährlich als undifferenzierte Krebszellen, so dass Anthocyane ganz offenbar die Schwere einer Krebserkrankung reduzieren können.

Essen Sie Anthocyane!

Anthocyane sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Besonders hohe Mengen an Anthocyanen jedoch finden sich in den weiter oben genannten roten, blauen und violetten Früchten und Gemüsearten. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten vor, wie Sie Ihre Ernährung ganz einfach mit Anthocyanen anreichern können:

  • Machen Sie sich jeden Tag einen Shake aus Mandelmilch mit Beeren, die reich an Anthocyanen sind, wie zum Beispiel Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Acai-Beeren, reifen Holunderbeeren (nicht täglich) oder auch mit Kirschen. Zwei leckere Grundrezepte für Mandelmilch - in die Sie ganz nach Belieben anthocyanreiche Beeren mixen können - finden Sie hier
  • Essen Sie regelmäßig Rotkohl: Rotkohl-Salat, Rotkohl gedünstet, Rotkohl selbst gepresst als Saft (schmeckt köstlich, wenn Sie den Rotkohl gemeinsam mit Äpfeln und etwas Ingwer pressen) oder Rotkohl milchsauer fermentiert (wie Sauerkraut).
  • Falls Ihr Gemüsehändler damit dienen kann, wählen Sie statt weißen Blumenkohl die violette Variante, nehmen Sie violetten statt gelben Mais und essen Sie die Schale von jungen violettfarbenen Bio-Auberginen mit.
  • Dekorieren Sie Ihre Mahlzeiten mit essbaren anthocyanreichen Blüten wie z. B. Stiefmütterchenblüten, Malvenblüten, Schnittlauchblüten, Storchschnabelblüten etc.
  • Notfalls nehmen Sie ein Nahrungsergänzungsmittel aus Beerenextrakten ein, z. B. BIO Acai-Beeren-Pulver. Die Acai-Beere ist der Spitzenreiter in Sachen Anthocyane. Kaum eine andere Frucht oder Gemüseart enthält auch nur annähernd so viele Anthocyane wie die Acai-Beere. Sie liefert bis zu 30mal mehr Anthocyane als beispielsweise blaue Trauben.

Quelle

Quelle


 

Anmerkung:

Das ist hier kein Aufruf, sich bei einer Krebsdiagnose nicht behandeln zu lassen. Es geht viel mehr hauptsächlich darum, dass man sich Informationen aus verschiedenen Quellen holt und sich nicht nur auf die Aussagen der Schulmedizin verlässt. Es geht um das eigene Leben - Überleben. Und genau deswegen sollte man auch dementsprechend Eigenverantwortlich damit umgehen, also die Verantwortung nicht zur Gänze an andere abschieben. Letztendlich ist es immer Ihre eigene Entscheidung, welche Methode der Behandlung Sie für sich auswählen. Denn niemand außer Ihnen selbst, wird die Konsequenzen dafür tragen müssen.




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