Was ist mit Fukushima?


Über die Atomkatastrophe in Fukushima wird in den Massenmedien kaum noch berichtet, doch das bedeutet nicht, dass sich die Lage dort verbessert hat.


Ihre Suche im Zentrum der Gesundheit

letzte Aktualisierung am 19.04.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Fukushima wird tot geschwiegen

Sie befinden sich hier: interessante Artikel » Medien

(Zentrum der Gesundheit) - Die Lage in Fukushima ist immer noch sehr brenzlig, auch wenn mittlerweile das Interesse der Medien für die Atomkatastrophe stark nachgelassen hat. In den letzten Tagen ist anscheinend die Südwand des Reaktors 4 im Kernkraftwerk in Fukushima eingestürzt. Keiner weiss genau, wie es um die Stabilität der Schalungskonstruktion wirklich bestellt ist und welche Folgen ein solcher Einsturz hat. Die Mainstreammedien haben absolut nichts über diese besorgniserregende Entwicklung berichtet - sie folgen offenbar weiterhin der Devise, Neuigkeiten aus Fukushima klein zu reden und zu ignorieren.

Fukushima Die Lage havarierten Kernkraftwerk in Fukushima ist immer noch äusserst brenzlig und stellt eine grosse Gefahr für die Menschen dar

Ungeahntes Ausmass in Fukushima

Auf der Seite enenews.com(1) erschienen in den letzten Tagen Fotos der angeblich eingestürzten Südwand des Reaktors 4 im Kernkraftwerk in Fukushima. Ein dazugehöriger Bericht erklärte, dass die zuvor intakte Schutzwand jetzt fehlen würde, und dass eine weitere Schwächung der Struktur zu Massenevakuierungen in Japan führen könne.

Der Bericht und die Fotos wurden allerdings bisher nicht durch andere Quellen bestätigt. Man sollte an dieser Stelle zwar erst einmal skeptisch bleiben, aber die Situation trotzdem weiterhin beobachten, denn wenn die Meldung der Wahrheit entspricht, kann dies weitere ungeahnte Folgen für Mensch und Natur bedeuten.

Strahlungsmenge 50-millionenfach höher als normal

Ein Forschungsteam nahm die Auswirkungen von Fukushima etwas genauer unter die Lupe und veröffentlichte im Fachmagazin Environmental Science & Technology eine Studie mit dem Titel Impacts of the Fukushima Nuclear Power Plants on Marine Radioactivity (Einfluss von Fukushima auf die marine Radioaktivität).(2)

Die Studie enthüllte, dass die radioaktiven Cäsium-Messwerte im Meerwasser an der Küste nahe des Kernkraftwerkes Dai-Ichi in Fukushima das 50 Millionenfache der normalen Werte erreicht hätten. Noch besorgniserregender sei jedoch, dass die Konzentrationen am Ende des Monats Juli höher gewesen sind, als erwartet. Dies bedeutet, dass weiterhin Strahlung aus den Reaktoren oder anderen kontaminierten Quellen wie dem Grundwasser oder dem Küstengestein abgegeben wurde. In den allermeisten Medienberichten war jedoch die Rede davon, dass die Strahlung beherrscht werden würde und die Umgebung nicht mehr direkt belasten könne.

Auch die Autoren der Studie behaupten paradoxerweise, dass die genannten Messwerte der Strahlung im Meerwasser grundsätzlich nicht gefährlich seien. Die erhobenen Werte hätten nur geringe Auswirkungen auf die Meeresfauna und -flora sowie auf den Menschen. Aber es wird trotzdem diskutiert, ob es ratsam sei, Meeresfrüchte und Fische aus diesem Gebiet zu verzehren, weswegen zu diesem Thema auch weitere Studien notwendig seien.

Auch die Mainstreammedien berichteten von dieser Studie, doch ohne darauf hinzuweisen, dass man eine gewisse Skepsis und Vorsicht gegenüber der Studie geniessen sollte. Denn einerseits sagen die Autoren, dass „kein Problem“ bestünde, andererseits aber weisen sie darauf hin, dass man keine Meeresfrüchte von dort essen sollten, da niemand weiss, welche Menge und welche Konzentration der radioaktiven Elemente durch die Meerestiere zuvor aufgenommen worden seien.

Anzeige:

Tepco gibt zu, dass radioaktives Strontium in den Ozean gelangt ist

Eine weitere wichtige Entwicklung, die erst jetzt ans Licht kam ist, dass die Betreiberfirma Tepco endlich zugegeben hat, dass alarmierende Mengen des radioaktiven Strontiums in den Ozean gelangt seien - und dass die Lecks noch immer nicht vollständig geschlossen werden konnten. Radioaktives Strontium ist deshalb so gefährlich, weil es eine sehr lange Halbwertzeit von ungefähr 30 Jahren hat.

Laut Tepcos Entscheidungsträgern, die mehrfach und wissentlich die Öffentlichkeit angelogen hatten, um schlechte Nachrichten unter den Teppich zu kehren, seien „26 Milliarden Becquerel des radioaktiven Materials“ auf Grund des Unfalls in Fukushima ins Meer gelangt.(3)

Das zeigt, dass die radioaktiven Lecks noch immer gefährliche Strahlungsmengen abgeben, weshalb man sich Sorgen machen sollte,

erklärte Ken Buesseler von der Organisation Woods Hole Oceanographic Institution.(4)

Wenn sich die radioaktive Verunreinigung am oder im Meeresboden ansammelt, wird sie dort für die nächsten Jahrzehnte verbleiben und könnte deshalb möglicherweise zu einer Bedrohung für am Meeresboden lebende Tiere sowie die Konsumenten dieser Tieren werden.

Kommt das Schlimmste erst noch?

Wenn man diese erschreckenden Meldungen liest, fragt man sich logischerweise: Was folgt aus alledem? Keiner weiss genau was kommen mag und welche Auswirkungen Fukushima wirklich haben wird. Doch fest steht, dass das Kraftwerk, bzw. dessen Ruine, in Fukushima weiterhin höchst instabil ist. Dieser Zustand könnte sich noch verschlimmern, vor allem bei einem weiteren Erdbeben oder Tsunami. Die Folge daraus wäre eine weitere Schwächung der Mauern und der Schutzschalung.

Die Katastrophe von Fukushima ist mit Sicherheit das grösste und schwerwiegendste radiologische Desaster aller Zeiten, auch wenn die Systemmedien das Ausmass stark herunter gespielt haben - möglicherweise um Ängste in der Bevölkerung zu beruhigen. Da vor allem die Betreiberfirma Tepco regelmässig über den Zustand des Kraftwerkes gegenüber der Öffentlichkeit gelogen hat, fällt es schwer, offiziellen Berichterstattungen über Fukushima zu vertrauen.

Unter solchen Umständen ist es ratsam, den Meldungen über Fukushima eine gewisse Skepsis entgegenzubringen und sich aktiv am besten über verschiedene Quellen zu informieren. Es ist mit Sicherheit auch ratsam, vorbereitet zu sein, für den Fall dass sich die Situation in Fukushima plötzlich noch einmal verschlimmert.

Man kann hoffen, dass die Verantwortlichen in solch einem Fall, die Menschen wirklich warnen, anstatt Informationen zu verschweigen oder Grenzwerte anzupassen, damit die Messwerte weiterhin im „grünen Bereich“ liegen.

Wenn man bedenkt, dass auch Fluoride, Mikrowellen, gentechnisch veränderte Organismen oder Aspartam als unbedenklich gelten, dann fragt man sich, ob man offizielle Grenzwerte wirklich ernst nehmen kann. Man kann sich nur schützen, indem man seinen Verstand nutzt, sich aktiv informiert und die Verantwortung der eigenen Gesundheit nicht an andere abgibt.

Update der Meldungen

Seit Mai leitet Tepco wieder Radioaktives Wasser in den Ozean ein.

Tepco leitet seit Monaten radioaktives Wasser In den Ozean ein

Tepco: Wir haben die Kontrolle verloren

Fukushima: Eine globale Bedrohung für die menschliche Gesundheit

Bentonit schützt vor Radioaktivität

Bentonit zieht Unerwünschtes an sich und sorgt dafür, dass radioaktive Partikel und andere Schadstoffe aus dem Körper ausgeleitet werden können.

Lesen Sie mehr unter Schutz vor Radioaktivität

Nutritionist Training

Quellen:


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Möchten Sie weiterhin von uns informiert werden?

Wir informieren 1-2 mal monatlich über neu veröffentlichte Artikel.
Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an.

zum kostenlosen Newsletter anmelden



Abgelegt unter: Strahlung |


© Neosmart Consulting AG - Alle Rechte vorbehalten.
Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert, veröffentlicht noch verteilt werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite ist erlaubt und erwünscht.

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.




EINLOGGEN & KOMMENTAR SENDEN


Passwort vergessen?



Wenn Sie diesen Artikel kommentieren möchten, melden Sie sich bitte mit Ihrem MyZDG-Zugang an.
Noch kein Konto? Jetzt kostenlos registrieren!



Liebe LeserInnnen

Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Kommentare, die zum Zwecke versteckter Werbung genutzt werden, nicht veröffentlichen. Erscheinen Markennamen in Ihrem Kommentar, so werden diese vor Veröffentlichung entfernt.

Ferner möchten wir Sie bitten, gesundheitliche Probleme mit einem ganzheitlichen Therapeuten zu besprechen und sich nicht mit entsprechenden Fragen oder Bitten zu Therapievorschlägen an uns zu wenden.

Vielen Dank, Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

(0)

Weitere themenrelevante Artikel:

Bentonit absorbiert radioaktive Elemente

(Zentrum der Gesundheit) - Die Mineralerde Bentonit hat eine immense Absorptionskraft. Dies gilt nicht nur für Schwermetalle, Schädlingsbekämpfungsmittel, Medikamentenrückstände etc., sondern auch für radioaktive Elemente. Bentonit zieht Unerwünschtes an sich und sorgt dafür, dass radioaktive Partikel und andere Schadstoffe aus dem Körper ausgeleitet werden können. Gleichzeitig ist die Anwendung von Bentonit kinderleicht und preiswert.

weiterlesen

 

Fukushima wird tot geschwiegen

(Zentrum der Gesundheit) - Die Lage in Fukushima ist immer noch sehr brenzlig, auch wenn mittlerweile das Interesse der Medien für die Atomkatastrophe stark nachgelassen hat. In den letzten Tagen ist anscheinend die Südwand des Reaktors 4 im Kernkraftwerk in Fukushima eingestürzt. Keiner weiss genau, wie es um die Stabilität der Schalungskonstruktion wirklich bestellt ist und welche Folgen ein solcher Einsturz hat. Die Mainstreammedien haben absolut nichts über diese besorgniserregende Entwicklung berichtet - sie folgen offenbar weiterhin der Devise, Neuigkeiten aus Fukushima klein zu reden und zu ignorieren.

weiterlesen

 

Strahlenbelastung weltweit - Bentonit schützt

(Zentrum der Gesundheit) - Die Strahlenbelastung auf unserem Planeten nimmt stetig zu - nicht zuletzt aufgrund der nuklearen Katastrophe im japanischen Fukushima. Es kann lebenswichtig sein, diesem Strahlen-Beschuss entgegen zu wirken, die Strahlenbelastung zu beseitigen und die daraus resultierenden Schäden an unserem Körper so gering wie möglich zu halten. Zu diesem Zweck gibt es nichts Besseres als die regelmäßige - möglichst tägliche - Anwendung einer qualitativ hochwertigen Bentonit-Erde.

weiterlesen

 

Fukushima - Vom GAU zum Super-GAU

(Zentrum der Gesundheit) - Während wir schon von Anfang an auf die wirklichen Gefahren aufmerksam machten, die der Welt aufgrund des havarierten Kernkraftwerkes im japanischen Fukushima drohen könnten, wurde die Situation von den Regierungen deutlich weniger dramatisch eingeschätzt. Doch auch sie konnten nicht dauerhaft die Augen vor der Wirklichkeit verschließen. Letztendlich rief Japan die höchste Gefahrenstufe aus. Der Störunfall im Reaktor 2 von Fukushima wandelte sich vom GAU zum Super-GAU.

weiterlesen

 

Die Wahrheit über den GAU in Fukushima

(Zentrum der Gesundheit) - Die Situation im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ist nach dem Erdbeben vom 11. März nach wie vor außer Kontrolle oder sollten wir besser sagen, endgültig außer Kontrolle? Nachdem wir  glaubten, Japan kämpfe mit allen Mitteln gegen eine Kernschmelze, erfahren wir nun ganz nebenbei, dass es längst eine (partielle) gegeben habe. Die Hoffnung auf das nahende Ende der atomaren Krise in Japan bleibt also vorerst unerfüllt. Das Risiko einer unkontrollierten radioaktiven Strahlung wird täglich größer.

weiterlesen

 

Fernsehen - das Kontrollmedium

(Zentrum der Gesundhet) - Die häufigste Freizeitbeschäftigung der Menschen ist das Fernsehen. Es wird kaum mehr gelesen, spazieren gegangen oder mit seinen Kindern gespielt. Dennoch sind die meisten Menschen immer noch der Meinung, dass das Fernsehen keine Auswirkungen auf unser Denken und Handeln hat. Es wird in der Regel als informativ, unterhaltend und entspannend angesehen. Eine gefährliche falsche Einschätzung...

weiterlesen

 

Japan: Mainstream-Medien stoppen seriöse Berichterstattung

(Zentrum der Gesundheit) - Erdbeben, Tsunami, Atomalarm, dazu Tausende Tote und unzählige Vermisste. Das Erdbeben der Stärke 9,0 hat Japan in eine gefährliche Krise gestürzt. Menschen auf der ganzen Welt hoffen, dass die beschädigten Kernkraftwerke unter Kontrolle gebracht werden und eine nukleare Katastrophe globalen Ausmaßes verhindert werden kann.

weiterlesen

 

Radioaktivität erreicht Europa - Warnung vor Milch und Gemüse

(Zentrum der Gesundheit) - Das Risiko radioaktiver Verstrahlung von Lebensmitteln aufgrund des nuklearen Unglücks im japanischen Fukushima sei nicht länger ignorierbar, so die unabhängige französische Kommission für Radioaktivitätsforschung CRIIRAD. Bereits Ende März habe die Kommission im Südosten Frankreichs radioaktives Jod im Regenwasser entdeckt. Gleichzeitig wies das französische Institut für Strahlensicherheit IRSN Jod131 in Milch nach. Normalerweise dürfen nicht einmal Spuren radioaktiven Jods weder in Milch noch in Regenwasser enthalten sein.

weiterlesen

 

So werden Sie durch die Medien manipuliert

(Dr. Tim O`Shea - Nexus-Magazin) - Die Manipulation durch Medien nimmt immer bedenklichere Formen an. Ganz gleich ob die Presseinformationen uns über die Printmedien oder über den Äther erreichen – sie werden häufig manipuliert um unsere Wahrnehmung präzise zu steuern und zu kontrollieren.

weiterlesen

 

Die 13 Zeichen für das Ende

(Zentrum der Gesundheit) - Die Welt ist 2012 nicht untergegangen. Natürlich nicht. Wir sind schliesslich vernünftige Menschen. Was jedoch wird Ihrer Meinung nach wohl die Konsequenz der folgenden 13 Probleme sein?

weiterlesen

 

Krebs durch Atomkraft

(Zentrum der Gesundheit) - Der Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative, Reinhold Thiel, kritisiert das Bundesumweltministerium (BMU) und die Strahlenschutzbehörde wegen ihrer mangelhaften Informationspolitik. Es ist bekannt, dass dem Umweltministerium die ausführliche Bewertung der Studie "Kinder um Kernkraftwerke" (KiKK-Studie) schon seit Wochen vorliegt, ohne dass die Öffentlichkeit über deren vermutlich äußerst brisanten Inhalt informiert wird.

weiterlesen