Grippe vorbeugen auf natürlichem Weg


Es gibt zahlreiche Wege, um einer Grippe vorzubeugen – wir stellen Ihnen 9 Massnahmen vor.


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letzte Aktualisierung am 03.02.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Grippe vorbeugen – 9 natürliche Massnahmen

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(Zentrum der Gesundheit) – Winterzeit ist Grippezeit. Die jährliche Influenzawelle beginnt meist im Januar und dauert drei bis vier Monate. Wie kann man der Grippe vorbeugen? Wie kann man sich davor schützen, an Influenza zu erkranken? Ist die Grippeimpfung tatsächlich die einzige Alternative oder stehen auch andere Wege offen? Sicher ist, dass es sich nur selten lohnt, die eigene Gesundheit dem Zufall zu überlassen. Was Sie konkret unternehmen können, um Ihr Immunsystem zu stärken und einer Grippe mit natürlichen Mitteln vorzubeugen, erfahren Sie bei uns.

Grippe vorbeugen – Natürliche Massnahmen © Margarita Borodina - Shutterstock.com

Grippe vorbeugen ohne Nebenwirkungen

Immer wenn eine Grippewelle im Anmarsch ist, wird von den Gesundheitsbehörden zur Massenimpfung aufgerufen.

Das ist sogar dann der Fall, wenn bereits feststeht, dass der Grippeimpfstoff nicht wirkungsvoll ist, was die US-amerikanische Behörde Centers for Disease Control and Prevention (US-Seuchenschutzbehörde) kürzlich zum ersten Mal zugegeben hat.

Die deutsche Ständige Impfkommission (Stiko) argumentiert, dass die Grippeimpfung bei aller Kritik der beste Schutz sei. Dies kann in Hinblick auf die mangelnde Wirksamkeit und die möglichen Nebenwirkungen aber mit Recht angezweifelt werden.

Ausserdem gibt es zahlreiche ganzheitliche Massnahmen, mit denen man sich vor einer Ansteckung schützen kann.

Neun ganzheitliche Massnahmen zur Grippe-Prävention

Ideal wäre es natürlich, wenn man die gesamte Ernährungs- und Lebensweise so optimiert, dass einzelne Massnahmen gar nicht mehr erforderlich sind.

Denn eine gesunde vitalstoffreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf, Sonnenlicht für die Vitamin-D-Zufuhr und gelegentlich ein Saunabesuch zur allgemeinen Abhärtung versetzt den Organismus in einen derart ausgeglichenen und stabilen Zustand, dass eine ernsthafte Infektion so gut wie unmöglich ist.

Was aber, wenn die Ernährung nicht ganz so optimal ist und auch alle anderen Aspekte einer gesunden Lebensführung nicht immer umgesetzt werden können?

Auch dann gibt es natürliche Massnahmen, um einer Grippe noch kurzfristig vorzubeugen.

Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie selbst aktiv werden können, damit die Grippe einen grossen Bogen um Sie macht:

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1. Grippe vorbeugen mit Probiotika

Probiotika gehören zur Basis einer jeden Grippeprävention – und zwar deshalb, weil sie direkt mit dem Immunsystem in Wechselwirkung treten, dieses stärken und aktivieren. Ein starkes Immunsystem ist jedoch gerade das, was Sie brauchen, um einer Grippe vorzubeugen:

Die echte Grippe ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren der Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöst wird. Die Aufgabe des Immunsystems besteht nun darin, die infektiösen Erreger abzuwehren.

Was aber haben nun Probiotika – die bekanntlich im Darm schalten und walten – mit dem Immunsystem zu tun?

Im Darm sind grosse Teile (70 bis 80 Prozent) des Immunsystems lokalisiert – einerseits in Form der Darmflora, andererseits in Form der Darmschleimhaut, in der sich regelrechte Schulungszentren für weisse Blutkörperchen (Abwehrzellen) befinden.

Ist die Darmflora jedoch gestört und/oder die Darmschleimhaut beschädigt, leidet darunter auch ganz massiv die Leistungsfähigkeit des Immunsystems.

Also geht es bei der Grippe-Prävention in allererster Linie darum, Darmflora und Darmschleimhaut in einen 1A-Zustand zu versetzen und damit die Kapazitäten des Immunsystems merklich nach oben zu schrauben. Dies gelingt u. a. mit der Einnahme hochwertiger Probiotika (z. B. Combi Flora).

Auch fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut oder Miso enthalten hochwertige probiotische Bakterienstämme. Entscheidend ist hierbei, dass Sie das Sauerkraut roh verzehren, da Probiotika durch Hitze zerstört werden.

Probiotika sind lebende Mikroorganismen (z. B. Lacto- und Bifidobakterien), die am besten in Kapselform (magensaftresistente Kapseln) eingenommen werden. Sie bringen die Darmflora wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Eine gesunde Darmflora wiederum sorgt für den erforderlichen Schutz und auch die Regeneration der Darmschleimhaut.

Eine ausgeglichene Darmflora hat überdies die Fähigkeit, schädliche Mikroorganismen im Darm direkt abzutöten, so dass diese gar nicht erst in den Blutkreislauf gelangen; einige Milchsäurebakterien verfügen sogar über eine antivirale Wirkung.

Eine klinische Studie, die von Chr. Hansen in Auftrag gegeben und in Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus und der Universität Mailand durchgeführt wurde, zeigt auf, dass bestimmte Bifido- und Lactobakterien die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegenüber allgemeinen Infektionen wie Grippe verbessern können.

Probiotika animieren die Becherzellen im Darm, sodass mehr schützender Schleim gebildet wird und verstärken die Verbindungen zwischen den Zellen der Darmwand, was verhindert, dass unerwünschte Partikel, darunter auch Viren, in den Blutkreislauf gelangen.

Gleichzeitig wird in den Abwehrzellen der Darmschleimhaut die Produktion von Immunglobulin A angekurbelt. Dieser Antikörper bekämpft Krankheitserreger – und zwar ganz besonders Viren.

2. Grippe vorbeugen mit Vitamin D

Eine Untersuchung norwegischer Wissenschaftler über Grippeepidemien hat aufgezeigt, dass ein relevanter Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und Grippeerkrankungen besteht.

Laut dieser Studie ist immer dann ein starker Anstieg der Influenza-Infektionen zu beobachten, wenn sich die Einstrahlung von Sonnenlicht (und damit die Bildung von Vitamin D) verringert.

In der ersten randomisierten und kontrollierten Studie wurde eigentlich die Knochenschutzwirkung des Vitamin D bei Frauen nach den Wechseljahren untersucht.

Dabei stellte sich aber heraus, dass jene Frauen, die täglich 800 IE Vitamin D einnahmen, dreimal besser vor Grippe geschützt waren als die Frauen aus der Placebo-Gruppe.

Von den Frauen, die für ein ganzes Jahr noch höhere Dosen Vitamin D einnahmen (2000 IE pro Tag), erkrankte in diesem Zeitraum nur eine einzige.

Vitamin D spielt in Hinblick auf das Immunsystem eine essenzielle Rolle; ein Mangel erhöht somit die Infektanfälligkeit.

Wie Sie Ihren augenblicklichen Vitamin-D-Spiegel messen und wie Sie ihn ggf. erhöhen können, lesen Sie detailliert hier: Ihr Vitamin-D-Spiegel – Alles, was Sie wissen müssen

3. Grippe vorbeugen mit kolloidalem Silber

Kolloidales Silber (Argentum colloidale) ist keineswegs ein neumodischer Trend, sondern wurde medizinisch vom Altertum bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Infektionsbekämpfung eingesetzt.

Dann wurden die Antibiotika entwickelt, die in Bezug auf die Herstellung viel billiger sind und das kolloidale Silber vom Markt und somit aus dem Bewusstsein vieler Mediziner verdrängt haben.

Nichtsdestotrotz wurden bereits einige wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, die beweisen, dass kolloidales Silber bereits in kleinster Konzentration eine Reihe von Bakterien und Pilzen unschädlich macht.

In vitro wirkt kolloidales Silber aber auch gegen Viren, da sich die Nanosilberpartikel an deren Oberfläche binden und dadurch die Bindung der Viren an Wirtszellen verhindern.

Die innerliche Anwendung des kolloidalen Silbers sollte sparsam erfolgen, deshalb ist es ratsam, sich in Bezug auf die Dosierung von einem erfahrenen Heilpraktiker beraten zu lassen.

Um im Winter einer Grippe vorzubeugen, könnten Sie beispielsweise täglich 1 bis 2 Mal einen TL kolloidales Silber (z. B. 5 bis 25 ppm) einnehmen.

4. Grippe vorbeugen mit antiviral wirksamen Kräuter-Tees

Es gibt jede Menge Heilpflanzen, die eine antivirale Wirkung haben und sich somit dazu eignen, der Grippe vorzubeugen.

Einer der berühmtesten pflanzlichen Virenkiller ist der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea), der nachweislich die Abwehrkraft gegen Viren steigert.

2007 haben Wissenschaftler um Craig Coleman von der University of Connecticut (USA) 14 Studien zu dem Thema ausgewertet und kamen zum Ergebnis, dass die Gefahr einer grippalen Infektion durch Echinacea um 60 Prozent reduziert werden kann.

Die folgende antiviral wirksame Teemischung kann therapeutisch oder vorbeugend eingenommen werden:

Zutaten:

  • 40 g Sonnenhut -Wurzel
  • 20 g Hagebutten-Schalen
  • 10 g Thymian-Blätter
  • 10 g Ginseng-Wurzel
  • 10 g Zistrosen-Kraut
  • 10 g Holunderblüten

Anwendung zur Grippevorbeugung:

  • Übergiessen Sie einen Teelöffel der Teemischung pro Tasse mit kochendem Wasser.
  • Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen.
  • Filtern Sie den Tee anschliessend ab.
  • Trinken Sie täglich drei Tassen dieses Tees.

5. Grippe vorbeugen mit Bentonit

Die Mineralerde Bentonit hilft ebenfalls dabei, einer Grippe vorzubeugen.

Bentonit wirkt stark entgiftend, indem es Gifte und Schadstoffe an sich bindet. Auf diese Weise ist es in der Lage, den Darm zu reinigen und den gesamten Körper vor Toxinen aller Art zu schützen, da diese nun gar nicht erst in den Blutkreislauf gelangen.

Folglich entlastet Bentonit das Immunsystem ganz enorm, so dass sich dieses in der Grippesaison wichtigeren Aufgaben zuwenden kann, nämlich der Eliminierung der Grippeviren.

Doch kann Bentonit auch Viren und Bakterien binden und diese mit dem Stuhl zur Ausleitung bringen.

Bentonit kann in Form einer Kur eingesetzt werden, in kleinen Mengen aber auch hervorragend zur täglichen Entgiftung eingenommen werden, um einer Grippe vorzubeugen.

Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass das Bentonit Lebensmittel- bzw. Arzneimittelqualität aufweist, also für die innerliche Anwendung auch geeignet ist.

Bentonit ist in Form von Pulver, von Flüssigbentonit oder Kapseln erhältlich.

Lösen Sie zwei Mal täglich einen halben Teelöffel Bentonit in einem Glas Wasser (ca. 200-300 ml) auf und trinken Sie dieses auf leeren Magen, also ½ Stunde vor den Mahlzeiten oder 2 Stunden nach einer leichten Mahlzeit – z. B. vor dem Frühstück und vor dem Zubettgehen.

6. Grippe vorbeugen mit Antioxidantien

Freie Radikale sind hochreaktive Sauerstoffverbindungen. Sie werden im Körper gebildet und entstehen mitunter durch Schadstoffe in der Luft und durch Chemikalien.

Treten freie Radikale im Übermass auf, spricht man vom oxidativen Stress, wodurch Zellschäden und eine Reihe von Krankheiten verursacht werden können. Das körpereigene Abwehrsystem stellt einen Schutz vor den schädlichen Folgen durch freie Radikale dar.

Die wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen freie Radikale sind Antioxidantien, die als Radikalfänger wirken. Die wichtigsten natürlichen Antioxidantien sind die Vitamine A, C und E, aber auch Selen sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie z. B. Polyphenole und Flavonoide.

Gemüse und Obst, Kräuter, Wildpflanzen, Sprossen und Samen sind somit besonders reich an Antioxidantien.

Achten Sie in der Grippesaison also darauf, Knoblauch, Kohl, Brokkoli, Zwiebeln, Gurken, Tomaten, Leinsamen, Sprossen sowie Weizenkeimöl (das Vitamin-E-reichste Öl) in Ihren Ernährungsplan aufzunehmen. Würzen Sie ausserdem üppig mit frischen oder getrockneten Kräutern wie Kerbel, Petersilie, Rosmarin, Basilikum und Minze.

Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und möglichst rohe Kost kann sehr viel dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und wirkt somit auch vorbeugend gegen Grippe.

Antioxidantien können aber nicht nur in Form von Nahrungsmitteln aufgenommen werden, sondern auch durch Getränke. Trinken Sie deshalb besonders in der kalten Jahreszeit viel Kräutertee oder auch Grüntee.

Dem grünen Tee kommt hinsichtlich der Grippevorbeugung eine besondere Bedeutung zu, da er neben hochwirksamen Antioxidantien auch antivirale und antimikrobielle Eigenschaften aufweist.

Wenn Ihnen Grüntee nicht zusagt, dann dienen auch Süssholz und Ingwer als hervorragende Antioxidantienlieferanten wobei insbesondere Süssholz auch antiviral sowie entzündungshemmend wirkt.

Antioxidantien können natürlich genauso in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden, wie z. B. Astaxanthin, OPC, Aroniaprodukte etc.

7. Grippe vorbeugen mit Curcuma

Curcuma (Curcuma longa) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse. In Indien ist die Verwendung von Curcuma als Gewürz und Heilmittel seit 4000 Jahren belegt.

In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird Curcuma gegen Magenkrämpfe und Völlegefühl, aber auch gegen Vergiftungen und Infektionen eingesetzt. Die „Zauberwurzel" fördert ausserdem die Durchblutung, reinigt das Blut und – was für die Grippeprävention besonders hilfreich ist – beseitigt Viren und Bakterien.

Curcuma hilft dem Körper dabei, spezifische T-Zellen (T-Lymphozyten) zu bilden, die für die Krankheitsbekämpfung unerlässlich sind.

Wissenschaftler der Oregon State Universität haben in ihrer Studie festgestellt, dass das Protein Cathelicidin im menschlichen Organismus durch die Einnahme von Curcuma ansteigt und sich im Immunsystem gegen Bakterien zur Wehr setzt.

Auf diese Weise ist es möglich Infektionen, aber auch chronischen Erkrankungen vorzubeugen.

Wenn Sie Stress ausgesetzt sind, sich schwach fühlen und zudem eine Grippewelle ansteht, kann eine extra Portion Curcuma Ihr Immunsystem stabilisieren.

Beachten Sie aber, dass Curcuma und dessen Hauptwirkstoff Curcumin, der auch für die intensive orange-gelbe Farbe verantwortlich ist, schlecht wasserlöslich ist.

Aus diesem Grund können Sie das Gewürz zusammen mit Öl (z. B. mit einem TL Leinöl) einnehmen.

Wie Sie Curcuma am besten anwenden, haben wir hier erklärt: Curcuma – Tipps zur Anwendung

8. Grippe vorbeugen mit Naturheilmitteln

Es gibt viele alte Naturheilmittel, die dem Körper dabei helfen, sich gegen Bakterien und Viren zu wehren und die auch vorbeugend gegen Grippe eingesetzt werden können.

Grippe vorbeugen mit Jiaogulan

Die Heilpflanze Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) ist ein fester Bestandteil der asiatischen Volksmedizin. Sie wurde 1978 erstmals wissenschaftlich analysiert und wird im asiatischen Raum hauptsächlich als Tee, Salat oder Gewürz eingenommen.

Jiaogulan aktiviert im Körper die Produktion eines bestimmten Enzyms, Superoxide-Dismutase (SOD), das auf natürliche Weise im Körper produziert wird.

Dadurch werden freie Radikale aufgespürt und aus dem Körper ausgeschieden.

Jiaogulan stärkt überdies das Immunsystem durch die Anregung der Lymphozytenbildung. Lymphozyten sind weisse Blutkörperchen und damit die Abwehrpolizei des Körpers.

Dr. Liu, Professor am Guiyang Medical Center in China verabreichte 610 gesunden Personen im Alter von 50 bis 90 Jahren für einen Monat Jiaogulan. Sie bekamen die Heilpflanze einen Monat lang verabreicht.

Bei den Probanden im Alter zwischen 70 und 90 zeigte sich durch Jiaogulan eine Abnahme des oxidativen Stresses um 21,4 Prozent sowie eine Zunahme der SOD-Produktion um 282,8 Prozent. Bei den Teilnehmern zwischen 50 bis 69 Jahren nahmen die freien Radikale um 15,6 Prozent ab und die SOD-Zunahme betrug 116 Prozent.

Sie können aus den Jiaogulan-Blättern einen Tee zubereiten, der leicht nach Lakritze schmeckt. Übergiessen Sie hierbei einen Teelöffel Jiaogulan-Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen Sie den Tee für zehn Minuten ziehen.

Wenn Sie einer Grippe vorbeugen möchten, können Sie für 5 bis 6 Wochen pro Tag 1 bis 3 Tassen des Tees trinken. Jiaogulan-Kapseln sind eine sinnvolle Alternative, wenn Sie den Lakritze-Geschmack nicht mögen.

Grippe vorbeugen mit Umckaloabo

Das Naturheilmittel Umckaloabo ist ein Wurzelextrakt, das aus einer Geranienart (Pelargonium sidoides) gewonnen wird, die in Südafrika heimisch ist.

Umckaloabo besitzt eine immunmodulatorische Wirkung. Das bedeutet, dass das Immunsystem gestärkt wird und Erkrankungen, wie z. B. Grippe, abgewendet oder abgeschwächt werden können.

In klinischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass der Pflanzenextrakt bei akuten und chronischen Infektionen der oberen Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs wirkt.

Die antivirale Wirkung von Umckaloabo ist auf die – im Falle einer Infektion einsetzenden - Stimulation der körpereigenen Interferonbildung zurück zu führen. Unter Interferon wird eine Gruppe von Proteinen verstanden, die die Ausbreitung viraler Infektionen begrenzen können.

Umckaloabo verhindert einerseits die Vermehrung der bereits in das Gewebe eingewanderten Viren, andererseits das Anhaften der Viren an die Zellen der Schleimhäute.

Umckaloabo ist in Form von Tropfen, Tabletten und – für Kinder - alkoholfreiem Saft im Handel erhältlich. Beachten Sie zur Dosierung die Angaben des Herstellers.

Wie Sie sehen können, hält die Schatztruhe der Natur eine ganze Reihe an Pflanzen bereit, die dabei helfen können, die Grippesaison unbeschadet zu überstehen.

Darunter finden sich einige spezielle Kräuter und Gewürze, die sich ganz besonders gut eignen, um einer Grippe vorzubeugen. Auf zwei von ihnen soll nun im Besonderen eingegangen werden: Ginseng und Curcuma.

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Grippe vorbeugen mit Ginseng

Die Wurzel des Ginseng (Panax ginseng) wird in der asiatischen Medizin schon seit Jahrtausenden medizinisch angewendet, unter anderem zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Das Team um Professor Sang-Moo Kang von der George State University konnte in einer Studie beweisen, dass die Heilpflanze auch zur Behandlung und zum Vorbeugen von Grippe eingesetzt werden kann.

Die Forscher haben getestet, wie roter Ginseng-Extrakt bei einer Infektion mit dem Influenza A-Virus wirkt und fanden heraus, dass die Abwehrfunktion und Antikörperbildung angeregt wird. Überdies zeigte sich, dass Ginseng die Vermehrung der Viren in den Zellen verlangsamt.

Der Rote Ginseng hat somit nicht nur das Potenzial, eine bestehende Grippeinfektion zu lindern, sondern einer solchen erfolgreich vorzubeugen.

9. Grippe vorbeugen mit Oreganoöl

Oregano ist eine typische Mittelmeerpflanze, die schon sehr lange als Gewürz und Arzneipflanze eingesetzt wird.

Das ätherische Oreganoöl weist einen sehr hohen Gehalt an Phenolen auf und wirkt effektiv gegen Bakterien, weshalb es auch als natürliches Antibiotikum definiert wird.

In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Oreganoöl bei Infektionen mit MRSA-Staphylokokken eine signifikantere Wirkung zeigt als alle gängigen Antibiotika.

Bei den MRSA-Staphylokokken handelt es sich um multiresistente Bakterien, die bereits Resistenzen gegen die verfügbaren Antibiotika entwickelt haben. Nicht aber gegen die Polyphenole des Oreganos.

Oreganoöl wirkt überdies gegen Viren. Eine Studie hat aufgezeigt, dass das ätherische Oreganoöl diverse Virenarten zerstören kann, indem der äussere Überzug der Viren angegriffen wird.

Bei der innerlichen Anwendung ist unbedingt darauf zu achten, dass das Oreganoöl nicht unverdünnt, sondern mit einem Pflanzenöl (z. B. natives Olivenöl) gemischt wird. Ein Tropfen pro Anwendung ist ausreichend.

Sie können Oreganoöl aber auch in Form von Kapseln anwenden und sich an die Dosierung halten, die auf der Packungsbeilage angegeben ist.

Mit all diesen Tipps wird es Ihnen sicher nicht schwer fallen, der Grippe ein Schnippchen zu schlagen und dieser erfolgreich vorzubeugen.

Kombinieren Sie am besten drei bis vier der vorgeschlagenen Massnahmen, um die erwünschte vorbeugende Wirkung sicher zu erzielen.

Bleiben Sie gesund und munter!

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