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Fragwürdiger Grippeimpfstoff

Dieser Text wurde veröffentlicht am 05.11.2008 um 16:05 Uhr

Die amerikanische Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control hat in einer Studie festgestellt, dass der Grippeimpfstoff für die Saison 2007-2008 nur zu 44% wirksam war.

Impfstoff basiert auf Vermutungen

Grippeimpfstoffe werden hergestellt, indem Forscher fundierte Vermutungen darüber anstellen, welche Virenstämme in dem jeweiligen Jahr am wahrscheinlichsten anzutreffen sind. Davon werden dann 3 Stämme ausgewählt und für den Impfstoff verwendet. Wenn die Forscher richtig vermutet haben, dann ist diese Impfung im Allgemeinen zu 70-90% wirksam.

Unwirksame Impfstoffe im Einsatz

Im vergangenen Jahr wurden die meisten Grippeinfektionen durch den Brisbane-Stamm des Typs A H2N2 verursacht, doch der war nicht in dem Impfstoff enthalten. Ein weiterer Erreger wurde durch den Typ B Florida-Stamm verursacht, der ebenfalls fehlte.

Die Marshfield-Klinik in Wisconsin hat Impfdaten ausgewertet und kam zu dem Ergebnis, dass der Impfstoff für die Grippesaison 2007-2008 gegen den Brisbane-Stamm zu lediglich 58% wirksam und gegen den Florida-Stamm komplett unwirksam war.

Erhöhte Sterblichkeit trotz vermehrter Impfung

Forscher messen im Allgemeinen den Schweregrad einer Grippesaison, indem sie Daten zur Sterblichkeit von Kindern bzw. Erwachsenen in diesem Zeitraum vergleichen. Danach war die Saison 2007-2008 die schwerste innerhalb der letzten 3 Jahre.

Zum Studien-Ende waren 66 Kinder während der Grippesaison 2007-2008 verstorben. Bei den Erwachsenen war die Sterblichkeitsrate auf 9% der Gesamttodesfälle in den USA gestiegen, obwohl sich deutlich mehr Amerikaner als je zuvor dagegen hatten impfen lassen.
Insgesamt wurden ca. 115 Millionen Grippeimpfstoffe von den amerikanischen Pharmafirmen - das waren rund 10 Millionen Impfstoffe mehr als im Jahr davor.


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