Lügen der Massenmedien


Massenmedien stiften gerne etwas Verwirrung in dem sie bewusst Lügen verbreiten. So geschah es mit einer aktuellen Studie, welche die positive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren in Frage stellt.

Die Lügen der Massenmedien

Veröffentlichung am 28.10.2010 um 12:28 Uhr / Aktualisierung am 28.02.2012 um 10:54 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Oder warum Omega-3-Fettsäuren nach wie vor fantastisch sind. Die Massenmedien haben im Grunde nur einen Sinn: Sie sollen verwirren. Daher sollte sich niemand mehr wundern, wenn irgend etwas oder irgend jemand, der oder das bisher als nett und gut und gesund galt, urplötzlich in den Schmutz gezogen wird.

Massenmedien Massenmedien streuen bewusst falsche Informationen

Omega-3-Fettsäuren und ihre Schutzwirkungen

Dass aus besonderen Interessen der Industrie bisher gesunde Lebensmittel zu schädlichen Lebensmitteln degradierd werden, ist wirklich nichts Besonderes mehr und fast schon vorhersehbar.

Neuerdings geht es um die sog. Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren, die sich beispielsweise in hochwertigem Leinöl befinden, sind in der heutigen modernen Ernährung nur noch in Spuren vorhanden. Da gleichzeitig große Mengen sog. Omega-6-Fettsäuren verzehrt werden, leiden viele Menschen unter diesem Fettsäuren-Ungleichgewicht, was sich in gewissen Gesundheitsproblemen äußern kann. Erhöht man den Anteil der Omega-3-Fettsäuren und reduziert die Omega-6-Fettsäuren, können positive Veränderungen festgestellt werden, wie z. B. eine Reduzierung von rheumatischen Beschwerden.

Ein hoher Omega-3-Spiegel kann außerdem das Risiko, an einer Herzproblematik zu sterben und an ischämischem Schlaganfall(1) zu erkranken, verringern. Auch entwickelt sich Demenz und Alzheimer bei Menschen mit hohen Omega-3-Werten deutlich langsamer. Bei Schwangerschaften sinkt dadurch das Frühgeburtenrisiko, die Gehirnentwicklung der Babys verläuft günstiger und Wochenbettdepressionen treten seltener auf. Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, schnitten bei Intelligenztests im Alter von 4 Jahren mit einem höheren Quotienten ab.

Ferner stellte man bei Kindern und Jugendlichen, die an Aufmerksamkeitsdefiziten bzw. Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) litten, einen deutlich niedrigeren Omega-3-Wert fest.

Der Spieß wird umgedreht...

Omega-3-Fettsäuren sind also im Grunde hervorragend für die Gesundheit und sollten unbedingt in die tägliche Ernährung integriert werden. Dieser Meinung waren die Massenmedien bis dato ebenfalls. Höchste Zeit also, ein wenig Verwirrung ins Spiel zu bringen.

Neueste Berichte zitieren nun eine Studie aus den Niederlanden, die jetzt die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der Omega-3-Fettsäuren in Frage stellt. Holländische Wissenschaftler hatten in besagter Studie an einer Gruppe von Testpersonen über mehr als drei Jahre lang untersucht, ob Omega-3-Fettsäuren das Risiko für Herzattacken mindern könnten oder nicht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Omega-3-Fettsäuren das nicht könnten.

Diente die Studie nur einer fetten Schlagzeile?

Es ist immer wieder spannend, sich bei seltsamen Studienergebnissen den genauen Studienablauf anzusehen. Und siehe da, die holländischen Testpersonen nahmen während der drei Jahre währenden Studie nicht etwa hochwertiges Leinöl, ja noch nicht einmal Fischölkapseln ein.

Die Ärmsten mussten drei Jahre lang jeden Tag Margarine essen. Margarine, die lediglich mit Omega-3-Fettsäuren angereichert war. Und – oh Wunder – bei diesen Menschen trat keine Minderung des Herzattackenrisikos auf. Rasch waren die Schlagzeilen geschrieben (Omega-3-Fettsäuren doch nicht so gut, wie bisher geglaubt), die Sensation war perfekt, die Auflagenzahlen gerettet und die Leute verwirrt.

Eine solche Studie grenzt bereits an vorsätzlicher Körperverletzung. Und wir können nur vermuten, dass sich die Gehirndurchblutung der beteiligten Wissenschaftler – vermutlich aufgrund jahrelangen Margarine-Verzehrs und Omega-3-Mangels – bereits so drastisch verringert hatte, dass sie überhaupt auf die Idee einer solchen Untersuchung hatten kommen können.

Margarine liefert herzgefährliche Transfette

Margarine

Margarine ist, wie viele Menschen inzwischen wissen, ein gehärtetes Fett, das durch eine Vielzahl von industrieller Verarbeitungsprozesse ging, dabei sehr hohen Temperaturen (über mehrere Stunden lang), starkem Druck, Lösungsmitteln, Phosphorsäuren und Laugen ausgesetzt ist und daher in Wirklichkeit gar kein Lebensmittel mehr ist.

Während der Herstellung entstehen außerdem gefährliche Transfette. „Transfette erhöhen nicht nur die Wahrscheinlichkeit von einer Reihe von Erkrankungen des Stoffwechsels, wie zum Beispiel Arthritis oder Krebs. Sie tragen auch ihren Teil zu Herzkrankheiten bei“, erklärt Paul Pitchford in seinem Buch Healing With Whole Foods: Asian Traditions and Modern Nutrition („Heilung durch ganzheitliche Nahrungsmittel: Asiatische Traditionen und moderne Ernährung“). „In den Vereinigten Staaten, wo dreimal mehr Margarine als Butter gegessen wird, werden 95 Prozent der Transfette durch den Verzehr von Margarine und Backfetten aufgenommen.“ (Lesen Sie hier mehr über Margarine)

Ein alter Hut: Margarine fördert Herzkrankheiten

Eine Studie, die vor mehreren Jahren durchgeführt wurde, hatte ergeben, dass Frauen, die vier oder mehr Teelöffel Margarine am Tag verzehren, ein um 66 Prozent höheres Risiko haben, von kardiovaskulären Krankheiten heimgesucht zu werden, als Frauen, die weniger als einen Teelöffel Margarine im Monat zu sich nehmen. Es ist also längst bekannt, dass Margarine direkt an der Entstehung von Herzkrankheiten mitwirkt.

Studie war ein guter Witz

Daher ist es nicht mehr als ein guter Witz, wenn Margarine in eine Studie einbezogen wird, die testen will, ob Omega-3-Fettsäuren vor Herzkrankheiten schützen können. Genauso prima wäre die Idee, die Wirkung von Vitamin C zu untersuchen, indem man es gemeinsam mit ein wenig Arsen verabreicht. Ein übertriebenes Beispiel vielleicht, aber zum Studienende käme man zu einer ähnlich intelligenten Schlussfolgerung wie die Margarine-Wissenschaftler, nämlich, dass Vitamin C wirklich überhaupt keinen Nutzen für die Gesundheit hätte, im Gegenteil, die Testpersonen würden zusehends schwächer davon.

Nur weil ein industrielles Kunstfett mit geringen Mengen an guten Omega-3-Fettsäuren angereichert ist, bedeutet das selbstverständlich nicht, dass die kleine Menge herzschützender Omega-3-Fettsäuren den täglichen Batzen herzschädigender Margarine ausgleichen könnte. Das zu erkennen ist aber nicht die Aufgabe der Massenmedien. Die Wahrheit eignet sich selten zu Schlagzeilen und da es um nichts anderes als Schlagzeilen geht, muss die Wahrheit eben ein bisschen zurückstecken. So einfach ist das.

Omega-3-Fettsäuren können Wunder bewirken

Daher noch einmal eine kurze Zusammenfassung für alle zum Mitschreiben und hinter die Ohren klemmen: Lebensmittel und Öle, die natürlicherweise reich an Omega-3-Fettsäuren sind und für ein ausgewogenes Omega-3-Omega-6-Verhältnis sorgen, können wahre Wunder bewirken, Krankheiten vorbeugen und dabei helfen, gesund zu bleiben. Zu diesen Nahrungsmitteln zählen zum Beispiel Hanföl und Leinsamenöl, wilder Fisch und Chia-Samen (Chia (Salvia hispanica) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die ursprünglich hauptsächlich in Mexiko vorkommt).

Quellen

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3
Quelle 4

Fussnote

(1) (Ischämie) des Gehirns ausgelöst wird. Im Gegensatz kommt es zum hämorrhagischen Schlaganfall dann, wenn sich ein Bluterguss im Hirngewebe bildet, der durch Platzen eines Blutgefäßes entstanden ist und zu einer Hirnblutung führt.




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(3)

irishwolfhound
geschrieben am: Sonntag, 31. Oktober 2010, 06:53

eMail-Adresse hinterlegt
ich möchte nur mehr festhalten, dass ich es für äusserst seltsam halte, dass sie einen beitrag erst dann freischalten, wenn sie was dazu schreiben können. das entspricht nicht meiner vorstellung von meinungsfreiheit, ich habe in meinem kommentar nichts anrüchiges behauptet, nur auf eine andere studie verwiesen.

nun interpretieren sie ihre im artikel erwähnten fischölkapseln um. warum?

prinzipiell teile ich ihre ansicht, bei studien vorsichtig zu sein. doch ihr umgang mit interessierten leserInnen irritiert mich schwer.

es verleidet mir, hier weiter mitzulesen.

Zentrum der Gesundheit

Liebe Frau Dimi,
wie Sie auf unseren Seiten sehen können, sind dort sehr viele Kommentare veröffentlicht - darunter etliche, die wir nicht kommentierten, ob sie nun mit unserer Meinung konform gehen oder nicht. Wir verstehen Ihren Ärger, bitten Sie aber, auch uns zu verstehen. Wir erhalten tagtäglich eine große Anzahl von Kommentaren, von denen einige absichtlich irreführende Falschmeldungen enthalten. Aus diesem Grunde schalten wir Kommentare erst nach einer diesbezüglichen Überprüfung frei - ob mit oder ohne Antwort unsererseits. Über Kommentare von Leserinnen und Lesern, die - wie Sie - ernsthaft an einem Meinungsaustausch interessiert sind und uns darüber hinaus wichtiges Informationsmaterial zukommen lassen, freuen wir uns jedoch zu jeder Zeit und würden es schade finden, Sie nicht nur als Leserin, sondern auch als aufmerksame Kommentatorin zu verlieren.

Was die Fischölkapseln betrifft, so "interpretierten" wir nicht "um", sondern ergänzten die Aussage des betreffenden Textes mit einer weiterführenden Erklärung, um möglichen Missverständnissen vorzubeugen. Der Satz im Text lautete: "...die holländischen Testpersonen nahmen während der drei Jahre währenden Studie nicht etwa hochwertiges Leinöl, ja noch nicht einmal Fischölkapseln ein." Die Formulierung "ja noch nicht einmal" drückt dabei bereits die gewollte Geringschätzung aus.

Mit herzlichen Grüßen
Iris Muthmann

irishwolfhound
geschrieben am: Donnerstag, 28. Oktober 2010, 15:37

eMail-Adresse hinterlegt
margarine ist ein thema, aber [da ich keinen link hier einfügen darf, hab ich obiges homepage-feld missbraucht, sorry.]
wird eine studie zitiert, in der omega-3-fettsäure über fischöl zugeführt wurde.

was nun?

Hier die von Ihnen zitierte Studie:

http://www.animal-health-online.de/klein/2010/10/06/krebsrisiko-wissenschaftler-fordern-begrenzung-von-omega-3-fettsauren/6206/

Zentrum der Gesundheit:


Liebe Frau Dimi,
vielen Dank für Ihren Hinweis auf die im Cancer-Research-Journal veröffentlichte Studie zum Thema Omega-3-Fettsäuren. Zuerst möchten wir darauf aufmerksam machen, dass wir in jenem Artikel, auf den sich Ihr Kommentar bezog, Fischölkapseln nicht befürworten, sie lediglich im Vergleich zu angereicherter Margarine als positiver bewerteten.

In der von Ihnen genannten Studie jedoch fütterten die Wissenschaftler ihren Mäusen nicht einmal gewöhnliches Fischöl (wie Menschen es in Kapselform gelegentlich einnehmen). Die Mäuse erhielten ein mit Omega-3-Fettsäuren angereichertes Fischöl. Das bedeutet, konzentrierte und isolierte Omega-3-Fettsäuren wurden einem Fischöl zusätzlich zugesetzt. Den Wissenschaftlern ging es - wie meist - um aus ihrem natürlichen Verbund herausgerissene Einzelsubstanzen, nicht um die Wirkung eines naturbelassenen Öls. Schon allein durch diese Manipulierung des Fischöls kann man das Studienergebnis - unserer Meinung nach - in keinem Fall auf natürliche Omega-3-reiche Öle übertragen.

Erschreckend mögen viele Leser dieser Studie auch die Tatsache finden, dass die Versuchsmäuse bereits nach vier Wochen eine Colitis und Dickdarmkrebs entwickelt haben sollen. Diese kurze Zeit ist jedoch kein Wunder, da es sich um sog. SMAD3-Mäuse gehandelt hat. Bei diesen Mäusen wird ein bestimmtes Gen so manipuliert, dass sie nicht nur unter einer gesteigerten Entzündungsneigung leiden (daher die rasche Colitis), sondern außerdem (fast schon) grundsätzlich an Darmkrebs erkranken. Dass solche Mäuse mit einem schwachen Immunsystem gesegnet sein dürften und daher die krebsauslösenden Bakterien, mit denen sie vorsätzlich infiziert wurden, nicht abwehren konnten, ist unschwer vorzustellen.

Interessant ist darüber hinaus, dass die Wissenschaftler nun eine Mengenbeschränkung für Fischöl mit Omega-3-Fettsäuren fordern. Das erinnert an die ständigen Versuche, wirklich nützliche Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel in für uns alle unerreichbare Ferne zu katapultieren.

Abschließend sind wir der Ansicht, dass Omega-3-Fettsäuren ganz einfach so eingenommen werden sollten, wie sie auch in der Natur vorzufinden sind - entweder in Form von naturbelassenen Ölen oder in Form der jeweiligen Lebensmittel.

Viele Grüße
Ihr ZDG-Team
Fritsche
geschrieben am: Donnerstag, 28. Oktober 2010, 13:34
eMail-Adresse hinterlegt
Hallo,
interessanter Beitrag.
Könnte man eigentlich auch statt Leinöl Leinsamen essen?
Grüße
FF ritsche

Zentrum der Gesundheit:

Liebe/r Frau/Herr Fritsche,

ja, natürlich können Sie statt Leinöl auch Leinsamen essen. Allerdings müssen Sie vor Verzehr die Samen mahlen, damit Sie in den Genuss des darin befindlichen Öls gelangen können. Würden Sie Leinsamen dagegen ganz (ungemahlen) essen, dann quillt er lediglich auf, unterstützt die Verdauung, hilft dabei, den Darm von Schlacken zu reinigen und wird komplett wieder ausgeschieden. Leinsamen sollten Sie nie auf Vorrat mahlen, sondern immer kurz bevor Sie ihn essen möchten, da gemahlener Leinsamen - gerade wegen des empfindlichen Öls - schnell ranzig wird. Geben Sie Leinsamen aber nicht in die Getreidemühle, weil er diese verkleben würde. Eine Kaffeemühle oder auch ein Mixer eignen sich dagegen gut.

Viele liebe Grüße
Ihr ZDG-Team

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