Dauerkonsum von Medien
Im Durschnitt verbringen amerikanische Kinder und Jugendliche 45 Stunden pro Woche mit Medien. Der intensive Dauerkonsum weist auf ein höheres Risiko für auffällige Verhaltensweisen.
Veröffentlichung am 26.01.2009 um 08:53 Uhr / Aktualisierung am 13.05.2011 um 15:25 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - "Medien machen Märkte und deshalb machen Medien krank. Die Nationale Medizinforschungs-Agentur "National Institutes of Health" der US-Regierung hat zusammen mit der Yale University 173 Studien ausgewertet, die seit 1980 die Wirkungen von Medien auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen untersuchten. Das Studieren dieser Auswertung verbreitet nicht weniger Horror als die Machenschaften der Medien selbst und deren Folgen für die jungen Nutzer.
Kinder verbringen zu viel Zeit vor dem Fernseher!Amerikas Kinder und Jugendliche verbringen durchschnittlich 45 Stunden pro Woche mit Fernsehen, Handy, Internet, Zeitschriften, Filmen, Musik und Videospielen. Bei fast allen dieser Intensiv-Konsumenten wurde ein erhöhtes Risiko für auffällige Verhaltensweisen wie Aufmerksamkeitsstörungen, Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum sowie Fettleibigkeit und schlechte Schulnoten festgestellt.
93 Prozent der untersuchten Gruppen gaben an, bereits Sex gehabt zu haben. Es ist das Profil eines mentalen und emotionalen Präkariats, das sich quer durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Um die absehbaren Folgen für die ganze Gesellschaft abzuschätzen, muss man diese Untersuchungsergebnisse nur noch mit den Kriminalstatistiken vergleichen.
Ein Wirtschaftssystem mit Wachstumszwang führt zwangsläufig zum Verlust von Menschlichkeit und Menschenwürde. Das gilt für alle Branchen. Medien kämpfen nicht für Geist und Kultur, sondern für Rendite um jeden Preis. Wenn Auflagen und Einschaltquoten absinken, sinkt automatisch auch das Niveau: Gezielt wird auf die niedrigsten Instinkte und auf die am leichtesten beeinflussbaren Geister.
Das sind nicht nur Kinder und Jugendliche. Immer mehr Erwachsene und Alte erliegen dem Überangebot von Unnötigem und dem Verwirrspiel von Verlogenem. Nur so ist es überhaupt möglich, dass zum Beispiel Nahrungsmittel den Markt überfluten, die mit Essen nur noch den Namen gemein haben. Nur so ist es auch möglich, immer mehr Kranke als Markt für Mittel und Methoden zu generieren, die wiederum krank machen. Das System dieser Marktgewaltherrschaft ist anonym.
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