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Dieser Text wurde veröffentlicht am 09.11.2006 um 10:00 Uhr
Es ist bekannt, dass Frauen mit Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2 ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben. In der Allgemeinbevölkerung wirken sich Zahl der Schwangerschaften, erste Schwangerschaft in jungen Jahren und Stillen als Schutzfaktoren aus. Wie sieht es aber bei den Mutationsträgerinnen aus? Um dieser und anderen Fragen nachzugehen, wurde die IBCCS-Studie von mehreren Forscherkollegen in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Deutschland und Kanada initiiert. Alle Studienteilnehmerinnen hatten eine Mutation in den Brustkrebs genen BRCA1 oder BRCA2, davon waren 853 an Brustkrebs erkrankt.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Brustkrebsrisiko von Frauen mit einem Kind genauso hoch ist wie bei Frauen ohne Kinder. Unter den
Frauen mit mehreren Kindern hatten jedoch Mütter mit jedem weiteren Kind ein um 14 Prozent niedrigeres Risiko, ab einem Alter von 40 Jahren an
Brustkrebs zu erkranken. Der positive Effekt geht möglicherweise darauf zurück, dass die Milch produzierenden Zellen im Drüsengewebe der Brust erst
während einer Schwangerschaft vollständig ausreifen. Denn mit zunehmendem Reifungsgrad der Zellen nimmt die Neigung zu entarten ab, vermuten die
Forscher. Die Stillgewohnheiten scheinen bei Mutationsträgerinnen keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko zu haben.
(Andrieu, N. et al.: "Pregnancies, Breast-Feeding, and Breast Cancer Risk in the International BRCA1 /2 Carrier Cohort Study (IBCCS)", Jour¬nal of
the National Cancer Institute, April 19; 98: 535-544. 2006/dkfz Nr. 42/2006/DHZ)
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