Nitrat


Gemüsesorten mit einem hohen Gehalt an natürlichem Nitrat können durch die Aktivierung schleimhautschützender Enzyme das Risiko, an einem Magengeschwür zu erkranken, reduzieren. Dies gilt jedoch ausschließlich für natürlich vorkommende Nitrate.

Nitrat

Veröffentlichung am 01.07.2008 um 10:53 Uhr / Aktualisierung am 02.12.2011 um 13:59 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Nitrat (NO3) ist eine Verbindung, die aus den Elementen Stickstoff (N) und Sauerstoff (O) besteht. Nitrat ist eine natürliche Substanz, die im Erdreich vorkommt. Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrats zum Aufbau von Eiweißen. Nitrate werden in der Mundhöhle in Nitrite umgewandelt. Im Magen entsteht dann aktives Stickstoffmonoxid.

Gemüse

Nitrathaltige Gemüse mit positivem Effekt?

Ein schwedischer Forscher - Joel Petersson von der Uppsala Universität - hat herausgefunden, daß Gemüsesorten mit einem hohen Gehalt an Nitrat (Spinat, Salat, Radieschen und rote Beete) einen positiven Effekt auf den Magen ausüben, indem sie die schleimhautschützenden Enzyme aktivieren, die dann das Risiko eines Magengeschwürs reduzieren.

Nitrate sind fälschlicherweise lange mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht worden. Petersson ist jedoch davon überzeugt, dass Obst- und Gemüsesorten, die natürlich vorkommendes Nitrat enthalten, wichtig für eine ausgewogene Ernährung sind.

Allerdings rät er dringend davon ab, verarbeitete Fleischwaren wie Schinken oder Speck, die mit Nitraten gepökelt wurden, zu verzehren.

Tierversuche haben gezeigt, daß entzündungshemmende Medikamente (NSARs) auch vor Schäden im Gastrointestinaltrakt schützen können. Allerdings führen sie sehr häufig zu gefährlichen Nebenwirkungen, wie Blutungen und Geschwürbildung im Magen-Darm-Trakt. Durch eine nitratreiche Ernährung können diese Schädigungen vermieden werden.

Vorsicht vor Mundwasser

In einem weiteren Tierversuch stellte Petersson fest, daß antibakterielles Mundwasser die guten Bakterien, die Nitrat in Nitrit umwandeln, abtötet. In dem Versuch wurden einer Gruppe von Ratten nitratreiche Lebensmittel verabreicht. Die andere Gruppe erhielt zusätzlich zu den nitratreichen Lebensmitteln ein antibakterielles Mundspray. Anschließend wurde beiden Gruppen ein entzündungshemmendes Medikament verabreicht. Nur die Gruppe mit dem Mundspray wies Schädigungen an der Schleimhaut auf.

Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß eine nitratreiche Ernährung den Magen schützt und Magengeschwüre verhindern kann. Desweiteren werden die schädlichen Nebenwirkungen der NSARs gemildert. Außerdem ist festzuhalten, dass das Verwenden von chemischen, antibakteriellen Mundwässern zu Schleimhautschäden - insbesondere im Verdauungsbereich - führt.

Gesunde Schleimhäute entlang des Verdauungssystems sind sehr wichtig für die gesamte Gesundheit. Aus diesem Grund sollten die oben genannten Fakten berücksichtigt werden.

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