Keine Milch bei Prostatakrebs


Eine Studie legt den Verdacht nahe, dass Kuhmilch die Entstehung von Prostatakrebs begünstigen kann.


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letzte Aktualisierung am 14.03.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Studie: Erhöhtes Prostatakrebs-Risiko durch Milch

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(Zentrum der Gesundheit) - Nur wenige Dinge sind so umstritten wie der Einfluss von Kuhmilch und daraus hergestellter Produkte auf die Entstehung von Krebserkrankungen. Das Ergebnis einer neuen Untersuchung scheint jenen Experten Recht zu geben die der Meinung sind, Milchprodukte seien schädlich und sollten daher generell gemieden werden. Es hatte sich herausgestellt, dass jene Menschen die gerne Milch konsumieren, offenbar mit einem höheren Prostatakrebs-Risiko zu leben haben.

Prostatakrebs durch Milch © Edw - Shutterstock.com

Fördert Kuhmilch Prostatakrebs?

Wissenschaftler am Europäischen Institut für Onkologie in Mailand und der Universität von Montreal verglichen 197 Prostatakrebs-Patienten mit einer gleichen Anzahl gesunder Menschen. Das Ergebnis wurde im Fachblatt The Prostate veröffentlicht.

Die Teilnehmer der Studie füllten einen Fragebogen aus, der Informationen über das Konsumverhalten der Patienten in Bezug auf über 200 Nahrungsmittel liefern sollte.

Schützen Hülsenfrüchte und Nüsse vor Prostatakrebs?

Die Auswertung der Bögen erbrachte, dass das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, umso höher war, je mehr Milch verzehrt wurden.

Dabei konnte dieses erhöhte Risiko nur bei Milch, weniger aber bei Milchprodukten festgestellt werden. Gleichzeitig konnte ein geringeres Erkrankungsrisiko bei denjenigen Personen festgestellt werden, die einen überdurchschnittlichen Konsum an Hülsenfrüchten, Nüssen, Fisch und Meeresfrüchten sowie von Vitamin E (alpha-Tocopherol) angaben.

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Wissenschaftler unschlüssig: Was in der Milch begünstigt Prostatakrebs?

Allerdings wurde bei der Studie die Qualität der Milch leider nicht in die Auswertung mit einbezogen. So berücksichtigten die Wissenschaftler nicht den Unterschied zwischen Milch, die von grasgefütterten Kühen stammte und solcher, die von getreidegefütterten Kühen produziert wurde.

Auch mögliche Milchkontaminationen mit Pestiziden oder Hormonen wurden nicht als mögliche Auslöser erwogen. Außerdem wurden die Mechanismen, nach denen verschiedene Inhaltsstoffe der Milch mit jenen anderer Nahrungsmittel interagierten und damit das Erkrankungsrisiko beeinflussen könnten, nicht näher untersucht.

Die Wissenschaftler verblieben letztendlich unschlüssig, was genau in der Milch nun für das gestiegene Erkrankungsrisiko verantwortlich sein könnte.

Lesen Sie hierzu auch: Krebserregende Hormone in Milch

und: Vitamin D: Die neue Waffe gegen Prostatakrebs?

Milchkalzium beeinflusst Krebsentstehung nur grenzwertig

Sie schlossen lediglich das in der Kuhmilch vorhandene Calcium als Urheber aus. Eine in der Vergangenheit aufgestellte These hatte einen hohen Calciumkonsum mit einem erhöhten Krebserkrankungsrisiko in Zusammenhang gebracht.

Falls das Calcium an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt wäre, so die Forscher, dann bestünde hier nur ein grenzwertiger Zusammenhang, der allerhöchstens zu einem leicht erhöhten Risiko führen könne. Unstrittig jedoch blieb die Tatsache, dass Milch beim Ausbruch von Prostatakrebs offenbar eine große Rolle spielt.

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(2)

Blackbfan
geschrieben am: samstag, 04. juli 2015, 22:34
eMail-Adresse hinterlegt

Hallo ZDG Team, Und wie sieht es mir Rohmilch aus? Ich glaube nämlich dass die nicht krebserregend ist. (nicht soviele Probleme verursacht..)




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Blackbfan
Eine entsprechende Untersuchung ist uns dazu nicht bekannt. Doch sind jene Substanzen, die als gesundheitsbedenklich und auch als prostatakrebsfördernd gelten, auch in der Rohmilch enthalten: Wachstumsfaktoren, Galaktose, Calcium und bestimmte (kuheigene) Hormone. Wachstumsfaktoren fachen das Wachstum von Tumoren an, Galaktose gilt als entzündungsfördernd und chronische Entzündungen stehen im Zusammenhang mit Krebs (und vielen anderen Krankheiten), zu viel Calcium inaktiviert Vitamin D, doch gilt Vitamin D als krebshemmend und Estronsulfat (Hormon) beschleunigt das Wachstum hormonbedingter Tumoren.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Andreas
geschrieben am: donnerstag, 23. februar 2012, 10:32
eMail-Adresse hinterlegt

Sehr geehrte Damen und Herren, ich hätte dazu eine Frage. Verringere ich das Krebsrisiko, wenn ich auf Ziegenmilch umsteige? Danke Andreas




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Andreas,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Ziegenmilchprodukte sind - unabhängig vom möglichen Einfluss auf das Krebsrisiko - insbesondere dann empfehlenswerter als Kuhmilchprodukte, wenn es sich um Produkte aus biologischer und/oder extensiver Ziegenhaltung handelt.
 
Da laut der im Artikel genannten Experten der Grund, warum Kuhmilch das Prostatakrebsrisiko erhöhen können soll, nicht bekannt ist, können wir in Bezug auf den Einfluss des Krebsrisikos durch Ziegenmilch nur spekulieren.
 
Falls - wie gelegentlich vermutet wird - der IGF1 (Wachstumsfaktor) aus der Milch für das höhere Krebsrisiko verantwortlich ist, dann gilt, dass dieser nicht nur in der Kuhmilch, sondern leider auch in der Ziegenmilch enthalten ist - einfach deshalb, weil es sich um einen natürlichen Bestandteil von Milch handelt.
 
Der IGF1-Gehalt lässt sich jedoch signifikant durch die milchsaure Fermentation verringern, so dass Ziegenmilch, Ziegenkäse etc. eher vermieden werden sollten und dafür Ziegenjoghurt in den Speiseplan integriert werden sollte.
 
Mögliche andere Faktoren für ein höheres Prostatakrebsrisiko durch Tiermilch sind hierbei jedoch nicht berücksichtigt.
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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