Soja: Der Schutz vor BPA


Eine sojareiche Ernährung kann Frauen vor den Gesundheitsrisiken durch BPA – dem Weichmacher aus Plastik – schützen.


Ihre Suche im Zentrum der Gesundheit

letzte Aktualisierung am 05.02.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Soja schützt vor Bisphenol A

Sie befinden sich hier: News

(Zentrum der Gesundheit) – Der Weichmacher Bisphenol A (BPA) kann das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht bringen und stellt daher ein immenses Gesundheitsrisiko dar. Soja ist hier in manchen Fällen äusserst hilfreich. Denn eine sojareiche Ernährung kann – laut einer Studie – Frauen vor den negativen Auswirkungen von BPA schützen, was sich besonders dann bemerkbar macht, wenn diese Frauen eine Fruchtbarkeitsbehandlung durchführen, um schwanger zu werden. BPA mindert die Chancen auf eine Schwangerschaft. Soja erhöht sie – trotz BPA.

Soja schützt vor Bisphenol A © Brent Hofacker - Shuterstock.com

Soja kompensiert schädliche Wirkung von Bisphenol A

Wenn Frauen eine Fruchtbarkeitsbehandlung durchführen lassen, aber gleichzeitig Bisphenol A ausgesetzt sind, dann ist die Erfolgschance auf eine Schwangerschaft nicht so hoch. Denn BPA ist ein sogenannter endokriner Disruptor, also ein Stoff, der das Hormonsystem aus der Bahn werfen kann. Essen diese Frauen aber regelmässig Soja, dann steigen ihre Chancen, trotz BPA schwanger zu werden – so eine Studie, die im Januar 2016 im Fachmagazin Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism veröffentlicht wurde.

Bisphenol A führt zu Fruchtbarkeitsstörungen

Bisphenol A befindet sich in vielen Lebensmittelverpackungen, u. a. in Wasserflaschen aus Polycarbonat, aber auch in den Innenbeschichtungen von Konservendosen. Die Chemikalie imitiert im Körper das Östrogen – eines der beiden wichtigsten weiblichen Hormone. BPA tut also so, als sei es ein Östrogen und bindet an die dafür vorgesehenen Rezeptoren. Jetzt aber kann das echte Östrogen dort nicht mehr andocken und somit auch nicht mehr wirken. Der Hormonhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht.

Untersuchungen der amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC zufolge sind mehr als 96 Prozent der US-Bevölkerung mit BPA belastet. Kein Wunder wurden allein seit 2014 annähernd 100 epidemiologische Studien veröffentlicht, die BPA mit Gesundheitsrisiken einschliesslich Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung bringen.

Anzeige:

Soja schützt vor BPA-bedingten Fruchtbarkeitsstörungen

Autor der oben genannten Studie ist Dr. Jorge E. Chavarro von der Harvard Medical School in Boston. Er sagt:

"Unsere Studie ist die erste, die beim Menschen eine Interaktion zwischen Soja und BPA feststellte. Sie bestätigt damit frühere Forschungsergebnisse, die zeigten, dass eine sojareiche Ernährung bei Mäusen vor BPA-bedingten Fortpflanzungsproblemen schützen kann."

Die Forscher hatten die Zusammenhänge zwischen BPA-Belastung, Ernährung und Erfolgsraten nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung (In-vitro-Fertilisation) bei 239 Frauen im Massachusetts General Hospital Fertility Center untersucht (zwischen 2007 und 2012). Die Frauen nahmen an der sog. Environment and Reproductive Health (EARTH) Study teil, einer prospektiven Kohortenstudie zur Bewertung von Umwelt- und Ernährungsfaktoren auf die Fruchtbarkeit.

Hohe BPA-Belastung – Sinkende Chancen, schwanger zu werden

Man analysierte zunächst Urinproben der Teilnehmerinnen, um dort die BPA-Belastung festzustellen. Gleichzeitig wurden die Ernährungspläne der Frauen auf deren Sojaverzehr hin untersucht. 176 der Frauen assen Sojaprodukte.

Unter jenen Frauen, die keine Sojaprodukte assen, hatten diejenigen mit hohen BPA-Werten im Urin niedrigere Chancen, schwanger zu werden als Frauen mit geringen BPA-Werten. Die Frauen mit hoher BPA-Belastung konnten ausserdem seltener ihr Baby austragen, hatten also öfter Fehlgeburten als Frauen mit einer geringen BPA-Belastung.

Hohe BPA-Belastung hat bei gleichzeitigem Sojaverzehr keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit

Bei den Frauen jedoch, die regelmässig Sojaprodukte assen, hatte die BPA-Belastung keinen Einfluss auf die Erfolgsquote ihrer In-vitro-Fertilisation. Soja schien hier die negativen Wirkungen des BPA kompensieren zu können.

"Natürlich ist es sehr empfehlenswert, dass Frauen, die schwanger werden wollen, alles unternehmen, um ihre BPA-Belastung zu reduzieren, indem sie z. B. Lebensmittel meiden, die in Kunststoffen verpackt waren. Doch zeigen unsere Ergebnisse, dass auch gewisse Faktoren aus dem Bereich der Ernährung das Risiko, das von BPA ausgeht, mindern können. Diese Faktoren zu kennen, kann äusserst hilfreich sein, zumal man BPA – einer allgegenwärtigen Chemikalie – sowieso nicht komplett aus dem Weg gehen kann",

so Dr. Russ Hauser, Seniorautor der Studie (ebenfalls Harvard Medical School in Boston, MA).

"In weiteren Forschungen sollte nun herausgefunden werden, welche anderen Massnahmen in Sachen Ernährung oder Lebensstil die schädlichen Auswirkungen nicht nur von BPA, sondern auch von anderen Chemikalien abschwächen können", fügte Dr. Chavarro hinzu.

Ihre Fernausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Ihnen gefällt das Ernährungskonzept des Zentrums der Gesundheit? Sie möchten gerne detailliert wissen, wie Sie für sich und Ihre Familie eine rundum gesunde Ernährung gestalten können?

Oder möchten Sie vielleicht Ihrem Berufsleben eine neue Perspektive geben und auch andere Menschen zu Themen rund um eine ganzheitliche Gesundheit beraten können? Wir empfehlen die Akademie der Naturheilkunde zur Aus- bzw. Weiterbildung.

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie – die gesunde Ernährung und ein gesundes Leben lieben – in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit in einer Fernausbildung aus.

Nutritionist Training

Quellen:


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Möchten Sie weiterhin von uns informiert werden?

Wir informieren 1-2 mal monatlich über neu veröffentlichte Artikel.
Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an.

zum kostenlosen Newsletter anmelden




© Neosmart Consulting AG - Alle Rechte vorbehalten.
Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert, veröffentlicht noch verteilt werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite ist erlaubt und erwünscht.

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.





Liebe LeserInnnen

Aufgrund des hohen Kommentaraufkommens haben wir uns dazu entschlossen, unsere Kommentarfunktion bis zum 01. Juli 2016 zu schliessen. Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Kommentare, die zum Zwecke versteckter Werbung genutzt werden, nicht veröffentlichen. Erscheinen Markennamen in Ihrem Kommentar, so werden diese vor Veröffentlichung entfernt.

(0)

Weitere themenrelevante Artikel:

Soja schützt vor Brustkrebs

(Zentrum der Gesundheit) - Frauen, die eine Brustkrebsdiagnose erhalten, werden oft vor Sojaprodukten gewarnt. Soja würde die Erfolge einer Anti-Östrogen-Therapie mindern, so heisst es. Neue Forschungsergebnisse brachten jetzt Überraschendes zutage: Das Immunsystem von langjährigen Sojakonsumenten kann bei Brustkrebs sehr viel besser zuschlagen. Und selbst wenn es doch zu Brustkrebs kommen sollte, sind Sojaliebhaberinnen – was niemand geglaubt hatte – sehr viel besser vor Rückfällen geschützt als Frauen, die nie Soja assen.

weiterlesen

 

Bisphenol A lässt Zähne bröseln

(Zentrum der Gesundheit) - Studien beschreiben nun die Auswirkungen von Bisphenol-A auf die Zahngesundheit. Die Toxizität des Weichmachers BPA (Bisphenol-A) ist mittlerweile vielen Menschen hinlänglich bekannt. Da er in Plastikwasserflaschen ebenso enthalten ist wie in Schnullern, Tetrapacks, Konservendosen, Plastikfolien und -geschirr, Kunststoffbehältern sowie in unzähligen weiteren Alltagsgegenständen, können wir uns dieser hormonartig wirkenden Chemikalie heute fast nicht mehr entziehen und das, obwohl die gesundheitliche Gefahren, die vom Bisphenol A ausgehen, längst bekannt sind.

weiterlesen

 

Übergewicht bei Kindern – Was tun?

(Zentrum der Gesundheit) - Ihr Kind ist übergewichtig? Und Sie wissen nicht recht, wie Sie die Lage ändern können? Diäten sind bei Kindern – genau wie bei Erwachsenen – völlig fehl am Platze. Gehen Sie besser Schritt für Schritt vor. Ändern Sie langsam aber sicher die Ernährungs- und Trinkgewohnheiten nicht nur Ihres Kindes, sondern am besten die der ganzen Familie. Welche Faktoren Ihr Kind dick machen und worauf Sie achten sollten, damit es wieder schlank wird, erfahren Sie im folgenden Artikel. Starten Sie am besten noch heute mit der Umsetzung unserer Tipps – für Ihr Kind und Ihre ganze Familie :-).

weiterlesen

 

Kinderwunsch? So fördern Sie Ihre Fruchtbarkeit

(Zentrum der Gesundheit) – Kinderwunsch Behandlungen haben Hochkonjunktur. Auf die künftigen Eltern kommen anstrengende und nebenwirkungsreiche Eingriffe und Medikamente zu. Der sanfte ganzheitliche Weg zur Erfüllung des Kinderwunsches konzentriert sich hingegen nicht nur auf Hormone und Geschlechtsorgane, sondern hat den Menschen als Ganzes im Visier. Das allererste Ziel ist daher nicht eine Schwangerschaft um jeden Preis, sondern ein ausgeglichener, starker und gesunder Körper, in dem Unfruchtbarkeit ganz automatisch keinen Platz mehr haben wird.

weiterlesen

 

Vier Ursachen von Hormonstörungen

(Zentrum der Gesundheit) - Hormonstörungen sind der Grund vieler Gesundheitsbeschwerden. Schlafprobleme und Angstzustände können zu den Symptomen von Hormonstörungen gehören, aber auch eine unerklärliche Gewichtszunahme, chronische Müdigkeit, Hautprobleme oder sogar Krebs. Lernen Sie bei uns die vier schlimmsten Hormon-Feinde kennen und erfahren Sie, wie Sie sich vor Hormonstörungen schützen können, um bald wieder Ihr hormonelles Wohlfühl-Gleichgewicht zu erreichen.

weiterlesen

 

Bisphenol A fördert Nahrungsmittelintoleranzen

(Zentrum der Gesundheit) – Leiden auch Sie an einer Nahrungsmittelintoleranz? Die giftige Chemikalie Bisphenol A, enthalten unter anderem in Konservendosen, Plastikverpackungen für Lebensmittel und Kinderspielzeug, könnte der Grund dafür sein. Eine französische Studie ergab, dass eine Belastung mit BPA während Schwangerschaft und Stillzeit das Risiko für das Kind erhöhen könnte, im späteren Leben eine Nahrungsmittelintoleranz zu entwickeln – und zwar auch dann, wenn die BPA-Belastung unter den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerten liegt.

weiterlesen

 

Babys krank durch Bisphenol A

(Zentrum der Gesundheit) – Die Gefahr für Atemwegsbeschwerden bei Kindern steigt schon dann, wenn sie bereits im Mutterleib der Chemikalie Bisphenol A (BPA) ausgesetzt waren. US-amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass ein verringertes Lungenvolumen und asthmaähnliche Symptome bei Kindern die Folge von BPA-Einfluss während der Schwangerschaft sein können. Bisphenol A (BPA) ist in vielen Kunststoffen enthalten und gelangt beispielsweise aus Plastikverpackungen direkt in die Lebensmittel hinein.

weiterlesen

 

Bisphenol A (BPA) schadet der Gesundheit

(Zentrum der Gesundheit) - Bisphenol A wird als Hauptbestandteil bei der Herstellung von Kunststoffen eingesetzt. Es wird weltweit zur Beschichtung von Konservendosen und Folienverpackungen verwendet. Außerdem macht es Plastikschüsseln und Babyfläschchen hart und lichtdurchlässig.

weiterlesen

 

Vitamin B12 Mangel

(Zentrum der Gesundheit) – Ein Vitamin B12 Mangel lohnt sich nicht. Er macht müde, schwach und depressiv. Und er kann zu irreversiblen Schäden am Nervensystem führen. Besonders Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden, aber auch vegan lebende Menschen können betroffen sein. Da Vitamin B12 bevorzugt in tierischen Lebensmitteln enthalten ist, stellt sich die Frage, wie eine vegane Ernährung mit ausreichend Vitamin B12 versorgen kann. Oft wird behauptet, im Darm werde das Vitamin B12 gebildet. Auch sollen manche pflanzlichen Lebensmittel Vitamin B12 enthalten. Wir klären die Angelegenheit auf.

weiterlesen

 

Gesättigte Fettsäuren sind gesund!

(Zentrum der Gesundheit) – Gesättigte Fette gelten noch immer als die Bösen, während die ungesättigten Fettsäuren als die Guten betrachtet werden. Wer daher sein Herz-Kreislauf-Risiko reduzieren will, solle auf gesättigte Fettsäuren verzichten – so die weit verbreitete Meinung. Immer wieder aber zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass gesättigte Fette harmlos sind, den Cholesterinspiegel nicht beeinflussen und Bluttfettwerte sogar senken. Wer aber ist dann der Böse? Wer hebt den Cholesterinspiegel, wer die Blutfette und wer sorgt für Schlaganfall und Herzinfarkt?

weiterlesen

 

Mit Rohkost gegen Brustkrebs

(Zentrum der Gesundheit) - Nachdem Annie Pierce einen Knoten in ihrer Brust spürte, bekam sie zunächst Angst und Panik. Dann jedoch besann sie sich und vertraute auf die Selbstheilungskräfte ihres Körpers. Sie entwickelte eine persönliche Strategie, mit der sie den Knoten auflösen wollte. Sie hatte Erfolg und ist seit mehr als 25 Jahren gesund und munter.

weiterlesen

 

Reduzieren Sie Ihr Krebsrisiko

(Zentrum der Gesundheit) - Werden Sie aktiv und nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand. Ergreifen Sie jetzt die Initiative und verändern Sie Ihre Ernährungsweise. Wir stellen Ihnen einige Lebensmittel vor, die erwiesenermassen eine präventive Wirkung in Bezug auf Krebserkrankungen haben und daher regelmässig verzehrt werden sollten. In diesem Kontext lernen Sie auch jene kennen, die unbedingt zu meiden sind.

weiterlesen

 

Vegetarische Soja-Burger sind nicht immer gesund

(Zentrum der Gesundheit) - Sojaprodukte sind oft – entgegen ihres Rufes – alles andere als gesund. Starke industrielle Verarbeitung und Rückstände giftiger Chemikalien können einem den Appetit auf den Soja-Burger glatt verderben. Doch der Verbraucher kann das Risiko beim Einkauf minimieren und sich Sojaprodukte – in gemässigten Mengen – weiter schmecken lassen.

weiterlesen

 

Schadstoffe in Verpackungen

(Zentrum der Gesundheit) – Immer mehr Menschen nehmen Lebensmittel in puncto Nährwert und Anbau genau unter die Lupe. Die Verpackungen werden dagegen selten hinterfragt. Dabei kann gerade davon eine erhebliche Gefahr ausgehen. Denn Tausende Schadstoffe können aus Kunststoff oder Karton direkt ins jeweilige Lebensmittel wandern. Mittlerweile stecken in Lebensmitteln hundertmal mehr Chemierückstände aus Verpackungen als aus Pflanzenschutzmitteln – natürlich nicht ohne Folgen für die Gesundheit. Doch gibt es auch Möglichkeiten, sich vor den Verpackungsgiften zu schützen.

weiterlesen