30 Tage ohne Zucker


Sacha, ein junger Filmemacher aus den Niederlanden wollte wissen, ob man sich wirklich besser fühlt, wenn man keinen Zucker mehr isst.


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letzte Aktualisierung am 11.02.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Zuckerfrei leben – Der Test

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(Zentrum der Gesundheit) – Zuckerfrei leben kann hart sein, aber nur in der Umstellungsphase. Sacha Harland aus Den Haag wollte wissen, ob Zucker wirklich so schlimm ist, wie oft gesagt wird. Ein bisschen Zucker hie und da kann ja nicht so tragisch sein, oder? Also machte der junge Sportler den Test und ass 30 Tage lang nichts, das Zucker enthielt. Auch kein Junk Food, und Alkohol mied er ebenfalls. Er war gespannt. Wird es ihm anschliessend in irgendeiner Weise besser gehen? Wird er fitter sein? Oder wird er vielleicht überhaupt keinen Unterschied bemerken?

30 Tage ohne Zucker © stockWERK - Fotolia.com

30 Tage zuckerfrei leben

Sacha Harland – ein 22jähriger Holländer – kennt, wie viele von uns, den schlechten Ruf von Zucker. Doch obwohl nahezu alle Menschen um die schädlichen Eigenschaften des Zuckers wissen, schaffen es nur die wenigsten, dieses Wissen auch in ihrem Alltag unterzubringen und zuckerfrei zu leben. Ähnlich verhält es sich mit Alkohol.

Natürlich ist er schlecht für die Gesundheit, aber trinken tun ihn dennoch die meisten.

Sacha Harland wollte nun herausfinden, ob Zucker und Alkohol tatsächlich so schlecht sind, wie behauptet wird. Denn sind sie es, müsste man sich ja deutlich besser fühlen, wenn man sie eine Zeitlang einfach meidet.

Also stellte er sich der neuen Herausforderung und machte einen Test mit sich selbst. Er nahm sich vor, einen Monat lang zuckerfrei zu leben. Doch wollte er nicht nur Zucker und Alkohol streichen, sondern auch Produkte mit Lebensmittelzusätzen (E-Nummern) sowie ganz generell Junk Food wie Hamburger, Pommes, Hotdogs, Pizza etc.

Mit 22 Jahren: Hoher Blutdruck, hoher Cholesterinspiegel

Gemeinsam mit seinem Freund Boris dokumentierte er seine Erfahrungen während des 30-Tages-Experiments ohne Zucker und ohne Junk Food.

Bevor Sacha mit seinem Experiment begann, liess er sich von einer Sportmedizinerin komplett durchchecken. Sie nahm Blut, führte ein EKG durch, notierte sich Gewicht, Blutdruck, Cholesterinspiegel etc. Und obwohl er ein sehr fitter und gesunder junger Mann zu sein schien, zeigte sich, dass sein Cholesterinspiegel bereits erhöht war, genau wie sein Blutdruck.

Nichtsdestotrotz erwartete Sacha von den kommenden 30 Tagen ohne Zucker, Junk Food und Alkohol keine gravierenden, geschweige denn merklichen Änderungen in seinem Befinden.

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Alle Lieblingsgerichte sind gestrichen

Als es losging, merkte Sacha schnell, dass er die meisten seiner Lieblingsgerichte nicht mehr essen konnte. Denn überall waren Zucker oder E-Nummern enthalten – angefangen beim Eistee (10 Würfelzucker pro Flasche) übers Ketchup und der Fertigsuppe (5 Würfelzucker pro Teller) bis hin zur Bratensauce (15 Würfelzucker pro Packung).

Schliesslich blieben "nur" frische Früchte, Gemüse, Salate, Eier, Vollkornprodukte, Joghurt und Wasser übrig. Davon wollte er sich nun die folgenden 30 Tage ernähren. Gut gelaunt startete er ins zuckerfreie Leben.

Die Laune hielt jedoch nicht lange, da er offenbar ein Zuckersüchtiger war, wie er nach wenigen Tagen feststellte. Er fühlte sich schwach, müde und war emotional sehr schlecht drauf – ganz so, als müsse er durch einen Drogenentzug und eine Entgiftung.

Sachas Zuckersucht – Fast misslang der Test

Sacha litt entsetzlichen Heisshunger auf Süssigkeiten, aber auch auf salzige Snacks. Wenn er mit Freunden ausging, die sich Drinks bestellten oder das übliche Junk Food assen, fühlte er sich einer echten Tortur ausgesetzt.

Er fand – ausser Wasser – kein einziges Getränk in den Läden, das ohne Zucker, Aromen oder Alkohol auskam.

Er suchte eine Ernährungsberaterin auf, die ihn motivierte, ihm viel über die Vorteile einer gesunden Ernährung erzählte und ihm ausserdem alles über die schädlichen Einflüsse von Zucker und Alkohol nahe brachte.

Zucker und alle Produkte, die Zucker enthalten, machen in gewisser Weise süchtig, erklärte sie. Sie sorgen dafür, dass man immer mehr Zucker essen möchte. Der Blutzuckerspiegel steigt sehr schnell, Insulin wird ausgeschüttet, um den Zuckerspiegel wieder zu senken.

Dieser fällt jetzt zu stark, es kommt zu Unterzuckerperioden, die nun wiederum die berüchtigten Heisshungerattacken auslösen. Es ist ein Teufelskreis, dem man irgendwann kaum noch entfliehen kann.

Zudem beeinflusst Zucker die Vorgänge im Gehirn (Ausschüttung bestimmter Botenstoffe) auf eine Weise, wie das auch Drogen tun – wie wir hier ausführlich beschrieben haben: Zuckersucht – Der Ausstieg

Je mehr Zucker man überdies isst, umso weniger wirklich vitalstoffreiche Lebensmittel nimmt man zu sich. Der darauf folgende Vitalstoffmangel macht müde und reduziert die Leistungsfähigkeit. Alkohol schwächt den Organismus noch zusätzlich, belastet die Leber, hemmt die Entgiftung und trägt zu einem Flüssigkeitsmangel bei.

Zuckerfrei leben – Test-Tag 25 bringt die Wende

Alle diese Erklärungen halfen Sacha dabei, nicht vorschnell aufzugeben und durchzuhalten. Als Sacha glaubte, vor lauter Sehnsucht nach Hamburger, Pizza, Marsriegel und einem kühlen Bier völlig verrückt zu werden, erschien jedoch ein Lichtstrahl am Horizont und es begann ihm unerwartet besser zu gehen.

Dies jedoch hatte 25 Tage gedauert. Erst kurz vor Ende seines 30-Tage-Experiments hatten ihn somit die Gelüste nach Zucker und Junk Food verlassen. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er keine Lust mehr auf Süssigkeiten und konnte sein zuckerfreies Leben geniessen.

"Die letzte Woche ist fast vorüber", erzählt er, "Ich stehe viel leichter auf am Morgen und habe viel mehr Energie. Das ist eine echte Überraschung, da ich niemals gedacht hätte, dass sich dieser Test mit einer Änderung der Ernährung so stark auf meine körperliche Verfassung auswirken würde."

Zuckerfrei leben mit gesundem Zuckerersatz

Zuckerfrei leben bedeutet übrigens nicht, dass überhaupt nichts Süsses auf den Tisch kommen darf. Denn nicht alles, das süss schmeckt, ist Zucker. So hätte Sacha beispielsweise auch auf Produkte mit Stevia oder Xylit zurückgreifen können. Auch Trockenfrüchte oder das rote Bananenpulver können in vielen Rezepten als Zuckerersatz Verwendung finden.

Ausführliche Informationen zu gesundem Zuckerersatz haben wir hier zusammengestellt: Gesunder Zuckerersatz – Die neun gesündesten Lebensmittel

Der Test zuckerfrei leben lohnt sich!

Am Ende des Experiments suchte er erneut seine Sportärztin auf und liess sich noch einmal untersuchen, um die aktuellen Werte mit jenen von vor einem Monat zu vergleichen. Die Ärztin stellte sodann fest, dass Sacha 8 Pfund abgenommen hatte, dass sein Blutdruck um 10 mmHg gesunken war (von 135 auf 125 mmHg), sein zuvor erhöhter Cholesterinspiegel ebenfalls um 8 Prozent niedriger war als vor 30 Tagen und auch sein Blutzuckerspiegel gesunken war.

Sachas Fazit nach einem Monat ohne Zucker, künstliche Lebensmittelzusätze, Alkohol und Junk Food: "Der Anfang des zuckerfreien Lebens war wirklich hart. Aber sobald ich den Zuckerentzug geschafft hatte, ging es merklich aufwärts!" Der Test hat sich gelohnt.

Wann startet Ihr 30-Tage-Experiment ohne Zucker, Alkohol und Junk Food?

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Quellen:

 


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Dawny
geschrieben am: samstag, 07. november 2015, 13:06
eMail-Adresse hinterlegt

Immer diese reißerischen Überschriften! Gestern schon diese journalistische Hetze über die low-carb Ernährung in einer so schlecht recherchierter Art und Weise. Ich weiß gar nicht an welcher Stelle ich zuerst anfangen soll, das alles zu widerlegen. Ich bin seit vielen Jahren aktive Hobbysportlerin und ernähre mich paleo/low carb. Alles bio. Ich bin 32 und kerngesund - seit der selbst auferlegten Ernährungsweise. Aber das nur am Rande. Wie kann man einen Artikel: "Leben ohne Zucker nennen" und dabei im Text von Vollkornbrot und Früchten, vor allem Trockenfrüchten schreiben? Vollkornbrot hat eine höhere glykämische Last als Schokolade! Und Trockenfrüchte enthalten Fruchtzucker in konzentrierter Form. Ich fand die Seite die Sie hier betreiben immer interessant und informativ, allerdings lässt dieses Gefühl mit fast jedem neuen Artikel nach. Und nein, diese Fakten die Sie hier nennen sind nicht individuell von Körper zu Körper unterschiedlich. Denn Fakten bleiben Fakten. Da gibt es keine Individualität. Meiner Ansicht nach werden hier gefährliche Halbwahrheiten verbreitet. Und wenn man keine Zeit hat, sich mit einem Thema, über welches man schreiben möchte, zu beschäftigen, sollte man es sein lassen, anstatt Nichtwissende zu verunsichern. Und vor allem sollten die Autoren von solchen fehlinformierenden Schlagzeilen absehen.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Dawny
Der Begriff Zucker und damit auch der Begriff Zuckerfrei bezieht sich in den allermeisten Fällen auf Haushaltszucker. Der Begriff bezieht sich also im Allgemeinen nicht auf Zuckerarten, die sich natürlicherweise innerhalb eines naturbelassenen Lebensmittels finden. Gerne würden wir ferner erfahren, was an der Überschrift "Zuckerfrei leben - Der Test" reisserisch ist.

Schön, wenn es Ihnen mit einer Low Carb Ernährung gut geht. Wir haben ebenfalls bereits Positives über die Low Carb Ernährung geschrieben. Wenn sich eine Ernährungsweise positiv auf die Gesundheit auswirkt, heisst das aber nicht, dass sich andere Ernährungsweisen nicht ebenfalls positiv auf die Gesundheit auswirken können. Sicher ist auch Ihnen bekannt, dass es sehr viele Menschen gibt, die sehr gut und sehr gesund mit einer High Carb Ernährung leben, ja, die sich mit dieser Art der Ernährung auch von etlichen Beschwerden kurieren konnten. Es gibt also durchaus solche Fakten und solche. Es gibt nicht die EINE perfekte Ernährung. Wenn Low Carb für Sie perfekt ist, wunderbar. Wir freuen uns für Sie!

Doch finden wir es sehr schade, wenn gleichzeitig der Überblick verloren geht. Denn wie auch der kleine Test, der hier im Artikel beschrieben wird, zeigt, können schon geringfügige positive Veränderungen in der Ernährung zu Besserungen des Befindens führen. Und genau darum geht es doch! Menschen sollen motiviert werden, mit kleinen Veränderungen zu starten. Wenn sie spüren, wie gut diese tun, werden sie den nächsten Schritt gehen und noch einen und noch einen. Es nützt jedoch nichts, von vorn herein jede Rosine zu verteufeln und jede Banane und jedes Stück Vollkornbrot - nur weil manche Menschen glauben, Low Carb sei das Gelbe vom Ei. Das ist es nicht. Low Carb ist gut - für die einen. Für andere ist High Carb toll. Für die nächsten die Fünf Elemente Ernährung. Wieder andere werden mit Ayurveda glücklich und gesund. Und der nächste heilt sich mit Rohkost von Krebs. Und genau diese Vielfalt möchten wir den Menschen nahe bringen sowie die ganzheitliche Sicht der Dinge, die jeden Menschen dahingehend motiviert, in der ihm eigenen Geschwindigkeit und in der ihm sympathischen Weise seine Ernährung zu optimieren.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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