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Abnehmen ist Kopfsache

Abnehmen ist Kopfsache

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(Zentrum der Gesundheit) – Abnehmen beginnt im Kopf. Das Gehirn kann nämlich so trainiert werden, dass die Lust auf ungesundes Essen verfliegt und stattdessen der Appetit auf gesunde Kost wächst. Gerade für Menschen, die dringend abnehmen möchten, stellt dieses Wissen eine enorme Erleichterung dar, da es ja meist die ungesunden Dinge sind, die sich auf der Waage bemerkbar machen. Einer amerikanischen Studie zufolge kann das Gehirn durch ein gezieltes Training auf gesunde Ernährung und Spass am Abnehmen umprogrammiert werden.

Die Sucht nach Ungesundem verhindert das Abnehmen

Wer süchtig ist, kommt nicht von der Zigarette los, manchmal auch nicht vom Alkohol und immer häufiger auch nicht von bestimmten Lebensmitteln oder Lebensmittelmengen.

Denn was wählen Sie? Einen schokoladengefüllten Doppelkeks oder den ungesüssten Vollkorncracker? Die Schinkennudeln mit Sahnesauce oder den grünen Salatteller? Den Eisbecher oder einen Apfel?

Meist fällt die Wahl nicht schwer – und entsprechend problematisch gestaltet sich das Abnehmen. Jetzt steigt nicht nur das Gewicht, sondern auch das Risiko für allerhand Krankheiten.

Krankheiten, die schon so weit verbreitet sind, dass sich kaum noch jemand darüber wundert, wenn sie sich schliesslich einstellen: Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Durchblutungsstörungen und vieles mehr.

Doch trotz aller Risiken setzen bei manchen Menschen allein schon beim Gedanken an ungesunde Leckereien sämtliche Kontrollmechanismen aus. Die Lust auf Süsses oder Salziges erinnert dann oft an eine Sucht, die das Abnehmen häufig unmöglich macht.

Hat man sich das erwünschte Objekt endlich einverleibt, stellt sich auch noch wohlige Zufriedenheit ein. Man spricht vom Belohnungssystem des Gehirns, das jetzt aktiviert wird.

Und genau dieses gute Gefühl nach dem Verspeisen mancher Lebensmittel führt dazu, dass sich eine Art Sucht entwickelt und man sich einfach nicht mehr zurückhalten kann, wenn sich die Lust nach Chips oder Schokolade erst einmal eingestellt hat.

Eine Praline oder die ganze Packung?

Der Belohnungseffekt tritt allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich stark ein. Naschkatzen, deren Gehirn weniger sensibel auf eine solche Belohnung reagiert, neigen eher zu Übergewicht und Fettleibigkeit – einfach deshalb, weil sie mehr „Stoff“ brauchen, bis die Belohnung in Form des guten Gefühls eintrifft.

Menschen, deren Gehirn dagegen schon viel eher Befriedigung signalisiert, haben es eindeutig leichter. Sie haben schon nach einer Praline genug, während die weniger Sensiblen die ganze Packung leeren müssen.

Wenn unser Belohnungssystem auch bei unbequemen Aufgaben reagieren würde, wäre das äusserst praktisch. Wir wären deutlich motivierter und hätten mit Dingen wie dem Abnehmen oder Sport kein Problem mehr.

Wir könnten all das umsetzen, wozu uns so oft die Entscheidungskraft fehlt, während der innere Schweinhund grinsend neben uns sitzt.

Der Ursprung von Wohlgefühl und Sucht

Verantwortlich für den Belohnungseffekt ist insbesondere ein so genannter Neurotransmitter im Gehirn: das Dopamin.

Dieser Botenstoff wird in unserem Gehirn aktiv, wenn wir uns besonders gut fühlen, etwas Schönes erleben oder uns auf etwas freuen.

Welche Erlebnisse und Handlungen zu einem Wohlgefühl und einer verstärkten Dopaminausschüttung führen, ist bei allen Menschen unterschiedlich:

Bei dem einen wird das Glückshormon bei einem Spaziergang ausgeschüttet, den anderen begeistert ein Bad im Meer oder eine besondere Musik. Sehr oft sind es aber auch bestimmte Lebensmittel, die das Dopamin regelrecht sprudeln lassen. Leider meist sehr ungesunde Lebensmittel.

Und da man sich am liebsten immer wohl und zufrieden fühlen möchte, steigt das Verlangen nach den entsprechenden Lebensmitteln immer mehr. Oft scheint es ein Stoppsignal gar nicht mehr zu geben und man isst und isst und isst – so lange, bis man kaum noch gehen kann.

Abnehmen mit dem Belohnungssystem

„Was aber wäre, wenn man nun diesem Belohnungsprinzip nicht mehr hilflos ausgeliefert wäre, sondern es im Gegenteil für die eigenen Zwecke, z. B. zum Abnehmen nutzen könnte“, überlegten sich die Forscher des Jean Mayer USDA Human Nutrition Research Center on Agingder Tufts Universität und des Massachusetts General Hospital.

In der im Fachjournal Nutrition and Diabetes im Jahr 2014 veröffentlichten Studie untersuchten die Wissenschaftler das Belohnungssystem von dreizehn übergewichtigen und fettleibigen Männern und Frauen, die gerne abnehmen wollten.

Acht von ihnen nahmen an einem neu entwickelten Abnehmprogramm der Tufts Universität teil, während die anderen fünf eine Kontrollgruppe bildeten und keine Unterstützung zum Abnehmen erhielten. Der Untersuchungszeitraum umfasste sechs Monate.

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Gehirngesteuertes Abnehmen

Die Forscher erhofften sich bei den Teilnehmern eine Gewichtsreduktion von 0,5 bis 1,0 Kilogramm pro Woche, indem die Kalorienzufuhr um 500 bis 1000 Kalorien pro Tag reduziert wurde.

Die Initiatoren des Diätprogramms empfahlen eine Nahrungszusammenstellung mit komplexen Kohlenhydraten, die den Zuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen und einen hohen Protein- und Ballaststoffgehalt aufweisen.

Das Hungergefühl wird durch die langsame Verdauung dieser Lebensmittel und den ausgeglichenen Blutzuckerspiegel reduziert, so dass ein nachhaltiges Abnehmen möglich wird.

25 Prozent der aufgenommenen Energie wurden durch Protein und Fett gedeckt. Die restlichen 50 Prozent durch die komplexen Kohlenhydrate. Der Ballaststoffgehalt der Ernährung lag jeden Tag bei 40 Gramm.

Beide Gruppen unterzogen sich zu Beginn und am Ende der Abnehm-Studie einer Magnetresonanztomographie des Gehirns, mit der die Gehirnaktivität im Bereich des Belohnungszentrums sichtbar gemacht wurde.

Tatsächlich konnten die Forscher nach sechs Monaten andere Belohnungseffekte erkennen als zu Beginn.

Die Probanden, die mit dem Abnehm-Programm eine nachhaltige Ernährungsumstellung umgesetzt hatten, reagierten nun mit einer höheren Empfindsamkeit auf gesunde, kalorienarme Lebensmittel, hatten also mehr Spass am Abnehmen als die Kontrollgruppe.

Das Belohnungsgefühl und die Freude an gesünderen Nahrungsmitteln waren deutlich gestiegen. Dagegen lösten ungesunde, kalorienreiche Lebensmittel geringere positive Empfindungen aus.

Jetzt war nicht nur das Abnehmen leichter geworden. Auch die Gefahr eines Rückfalls in alte Ernährungsgewohnheiten sank massiv.

Glücklich beim Abnehmen

Die Forscher konnten zeigen, dass eine Ernährungsumstellung (z. B. zum Abnehmen) in jedem Falle einige Monate lang durchgezogen werden muss, um das Gehirn auf gesunde Lebensmittel zu programmieren.

Die Kombination aus einem gezielten Verhaltenstraining, dem gesteigerten Konsum von ballaststoffreichen Lebensmitteln und einem Menüplan mit einem niedrigen glykämischen Index (kohlenhydrathaltige Lebensmittel, die den Blutzucker nur wenig ansteigen lassen), brachten das messbare Umdenken in Gang und versorgten mit der nötigen Freude am Abnehmen bzw. gesunden Essen.

Diese Vorgehensweise könnte eine ernstzunehmende Alternative für riskante Magenbypass-Operationen sein, die stark Übergewichtigen oft nahe gelegt werden, damit das Abnehmen endlich gelingen möge.

Nach Eingriffen dieser Art nimmt die Freude am Essen jedoch üblicherweise stark ab, während eine positive Veränderung der Ernährungsweise mit der Operation nicht erreicht wird. Die Lebensqualität sinkt mangels Genuss unter Umständen erheblich.

Ein idealer Einstieg für eine erfolgreiche Umstellung auf eine gesunde Ernährung zum dauerhaften Abnehmen ist hingegen eine Entschlackungskur mit basenüberschüssiger Ernährung.

Eine solche Kur dauert beispielsweise vier Wochen und versorgt Sie mit den richtigen Tipps und Anleitungen sowie leckeren Rezepten zum Abnehmen, damit Sie problemlos so lange durchhalten, bis Ihr Gehirn die richtigen Informationen abgespeichert hat und Sie nur noch Lust auf Gesundes haben.

Wenn Sie überdies Ihrer Pasta-Lust mit Konjac Nudeln begegnen, wird das Abnehmen fast schon zum Kinderspiel. Konjac Nudeln bestehen aus Konjak Pulver (auch in Kapseln erhältlich), das nicht nur für zufriedene Sättigung sorgt, sondern oft auch dazu führt, dass man gar nicht mehr an Essen denkt.

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