Kommentare zu «Alkohol – Wie schädlich ist das Nervengift?»

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schrieb am 13.06.2016

Hallo, ich wende mich an Sie, da ich nicht mehr weiter weiß. Ich habe letzte Woche die Diagnose beginnende Leberzhirrhose mit vergrößerter Milz von einer Nephrologin erhalten. Das ist doch schon fortgeschritten. Sofort keinen Tropfen Alkohol mehr und Rauchstop. Ich habe daraufhin einen Heilpraktiker konsultiert, der ein Bluttest machen will, den Darm sanieren und auf Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten testen will. Auch ob Entzündungen da sind.

Im Blutbild vom Arzt waren keine Entzündungszeichen. Ich habe seit 24 Jahren eine Fettleber. Hinzu kamen später Diabetes 2 und Hashimoto. Die Leberwerte waren ständig erhöht und auch die Fettstoffwechselwerte. Vor zwei Jahren habe ich stark abgenommen und wiege z. Z. 85 kg. Vorher gelang es mir nicht. Seit einem Jahr sind die Leberwerte normal, bis auf die die Cholesterinwerte. Ich hatte seit Dezember 2014 zwei Klinikaufenthalte, jeweils 3 Monate. Dort bekam ich Ergenyl, Sertralin und Tavor. Von Dezember bis Februar habe ich kaum gegessen, unfreiwillig, nur Kaffee und Zigaretten, bin dann in die Klinik.

Ich habe das letzte Jahr ab und zu Alkohol getrunken: Probleme mit Freund, viel allein. Ein Arzt meinte, ein Glas Rotwein ab und zu schadet nicht. Ich war skeptisch. Davor vom 1994 - 2011 viele Klinikaufenthalte mit viel Psychopharmaka, auch Tavor, was mir überhaupt nicht half. Ab 2007 habe ich die Tabletten nur in der Klinik genommen, Zuhause nicht mehr. Vor zwei Jahren wurde im Krankenhaus lediglich eine Fettleber festgestellt. Die Ärztin (Nephrologin), die ich vor zwei Jahren konsultierte, um die Nieren nachsehen zu lassen (viel Blut im Teststreifen, was diesmal wieder war und daraufhin viel Antibiotika bekam), meinte, man gibt nicht gleich Antibiotikum, muss näher untersucht und jetzt 1/4 jährlich kontrolliert werden.

Meine Frage bezüglich der Leber, ob vor zwei Jahren schon etwas verändert war, bejahte sie. Meine Hausärztin machte davor auch ein Sono und sagte leichte Fettleber, damit können sie 100 Jahre alt werden, sie trinken doch kein Vodka oder so, aber ein Glas Rotwein ab und zu wäre ok. Nach der Diagnose der Nephrologin ging ich zu meiner Hausärztin, die sich sehr aufregte (das hat sie ihnen so gesagt, wie sie heißen würde und sie macht mein ganzes Therapiekonzept kaputt). Sie sagte beim Hinausgehen, sie hätte auch etwas gesehen, aber die Milz nicht angesehen. Ich war deshalb etwas durcheinander. Ich fragte, ob sie mit der Nephrologin sprechen könnte. Sie meinte, ich soll das selbst tun.

Ich habe Angst sie anzurufen, da es mir dann vielleicht noch schlechter gehen könnte. Meine Hausärztin sagte, sie will mir das Rauchen nicht verbieten (seit ein Jahr rauche ich sehr viel, habe angefangen aufgrund von Stress und persönlichen Problemen und komme jetzt nicht mehr davon los; habe zuvor 20 Jahre geraucht, danach 20 Jahre nicht mehr). Letzte Woche rief ich sie an, da es mir psychisch sehr schlecht ging. Sie meinte, dann schicke ich sie zum Neurologen, aber da will ich nicht hin. Sie sagte, ich soll mir keinen Stress machen. Auf meine Frage, ob es zu stoppen ist, sagte sie Ja. Ob ich zum Gastroenterologen soll, sagte sie Nein Und Mariendistel würde toxisch wirken. Zum Heilpraktiker soll ich nicht gehen und mir das Geld sparen (bin in Rente und habe Schulden). PS: Der Heilpraktiker meinte, ich muss auch mitmachen, d. h. keine Zigaretten bzw. erstmal stark reduziert, sonst macht die Behandlung keinen Sinn.

Habe große Probleme allein schon mit dem Reduzieren. Ich war am Wochenende nur im Internet und es ging mir dabei immer schlechter. Auch bin ich ständig schlapp, schlafe tagsüber oder spätabends öfters ein, nach dem Mittagessen geht`s mir nicht gut, gestern nach Abendessen Völle gefühl. Manchmal Übelkeit und Appetitlosigkeit. PS: Ich hatte mit 42 Jahren ein Alkoholproblem, aber nur kurzzeitig eine Flasche Wein und merkte bald, dass ich mehr brauchte. Davor am Wochenende schon Wein getrunken bzw. nach der Arbeit mit einer Freundin 2 Gläser Wein oder Cocktails. Zuvor am Wochenende Wein, hatte berufliche und private Probleme. Anzumerken ist, das ich Suchttendenzen habe; Kaufsucht, Süßigkeiten, obwohl immer ein schlechtes Gewissen wegen dem Diabetes. Das war jetzt eine längere Abhandlung, ich wollte nicht so viel schreiben. Ich wäre Ihnen für eine Nachricht sehr dankbar, da ich sehr verzweifelt bin und nicht weiß, was ich machen soll. Ich bin 65 Jahre alt und alleinstehend. PS: Die Schulmedzin habe ich sehr im Frage gestellt. Erst jetzt im Internet, habe ich erfahren, dass eine Fettleber durchaus heilbar ist und wichtig, da es weitergeht und schlimm endet. Aber kein Schulmediziner kümmerte sich darum oder klärte mich auf. Ich war auch vor Jahren bei einer Heilpraktikerin, die das wusste und auch sagte ich hätte was mit der Leber. Aber sie behandelte alles mögliche, nur nicht meine Leber. Übrigens habe ich dort etliche Tausend Euros gelassen. Es war auch eine Empfehlung. Herzliche Grüße

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo
Unser Konzept basiert auf einer gesunden Lebens- und Ernährungsweise und beinhaltet somit Massnahmen, die jeder im Grunde auch allein durchführen kann und die teilweise nicht einmal etwas kosten. So können Sie sich z. B. selbständig in das Thema der gesunden Ernährung einlesen und Ihre Ernährung umstellen. Möglicherweise können Sie sich auch eine Ernährungsberatung verschreiben lassen. Genauso können Sie sich auch eine psychologische Therapie verschreiben lassen (der Neurologe hilft da nicht viel, auch nicht der Psychiater, es sollte ein Psychologe sein, der Ihnen auch erste Hilfestellungen zum Nikotinentzug geben kann). Alkohol meiden Sie als Suchtgefährdete bitte ganz.

Regelmässige körperliche Bewegung kostet ebenfalls nichts, nur ein wenig Zeit. Schon allein eine gesunde Ernährung, Alkoholabstinenz und Bewegung werden Ihnen gut tun. Eine Fettleber hätte sich damit zurückbilden lassen - noch bevor sich eine Zirrhose darauf entwickelt.

Doch ist es nie zu spät, um etwas zu ändern. Warten Sie aber bitte nicht mehr ab, sondern beginnen Sie noch heute.
Alles Gute.

tony schrieb am 13.05.2016

Hallo z.d.g. team. Ich lese hier, das alkohol ein sehr schlechten ruf hat. Ok man liest dass eigentlich ueberall. Aber, wie ist es moeglich dass z.b. menschen die ein lebenlang, alkohol dauerhaft trinken, eine geringe zahl dieser art von mensch, nie mit z.b. leberkrankheiten usw. zu tun haben. Neu lass ich, das ein Spanier 107 jahre alt wurde, mit "Taeglichem" 4 liter wein genuss? Dann die Christlichen Moenche in der fasten zeit, trinken dauerhaft bier, dennoch nicht wirklich ungesund die Moenche.

Natuerlich hat dass mit den genen zu tun ,also die erbanlagen, aber, ist der gesundheitliche unterschied so gross dass wenn man sagen wir mal 0.5-1.0l bier, fast taeglich konsumiert, so enorm gross ist, zum unterschied 4l wein taeglich, der mann ueber 100 jahre alt wurde.? Danke

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Tony
Es ist nicht sinnvoll, Ausnahmeerscheinungen als "Beweise" dafür heranzuführen, dass gewisse Gewohnheiten nicht schädlich sein sollen. Betrachten Sie diese Meldungen als das, was sie sind: Sensationen, Ausnahmen, Glücksfälle oder auch einfach nur Schwindelgeschichten...

Es SIND jedoch tatsächlich die Erbanlagen - die für eine aussergewöhnlich starke Entgiftungsfähigkeit bei jenen Menschen sorgen, die trotz Drogen gesund bleiben. Denkbar sind immer auch Mutationen, die dafür sorgen, dass manche Menschen von Substanzen profitieren können, die anderen schaden. Die Forschung hat jedenfalls keine Erklärung dafür, warum Tante Emma mit ihrem täglichen Schnaps, Eisbein und Torte uralt wird und Onkel Otto schon mit 40 an einem Herzinfarkt starb, obwohl er Antialkoholiker war und weder Fett noch Zucker zu sich nahm. Extreme gibt es in beiden Richtungen.

Betrachten Sie also lieber die überwältigende Mehrheit der Menschen - und diese wird mit 4 Litern Rotwein pro Tag nicht sehr alt.
Was die Mönche betrifft, so handelte es sich um einen alten Brauch, der erstens auf die Fastenzeit beschränkt war und ausserdem daher rührte, dass es früher noch kein einwandfreies Wasser gab, ganz besonders nicht für die ärmeren Leute, zu denen die Mönche zählten. Also griff man zum Bier, das überdies noch für jeden Mönch streng rationiert war und dazu beitrug, dass die Mönche trotz des Fastens ihrer schweren körperlichen Arbeit nachgehen konnten. Wir sollten also nicht Menschen, die eine völlig andere Lebensweise pflegten, nicht mit dem modernen Menschen vergleichen.

Selbstverständlich kann aber jeder für sich selbst entscheiden, wie er leben möchte. Und vielleicht zählt man ja zu den Mutanten, die täglich 4 Liter Wein benötigen, um ein hohes Alter zu erreichen. Versuch macht auch in diesem Falle klug ;-)
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit