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Tiere
Tote Katzen durch bestrahltes Futter

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 03.08.2016
Tote Katzen durch bestrahltes Futter
© alho007 - Fotolia.com

In Australien sind 60 Katzen unter bisher ungeklärten Umständen erkrankt und 5 davon verstorben. Die Katzen entwickelten zum Teil massive Lähmungserscheinungen, weshalb einige von ihnen eingeschläfert werden mussten. Als einzige Gemeinsamkeit konnte bei den Katzen das Katzenfutter ausgemacht werden.

Katzenfutter wurde vom Markt genommen

Das Unternehmen dieses Katzenfutters hat seinen Sitz in Kanada und stellt qualitativ hochwertiges Futter für Hunde und Katzen her. Auch in Deutschland wird dieses Tierfutter vertrieben. Es wird vermutet, dass der Tod der Katzen auf eine Bestrahlung des Futters zurückzuführen ist, da diese dem australischen Gesetz nach vorgeschrieben ist. Aufgrund der Todesfälle hat der Hersteller das Katzenfutter im November 2008 vom Markt genommen. Seitdem sind viele Tierhalter weltweit extrem besorgt und verunsichert.

Die Bestrahlung von Lebensmitteln und Tierfutter wird schon seit langem kontrovers diskutiert. Die amerikanische Behörde für Arznei- und Lebensmittelsicherheit (FDA) genehmigt jedoch dessen ungeachtet weiterhin die Bestrahlung von immer mehr Lebensmitteln

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Auch unsere Lebensmittel werden bestrahlt

In Europa dürfen folgende Nahrungsmittel bestrahlt werden:

  • Tiefgefrorene Gewürzkräuter
  • Kartoffeln
  • Süsskartoffeln
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Schalotten
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Obst
  • Pilze
  • Tomaten
  • Rhabarber
  • getrocknete Gemüse und Früchte
  • Getreide
  • Getreideflocken und –keime
  • Reismehl
  • Hühnerfleisch
  • Geflügel
  • Innereien von Geflügel
  • tiefgefrorene Froschschenkel
  • Fische und Muscheln (einschl. Aale, Krustentiere und Weichtiere)
  • tiefgefrorene geschälte Garnelen und Eiklar.

Die Auswirkung bestrahlter Lebensmittel

Der Sierra Club, eine kanadische Umweltorganisation, äussert allerdings Bedenken gegen die Bestrahlung von Lebensmitteln:

  • bestrahlte Lebensmittel enthalten weniger Nährstoffe, da durch die Bestrahlung einige der Vitamine, Aminosäuren und Fettsäuren zerstört werden.
  • Bestrahlung wird als Alternative zur Pestizidbehandlung angepriesen. Tatsächlich kann die Bestrahlung aber nur die Pestizide ersetzen, die nach der Ernte eingesetzt werden. Auf dem Feld werden die Pestizide nach wie vor in unverminderter Menge verwendet. Es gibt bislang auch keine Studie, die sich mit den Auswirkungen der bestrahlten Pestizidrückstände befasst hat…
  • Die Bestrahlung wird auch nicht die vielen chemischen Zusätze in verarbeiteten Nahrungsmitteln ersetzen, sondern sie um eine Belastung mehr ergänzen.
  • Die Bestrahlung von Geflügel wird damit begründet, dass auf diese Weise eine Salmonellenvergiftung vermieden werden kann. Allerdings können weniger als 20% dieser Vergiftungen auf Geflügel zurückgeführt werden. Es wäre daher wesentlich effektiver, die Menschen über entsprechende Massnahmen bei der Lagerung und Zubereitung aufzuklären, als das Geflügel zu bestrahlen
  • Die Bestrahlung kann sogar tatsächlich eine Lebensmittelvergiftung erst auslösen, da die bestrahlten Lebensmittel zwar frisch erscheinen, ohne jedoch auch frisch zu sein.. Die Mikroorganismen, die normalerweise dafür sorgen, dass Fleisch z.B. schlecht aussieht oder riecht, können durch die Bestrahlung abgetötet werden. Andere Bakterien, wie z.B. Chlostridium botulinum, die für Botulimus (Fleischvergiftugn) verantwortlich sind, können hingegen die Bestrahlung überleben. Es kann auch sein, dass Mikroorganismen mutieren und dadurch neue, bestrahlungsresistentere Bakterienstämme ausbilden.
  • Aflatoxine sind giftige und kanzerogene Substanzen, die von einem Bakterium gebildet werden, das sich in feuchtem Getreide, Nüssen oder Bohnen aufhält. Eine Aflatoxinvergiftung ist eine häufige Todesursache in Afrika und Asien. Bestrahlt man nun dieses Bakterium, wird es dazu veranlasst, noch mehr Aflatoxine zu bilden. Es wäre viel hilfreicher, trockene Lagerhäuser für die entsprechenden Lebensmittel zu errichten.
  • Durch die Bestrahlung entstehen in den Lebensmitteln radiolytische Nebenprodukte, die so genannten Radiotoxine. Einige Studien, die sich mit diesen Nebenprodukten befasst haben, weisen auf ernsthafte Gesundheitsrisiken beim Verzehr von bestrahlten Lebensmitteln hin.

Fazit

Die zunehmende Bestrahlung von Lebensmitteln stellt eine steigende Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Die Strahlungsquelle der Gammastrahlung muss regelmässig ausgetauscht werden. Dass es sich hier um radioaktiven Abfall handelt, macht die Sache besonders problematisch, da es immer noch keine Möglichkeit gibt, diese Abfälle langfristig sicher zu lagern.

Die Kontroverse in Bezug auf die Bestrahlung von Lebensmitteln bleibt bestehen. Die Akzeptanz für bestrahlte Lebensmittel in der Bevölkerung ist in Deutschland weiterhin niedrig, auch wenn Wikipedia sagt:

"Kein anderes Verfahren der Be- und Verarbeitung von Lebensmitteln wurde jemals derart gründlich untersucht, in mehr als 50 Jahren Forschung wurde in zahlreichen Versuchen an Testsystemen, an Tieren und an menschlichen Freiwilligen keine nachteilige Wirkung festgestellt".

Wir stehen dieser Aussage sehr kritisch gegenüber.

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Zuletzt kommentiert

schrieb am 28.10.2012

Hallo, bei meiner Katze wurden Giardien festgestellt, und es handelt sich hier um Einzeller, die auch auf Menschen übertragbar sind. Nun habe ich ab und an Durchfall und kurzes Stechen im Bauch (nicht ständig). Es beeinträchtigt mich nicht massiv, aber ich mache mir Sorgen, dass ich mir da auch irgendwelche Parasiten zugezogen habe. Ich würde ungern eine Stuhlprobe beim Arzt abgeben und mir dann irgendwelche Antibiotika spritzen lassen, gibt es irgend eine Möglichkeit, sowas homöopathisch zu behandeln, bzw. dass das dann auch sicher weg ist (sollte ich es denn haben)?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Manuela,
vielen Dank für Ihre Mail.
Manche Arten von Giardien können relativ leicht vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind jedoch bevorzugt Kinder. Bei gutem Immunzustand kann der Körper eines Erwachsenen die Parasiten innerhalb von einigen Wochen bekämpfen. Allerdings ist das Risiko, dass es zu Folgeschäden kommt, ebenfalls gegeben. Die Darmschleimhaut kann geschädigt werden, was zu chronischen Darmbeschwerden führen könnte.
Bevor Sie jedoch eine Therapie starten, sollten Sie wirklich zunächst abklären lassen, ob Sie tatsächlich infiziert sind. Die verordneten Antibiotika werden normalerweise nicht gespritzt, sondern in Form von Tabletten eingenommen. Wenn Sie nicht wollen, müssen Sie die Medikamente nicht nehmen. Aber Sie wüssten, ob Sie Giardien nun haben oder nicht.
Naturheilkundliche bzw. homöopathische Therapien konkret bei Giardiose sind uns nicht bekannt. Es wird in jedem Falle empfohlen, penible Hygienemassnahmen zu ergreifen, täglich mit dem Dampfreiniger aktiv zu sein sowie täglich Bettwäsche, Handtücher und Katzenbetten zu reinigen und zu waschen. Gleichzeitig sollten sowohl Katze als auch Mensch kohlenhydratarm (bei der Katze kohlenhydratfrei) ernährt werden, um den Parasiten den Zucker, von dem sie leben, vorzuenthalten.
Kräuter, die allgemein gegen Parasiten empfohlen werden, sind die folgenden: Gewürznelken, Papayablattpulver, Löwenzahnwurzel, Ingwer und Wermutpulver. Dazu, ob diese auch bei Giardien und wenn ja in welcher Dosis wirken, ist uns jedoch leider nichts bekannt.
Um alle Risiken auszuschalten, könnten Sie sowohl Ihre Katze als auch sich (nach positivem Testergebnis) mit den schulmedizinisch empfohlenen Antibiotika behandeln und anschliessend alle Massnahmen ergreifen, um Ihr Verdauungssystem und Ihre Darmflora wieder zu regenerieren - was nach einem Giardienbefall ja sowieso dringend nötig ist.
Alles Gute und liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit