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Borreliose - Krankheit durch Zeckenbiss?

Borreliose - Krankheit durch Zeckenbiss?

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(Zentrum der Gesundheit) - Die Borreliose ist eine Entzündung, die durch ein Bakterium ausgelöst wird, das erst 1982 entdeckt wurde. Der Erreger wird fast ausschließlich durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen.

Borreliose ist leicht verwechselbar

Borreliose-Kranke haben oft einen langen Leidensweg hinter sich. Statt die Ursachen zu beheben, werden leider auch bei der Borreliose meist nur Symptome bekämpft, die zudem grosse Ähnlichkeit mit denen von chronischen Infektionskrankheiten haben. Und mit denen wird Borreliose denn auch regelmässig verwechselt.

Bei beiden Patentengruppen werden zunächst kaum wahrgenommene Gelenk- und Herzbeschwerden, Muskelschmerzen und zunehmende Gelenkentzündungen festgestellt, die bis zur Gelenkzerstörung führen können. In vielen Fällen wird den einen wie den anderen Patienten mit dem "gemeinsamen" Symptom Gelenkzerstörung ein neues Hüftgelenk implantiert. Wenn bei Borreliose-Patienten der Knochenabbau dann fortschreitet, entpuppt sich diese "Diagnose per Operation" als Desaster.

Zu diesen Verwechslungen tragen auch weitere Symptome bei, die nicht nur von chronischen Infektionskrankheiten verursacht werden: Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindelattacken, Hörstörungen, Gleichgewichtsprobleme, Sehstörungen und mannigfach ausgeprägte neurologischen Ausfälle. Und: Nicht nur die Symptome, auch die neurologischen Bilder können denen anderer gefürchteter Krankheiten täuschend ähnlich sein, zum Beispiel denen der Multiplen Sklerose.

Wie lässt sich soviel Unsicherheit erklären? Dazu muss man sich den Erreger der Borreliose ansehen.

Borreliose-Erreger sind Chamäleons

Die Borrelien gehören zur Familie der Spirochäten, der auch die Syphilis-Bakterien angehören, die vor der Ära der Antibiotika als grosses Chamäleon, als Imitator vieler unterschiedlicher Krankheiten bekannt waren. Einzelne Symptome der Borreliose - Hauterscheinungen wie das Erithema Migrans oder die Acrodermatitis atropicans - wurden ebenso wie das Auftreten von neurologischen Symptomen nach Zeckenbissen schon Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben.

Die Borreliose als spezifisches Krankheitsbild wurde erst 1975 erkannt und beschrieben. Anlass für die Entdeckung war das gehäufte Auftreten von Gelenkentzündungen im Zusammenhang mit charakteristischen Hautveränderungen und neurologischen Symptomen in dem kleinen Ort Lyme im US-Staat Connecticut. Borreliose wird daher auch als Lyme-Krankheit bezeichnet.

Es dauerte dann noch bis 1982, dass auch der Erreger der Krankheit Borreliose, das Bakterium Borrelia Burgdoferi, identifiziert wurde. Es sind spiralförmige Bakterien, die auch unter dem Mikroskop im Gewebe nur schwer erkennbar sind. Zudem lassen sich diese Bakterien nicht auf üblichen Kulturmedien anzüchten.

Süddeutschland verstärkt betroffen

Es handelt sich also keinesfalls um eine neue Erkrankung, jedoch hat die Anzahl der Infektionen in den letzten Jahren zugenommen. Die Verbreitung der Krankheit ist weltweit beobachtet worden. Analysen in Deutschland ergaben, dass die Erkrankung vor allem in den Einzugsgebieten grosser Städte und in Fluss-Regionen in Süddeutschland auftrat. Auch saisonale Einflüsse wurden festgestellt: Bevorzugte Aktionsperioden des Erregers sind milde und feuchte Sommermonate bis in den Herbst, also die typischen "Zecken-Zeiten".

Ein Impfstoff fehlt noch

Eine Impfung gegen die Borreliose ist bis heute nicht möglich. Bisher ist kein Antikörper mit Schutzwirkung beim Menschen bekannt. Auch wer sich gegen Gehirnhautentzündung impfen lässt, ist damit keineswegs vor Borreliose geschützt. Bisher bekannte Behandlungsmethoden einschliesslich der Nutzung starker Antibiotika können die Infektion eher nur zufällig heilen, wenn die Begleitumstände oder die Kondition des Patienten dazu beitragen.

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Tests sollten überprüft werden

Tests zur Bestimmung der Borreliose sollten nicht nur von einem einzigen Labor gemacht werden. Lyme-Immunoblots sollten gemacht werden. Möglicherweise betroffene Patienten sollten ihr Blut einem Labor anvertrauen, das mit solchen Untersuchungen vertraut und dafür qualifiziert ist.

Hilfe vom Verein zur Bekämpfung chronischer Infektionskrankheiten e.V

Die Suche nach den möglichen Ursachen der Beschwerden und ihre richtige Therapie setzt einen mündigen Arzt voraus. Im Zweifelsfall sollte jeder betroffene Patient seinen Arzt dazu auffordern, beim Verein zur Bekämpfung chronischer Infektionskrankheiten e.V (VBCI, Notanlaufstelle für Infektionserkrankungen) und seinen Ärzten Unterstützung zu suchen.

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