Zentrum der Gesundheit
  • Gebackener Fisch und Pommes Frites
02 September 2022
2 min

Transfette verschlechtern Ihr Gedächtnis

Transfette in Lebensmitteln können dem Gedächtnis schaden und die Gedächtnisleistung massiv reduzieren. Gehärtete Fette führen im Körper zu oxidativem Stress und erhöhen damit die Risiken für diverse Erkrankungen, unter anderem Alzheimer und andere Formen der Demenz.

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Transfette: Für schlechtes Gedächtnis verantwortlich

Transfette (auch Transfettsäuren genannt) können Ihrem Gedächtnis schaden und sollten daher gemieden werden, wenn Sie auf eine einwandfreie Gehirnleistung Wert legen.

Transfette sind industriell gehärtete, also chemisch veränderte Fette. Von chemischer Härtung spricht man dann, wenn eigentlich flüssige Öle so modifiziert werden, dass sie bei Raumtemperatur eine feste Konsistenz haben.

Solcherart gehärtete Fette können in den verschiedensten Lebensmitteln enthalten sein, z. B. in Süssigkeiten, Margarine, Backwaren, Brotaufstrichen, gefrorenen Teigen aus dem Kühlregal sowie in Fast Food und Fertiggerichten aller Art.

In der Inhaltsstoffliste werden sie oft als "gehärtetes Pflanzenöl" oder "Pflanzenfett gehärtet" bezeichnet. Mit dem Begriff "Pflanzen…" verbindet der Verbraucher ein gesundes Nahrungsmittel und denkt oft nicht leise daran, dass sich ausgerechnet hinter diesem Pflanzenöl eine schädliche Zutat verbergen könnte, die sich sogar direkt auf das Gedächtnis auswirkt.

Ja, Prof. Beatrice A. Golomb von der US-amerikanischen University of California-San Diego warnt sogar ( 1 ):

"Transfette machen Lebensmittel länger haltbar, lassen Menschen jedoch früher sterben."

Oxidativer Stress durch Transfette irritiert Gedächtnis

Gehärtete Fette verursachen im menschlichen Organismus oxidativen Stress. Darunter versteht man alle möglichen Schäden im Körper, die durch bestimmte chemische Reaktionen hervorgerufen werden können. Denselben Effekt haben freie Radikale auf den Körper.

Auf diese Weise erhöhen Transfette unter anderem das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, fördern jedoch eben auch die Verschlechterung des Gedächtnisses. Ausserdem ist bekannt, dass Transfette Übergewicht, Depressionen und sogar Aggressionen begünstigen können.

Schlechtes Gedächtnis – schlechte Karriere-Chancen

Prof. Golomb und ihr Team haben sich insbesondere der schädlichen Wirkung von Transfetten auf das Gehirn und das Gedächtnis gewidmet. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn oxidativer Stress kann auch zu Demenzerkrankungen wie Alzheimer führen bzw. deren Entwicklung und Fortschreiten fördern.

Etwa eintausend männliche Testpersonen im erwerbsfähigen Alter (Höchstalter 45) nahmen an Prof. Golombs Studie teil. Nachdem man den Transfettanteil in deren Ernährung festgesetzt hatte, unterzogen sich die Testpersonen einem Gedächtnis-Test.

Dabei stellte man fest, dass Männer, deren Ernährung reichlich Transfette enthielt, ein deutlich schlechteres Gedächtnis hatten und damit deutlich schlechter abschnitten als ihre Altersgenossen. Gerade in dieser Phase jedoch stehen die meisten Menschen mitten im Berufsleben und wollen Karriere machen. Eine Gedächtnisschwäche ist da alles andere als förderlich.

Jedes Gramm Transfettsäuren schwächt das Gedächtnis

Jedes zusätzliche Gramm an Transfetten am Tag verringerte die Zahl der richtigen Antworten beim Gedächtnistest um 0,76.

Im Vergleich zu den Männern, die am wenigsten Transfette zu sich nahmen, schnitten jene Probanden, welche die grössten Transfett-Mengen konsumierten, um mehr als zehn Prozent schlechter ab.

Diese Wirkung war unabhängig von Alter, Bildung, ethnischer Herkunft und psychischer Gesundheit.

Und so reiht sich diese Untersuchung in jene inzwischen äusserst umfangreiche Studiensammlung, die beweist, wie negativ sich eine Ernährung auswirkt, die uns von der Lebensmittelindustrie präsentiert wird und die für viele unter uns schon ganz normal geworden ist.

Schützen Sie Ihr Gedächtnis und meiden Sie industriell verarbeitete Produkte mit hohen Transfettgehalten! Gesunde Alternativen für schädliche Nahrungsmittel, stellen wir Ihnen unter vorigem Link vor.

In diesen Artikeln erfahren Sie, wie Sie einem Gedächtnisverlust vorbeugen können:

  1. Demenz natürlich vorbeugen
  2. Demenz durch Aluminium
  3. Vitamin-D-Mangel erhöht das Demenzrisiko
  4. Vitamin B12 bei Demenz

Überprüfen Sie einen evtl. Vitamin-D-Mangel anhand der Symptome

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Quellen
  1. (1) American Heart Association. "Trans fat consumption linked to diminished memory in working-aged adults." ScienceDaily. ScienceDaily, 18 November 2014.