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  • Hanfprotein auf grauem Hintergrund

Hanfprotein: Das Nährstoffwunder

Hanfprotein ist so wertvoll, dass sich ein Mensch viele Monate lang ausschliesslich von Hanfprotein ernähren könnte, ohne auch nur die geringsten Nährstoffmängel aufzuweisen. Das liegt nicht nur am vollständigen und für den Menschen so optimalen Aminosäureprofil des Hanfproteins, sondern auch an seinem idealen Fettsäuremuster sowie seinen hohen Mineralstoff- und Vitamingehalten.

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29 Juli 2021

Hanfprotein liefert hochwertige pflanzliche Proteine

Proteine sind bekanntlich ein lebenswichtiger Nährstoff. Im menschlichen Körper – der zu 15 bis 20 Prozent aus Proteinen besteht – bilden die Eiweisse sog. Strukturproteine wie Kollagen oder Keratin, natürlich die Muskulatur, aber auch Enzyme, Antikörper, Hämoglobin (der rote Blutfarbstoff), Hormone uvm. Schon allein diese Auswahl an Proteinen zeigt, dass wir ohne Proteine gar nicht vorhanden wären.

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Hanfsamen bestehen – ganz ähnlich wie der Mensch – zu rund 20 bis 25 Prozent aus Protein. Dieses Protein enthält alle essenziellen Aminosäuren nicht nur in ausreichender Menge, sondern auch in einem sehr guten Verhältnis zueinander. Man spricht sodann von einem sehr guten Aminosäureprofil (siehe weiter unten).

Die Aminosäuren im Hanfprotein

Hanfprotein ist überdies reich an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA), die besonders für den Muskelaufbau oder die Muskelreparatur nötig sind. Die drei BCAA heissen Valin, Leucin und Isoleucin und gehören zu den essenziellen Aminosäuren, also zu jenen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, sondern mit der Nahrung zu sich nehmen muss.

Zusätzlich glänzt Hanfprotein mit besonders hohen Werten der Aminosäure L-Arginin, die man mit durchblutungsfördernden und daher blutdrucksenkenden, aber auch potenzsteigernden Effekten in Zusammenhang bringt.

Am Beispiel des Hanfproteins von Maskelmän finden Sie nachfolgend das Aminosäureprofil des Hanfproteins. Darin sind pro 100 g die folgenden Aminosäuremengen enthalten, in der Klammer jeweils die Tagesdosis à 30 g:

Aminosäure Aminosäure pro 100 g Hanfprotein
Glutaminsäure 8.3 g
Arginin 5.3 g
Asparaginsäure 4.6 g
Leucin 3.0 g
Serin 2.3 g
Valin 2.2 g
Phenylalanin 2.1 g
Glycin 2.0 g
Alanin 1.9 g
Prolin 1.7 g
Lysin 1.7 g
Isoleucin 1.7 g
Threonin 1.6 g
Tyrosin 1.4 g
Histidin 1.2 g
Methionin 1.1 g
Cystein 0.9 g
Tryptophan 0.4 g

Hanfprotein: Protein mit hoher Bioverfügbarkeit

Das Hanfprotein stellt seine Aminosäuren überdies in einer ganz besonderen Proteinform zur Verfügung. Es besteht aus zwei Proteintypen: Zu etwa 65 Prozent aus dem Globulin Edestin und zu 35 Prozent aus Albumin. Das Albumin im Hanfprotein ist ein äusserst hochwertiges Protein, das dem Protein im Eiklar sehr ähnelt, hier aber natürlich pflanzlichen Ursprungs ist. Albumin ist ausserordentlich leicht verdaulich und eine wichtige Antioxidantienquelle.

Interessant am Hanfprotein ist jedoch insbesondere der hohe Globulinanteil. Globuline sind nämlich auch im menschlichen Körper die dritthäufigste Proteingruppe. Dort bilden sie beispielsweise Antikörper, die wichtige Bestandteile eines aktiven und starken Immunsystems darstellen. Auch im Blutplasma des Menschen sind zahlreiche Globuline mit ganz unterschiedlichen Aufgaben vorhanden.

Oft handelt es sich um Transporterproteine, wie z. B. das Transcobalamin, welches das Vitamin B12 bindet und durch den Körper transportiert. Auch gibt es ein Globulin, das Hämoglobin (den roten Blutfarbstoff) bindet und zu dessen Abbauort bringt. Transferrin ist das Globulin, das im Körper für den Eisentransport zuständig ist und auch die bekannten Lipoproteine, die Fette durch den Organismus leiten, oder genauso die Blutgerinnungsfaktoren gehören allesamt ebenfalls zu den Globulinen.

Hanfprotein versorgt uns also mit einem Protein, das vom menschlichen Organismus sehr leicht zu körpereigenen Proteinen umgebaut werden kann – und zwar ohne dass dabei viel Abfall zurückbleiben würde. Denn gerade die säurehaltigen Abbauprodukte von nicht verwendbaren Proteinen belasten den Organismus, wie z. B. die Leber, die Nieren und das Blutbild ganz massiv.

Hanfprotein ist frei von Trypsininhibitoren

Hanf enthält nun nicht gar so viel Eiweiss wie beispielsweise die Sojabohne. Da Hanf jedoch frei von sog. Trypsininhibitoren ist (die in der Sojabohne enthalten sind), ist Hanfprotein dem Sojaprotein weit überlegen und darf getrost als König der pflanzlichen Proteine bezeichnet werden.

Trypsininhibitoren sind Stoffe, die das Trypsin hemmen. Trypsin wiederum ist ein Verdauungsenzym, das Proteine im Dünndarm verdaut. Wenn die Protein verdauenden Enzyme nun jedoch von Trypsininhibitoren blockiert sind, kann das Protein natürlich auch nicht umfassend verdaut werden.

Folglich können Proteine, die - wie z. B. das Hanfprotein – frei von Trypsininhibitoren sind, deutlich besser und umfassender vom Organismus genutzt werden.

Hanfprotein – Ohne Verdauungsbeschwerden

Hanfprotein ist ausserdem frei von Oligosacchariden, die ebenfalls im Sojaprotein sowie in vielen anderen Eiweisspräparaten vorkommen bzw. extra diesen beigefügt werden. Oligosaccharide gehören zu den Kohlenhydraten. Es gibt verschiedene Varianten davon. Manche gelten als Präbiotika (mit anderen Worten als Nahrung für die Darmflora), was zwar zunächst positiv klingt. Doch können sie bei empfindlichen Menschen zu unangenehmer Gasansammlung und Blähungen führen. Menschen mit Fructoseintoleranz sollten in jedem Fall Proteine mit nicht näher spezifizierten Oligosacchariden meiden.

Bei Hanfprotein ist eine solch blähende oder gar durchfallauslösende Wirkung nicht zu befürchten, da Hanfprotein keine bedenklichen Oligosaccharide enthält.

Hanfprotein für gesunden Muskelaufbau

Isolierte Proteinprodukte wie beispielsweise das in Sportlerkreisen häufig verwendete Molkeprotein (Whey protein) gelten als hochwertige Eiweissquellen. Doch haben auch sie massive Nachteile.

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Werden sie in grossen Mengen zum Zwecke des Muskelzuwachses verzehrt, können sie zu einer Art Darmvergiftung führen, da sie im Allgemeinen frei von Ballaststoffen und anderen Begleitstoffen sind, die zu einer reibungslosen Eiweissverdauung beitragen würden.

Das Protein bleibt daraufhin zu lange im Verdauungssystem liegen, was Fäulnisprozesse, eine Übersäuerung sowie Ablagerungen im Darm begünstigen kann. Das Resultat kann dann ein Muskelabbau sein, da der Körper bei diesem ungünstigen Darmzustand nicht mehr in der Lage ist, seinen anabolen Muskelstoffwechselstatus beizubehalten.

Es ist also deutlich sinnvoller, ein Protein zu sich zu nehmen, das nicht nur Eiweiss liefert, sondern zusätzlich Ballaststoffe, essentielle Fettsäuren sowie Mineralstoffe und Vitamine. Alle diese Begleitstoffe kurbeln in ihrer Gesamtheit den Proteinstoffwechsel an und optimieren die Verdauung des Eiweisses. Der Säure-Basen-Haushalt kann sein gesundes Gleichgewicht halten und der Körper kann im anabolen Muskelstatus bleiben.

Hanfprotein mit optimalem Fettsäuremuster

Hanfprotein liefert aber auch diese Begleitstoffe nicht in wahlloser, sondern mal wieder in perfekter Form. So versorgt Hanfprotein noch mit etwa 11 Gramm Hanföl pro 100 Gramm Hanfprotein. Hanföl jedoch ist dafür bekannt, die essentiellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im für den Menschen optimalen Verhältnis von 1 : 3 zu enthalten.

Die heute übliche Ernährung weist hingegen ein Verhältnis von bis zu 1 : 50 oder höher auf, was einen deutlichen Omega-6-Überschuss darstellt. Da ein derart ungünstiges Fettsäureverhältnis insbesondere chronische Entzündungsprozesse fördern kann, sollte alles unternommen werden, um dieses Verhältnis wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Hanfprotein mit seinem einzigartigen Fettsäuremuster ist also auch hier ein äusserst wertvoller und entzündungshemmender Helfer.

Hanfprotein schützt Ihr Gehirn

Gerade das herausragende Fettsäuremuster des Hanfproteins wird mit einerseits cholesterinsenkenden Wirkungen des Hanfs in Verbindung gebracht als auch mit gehirnschützenden Effekten. Hanfmahlzeiten sollen nämlich – laut einer Studie – die zelltoxischen Wirkungen der alzheimertypischen Ablagerungen im Gehirn hemmen, woraus die Wissenschaftler schlossen, dass Mahlzeiten aus Hanf ideal für die Behandlung von Alzheimer und Herz-Kreislauf-Krankheiten seien.

Die Mineralstoffe und Vitamine des Hanfproteins

Da sich im Hanfsamen ferner erhebliche Mengen an Zink, Eisen und Magnesium befinden, stecken all diese heute oft mangelhaft vertretenen Mineralstoffe und Spurenelemente natürlich auch im Hanfprotein. Diese drei Mineralstoffe sind bekanntlich sehr wichtig für viele körperliche Prozesse, und da es vielen Menschen gerade an diesen Mineralstoffen mangelt – was sich in Haarausfall, Blutarmut, entzündlichen Problemen etc. äussern kann – ist jedes gesunde Lebensmittel willkommen, das mit den ersehnten Mikronährstoffen versorgt.

Und zu guter letzt stellt Hanfprotein auch eine sinnvolle Ballaststoffquelle dar, da es zu etwa 18 Prozent aus Ballaststoffen besteht und auf diese Weise den Darm pflegt und die Verdauung unterstützt.

Wenn Sie also auf der Suche nach einem rein pflanzlichen proteinreichen Lebensmittel sind, wenn Sie Ihren Körper auf gesunde Weise mit wirklich hochkarätigem und vor allen Dingen mit leicht verwertbarem und gut verdaulichem Protein versorgen möchten, bei all dem auch Ihre Fettsäuresituation nicht aus den Augen verlieren und sich überdies noch ein wenig mit Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Vitalstoffen eindecken möchten, dann wäre Hanfprotein für Sie die passende Lösung.

Im Hanfprotein von Maskelmän sind beispielsweise die folgenden Mineralstoffe und Vitamine je 100 g enthalten (wobei nur jene Vitalstoffe aufgeführt werden, die auch in relevanten Mengen enthalten sind):

Mineralstoffe und Vitamine Mineralstoffe und Vitamine pro 100 g Hanfprotein
Magnesium 750 mg
Eisen 23 mg
Zink 12 mg
Vitamin B6 1.5 mg
Vitamin B1 1.3 mg
Folsäure 220 µg

Die Makronährstoffe des Hanfproteins

Das Nährstoffprofil gestaltet sich bei 100 g Hanfprotein wie folgt:

Makronährstoff Makronährstoffe pro 100 g Hanfprotein Makronährstoffe pro 30 g Hanfprotein
Eiweiss 47.7 g 14.31 g
Ballaststoffe 23.7 g 7.11 g
Fett 13.9 g 4.17 g
Kohlenhydrate 5.4 g 1.62 g

Die Kalorien des Hanfproteins

Der Kaloriengehalt des Hanfproteins pro 100 g liegt bei 385 kcal. Bei einer Tagesportion à 30 g liegt der Kaloriengehalt bei 115.5 kcal.

Wie kann Hanfprotein verwendet werden?

Das Hanfprotein kann in vielerlei Rezepturen verwendet werden, z. B. so:

  1. Mixen Sie das Hanfprotein in Mandelmilch oder Säfte.
  2. Mischen Sie das Hanfprotein in Rezepte, in denen Mehl verwendet wird. Dort kann das Hanfprotein bis zu einem Viertel der Mehlmenge ersetzen. Das können herzhafte Brotrezepte sein, Brötchenrezepte, Pizzaböden, Quicheböden oder auch Pfannkuchen. Bei Torten und Feingebäck eignet sich das Hanfprotein als Zutat nicht so sehr, da hier sein kerniger Geschmack nicht gut passt.
  3. Backen Sie aus Nüssen, Trockenfrüchten und Hanfprotein nahrhaft-kernige Energieriegel.


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Quellen
  • Callaway, JC. "Hempseed as a nutritional resource: An overview", Euphytica, Jan 2004, 140(1-2):65–72 (Hanfsamen als Nahrungsmittel: Ein Überblick)
  • Rodriguez-Leyva D, Pierce GN "The cardiac and haemostatic effects of dietary hempseed." Nutr Metab (Lond). 2010 Apr 21;7:32. (Die Wirkung von Hanfsamen auf das Herzkreislaufsystem und die Blutstillung.)
  • Al-Khalifa A et al., "Effect of dietary hempseed intake on cardiac ischemia-reperfusion injury." Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol. 2007 Mar;292(3):R1198-203. (Der Effekt von Hanf in der Nahrung auf kardiale Ischämie-Reperfusionsschäden.)
  • Chen T et al., "The isolation and identification of two compounds with predominant radical scavenging activity in hempseed (seed of Cannabis sativa L.)." Food Chem. 2012 Sep 15;134(2):1030-7. (Die Isolierung und Identifizierung von zwei Verbindungen mit überwiegender Radikalfänger-Aktivität in Hanf (Samen von Cannabis sativaL.).)
  • Jeong M et al., "Hempseed oil induces reactive oxygen species- and C/EBP homologous protein-mediated apoptosis in MH7A human rheumatoid arthritis fibroblast-like synovial cells." J Ethnopharmacol. 2014 Jul 3;154(3):745-52. (Hanfölinduziertreaktive Sauerstoffspeziesund C/EBP-homologe Protein-vermittelte Apoptose in menschlichen rheumatoiden Arthritis Fibroblasten-ähnlichen MH7A Synovialzellen.)
  • House JD et al., "Evaluating the quality of protein from hemp seed (Cannabis sativa L.) products through the use of the protein digestibility-corrected amino acid score method." J Agric Food Chem. 2010 Nov 24;58(22):11801-7. (Die Bewertung der Qualität von Protein aus Hanfsamen(Cannabissativa L.) Produkten durch die Verwendung der Protein Verdaulichkeit-korrigierte Aminosäure Score Methode.)
  • Callaway J et al., "Efficacy of dietary hempseed oil in patients with atopic dermatitis." J Dermatolog Treat. 2005 Apr;16(2):87-94. (Wirksamkeit von Hanföl in der Nahrung von Patientenmit atopischer Dermatitis.)
  • Lee MJ et al., "The effects of hempseed meal intake and linoleic acid on Drosophila models of neurodegenerative diseases and hypercholesterolemia", Molecules and Cells, April 2011, (Die Wirkungen von Hanfsamenmahlzeiten und Linolsäure auf Drosophila-Modelle in Bezug auf neurodegenerative Krankheiten und hohem Cholesterinspiegel)
  • Robis Key "The ultimate hemp protein bar recipe", 13.01.2013 (Rezept, Der Hanfprotein Riegel)
  • Mathew G. Kadey "Hemp Protein = King of the Plant Kingdom" Manitoba Harvest Hemp Foods & Oils, 2011 (Hanf-Protein = König des Pflanzenreiches)
  • Darrell L. Tanelian "Hemp: Nature`s Forgotten Superfood" Manitoba Harvest Hemp Foods & Oils, 2011 (Hanf: Der vergessene Superfood der Natur)