Zentrum der Gesundheit
Die Lage havarierten Kernkraftwerk in Fukushima ist immer noch äusserst brenzlig und stellt eine grosse Gefahr für die Menschen dar
Die Lage havarierten Kernkraftwerk in Fukushima ist immer noch äusserst brenzlig und stellt eine grosse Gefahr für die Menschen dar

Fukushima wird tot geschwiegen

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(Zentrum der Gesundheit) - Die Lage in Fukushima ist immer noch sehr brenzlig, auch wenn mittlerweile das Interesse der Medien für die Atomkatastrophe stark nachgelassen hat. In den letzten Tagen ist anscheinend die Südwand des Reaktors 4 im Kernkraftwerk in Fukushima eingestürzt. Keiner weiss genau, wie es um die Stabilität der Schalungskonstruktion wirklich bestellt ist und welche Folgen ein solcher Einsturz hat. Die Mainstreammedien haben absolut nichts über diese besorgniserregende Entwicklung berichtet - sie folgen offenbar weiterhin der Devise, Neuigkeiten aus Fukushima klein zu reden und zu ignorieren.

Ungeahntes Ausmass in Fukushima

Auf der Seite enenews.com(1) erschienen in den letzten Tagen Fotos der angeblich eingestürzten Südwand des Reaktors 4 im Kernkraftwerk in Fukushima. Ein dazugehöriger Bericht erklärte, dass die zuvor intakte Schutzwand jetzt fehlen würde, und dass eine weitere Schwächung der Struktur zu Massenevakuierungen in Japan führen könne.

Der Bericht und die Fotos wurden allerdings bisher nicht durch andere Quellen bestätigt. Man sollte an dieser Stelle zwar erst einmal skeptisch bleiben, aber die Situation trotzdem weiterhin beobachten, denn wenn die Meldung der Wahrheit entspricht, kann dies weitere ungeahnte Folgen für Mensch und Natur bedeuten.

Strahlungsmenge 50-millionenfach höher als normal

Ein Forschungsteam nahm die Auswirkungen von Fukushima etwas genauer unter die Lupe und veröffentlichte im Fachmagazin Environmental Science & Technology eine Studie mit dem Titel Impacts of the Fukushima Nuclear Power Plants on Marine Radioactivity (Einfluss von Fukushima auf die marine Radioaktivität).(2)

Die Studie enthüllte, dass die radioaktiven Cäsium-Messwerte im Meerwasser an der Küste nahe des Kernkraftwerkes Dai-Ichi in Fukushima das 50 Millionenfache der normalen Werte erreicht hätten. Noch besorgniserregender sei jedoch, dass die Konzentrationen am Ende des Monats Juli höher gewesen sind, als erwartet. Dies bedeutet, dass weiterhin Strahlung aus den Reaktoren oder anderen kontaminierten Quellen wie dem Grundwasser oder dem Küstengestein abgegeben wurde. In den allermeisten Medienberichten war jedoch die Rede davon, dass die Strahlung beherrscht werden würde und die Umgebung nicht mehr direkt belasten könne.

Auch die Autoren der Studie behaupten paradoxerweise, dass die genannten Messwerte der Strahlung im Meerwasser grundsätzlich nicht gefährlich seien. Die erhobenen Werte hätten nur geringe Auswirkungen auf die Meeresfauna und -flora sowie auf den Menschen. Aber es wird trotzdem diskutiert, ob es ratsam sei, Meeresfrüchte und Fische aus diesem Gebiet zu verzehren, weswegen zu diesem Thema auch weitere Studien notwendig seien.

Auch die Mainstreammedien berichteten von dieser Studie, doch ohne darauf hinzuweisen, dass man eine gewisse Skepsis und Vorsicht gegenüber der Studie geniessen sollte. Denn einerseits sagen die Autoren, dass „kein Problem“ bestünde, andererseits aber weisen sie darauf hin, dass man keine Meeresfrüchte von dort essen sollten, da niemand weiss, welche Menge und welche Konzentration der radioaktiven Elemente durch die Meerestiere zuvor aufgenommen worden seien.

Tepco gibt zu, dass radioaktives Strontium in den Ozean gelangt ist

Eine weitere wichtige Entwicklung, die erst jetzt ans Licht kam ist, dass die Betreiberfirma Tepco endlich zugegeben hat, dass alarmierende Mengen des radioaktiven Strontiums in den Ozean gelangt seien - und dass die Lecks noch immer nicht vollständig geschlossen werden konnten. Radioaktives Strontium ist deshalb so gefährlich, weil es eine sehr lange Halbwertzeit von ungefähr 30 Jahren hat.

Laut Tepcos Entscheidungsträgern, die mehrfach und wissentlich die Öffentlichkeit angelogen hatten, um schlechte Nachrichten unter den Teppich zu kehren, seien „26 Milliarden Becquerel des radioaktiven Materials“ auf Grund des Unfalls in Fukushima ins Meer gelangt.(3)

Das zeigt, dass die radioaktiven Lecks noch immer gefährliche Strahlungsmengen abgeben, weshalb man sich Sorgen machen sollte,

erklärte Ken Buesseler von der Organisation Woods Hole Oceanographic Institution.(4)

Wenn sich die radioaktive Verunreinigung am oder im Meeresboden ansammelt, wird sie dort für die nächsten Jahrzehnte verbleiben und könnte deshalb möglicherweise zu einer Bedrohung für am Meeresboden lebende Tiere sowie die Konsumenten dieser Tieren werden.

Kommt das Schlimmste erst noch?

Wenn man diese erschreckenden Meldungen liest, fragt man sich logischerweise: Was folgt aus alledem? Keiner weiss genau was kommen mag und welche Auswirkungen Fukushima wirklich haben wird. Doch fest steht, dass das Kraftwerk, bzw. dessen Ruine, in Fukushima weiterhin höchst instabil ist. Dieser Zustand könnte sich noch verschlimmern, vor allem bei einem weiteren Erdbeben oder Tsunami. Die Folge daraus wäre eine weitere Schwächung der Mauern und der Schutzschalung.

Die Katastrophe von Fukushima ist mit Sicherheit das grösste und schwerwiegendste radiologische Desaster aller Zeiten, auch wenn die Systemmedien das Ausmass stark herunter gespielt haben - möglicherweise um Ängste in der Bevölkerung zu beruhigen. Da vor allem die Betreiberfirma Tepco regelmässig über den Zustand des Kraftwerkes gegenüber der Öffentlichkeit gelogen hat, fällt es schwer, offiziellen Berichterstattungen über Fukushima zu vertrauen.

Unter solchen Umständen ist es ratsam, den Meldungen über Fukushima eine gewisse Skepsis entgegenzubringen und sich aktiv am besten über verschiedene Quellen zu informieren. Es ist mit Sicherheit auch ratsam, vorbereitet zu sein, für den Fall dass sich die Situation in Fukushima plötzlich noch einmal verschlimmert.

Man kann hoffen, dass die Verantwortlichen in solch einem Fall, die Menschen wirklich warnen, anstatt Informationen zu verschweigen oder Grenzwerte anzupassen, damit die Messwerte weiterhin im „grünen Bereich“ liegen.

Wenn man bedenkt, dass auch Fluoride, Mikrowellen, gentechnisch veränderte Organismen oder Aspartam als unbedenklich gelten, dann fragt man sich, ob man offizielle Grenzwerte wirklich ernst nehmen kann. Man kann sich nur schützen, indem man seinen Verstand nutzt, sich aktiv informiert und die Verantwortung der eigenen Gesundheit nicht an andere abgibt.

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Quellen:



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