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Antioxidantien
Gefährliche Antioxidantien: Massenmedien lieben Verwirrspiele

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 03.07.2016
Gefährliche Antioxidantien: Massenmedien lieben Verwirrspiele
© Marco2811- Fotolia.com

Exakt zu jenem Zeitpunkt, da die Menschheit endlich begriffen hat, wie positiv sich natürliche Lebensmittel und die in ihnen vorkommenden Antioxidantien auf die Gesundheit auswirken, sind die Massenmedien mit ihrem altbekannten Verwirrspiel zur Stelle und verkünden, Antioxidantien seien ziemlich gefährlich. Mittlerweile entlockt dieses planmässige "An-der-Nase-herumführen" informierten Menschen nur noch ein müdes Gähnen.

Massenmedien warnen vor gesundem Essen

In einem Bericht der Newsweek wurden verschiedene eher als oberflächlich durchgeführt zu bezeichnende Studien zitiert, die den meisten bisherigen Forschungen zum Thema Antioxidantien komplett widersprechen.

Das Fazit dieses Artikels war schliesslich das folgende: Antioxidantien, die natürlicherweise auch in Früchten, Gemüse und in verschiedenen Superfoods (besonders vitalstoffreiche Lebensmittel, die sich ausserdem durch eine hohe Nährstoffdichte auszeichnen) vorkommen, seien gefährlich für die Gesundheit, weshalb man am besten damit aufhören solle, diese zu essen.

Eine angeblich naturheilkundlich orientierte Internetseite rät Menschen die an Krebs erkrankt sind dringend davon ab, Obst und Gemüse - das reich an Antioxidantien ist - zu sich zu nehmen, obwohl natürliche Antioxidantien nachweislich vor Krebs schützen. Die angeblich naturheilkundlich orientierte Internetseite, bietet nun einen weiteren Artikel über angebliche gefährliche Nahrungsergänzungsmittel.

Sind freie Radikale gesund?

Die Newsweek zitiert einen britischen "Chemiker und wissenschaftlichen Autor" namens David Bradley, der gesagt haben soll, dass "oxidierende Stoffe", die auch als freie Radikale bekannt sind, eine "Front der Immunabwehr gegen Krankheitserreger und Krebszellen" seien. Er behauptet weiterhin, dass Antioxidantien schädlich für die Gesundheit seien, weil sie diese freien Radikale eliminieren.

Wer hat Recht?

Bisher war man ja der Ansicht, oxidativer Stress durch freie Radikale verursache Schäden an den Zellen des Körpers, was wiederum zu einer Menge von chronischen Krankheiten, zu einem beschleunigten Alterungsprozess und einer Verschlechterung der allgemeinen Gesundheit führe. Da Antioxidantien bekanntlich freie Radikale aufspüren und beseitigen, glaubte man, sie schützten den Körper vor Schäden.

Was steckt dahinter, wenn jetzt das Gegenteil behauptet wird? Will man uns etwa von gesunder Nahrung abhalten, um uns vorsätzlich krank und damit zu willkommenen Opfern der Pharmaindustrie zu machen? Oder hat Mister Bradley vielleicht tatsächlich neue Erkenntnisse gewonnen, von denen wir allesamt bis jetzt nur nichts ahnten?

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Hotdogs statt Gemüse?

Bevor Sie jetzt aber Ihre Speisekammer nach Obst und Gemüse und anderen antioxidantienreichen Lebensmitteln durchforsten, diese Ihrem Komposthaufen zuführen und - um jedes Risiko auszuschliessen - nur noch Hotdogs, Eiscreme und Gummibärchen essen, sollten wir uns die Angelegenheit ein wenig genauer betrachten:

Wie es wirklich ist

Normalerweise sind die sog. freien Radikale tatsächlich nichts besonders Schlimmes. Allerdings sind sie auch nicht - so wie Mister Bradley glauben macht - hilfreicher als die Antioxidantien. In Wirklichkeit verhält es sich so, dass beide - freie Radikale und Antioxidantien - im Körper ihre (nützlichen) Aufgaben und damit ihre Daseinsberechtigung haben.

Verlust der natürlichen Balance

Problematisch wird es erst dann, wenn eine Seite deutlich und dauerhaft überwiegt. Genau das aber ist bei der heute üblichen modernen Lebens- und Ernährungsweise der leider fast schon regelmässige Fall.

Umweltgifte, Nikotin, Alkohol, synthetische Lebensmittelzusatzstoffe, Medikamente, der übermässige Verzehr tierischer Eiweisse und isolierter, konzentrierter Kohlenhydrate (meist in verarbeiteter Form), chemische Inhaltsstoffe in Körperpflegeprodukten uvm. sorgen für einen aussergewöhnlichen Überschuss an freien Radikalen.

Gleichzeitig sind die bevorzugten Nahrungsmittel arm an Antioxidantien. Folglich gerät der Körper aus seiner natürlichen Balance, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Einzelne Antioxidantien in Pillenform sind problematisch

Genauso ungünstig verhält es sich, wenn jemand der Meinung ist, man müsse zum Ausgleich einer ungesunden Ernährung einfach nur eine üppige Ration Vitamin-E-Pillen, Carotin-Kapseln, Vitamin-C-Pulver oder was auch immer der Antioxidantien-Markt hergibt, futtern und schon sei man rundum sicher und geschützt. Das jedoch ist nicht der Fall.

Antioxidantien in natürlicher Form führen zu Harmonie

Antioxidantien - gleich welcher Sorte - können unserem Körper nur dann optimal nutzen, wenn wir sie so essen, wie die Natur sie für uns verpackt hat: In einer Frucht, in einer Blüte, in einem Blatt, in einer Nuss, in einem naturbelassenen Öl oder auch in einem Nahrungsergänzungsmittel, das die gesamte Frucht oder das gesamte Blatt enthält.

Dort nämlich befindet sich nicht nur Vitamin E oder nur Vitamin C, sondern eine unendliche Vielzahl verschiedener Nähr- und Vitalstoffkomponenten. Sie alle wirken gemeinsam, verstärken sich teilweise in ihrer Wirkung, ermöglichen oft überhaupt erst die Wirkung eines anderen nützlichen Stoffes oder aber unterdrücken die Wirkung eines schädlichen Stoffes. Diese perfekte Harmonie jedoch kann nur dann realisiert werden, wenn wir unsere Ernährung harmonisch und mit natürlichen Lebensmitteln gestalten.

Lesen Sie auch: Bio-Lebensmittel – Mehr Antioxidantien, weniger Giftstoffe

Studien beziehen sich auf Vitamin-Pillen

Studien, die jetzt plötzlich überschwänglich verkünden, Vitamin E, Vitamin C oder andere Antioxidantien seien furchtbar ungesund und schädlich, überraschen daher keineswegs, beziehen sie sich doch auf genau die erwähnten isolierten und konzentrierten Vitamin-Präparate, niemals aber auf natürliche antioxidantienreiche Lebensmittel.

Vitamine ja, Pillen nein

Wenn es also heisst: Essen Sie bloss kein Vitamin E!, dann bedeutet das nicht, plötzlich keine Nüsse oder keine naturbelassenen Öle mehr zu essen. Es heisst lediglich, dass Sie Ihre synthetischen Vitamin-E-Pillen wegwerfen können.

Wenn es heisst, Carotine erhöhen das Sterberisiko, dann sollten Sie Ihre Carotin-Kapseln im Mülleimer versenken, nicht aber Ihr grünes carotinhaltiges Blattgemüse und auch nicht ihre carotinreichen Tomaten, Paprika und Orangen.

Mangelhafte Berichterstattung über Antioxidantien

Die Aussage, Antioxidantien seien gefährlich, ist also zu einem gewissen Teil durchaus wahr. Nur "vergessen" die Massenmedien bei ihrer Berichterstattung zu erklären, in welcher Form Antioxidantien gefährlich sind.

Leider könnte aber genau das dazu führen, dass sich manche - uninformierten - Menschen ab sofort vor gesunden Lebensmitteln fürchten, diese meiden und infolgedessen ein deutlich höheres Erkrankungsrisiko ihr eigen nennen, als das ohne unzureichend erläuterte Horrormeldungen der Fall gewesen wäre.

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Wursti schrieb am 20.01.2018

Was mich stört ist dass entweder der Eindruck vermittelt wird Vitamin C&E seien nur Antioxidantien oder Vitamin Tabletten und Kapsel seien überflüssig oder sogar gefährlich. Jemandem zu raten seiner Vitamin E Kapseln wegzuwerfen nur weil sie nicht alle freien Radikale abfangen halte ich für Humbug. Vitamin E hat trotzdem eine gute und positive Wirkung nicht nur auf die Haut. Man sollte sich darüber im klaren sein dass die Propaganda, die dazu dient uns von den gesunden und natürlichen Lebens- und Naturheilmitteln fernzuhalten ausschließlich von den großen Phamakonzernen ausgeht, die ihr Geld größtenteils mit künstlichen Substanzen verdienen weil man diese Patentieren kann. Diese Propaganda schließt auch immer Nahrungsergänzungsmittel ein. Die wissen schon warum sie versuchen uns von Vitaminpillen fernzuhalten. Denn diese haben eine erwünschte Hauptwirkung und so gut wie fast keine Nebenwirkungen. Man kann auch bei gesunder Ernährung mit hochdosierten Nährstoffpräparaten noch etwas raushohlen und die Gesundheit weiter optimieren. So kann man bei vielen Krankheiten heilend oder Symptomlindernd eingreifen durch Nährstoffpräperate.

Quellen