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Gentechnik oder Sciencefiction?

Gentechnik oder Sciencefiction?

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(Zentrum der Gesundheit) - Die Kreaturen, die die Gentechnik hervorbringt gleichen immer mehr denen eines Sciencefiction Films. Die Wissenschaft scheint keine Grenzen zu kennen - sie bringt immer bizarrere Lebewesen hervor. Gene verschiedener Spezies werden wild durcheinander gemischt, wodurch fluoreszierende Katzen, zwitschernde Mäuse oder Spinnen-Ziegen entstehen. Gentechnisch veränderte Haustiere und Futterpflanzen sind in den USA offenbar schon etwas ganz Normales.

Gentechnik oder Sciencefiction?

Die folgenden Beispiele zeigen einen Ausschnitt dessen, zu was die Genforscher heutzutage bereits fähig sind. Diese Beispiele verdeutlichen gut, dass die Gentechnik kaum Grenzen kennt und ihre Entwicklung mit rasanten Schritten voranschreitet.

Kreaturen, die vor einigen Jahren höchstens in der Fantasie oder in Sciencefiction Filmen existierten, sind heute bereits Wirklichkeit. Aber lesen sie selbst, welche Kreaturen die Genforscher in ihren Laboren erschaffen.

Gen-Kühe geben menschliche Milch

In China und in Argentinien haben Wissenschaftler menschliche Gene in die Erbsubstanz von Kuhembryonen eingesetzt. Durch diese gentechnische Veränderung geben die Kühe Milch, die der menschlichen Muttermilch gleichen soll.

In der Gen-Kuhmilch sind menschlichen Proteine enthalten, welche die Milch angeblich verträglicher für Kinder machen soll.

Die Wissenschaftler hoffen, dass es bald riesige Herden dieser Kühe geben wird, die eine Alternative zur menschlichen Muttermilch produzieren werden. Es ist geplant, diese Milch in den nächsten Jahren weltweit in Supermärkten anbieten zu können.(1) (2)

Enviropig™ das "Ökoschwein"

Forscher der University of Guelph in Ontario (Kanada) haben ein gentechnisch verändertes Schwein erschaffen - das so genannte Enviropig™ (dt.: "Umwelt-Schwein"). Diesen "Ökoschweinen" wurden Gene von Mäusen eingesetzt, damit sie weniger Phosphor in ihren Ausscheidungen produzieren, und somit von den Forschern als "umweltfreundlich" bezeichnet werden.

Die Behörden in den USA und Kanada bewerten gerade, ob die Ökoschweine in das Nahrungsmittelangebot aufgenommen werden sollen oder nicht.(3)

GloFish® - fluoreszierende Fische

An der National University of Singapore wurden vor einigen Jahren bestimmten Gene einer Qualle in die Erbsubstanz von Zebrabärblingen eingepflanzt. Diese Gene sorgen dafür, dass die Fische ein fluoreszierendes Protein produzieren und je nach Art des Proteins entweder grün, rot oder gelb fluoreszieren.

In den USA ist es ohne Genehmigung möglich diese gentechnisch veränderten Haustiere namens GloFishs®  zu vertreiben. In der EU ist es glücklicherweise (noch) nicht erlaubt mit solchen Sciencefiction-Haustieren zu handeln.(4)

Mr. Green Genes – der fluoreszierende Kater

Doch die GloFishs® sind nicht die einzigen genmanipulierten fluoreszierenden Tiere. In den USA haben Wissenschaftler auf ähnliche Art einen Kater namens Mr. Green Genes erschaffen, der ebenfalls grün fluoresziert.

Mr. Green Genes ist jedoch nicht die erste "im Dunkeln leuchtende Katze" der Welt. Ein Wissenschaftlerteam aus Südkorea hatte bereits vor den USA eine fluoreszierende Katze "gezüchtet".(5)

Genmanipulierte Tiere, die fluoreszieren, sind für Wissenschaftler offenbar schon etwas ganz Normales, denn es gibt nicht nur "leuchtende" Fische und Katzen, sondernd auch fluoreszierende Mäuse oder Spinnen, wie die folgenden Videos zeigen.

 

Zwitschernde Mäuse

Nicht nur fluoreszierende Katzen, sondern auch zwitschernde Mäuse gibt es mittlerweile auf unserer Erde. Japanische Wissenschaftler haben Mäuse genetisch so verändert, dass sie nun wie Vögel zwitschert.

Der wissenschaftliche Hintergrund solcher Experimente ist - laut der Wissenschaftler - die Erforschung der Entstehung der menschlichen Sprache.(6)

Gen-Lachs für mehr Profit

Die Gentechnik im Bereich der Nutzpflanzen ist mittlerweile schon erschreckend weit fortgeschritten. Gen-Mais, der resistent gegen bestimmte Schädlinge ist oder Gen-Reis, der einen hohen Gehalt an Vitamin A enthält, sind auf dem Vormarsch in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie.

Doch auch die Gentechnik der Nutztiere schreitet mit grossen Schritten voran. So entwickelte ein US-Unternehmen bereits einen sehr muskulösen genmanipulierten "Monsterlachs", der bis zu dreimal schneller wächst, als normale Lachse.(7)

Fisch-Produzenten sehen in solchen Projekten traurigerweise nur die Möglichkeit mehr Profit aus ihrem Geschäft herauszuschlagen. Es scheint, als würden solche Unternehmen nicht eine Sekunde darüber nachdenken, dass es sich bei ihrem "Produkt" um ein Lebewesen handelt.

Menschliche Organe aus Schweinen

In Japan haben Organforscher entdeckt, dass man Rattenorgane in Mäusen heranwachsen lassen kann.(8) Dazu wurden Stammzellen von Ratten in gentechnisch veränderte Mäuse eingepflanzt. Die Entwicklung dieser Mäuse wurde dadurch so manipuliert, dass die Tiere nicht ihre eigenen Organe, sondern Rattenorgane bildeten.

Diese Technologie soll in Zukunft, wenn möglich, auch für menschliche Organe angewandt werden. Menschliche Organe könnten in Schweinen herangezüchtet werden und anschliessend in Menschen transplantiert werden.(9)

Seide aus Spinnen-Ziegenmilch

Das kanadische Unternehmen Nexia machte im Jahr 2000 bereits Schlagzeilen, weil es genmanipulierte Ziegen erschaffen hatte, die ein Seidenprotein von Spinnen produzieren und in ihre Milch abgeben. Dieses Protein kann offenbar aus der Milch herausgefiltert werden und zu unglaublich starken Fasern versponnen werden.

Diese Fasern sind extrem widerstandsfähig, flexibel und zudem stärker als Stahl. Nexia arbeitete 2002 in Bezug auf die Entwicklung dieses so genannten BioSteels ("Bio-Stahls") auch mit der U.S. Army zusammen.(10)

Wo sind die Grenzen?

Es scheint, als gäbe es keine Grenzen. Solange die Menschheit sich nicht selbst einschränkt, sind den Fantasien der Genforscher keine Grenzen gesetzt. Die Wissenschaft durchbricht nicht nur die natürlichen Grenzen verschiedener Spezies, sondern kann theoretisch auch die Generationenabfolge durcheinander bringen.

Mit Hilfe der Gentechnik ist es theoretisch möglich, eine Kopie des eignen Vaters oder der eigenen Mutter als Kind zu bekommen. Das Schaf "Dolly" hat gezeigt, dass es möglich ist, Lebewesen zu klonen. Als Frau könnte man sich also auch Eizellen einpflanzen lassen, die die Erbsubstanz der eigenen Mutter enthalten.

So würde man einen Klon der eigenen Mutter als Kind bekommen.

Ganz so weit ist es beim Menschen glücklicherweise noch nicht gekommen. Doch Diskussionen über andere, nicht direkt zur Gentechnik zählende Möglichkeiten, welche jedoch die Generationengrenzen überschreiten, wurden bereits öffentlich geführt.

Die eigene Halbschwester selbst zur Welt bringen

Der Fall des Mädchens Flavie Boivin erregte im Jahre 2007 viel Aufsehen in der Presse.(11) Das Mädchen kam mit dem Turner Syndrom zur Welt und wird auf natürliche Weise niemals selbst Kinder bekommen können.

Daher spendete ihre Mutter Eizellen für sie, die sie sich später einmal befruchtet einpflanzen lassen könnte.

Würde Flavie auf diese Weise schwanger werden, wäre die Generationenabfolge nicht mehr eindeutig klar, denn die Mutter von Flavie wäre damit auch die biologische Mutter von Flavie’s Kind. Es wurde damals viel darüber diskutiert, ob ein solcher Eingriff vertretbar sei oder nicht.

Flavie könnte sich natürlich auch Eizellen einer fremden Spenderin einpflanzen lassen. Was besser ist, sei einmal dahingestellt.

Die Gesellschaft setzt die Grenzen

Der Fall von Flavie verdeutlicht allerdings sehr gut, dass nur die Gesellschaft in der Lage ist, die Grenzen der Wissenschaft festzulegen. Solange die Gesellschaft sich nicht gegen die Gentechnik wehrt, wird sie immer mehr Grenzen durchbrechen.

Leider werden die Menschen heutzutage so manipuliert, dass sie oft gar keine Gefahr mehr in der Gentechnik sehen.

Niemand kann sicher sagen, welche Folgen die Gentechnik mit sich bringen wird. Die Natur ist viel zu komplex, um die Folgen der Gentechnik wirklich abschätzen zu können. Leider hinterfragen auch zu wenige den Nutzen der Gentechnik.

Ist es wirklich nötig, die menschliche Sprache mit Hilfe von zwitschernden Mäusen zu erforschen? Brauchen wir wirklich Kühe, die menschliche Milch produzieren oder brauchen wir fluoreszierende Haustiere?

Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind, denken vielleicht, dass es für sie einen Nutzen hat, wenn in Zukunft Organe in Schweinen "produziert" werden können.

Man sollte sich jedoch auch in diesem Fall im Klaren darüber sein, dass für die gentechnische Organ-Produktion einerseits etliche Tiere leiden müssen und andererseits niemand vorhersagen kann, ob solche gentechnischen Organe nicht ungeahnte negative Folgen mit sich bringen.

Transparenz der Gentechnik

Das grösste Problem mit der Gentechnik ist, dass die Gesellschaft nicht richtig darüber informiert wird, was die Wissenschaft wirklich erforscht und mit welchen Methoden das abläuft. Die Gesellschaft stellt zwar die Forschungsgelder für die Wissenschaft zur Verfügung, doch wissen die wenigsten für was diese Gelder eingesetzt werden.

Damit die Gesellschaft jedoch darüber entscheiden kann, ob es nützlich ist, was die Wissenschaft erforscht, ist es wichtig, dass sie auch genügend informiert wird. Es ist falsch, zu denken,

"Ich verstehe sowieso nicht, was die Forscher in ihren Laboren machen und kann deshalb auch nicht mitreden. Das wird schon alles seinen Sinn und Zweck haben."

Die Verantwortung für die Zukunft unserer Erde tragen wir alle. Dadurch, dass die Wissenschaftler hinter den Türen ihrer Labore gewissermassen machen können was sie oder was bestimmte Konzerne wollen, überlässt man ihnen die alleinige Verantwortung.

Tun Sie etwas dagegen! Schauen Sie nicht weg, sondern informieren Sie sich und hinterfragen Sie die Dinge kritisch!

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Quellen:



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