Das Volk ist krank

Immer mehr deutsche Bürger leiden in immer jüngeren Jahren an einer (oder mehreren) der folgenden sechs Krankheiten: Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Nervenerkrankungen, Lungen- oder Infektionskrankheiten. Die Situation ist offenbar bereits so ernst, dass man diese Krankheiten nun schon als „Volkskrankheiten“ bezeichnet.

Krankheitsursachen sind bekannt

Die Hauptursachen dieser Krankheiten sind längst bekannt: Mangelnde Bewegung, zu wenig Sonnenlicht, Stress und nicht zuletzt eine ungesunde Ernährung (reich an isolierten Kohlenhydraten, tierischen Eiweissen, industriell verarbeiteten Fetten, Fertiggerichten und giftigen Rückständen, dafür arm an Ballaststoffen, Vitalstoffen, aktiven Enzymen und hochwertigen Fetten).

Eine solche Lebensweise führt nicht nur im Eiltempo zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern ausserdem zu einem geschwächten Immunsystem, was geradewegs in einer starken Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und auch für Krebs mündet.

Nervenkrankheiten lassen sich ganz auffällig von vitalstoffarmer Ernährung begünstigen oder können gar häufig als Folgeerscheinung von Diabetes auftreten, während Lungenkrankheiten die Konsequenz von Entzündungen, Allergien oder oxidativem Stress sein können. Alle drei Faktoren wiederum sind mit die Folge einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise.

Vogel-Strauss-Taktik

Doch nicht nur Politiker stellen sich blind und taub, wenn es um diese Zusammenhänge geht, sondern auch das Volk. Man schluckt lieber Medikamente und nimmt deren Nebenwirkungen in Kauf, man stellt sich für fragwürdige Impfungen zur Verfügung oder lässt sich radioaktiv bestrahlen, bevor man an seinem Lebensstil etwas ändern würde.

Zur Not gibt es Stents fürs Herz, Schrittmacher fürs Hirn und sicher bald die alles heilende Gentherapie. Man kann nur hoffen, dass die Forschung schnell genug ist und all diese Wundermittel dann auch parat stehen, wenn es einen schliesslich selbst erwischt.

5,5 Milliarden für Gesundheitsforschung

Und so beschloss das Bundeskabinett in Berlin vor wenigen Tagen – offenbar ganz im Sinne des Volkes – die Einrichtung von sechs sog. "Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung". Jedes dieser Zentren soll sich mit der Erforschung einer der genannten Volkskrankheiten beschäftigen.

Das Deutsche Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen sowie das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung stecken bereits mitten in der Forschungsarbeit, während die vier Zentren für Infektionskrankheiten, Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs im nächsten Jahr gegründet werden.

Das Vorhaben kann deshalb so flott angegangen werden, weil das bescheidene Sümmchen von einer Milliarde Euro zur Verfügung steht, bis zum Jahr 2014 werden es gar 5,5 Milliarden sein.

Bahn frei für zweifelhafte Therapien

Die Zentren wollen laut Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen und Einrichtungen zusammenführen und langfristig fördern. Davon erhoffe man sich für die Patienten schnell umsetzbare Lösungen.

Der forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht, liess so auch bereits hoffnungsfroh verlauten, wie man sich diese Lösungen in etwa vorstelle. Als Beispiel nannte er drei seiner Meinung nach ganz wunderbare Entwicklungen aus neuester Forschungszeit: die Ionen-Therapie zur Behandlung von Tumoren, die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (dabei vergisst er jene Mädchen zu erwähnen, die nachweislich infolge dieser Impfung verstorben sind) oder den Gehirnschrittmacher für Parkinson- und Tinnitus-Patienten.

Neue Therapien führen unweigerlich zu Experimenten am Patienten

Natürlich können all diese Hilfsmittel unter Umständen bei manchen Patienten zu vorübergehender Erleichterung oder kurzfristiger Besserung führen.

Doch was hält uns davon ab, mit Hilfe einer bewiesenermassen vorbeugenden Lebensweise den brandneuen (und daher völlig unberechenbaren) Technologien möglichst aus dem Weg zu gehen? Was hindert uns daran, eine medikamentöse oder anders geartete Therapie – wenn wir schon nicht wagen, ganz auf sie zu verzichten – mit einer Ernährungstherapie und der Umstellung des Lebensstils zu kombinieren?

Machen wir uns nichts vor: Mit ihrem derzeitigen Wissen kann die moderne Medizin kaum eine Krankheit heilen und so sind Ärzte auch keine Heiler, ja in vielen Fällen nicht einmal ernsthafte Helfer.

Ihre Hauptaktivität beschränkt sich auf Reparaturen, auf Symptomunterdrückung und insbesondere auf Experimente – Experimente an Patienten, die sich bei ihren Ärzten fälschlicherweise, aber nur allzu gerne in sicheren Händen wähnen.

Laborratte eines Grossversuchs?

"Wer oder was sind Sie nun? Ein Mensch? Eine Maschine? Frankenstein?" fragte im Jahre 2006 ein Stern-Reporter den an Parkinson erkrankten Helmut Dubiel, der als Professor der Soziologie bis 2009 an der Justus-Liebig-Universität in Giessen lehrte. Ihm war drei Jahre zuvor ein Gehirnschrittmacher eingebaut worden, wobei die Operation nicht unbedingt einwandfrei verlaufen war – nicht zuletzt, weil sich der Chirurg kurz davor in die Hand geschnitten hatte.

Dubiel hatte damals geantwortet, ihm selbst sei es unheimlich, er merke, wie er steuerbar sei und wie der Schrittmacher das Potenzial habe, die Persönlichkeitsstrukturen eines Menschen radikal zu verändern. Er erzählte von 16.000 Positionen, die eingestellt werden könnten und meinte, dass das, was da möglich sei, der Kompetenz des Arztes entwachse. Er selbst fühle sich wie die ungefragte Laborratte eines Grossversuchs.

Die Rechnung geht auf

Wenn die erhofften künftigen Innovationen ähnliche Qualitäten aufweisen wie die bereits vorhandenen, dann geht die Rechnung auf. Die Menschen werden notdürftig geflickt, ohne dass man dabei die Ursache ihrer Beschwerden berücksichtigen, geschweige denn die Betroffenen darüber aufklären würde.

Binnen kurzer Zeit erscheint daher ein neues Gesundheitsproblem, das wiederum nur provisorisch repariert oder besser noch medikamentös unterdrückt wird. Wieder geht es eine Zeitlang gut, bis sich das nächste Symptom oder die Nebenwirkung der Medikation einstellt.

Zwar ist ein solches Leben nicht gerade erstrebenswert, aber immer noch besser, als die persönliche Lebens- und Ernährungsweise zu ändern. Gleichzeitig kurbelt man mit all seinen Krankheiten die Gesundheitsindustrie kräftig an, sorgt für blühende Pharmakonzerne, Vollbeschäftigung in der Medizin- und Forscherbranche und stellt damit überzeugend seine unglaublich soziale Einstellung unter Beweis.

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