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Ghee – Selber machen

Ghee – Selber machen

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(Zentrum der Gesundheit) – Ghee ist Butterschmalz und wird auch ayurvedische oder geklärte Butter genannt. Ghee stammt aus Indien und Pakistan. Es wird dort statt Butter verwendet. Ghee hat zwei entscheidende Vorteile. Einer ist auch für Menschen in Mitteleuropa interessant: Ghee kann – im Gegensatz zu Butter – hoch erhitzt werden. Der zweite ist nur für Länder spannend, in denen es nicht unbedingt Kühlschränke gibt: Ghee muss – im Gegensatz zu Butter – nicht gekühlt werden. Da sich Ghee aus Butter leicht selber machen lässt, erklären wir heute, wie das geht.

Aus Butter Ghee selber herstellen

Ghee wird aus Butter hergestellt – entweder im industriellen Stil oder auch zu Hause in jedermanns Küche. Dabei wird Butter erhitzt und leicht geköchelt. Warum eigentlich?

Butter besteht nicht nur aus Fett, sondern auch aus etwas Wasser, Milchzucker und Milcheiweiss. Diese Bestandteile sorgen dafür, dass die Butter nicht hoch erhitzt werden kann und ausserdem gekühlt aufbewahrt werden muss, da sie andernfalls verdirbt.

Bei der Herstellung von Ghee aus Butter entfernt man diese störenden Bestandteile. Übrig bleibt fast ausschliesslich das Fett. Ghee besteht daher auch zu mehr als 99 Prozent aus reinem Fett, dem Butterschmalz.

Butterschmalz kann man natürlich kaufen. Doch schmeckt es nicht annähernd so gut wie hochwertiges Ghee. Am allerbesten schmeckt selbst gemachtes Ghee. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Ghee selber herstellen können:

Die Zutaten für die Herstellung von Ghee
 

  • Ungesalzene Butter, z. B. 500 g (ergibt ca. 400 g Ghee) oder 1 kg (ergibt 800 g Ghee), Sie können Sauerrahm- oder auch Süssrahmbutter verwenden, wobei Süssrahmbutter sich etwas einfacher verarbeiten lässt
  • Topf, in den die gewählte Buttermenge passt
  • Schaumkelle oder Löffel und Gefäss, in das man den entstehenden Schaum schöpfen kann
  • Gefäss, in das man die geklärte Butter durch den Filter giesst
  • Sieb, in das man ein Tuch oder zwei Lagen Küchenpapier legt
  • Saubere verschliessbare Gläser, in die man das fertige Ghee füllt. Die Gläser müssen absolut trocken sein, es darf also auch kein Tröpfchen Wasser darin sein, da dieses die spätere Haltbarkeit des Ghees beeinträchtigen würde
     

Ghee selber machen – Die Zubereitung 

Planen Sie für die Herstellung von Ghee mit Vorbereitung und anschliessendem Saubermachen etwa 1,5 Stunden ein. Jetzt geht es los! So können Sie Ihr Ghee selber machen:
 

  1. Nehmen Sie die Butter und geben diese in den Topf.
  2. Stellen Sie eine mittlere Temperatur ein und lassen Sie die Butter schmelzen. Sobald sie geschmolzen ist, lassen Sie sie aufkochen.
  3. Sobald die Butter kocht, stellen Sie die Temperatur so weit herunter, dass die Butter leise vor sich hinköcheln kann.
  4. Achten Sie darauf, dass die Butter nicht zu heiss wird und womöglich anbrennt. Bleiben Sie daher immer in der Nähe.
  5. Die Butter ist noch trüb und an ihrer Oberfläche bildet sich weisser Schaum. Das ist das Milcheiweiss. Schöpfen Sie es nun immer wieder ab. Nehmen Sie einfach einen Löffel dazu oder auch eine Schaumkelle und schöpfen Sie den weissen Schaum in ein Gefäss. Der Schaum wird anschliessend entsorgt.
  6. Die Butter darf nicht gerührt werden, denn die einzelnen Bestandteile sollen sich in Ruhe trennen können. Beobachten Sie den Vorgang lediglich und achten Sie auf ein gleichmässiges Köcheln bei niedriger Temperatur.
  7. Sobald die flüssige Butter klar wird, ist dies ein Zeichen dafür, dass das enthaltene Wasser verdampft ist. Man kann nun auf den Boden schauen und sieht dort einen Satz, der allenfalls etwas goldbraun werden darf, aber keinesfalls schwarz.
  8. Der gesamte Vorgang des Köchelns dauert mindestens 20 bis 30 Minuten, je nach Buttermenge auch 40 Minuten oder länger.
  9. Giessen Sie das Ghee nun durch das Tuch in ein Gefäss. Anschliessend füllen Sie das Ghee in die verschliessbaren Gläser. Natürlich können Sie das Ghee auch direkt in die verschliessbaren Gläser füllen. Da beim Filtern manchmal jedoch auch etwas daneben tropft, lässt sich sauberer arbeiten, wenn man beide Vorgänge voneinander trennt.
  10. Verschliessen Sie die Gläser gut und bewahren Sie sie in einem Küchenschrank auf. Gekühlt müssen sie nicht werden.
     

Heilwirkungen von Ghee

Viele Details rund um Ghee und seine gesundheitlichen Auswirkungen lesen Sie in unserem Ghee-Hauptartikel: Ghee – Das goldene Elixier. Dort wird nicht nur auf die Heilwirkungen eingegangen, die dem Ghee nachgesagt werden, sondern u. a. auch auf die Frage nach den gesättigten Fettsäuren, aus denen Ghee vornehmlich besteht.

Ayurvedisches Ghee selber machen

Meist wird Ghee im Zusammenhang mit dem Ayurveda genannt. Doch wird Ghee dort zu Heilzwecken ausschliesslich in "medizinisch aufbereiteter" Form verwendet und z. B. im Rahmen einer Panchakarma-Kur zur inneren Reinigung getrunken. Das Wissen, wie konkret die medizinische Aufbereitung zu erfolgen hat (bis zu 100-stündiges Kochen mit speziellen Kräutern) bleibt jedoch ayurvedischen Therapeuten vorbehalten. Ayurvedisches Ghee kann man daher im Allgemeinen nicht selber machen.

Ghee selber machen – Der Film

Hier finden Sie unseren superschnellen Film zur Herstellung von Ghee, wo Ihnen unser Ben in nur 1 Minute zeigt, wie unkompliziert es ist, Ghee selber zu machen. Viel Spass dabei!
 

Hinweis: Ghee ist nicht vegan und passt daher nicht in die vegane Lebensweise. Die Vorteile von Ghee (ungekühlt lange haltbar, lactosefrei, hoch erhitzbar) gelten genauso für das rein pflanzliche Kokosöl. In unserer Zeit der Kühlschränke ist der Vorteil der ungekühlten Lagerung auch nicht mehr derart entscheidend, wie das vielleicht heute noch in der armen Bevölkerung Indiens der Fall ist. Da selbst Butter nur geringe Lactosemengen enthält und daher von den meisten Lactoseintoleranten vertragen wird, ist auch die Lactosefreiheit nicht mehr so ausschlaggebend. Kurzum: Ghee ist für all jene ideal, die ein Fett möchten, das hoch erhitzbar ist und nach Butter schmeckt.


Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde

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