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Harvard und das Pharma-Syndrom

Harvard und das Pharma-Syndrom

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(Zentrum der Gesundheit) - Das Wort "Veritas" (Wahrheit) im Wappen der Harvard Medical School in Boston/USA nehmen die Studenten anscheinend genauer als einige ihrer Lehrer. Seit bekannt wurde, dass die medizinische Fakultät Geldzuwendungen von Pharmafirmen verschwiegen hatte, verlangen die Studenten der "American Medical Student Association" mehr Transparenz über regelmässige Geldzuflüsse von Pharma-Unternehmen. Darüber hinaus fordern die Harvard-Studenten eine umfassende Reform der Handhabung von Interessenkonflikten an ihrer Hochschule.

Finanzielle Zuwendungen werden geheim gehalten

Bevor ich hier herkam, hatte ich keine Ahnung davon, welchen Einfluss Firmen auf die medizinische Ausbildung haben,

sagt David Tian, Medizinstudent im ersten Semester. Und weiter:

Das wird absichtlich geheim gehalten.

Damit ist es jetzt vorbei. Zumindest teilweise.

Die Studentenbewegung hat durchgesetzt, dass die Professoren und Dozenten alle finanziellen Verbindungen zur Pharmaindustrie offen legen müssen. Von einem Professor wurde verlangt, über insgesamt 47 finanzielle Beziehungen Auskunft zu geben. Indes haben nur 1600 von 8900 Lehrkräften zugegeben, mindestens eine finanzielle Beziehung zu haben, die mit ihrer Lehre, Forschung oder medizinischen Praxis in Verbindung steht. Doch das ist nur ein Teilerfolg.

Als die Studenten auch die angegliederten Ausbildungskrankenhäuser in ihre Forderungen einbezogen, stiessen sie auf Granit: Harvard sei nicht der rechtliche Besitzer seiner Ausbildungskrankenhäuser, könne denen also nicht einfach Vorschriften auferlegen. So heisst es offiziell. Und ganz offen bekannte der Dekan der medizinischen Hochschule, Jeffrey S. Flier, dass er gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise nicht eine der primären Finanzierungsquellen der Hochschule aufs Spiel setzen möchte.

Trotzdem geben die Studenten nicht auf. Sie kämpfen weiter für mehr "Veritas" nicht nur im Harvard-Wappen, sondern als Wappnung gegen die Pharma-Lobby.

Die American Medical Student Association vergibt regelmässig Noten für die Art der Handhabung von Interessenkonflikten an ihren Hochschulen. Zuletzt bekam die Pennsylvania University die Note A. Die Universitäten von Columbia, Stanford und New York bekamen die Note B. Harvard bekam die Note F.

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Quelle:

„New York Times“ vom 3. März 2009 (Quelle als PDF)



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