Kommentare zu «Impfungen können krank machen – auch unsere Hunde»

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Sonja Bekesi schrieb am 14.10.2018

Liebes Team von Zentrum der Gesundheit,
mein 13 Jahre alter Kater ist leider verstorben,er war immer sehr kränklich. Ich habe ihn
die letzten 8 Jahre nicht mehr impfen lassen und er war gesünder und hat nicht mehr
so oft gebrochen.Jetzt habe ich ein 14 Wochen altes Kätzchen, dass bis zur 12 Woche bei der Mutter war.Ich wollte nur noch eine Grundimmunisierung machen lassen.Aber
leider habe ich bis jetzt noch keinen Tierarzt gefunden, der adjuvansfreie Impfstoffe hat.
Wäre es gefährlich, wenn ich garnicht mehr impfen lassen würde?Mit 9 Monaten
möchte ich meinen Kater das erstemal ins Freie lassen.Ist bis dahin sein Immunsystem stark genug ,auch ohne Impfung?Wie sieht eine homöopathische Impfung aus ?
LG Sonja

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Sonja

Impfstoffe sind unseren Informationen niemals frei von Adjuvantien, da diese ja z. B. als Wirkverstärker, Konservierungsmittel o. ä. erforderlich sind. Die Grundimmunisierung würden wir rechtzeitig durchführen lassen, gerade wenn der Kater bald Freigänger sein wird. Wenn Ihr Kater nicht ins Ausland reist, muss gegen Tollwut nicht mehr unbedingt geimpft werden. Leukose, Katzenseuche und Katzenschnupfen sind jedoch drei Krankheiten, gegen die wir impfen würden.

Da der Kater schon 14 Wochen alt ist, kann sein, dass er mit einer einzigen Impfung bereits genügend Antikörper aufbaut. Ob dies der Fall ist, kann mit dem Titertest im Blut überprüft werden. Dieser Test hilft auch, in ein bis drei Jahren zu überprüfen, ob eine Auffrischimpfung erforderlich ist oder nicht.

Uns wäre nicht bekannt, dass eine homöopathische "Impfung" tatsächlich Wirkung zeigen würde. Hier müssten Sie sich von einem Tierhomöopathen beraten lassen.

Was man nach einer Impfung tun kann, haben wir hier beschrieben: Impfstoffe ausleiten

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

PaulaPon schrieb am 22.01.2013

Impfungen können krank machen ? auch unsere Hunde!!! Hallo, ich habe auf Facebook Ihren Artikel gelesen, interessant und wir haben auch reichlich diskutiert. Wie immer gehen natürlich die Meinungen auseinander. Ich habe einen Pon 10 Monate alt und ihr Artikel hat mich als Hundebesitzer sehr verunsichert und ich stelle mir die Frage soll ich meinen Hund noch impfen lassen oder nicht, kann ich meinem Tierarzt überhaupt noch vertrauen oder nicht ??? Meine Tierärztin hat im Impfausweis vermerkt das Paula im September2013 (genau nach einem Jahr) wieder zum Impfen kommen soll, hab mich schlau gemacht reicht vom Impfstoff her eigentlich 3 Jahre. Die rechnen eben auch mit der Unwissenheit der Hundebesitzer. Jetzt sollte ich mir aber einen neuen Tierarzt suchen...aber da stellt sich die nächste Frage, welcher Tierarzt will heute schon keinen Profit mehr machen?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Paula,
vielen Dank für Ihre Mail.
So lange IHNEN die Rechtslage und die Impfschutzdauer bekannt sind und SIE infolgedessen wissen, was Sie in den Impfausweis eingetragen haben möchten, werden Sie auch einen Tierarzt finden, der Sie dabei unterstützt. Genau wie es in der Humanmedizin immer mehr impfkritische Ärzte und Kinderärzte gibt, wird es auch immer mehr impfkritische Tierärzte geben - natürlich nur, wenn von Seiten der Tierbesitzer ein entsprechender Druck kommt bzw. eine entsprechende Nachfrage besteht. Impfkritische bzw. mit der Rechtslage vertraute Tierärzte finden Sie häufig auch über Internetforen, z. B. www.gesundehunde.com.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

schrieb am 20.12.2012

Ich hätte gern mal gewusst woher ich in Erfahrung bringen kann welche Impfstoffhersteller es gibt bzw. wie die Impfstoffe heissen die einen Impfschutz von 7 Jahren gewähren? Beschäftige mich seit kurzem mit dem Thema Impfungen beim Hund was ist Sinnvoll was nicht. Meinem Tierarzt brauche ich sowas ja wohl kaum fragen. Vielleicht können Sie mir weiter helfen.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Sascha,
vielen Dank für Ihre Mail.
Der lange Impfschutz wurde in Studien festgestellt, erscheint aber vermutlich nicht in den Beipackzetteln. Informationen dazu finden Sie z. B. im Buch von Monika Peichl, "Hunde impfen mit Verstand". Notfalls können Sie auch die Hersteller der Impfstoffe anschreiben und die konkrete Impfschutzdauer erfragen. Auch im Gesunde-Hunde-Forum können Sie sich zu diesem Thema mit anderen Hundehaltern austauschen. Möglicherweise könnten Sie vor einer Impfung auch zunächst den Titer Ihres Hundes testen lassen und falls dieser noch einen Schutz aufweist, die empfohlene Impfung um ein weiteres Jahr verschieben.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

ussonne schrieb am 28.03.2012

Sehr geehrte Damen u. Herren, seit vielen Jahren beschäftige ich mich als Hundehalter mit der hiesigen Impfpraxis und stehe ihr äusserst skeptisch gegenüber. Inzwischen bin ich wieder Besitzer eines Hundewelpen, der gerade das zweite Mal in der 13.Woche 'grundimmunisiert' wurde. Meiner Bitte, doch nur den Impfstoff 'Nobivac SHP' zu impfen kam der Tierarzt nicht nach, sondern impfte 'Novibac SHPPi', da er diesen Dreifachimpfstoff nicht einsetzen würde. Nun gut, dieses nahm ich nach langen Diskussionen hin, bemerkte dann aber, daß er in den Impfpass einen Impfschutz von einem Monat eingetragen hat.

Auf der offiziellen Seite von Nobivac steht allerdings zu diesem Impfstoff :Studie zur Immunität über 3 Jahre: Hunde wurden im Alter von 13 Wochen mit Nobivac SHPPi geimpft. Regelmäßig wurden Blutproben entnommen, um die Titer gegen Staupe-, Parvo- und Canines Adenovirus-2 zu messen. Alle Hunde sprachen auf die Impfung gut an und wiesen für mindestens drei Jahre einen protektiven Titer auf Die Titer gegen CAV-1 wurden vor der Impfung und am Ende der Studie gemessen. Zu letzterem Zeitpunkt hatten alle geimpften Hunde einen schützenden Titer.

Meine Frage jetzt: Wieso bin ich auf das Wohlwollen des Tierarztes angewiesen, der mir dieses bestätigen kann, aber nicht muß, wenn selbst der Impfstoffhersteller dieses für sein Produkt angibt.

Sie schreiben in Ihrem Bericht weiterhin zum Thema Tollwutimpfung: 'Vorab sollte außerdem abgeklärt werden, ob der Tierarzt bereit ist, eine drei- bzw. vierjährige Impfschutzdauer bei der Tollwutimpfung in den Pass einzutragen.' Wieso ist man auch hier wieder abhängig vom Wohlwollen des Tierarztes, denn selbst hier empfiehlt sogar die 'Ständige Impfkommission' eine Wiederholungsimpfung erst wieder nach 3 Jahren. Welche Rechte habe ich eigentlich als mündiger Haustierbesitzer und wie kann ich den doch teilweise sehr unangenehmen Diskussionen mit Tierärzten begegnen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Ussonne,
vielen Dank für Ihre Mail.
Zunächst einmal etwas Allgemeingültiges: Ein Tierarzt MUSS DAS tun, was der Halter des Patienten wünscht. Wenn er es nicht tun will oder kann, dann hat er dies dem Halter mitzuteilen, damit dieser einen anderen Tierarzt aufsuchen kann. Ein Tierarzt darf also keinesfalls über den Wunsch des Halters hinwegsehen und etwas anderes tun. Tut er es doch, dann darf er nicht erwarten, dass der Halter dafür bezahlt. Notfalls wendet sich der Halter an die Tierärztekammer und schildert den Fall - ganz besonders dann, wenn das Tier durch die unerwünschte Behandlung/Impfung womöglich Schäden erlitt. So gibt es durchaus Hunde (oder andere Tiere), die auf Impfungen oder Medikamente sehr empfindlich reagieren, so dass ein TA, der gegen den Wunsch (und das Wissen) des Halters handelt, unserer Meinung nach grob fahrlässig und vollkommen unprofessionell handelt.
 
Bei Ihnen war es jedoch so, dass Sie letztendlich der Vierfachimpfung zustimmten, so dass Obiges für Sie natürlich nicht zutrifft. Nächstes Mal empfehlen wir tatsächlich, dass Sie sich so lange telefonisch nach einem TA umhören, bis sie eine Praxis finden, die den gewünschten Impfstoff besorgen kann UND die auch die gewünschte Impfschutzdauer einzutragen bereit ist. Am besten ruft man dann noch einmal kurz vor dem Termin an und vergewissert sich, ob der richtige Impfstoff mittlerweile eingetroffen ist. Und wenn sich hinterher in der Praxis herausstellt, dass der Impfstoff doch nicht vorhanden ist, dann heisst es, die Praxis verlassen. Andernfalls glauben Tierärzte weiterhin, sie könnten tun und lassen, was ihnen gefällt - und DAS nehmen wir Halter (unseren Tieren zuliebe) nicht mehr hin.
 
Was nun den Eintrag in den Impfpass betrifft, so muss man auch hier (leider) weit vorausdenken. Dazu erfragen Sie (bevor Sie den Impfstoff beim TA bestellen) die einzutragende Impfschutzdauer beim Impfstoffhersteller und lassen sich diese per Mail bestätigen. Diese Mail drucken Sie aus und nehmen sie mit in die Praxis. In der Praxis fragen Sie VOR dem Impfen nach dem Beipackzettel und überprüfen, ob die dort aufgeführten Informationen mit den Ihnen vorliegenden konform gehen. So haben Sie zwei Beweise für die einzutragende Impfschutzdauer und legen beides sowohl dem TA als auch seiner TA-Helferin (oder wer auch immer den Eintrag vornimmt) vor. Da uns jedoch Fälle bekannt sind, in denen TROTZDEM nur ein Jahr Impfschutzdauer eingetragen wurde, wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit, sondern überprüfen Sie den Eintrag VOR der Bezahlung und vor Verlassen der Praxis. Ist nur der einjährige Schutz eingetragen, BESTEHEN Sie auf eine Änderung! Wenn dies verweigert wird, verweigern Sie die Bezahlung (weil jetzt ja meist schon geimpft ist) und melden die Angelegenheit der Tierärztekammer.
 
Achten Sie ferner künftig darauf, dass es Impfstoffe gibt (besonders Tollwutimpfstoffe), bei denen laut Herstellerangabe schon nach einer einmaligen Impfung ein dreijähriger Impfschutz besteht und auch eingetragen werden kann (diese Impfstoffe sind zu bevorzugen), dass es jedoch auch Hersteller gibt, die erst nach erfolgter Grundimmunisierung einen dreijährigen Eintrag zulassen. Die Grundimmunisierung besteht in diesem Fall aus den beiden Impfungen im Welpenalter und einer weiteren ein Jahr später. Wählt man einen kombinierten Tollwutimpfstoff, dann kann sein - z. B. wenn Leptospirose zusätzlich geimpft wird (was nicht ratsam ist) - dass die Leptospirose jährlich geimpft werden soll und daher auch nur eine jährliche Impfschutzdauer eingetragen wird. Tollwutimpfungen gibt es jedoch problemlos als Einzelimpfstoffe.
 
Bei der Ihrem Hund verabreichten Vierfachimpfung ist es unseren Informationen zufolge nun so, dass zwar Staupe, Parvo und Hepatitis mit einem dreijährigen Schutz eingetragen werden dürften, da aber der in diesem Produkt ebenfalls enthaltene Impfstoff gegen Parainfluenza nur einen einjährigen Schutz hat, sah sich Ihr TA vermutlich genötigt, die einjährige Impfschutzdauer einzutragen. Daher ist es wichtig, auf die Dreifachimpfung zu bestehen.
 
Viel Freude mit Ihrem vierbeinigen Gefährten und alles Gute wünscht
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit