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Impotent und unfruchtbar durch Chemotherapie

Impotent und unfruchtbar durch Chemotherapie

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(Zentrum der Gesundheit) – Die Chemotherapie ist gemeinsam mit der Bestrahlung der Goldstandard einer schulmedizinischen Krebsbehandlung. Die Nebenwirkungen zeigen sich glücklicherweise nicht bei jedem. Bekannt sind Magen-Darm-Störungen, Schleimhaut- und Nagelschäden sowie Haarausfall. Zu den weniger bekannten Nebenwirkungen gehören die Impotenz und die Unfruchtbarkeit. Während sich der Organismus von den zuerst genannten Beschwerden nach einiger Zeit wieder erholen kann, können Impotenz und Unfruchtbarkeit ein Leben lang bestehen bleiben.

Nebenwirkungen der Chemotherapie: Impotenz und Unfruchtbarkeit

Die Chemotherapie hat Nebenwirkungen. Das ist bekannt, wird akzeptiert, ja, es muss sogar so sein. Denn ein Mittel, das keine unerwünschten Nebenwirkungen hat, wirkt auch nicht – so die Meinung der Schulmedizin. Gegen Erbrechen werden inzwischen vorbeugend Medikamente gegeben, um auch die psychische Belastung des Patienten geringstmöglich zu halten.

In den Wochen nach der Chemotherapie werden die Verdauungsbeschwerden weniger, das Haar wächst wieder nach und die Nägel und die Schleimhäute erholen sich wieder. Die Nebenwirkungen sind also reversibel.

Manche Nebenwirkungen aber sind nicht reversibel. Viele sieht und spürt man zunächst nicht, wie z. B. ein beschädigtes Immunsystem und damit die Tatsache, dass irgendwann – Jahre später – der Krebs an anderer Stelle wieder zuschlagen kann. Denn man weiss: Chemotherapien sind krebserregend.

Auch Nebenwirkungen, die die Fortpflanzungsfähigkeit betreffen (Unfruchtbarkeit und Impotenz), sind nicht mehr reversibel. Oft wird dieses Risiko gar nicht sonderlich erwähnt, denn viele Krebspatienten sind bereits in einem Alter, in dem die Familienplanung längst abgeschlossen ist. Doch sind auch sie natürlich von einer geschwächten Libido und einer Impotenz betroffen und leiden darunter.

Prävention: Samen- und Eizellen einfrieren

Bei Menschen, die im fortpflanzungsfähigen Alter, manche bereits im Jugendalter eine Chemotherapie erhalten, kann es sein, dass diese unfruchtbar werden und es auch bleiben. In diesem Fall können vor der Chemotherapie Samen- und Eizellen entnommen und eingefroren werden, um später dennoch – über künstliche Befruchtung – eine Familie gründen zu können.

Chemotherapien, die impotent oder unfruchtbar machen können

Medikamente, die zu einer Unfruchtbarkeit führen können, sind z. B. die Alkylantien (mit Procarbazin und/oder Cyclophosphamid). Diese Mittel führen bei 90 bis 100 Prozent der behandelten Männer zu einer verlängerten Azoospermie (im Ejakulat sind keine reifen Samenzellen enthalten), bei 5 bis 25 Prozent der Frauen unter 30 Jahren zu einem Eierstockversagen. Bei Frauen über 30 Jahren ist das Risiko noch höher, dass es zu einem vorzeitigen Eintritt in die Wechseljahre kommt.

Ifosfamid ist ein anderes Chemotherapeutikum, das unfruchtbar macht. Hier kommt es – wie meist – auf die Dosis an. Bei einer Dosis unter 60 g/m2 (pro Quadratmeter Körperoberfläche) blieben in einer Untersuchung die Keimdrüsen intakt, bei einer höheren Dosis wurden 2/3 der Männer unfruchtbar.

Im International Journal of Clinical Oncology schrieben japanische Forscher im August 2016, dass die männliche Unfruchtbarkeit anfälliger für Chemotherapeutika sei als die weibliche. Männer würden also nach Chemotherapien in der Jugend häufiger unfruchtbar als Frauen.

Das Mittel Estramustin führt nicht nur zur Unfruchtbarkeit, sondern auch zum Verlust des Geschlechtstriebes. 10 von 100 Männer leiden nach der Behandlung ferner an Impotenz.

Der Mitosehemmer Vincristin führt zu Neuropathien (Nervenstörungen) mit allen möglichen Begleiterkrankungen wie z. B. Missempfindungen (Kribbeln, Pelzigkeit, Jucken o. ä.), Erschlaffung der Blasenmuskulatur und Impotenz.

Ein anderer Mitosehemmer ist Docetaxel. In einer Studie mit diesem Mittel aus dem Jahr 2014 erlitten alle Teilnehmer neben starker Müdigkeit und Verdauungsstörungen auch Erektionsstörungen.

Kominierte Chemotherapien

Oft werden bei Chemotherapien kombinierte Medikamente eingesetzt. Dabei kam es in einer Studie mit über 200 Teilnehmern häufig zum sog. Raynaud-Syndrom sowie überdies bei fast 20 Prozent zu einem Verlust der Libido, bei 12 Prozent zu einer Impotenz, bei 20 Prozent zu einer reduzierten Orgasmusintensität und bei 28 Prozent zu Ejakulationsproblemen.

Bei der Gabe von Cisplatin und Permetrexed kann es ebenfalls zu einem Fertilitätsverlust kommen und zwar in 1 bis 10 von 100 Fällen.

Nach 6 Zyklen mit der Kombination aus Cisplatin, Vinblastin und Bleomycin litt in einer Studie, die im Danish Medical Bulletin beschrieben wurde, die Hälfte der Patienten noch viele Jahre später an Nierenschäden. Fast alle litten an einer peripheren Neuropathie (Erkrankung der Nerven mit Empfindungsstörungen). Ein Teil auch an Impotenz.

Eine Studie mit Cisplatin und Paclitaxel aus dem Jahr 2003 zeigte, dass sich die Impotenz bei keinem der Patienten nach Abschluss der Chemotherapie bessern liess.

Massnahmen, die den Organismus vor und nach der Chemotherapie stärken und schützen

Wenn Sie Ihren Arzt nun fragen, was Sie selbst zur Linderung der Nebenwirkungen oder zur Unterstützung des Körpers bei der anschliessenden Regeneration tun können, wird er sagen: Nichts, das macht ihr Körper schon ganz alleine – womit er natürlich nur jene Nebenwirkungen meint, von denen sich der Organismus auch tatsächlich erholen kann. Impotenz und Unfruchtbarkeit gehören hier – wie wir gesehen haben – selten dazu.

Dennoch möchten wir auf die Möglichkeiten hinweisen, um den Körper nach der schwächenden Chemotherapie wieder zu stärken und zu unterstützen. Nur dann steigen auch die Chancen, dass sich selbst eine Impotenz wieder legt. Werden die Massnahmen schon vor der Chemotherapie durchgeführt, könnte der Körper weniger anfällig für manche Chemo-Nebenwirkungen werden, wie wir z. B. hier erklärt hatten: Resveratrol und Quercetin: Bald Begleiter von Chemotherapien

Von "entgiftenden" Massnahmen wird aus Sicht der Schulmedizin abgeraten, aber nur, weil sich die Schulmedizin unter "Entgiftung" nichts vorstellen kann bzw. glaubt, dass man damit die Chemikalien der Chemotherapie wieder aus dem Körper ausleiten wolle. Das aber ist nicht der Fall. Denn auch naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten ist bekannt, dass diese nicht im Körper verbleiben.

Auf ihrem Weg durch den Körper jedoch richten die Chemotherapeutika massive Schäden an. Schäden, die teilweise erwünscht sind, wenn das Ziel Krebszelle heisst, die aber auch unerwünscht sind, wenn gesunde Körperzellen getroffen werden.

Entgiftung nach der Chemotherapie

Eine Entgiftung nach der Chemotherapie umfasst somit u. a. Massnahmen zur Regeneration und Unterstützung der Entgiftungsorgane (Leber, Nieren) sowie Massnahmen zur Regeneration des meist stark geschädigten Verdauungssystems inkl. Aufbau der Darmflora.

Begleitet wird das Programm von einer vitalstoffreichen und hochwertigen Ernährung, die den Körper aufbauen und heilen hilft, ihm alles liefert, was er benötigt – und zwar ohne ihn noch zusätzlich mit weiteren schädigenden Stoffen zu belasten.

Wir haben hier beschrieben, was Sie nach einer Chemotherapie tun können, um Ihren Organismus bei der Erholung und Regeneration zu unterstützen: Entgiftung nach der Chemotherapie

Natürlich können naturheilkundliche Massnahmen in Sachen Impotenz und Unfruchtbarkeit nach der Chemotherapie keine Wunder vollbringen. Denn niemand kann das Ausmass der individuellen Schäden durch die Chemotherapie einschätzen. Doch erhöhen Massnahmen, die den Körper stärken, schützen und in seinem Regenerationsbemühen unterstützen, massiv die Chancen, dass sich deutlich mehr Schäden zurückbilden können, als dies ohne diese Mühen und Massnahmen der Fall wäre.

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Quellen:



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