Obst und Früchte
Die Jackfrucht: Herkunft und Verwendung

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 24.05.2018
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Die Jackfrucht: Herkunft und Verwendung
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Die Jackfrucht ist in den Tropen heimisch, besonders in Asien. Sie breitet sich jedoch auch in anderen tropischen Gebieten immer weiter aus, etwa in Südamerika, wo der Jackfruchtbaum in Brasilien schon fast als Eindringling gilt, weil er die einheimischen Bäume zu verdrängen droht. Die Jackfrucht ist ein echtes Schwergewicht. Sie wiegt 10 bis 20 Kilogramm, kann im Extremfall aber auch bis zu 50 Kilogramm erreichen. Die Jackfrucht ist vielseitig verwendbar und in Europa meist abgepackt in kleinen Portionen als Fleischersatz im Handel.

Jackfrucht: Schwergewicht aus den Tropen

Die Jackfrucht (Artocarpus heterophyllus Lam.) gehört zur Familie der Maulbeergewächse und stammt ursprünglich aus Indien, wo sie stellenweise ein Grundnahrungsmittel ist. Kultiviert wird die Jackfrucht jedoch mittlerweile in allen tropischen Gebieten der Welt. Hauptanbauländer sind aber nach wie vor Indien, Bangladesch, Thailand, Indonesien, Sri Lanka und Nepal.

Der Name Jack wurde abgeleitet vom malaiischen Chakka, was schlicht „rund“ bedeutet und auf die Form der Früchte hindeutet. Kugelrund ist die Jackfrucht dennoch nicht, eher oval.

Jackfrucht

Grösste Baumfrucht der Welt

Es handelt sich überdies um eine extrem grosse und schwere Frucht, ja um die grösste Baumfrucht der Welt. Die Jackfrucht kann bis zu einem Meter lang und um die 20 Kilogramm schwer werden. Selbst Angaben von bis zu 50 Kilogramm pro Frucht kursieren im Netz.

Bis die Jackfrucht diese Grösse erreicht hat und reif ist, dauert es etwa 180 Tage. Da kaum ein Ast das enorme Gewicht tragen könnte, wächst sie direkt am Stamm. Ein Baum trägt bis zu 30 Früchte.

Ein weiteres unverwechselbares Merkmal der Jackfrucht ist die genoppte Schale. Sie verändert sich während des Reifeprozesses von grün zu gelblich. Wie bei vielen Früchten üblich, erkennt man auch bei der Jackfrucht den Reifegrad nicht nur an der Farbe, sondern auch am Duft: Je fruchtiger sie riecht, umso reifer ist sie.

Chips und Likör

Die reife Frucht wird meist wie bei Obst üblich frisch als Süssspeise gegessen. Sie ist jedoch auch getrocknet in Form von „Jackfruit-Chips“ erhältlich. Natürlich wird die Jackfrucht auch zu Alkohol – einem besonderen Likör – verarbeitet.

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Essbare Kerne

Selbst die Kerne der Jackfrucht, die etwa so gross wie Paranüsse sind, können verwendet werden. Man mahlt sie – vor allem in Indien – zu Mehl und nutzt sie zum Backen von Papadams (dünne frittierte Fladen, ursprünglich aus Linsenmehl) und Chapati (indisches Fladenbrot, meist aus Weizenmehl). Geröstet dienen sie als Knabberzeug und gekocht gibt man sie zu Currys.

Unreife Jackfrucht statt Reis

Unreife Früchte riechen und schmecken nach gar nichts oder fast gar nichts. Sie schmecken also auch nicht etwa besonders herb oder sauer, wie es bei den meisten anderen Früchten der Fall ist. Diese Eigenschaft führte dazu, dass man sie in dieser unreifen Form zu allen möglichen Gerichten verarbeiten kann.

Man schält die Frucht einfach, entfernt die Kerne und kocht daraus ein Gemüse oder legt das Fruchtfleisch zu indischem Pickle ein, welches ein wichtiger Bestandteil der indischen Küche darstellt.

Aufgrund ihres hohen Stärkegehalts wird die unreife Jackfrucht genauso gerne als Beilage statt dem in Asien üblichen Reis serviert.

Jackfrucht als Fleischersatz

Da die unreife Jackfrucht nach dem Kochen und Marinieren eine fleischähnliche Konsistenz bekommt, ist sie mittlerweile selbst in Europa und schon länger in den USA fertig abgepackt als Fleischersatz im Handel, etwa in Form von „Shredds“ für Geschnetzeltes oder in Form von Würfeln für gulaschähnliche Gerichte. Zwar ist das Fruchtfleisch vorgekocht und küchenfertig, muss jedoch meist noch nach Wunsch gewürzt werden.

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