Obst und Früchte
Jackfrucht einkaufen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 14.06.2018
  • 1 Kommentar
Jackfrucht einkaufen
© istockphoto.com/kiankhoon

Die Jackfrucht ist eine tropische Riesenfrucht, die meist um die 10 bis 20 Kilogramm wiegt. Seit einiger Zeit ist ihr unreifes Fruchtfleisch geschnitten, vorgekocht und vakuumiert als Fleischersatz im Handel. Denn die Konsistenz der Jackfrucht erinnert im gekochten Zustand an Hühnchenfleisch. Da das unreife Fruchtfleisch ausserdem sehr neutral schmeckt, kann man es ganz einfach so würzen, wie man auch Fleischgerichte würzt – und schon merkt keiner mehr den Unterschied. Allerdings ist der Einkauf der Jackfrucht nicht ganz einfach. Finden Sie hier Tipps, worauf Sie beim Einkauf der Jackfrucht achten sollten.

Die unreife Jackfrucht kaufen

Will man die Jackfrucht als Fleischersatz verwenden, dann sollte man beim Einkauf darauf achten, auch wirklich unreifes Fruchtfleisch zu kaufen. Denn in Asialäden gibt es in Dosen meist das reife Fruchtfleisch, das dann auch entsprechend süss schmeckt und sich natürlich nicht als Fleischersatz eignet.

Im Biohandel findet man jedoch inzwischen vakuumiertes Fruchtfleisch unreifer Jackfrüchte (z. B. von Govinda) – entweder als „Geschnetzeltes“ oder in Würfeln (z. B. für Gulasch). Es ist bereits vorgekocht und wird bei Bedarf nur noch gemeinsam mit Öl und der beiliegenden Gewürzmischung mariniert und dann gebraten. Serviert man das Fruchtfleisch in einer Sauce, muss es zuvor nicht mariniert werden. Details zum Einsatz der Jackfrucht als Fleischersatz finden Sie im vorigen Link.

Jackfrucht

Die reife Jackfrucht kaufen

Die reife Jackfrucht ist im Supermarkt noch nicht erhältlich. Man bekommt sie aber problemlos bei Online-Händlern (z. B. Orkos), die sich auf den Versand von Tropenfrüchen spezialisiert haben. Da der Kilopreis jedoch bei etwa 10 Euro liegt und selbst die kleinsten Früchte schon 5 Kilogramm wiegen, ist die Jackfrucht nicht ganz preiswert. Allerdings werden kleine Mengen Fruchtfleisch auch abgepackt in Schälchen angeboten, so dass man keine ganze Frucht kaufen muss.

Hat man sich eine ganze Frucht gegönnt, sollte man beim Aufschneiden besser Handschuhe tragen, da die Schale eine klebrige Flüssigkeit absondert, die sich nur schwer von den Händen entfernen lässt. Geübte machen dies natürlich ohne Handschuhe.

Unreife Früchte würden wie etwa Bananen nach der Ernte nachreifen, wenn man sie noch ein paar Tage oder Wochen liegen liesse.

Besser Bio-Jackfrucht kaufen

Der Anbau der Jackfrucht erfolgt in der Regel in Monokulturen. Selten wird sie auch in Mischkultur z. B. zwischen Kaffeebüschen auf Kaffeeplantagen angebaut.

Zwar ist die Jackfrucht nicht allzu anfällig für Pilzbefall oder Viruserkrankungen, aber es gibt ein paar Schädlinge, die die Ernte bedrohen könnten, weswegen sie im konventionellen Anbau mit Insektiziden behandelt wird. Bio-Jackfrüchte sind beim Einkauf daher die bessere Wahl.

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Bewässerung ist kaum nötig

Der Jackfruchtbaum muss in der Regel nicht bewässert werden. Lediglich die Jungpflanzen sind anfällig für Austrocknung und sollten bei Bedarf (wenn lange Trockenzeiten herrschen) bewässert werden. Dies kann in den ersten 3 Lebensjahren der Pflanze der Fall sein, da in diesem Zeitraum das Wurzelsystem noch nicht voll entwickelt ist. Später muss der Baum im Allgemeinen nicht mehr bewässert werden. Zum Vergleich: Avocados oder Bananen benötigen pro Kilogramm Früchte stets 1000 bis 2000 Liter Wasser.

Jackfrucht nur ab und zu einkaufen: Ökobilanz ist nicht optimal

Da die Jackfrucht jedoch aus den Tropen stammt ist ihre Ökobilanz schon allein aufgrund des langen Transportweges nicht ideal. Aus ökologischer Sicht eignen sich daher als regelmässiger Fleischersatz Soja- oder Lupinenprodukte aus einheimischen Rohstoffen deutlich besser. Zur Abwechslung jedoch kann man sicher immer einmal wieder auf die Jackfrucht zurückgreifen – zumal bei Ihrer Zucht bislang keine Gentechnik zum Einsatz kam, was bei der Sojabohne bekanntlich stets ein Risiko darstellt.

Auch wenn Fleischersatz-Produkte aus Soja oder anderen Rohstoffen immer wieder kritisiert werden, sind sie – wenn man sie im Bioladen kauft – in jedem Falle gesünder als Fleisch: Gesunder Fleischersatz

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Zuletzt kommentiert

Wölfel schrieb am 29.05.2018

Kleine Korrektur: Orkos verkauf keine Jackfrucht online, aber xy (Shop-Link von der ZDG-Redaktion gelöscht)

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Wölfel

Bitte nutzen Sie unsere Kommentarfunktion nicht für Werbung - zumal im aktuellen Online-Katalog vom von uns genannten Früchte-Versand die Jackfrucht im Angebot ist. Vielleicht schauen Sie noch einmal nach. Wenn Sie für Ihren Versand werben möchten, setzen Sie sich bitte über das Kontaktformular mit uns in Verbindung. Lieben Dank für Ihr Verständnis.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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