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Krätze: Natürliche Mittel bei der Krätzmilbe

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 21.08.2018
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Krätze: Natürliche Mittel bei der Krätzmilbe
© istockphoto.com/adventtr

Die Krätze ist eine hochansteckende Hauterkrankung. Sie wird von einer winzigen Milbe verursacht, die sich in die Haut des Menschen gräbt und dort für quälenden Juckreiz sorgt. Eigentlich war sie lange Zeit fast vergessen, taucht seit einigen Jahren jedoch wieder verstärkt auf. Ja, in manchen Städten Deutschlands hat sich die Zahl der Fälle inzwischen vervierfacht. Tragisch ist, dass manch einer glaubt, an einem Ekzem oder einer Neurodermitis zu leiden, in Wirklichkeit aber die Krätze hat. Natürliche Mittel können die Therapie unterstützen.

Inhaltsverzeichnis

Natürliche Mittel gegen Krätze

Die Krätze – auch Scabies oder Acarodermatitis genannt – wird von der sog. Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei hominis) verursacht. Die Hauterkrankung ist nicht leicht zu behandeln und natürliche Mittel können gegen die Krätze in den meisten Fällen nur begleitend zum Einsatz kommen.

Die Krätzmilbe ist winzig (0,2 bis 0,5 mm) und wird nur vier bis acht Wochen alt. Sie hält sich bevorzugt in Hautfalten auf, z. B. zwischen den Zehen, in den Achselhöhlen, am Po und auch im Intimbereich. Genauso werden gerne rissige und trockene Hautpartien wie am Ellenbogen oder den Handgelenken besiedelt.

Juckreiz durch allergische Reaktionen auf die Ausscheidungen der Milbe

Die winzige Milbe gräbt Gänge durch die Haut des Menschen und legt dort ihre Eier ab. Insbesondere ihre Ausscheidungen lösen allergische Reaktionen aus, die nun wiederum für den charakteristisch starken Juckreiz (meist in der Nacht) und den bläschenartigen Ausschlag sorgen. Die Hautreaktionen können zu sekundären Infektionen führen, wenn sich in den aufgekratzten Wunden z. B. Bakterien ansiedeln und Entzündungen auslösen.

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Die Gepflegte Krätze

Die Krätze wird oft mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht. Doch auch der am besten gepflegte Körper kann Opfer der Krätzmilbe werden. Ja, es ist gerade infolge der heutigen Hygienestandards eine neue Krätze-Art entstanden. Man spricht von der sog. Gepflegten Krätze oder Scabies incognita. Sie zeigt sich insbesondere über Juckreiz. Der Ausschlag kann hier sogar ganz ausbleiben oder tritt nur schwach zutage.

Folglich kommt es hier sehr oft zu Fehldiagnosen. Nicht selten müssen die Betroffenen wochen- oder gar monatelang die unterschiedlichsten Ärzte aufsuchen, bis endlich einer auf die Idee kommt, es könne die Krätze sein. Neurodermitis wird stattdessen gerne diagnostiziert, noch häufiger eine unbekannte Allergie (womit man nicht einmal so falsch liegt), eine Lebensmittelunverträglichkeit, ja selbst ein Vitamin-D-Mangel wurde ärztlicherseits schon angenommen. Die daraufhin verordneten Massnahmen helfen dann jedoch bei der Krätze natürlich kein bisschen.

Ansteckung durch direkten Hautkontakt

Die Ansteckung der Krätze erfolgt meist über Kleidung oder Bettwäsche, in denen die Milben ihre Eier abgelegt haben. Aber auch eine Übertragung über direkten Hautkontakt (z. B. beim Sex) ist möglich. Weiterhin können sich die Milben auf Schmuck, Armbanduhren, Gürteln usw. aufhalten und so weitergegeben werden, wenn die Gegenstände verliehen oder verkauft werden. Allerdings überleben die Milben kaum länger als zwei Tage ohne Wirt.

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr ist die Krätze meldepflichtig!

Die Inkubationszeit ist mit 2 bis 5 Wochen sehr lang, was heisst, dass man sich ansteckt und dann erst Wochen später die ersten Symptome verspürt. Dies ist jedoch nur beim ersten Befall so. Sollte ein Mensch ein zweites Mal in seinem Leben die Krätze bekommen, bildet sich bereits nach ein bis vier Tagen der Ausschlag, weil der betroffene Organismus sensibilisiert ist und die allergische Reaktion gegen den Krätzekot umgehend einsetzt.

Ansteckend ist ein Mensch solange, wie sich die Milben auf und in seiner Haut befinden. Daher gilt es, diese so schnell wie möglich zu entfernen, vor allem da sich im Anfangsstadium die Milben extrem schnell vermehren.

Krätze ist nicht auf Tiere übertragbar

Häufig kommt eine Übertragung in Kindergärten vor, weswegen vor allem Kinder von der Krätze betroffen sind. Immerhin ist die Krätze keine Zoonose, was bedeutet, dass eine Übertragung von Tieren auf Menschen oder umgekehrt zwar möglich ist, sich die Milben auf dem jeweils anderen Wirt aber nicht wohl fühlen und daher nicht lange dort verbleiben.

Sollten Sie also an der Krätze leiden, schwebt Ihr Hund nicht in akuter Gefahr, sich bei Ihnen anzustecken. Beobachten sollten Sie ihn dennoch – und wenn er beginnt, sich zu kratzen, den Tierarzt aufsuchen.

Die bei Hunden vorkommende Krätze wird Sarcoptes-Räude genannt. Die auslösende Milbenart ist Sarcoptes Scagbiei var. canis oder gelegentlich Sarcoptes canis. Es handelt sich also um eine andere Milbe als jene, die den Menschen aufsucht.

Diagnose

Ein Arzt diagnostiziert die Krätze zunächst anhand der typischen Symptome (Juckreiz, Ausschlag, Bläschen etc), aber auch durch die Milbengänge unter der Haut, die sich manchmal mit blossem Auge, ansonsten mit einer Lupe erkennen lassen. Hierbei handelt es sich um feine Linien, die sich bis zu einem Zentimeter unter der Haut schlängeln. Ab und an sind auch Stiche oder Bisse der Milben auszumachen.

Mit einer Hautprobe (man schabt dazu etwas befallene Haut ab), die im Labor auf Milben, Eier und Kot untersucht wird, lässt sich die Krätze gut nachweisen.

Therapie der Krätze

Die Krätze verschwindet selten von alleine. Und da sie so stark ansteckend ist, besteht die Gefahr, dass man viele weitere Menschen ansteckt, wenn man nicht rechtzeitig für eine Therapie sorgt. Gerade in Kindergärten, Schulen oder Pflegeheimen können auf diese Weise regelrechte Epidemien entstehen.

Eine Krätze sollte daher in jedem Fall behandelt werden. Problematisch auf Seiten der Schulmedizin sind natürlich die möglichen Nebenwirkungen, aber auch die wachsende Resistenz der Milben auf die üblichen Mittel wie Ivermectin und Permethrin. Doch nimmt man diese gerne in Kauf, wenn man dadurch einen Parasiten wie die Krätzmilbe wieder loswerden kann.

Auch Personen aus dem engeren Umfeld sollten mitbehandelt werden, da eine Ansteckung sehr wahrscheinlich ist, auch dann wenn diese Personen noch keine Symptome aufweisen. Wie oben erklärt, kann das Erscheinen erster Symptome mehrere Wochen dauern. Man weiss also in den ersten Wochen nie, ob man sich schon angesteckt hat.

Hygiene-Massnahmen

Hygiene ist bei einem Befall besonders wichtig, um eine erneute Ansteckung nach erfolgter Behandlung zu vermeiden. Kleidung, Bettzeug und so weiter sollten möglichst gekocht, Stofftiere in der Reinigung gründlich gereinigt werden.

Stofftiere und empfindliche Kleidungsstücke können auch in einer Tüte für mindestens 24 Stunden in einer Gefriertruhe lagern. Die Temperatur muss mindestens minus 25 Grad erreichen. Die üblichen minus 18 Grad vieler Gefrierfächer reichen zur Abtötung der Milbe nicht aus.

Alternativ kann die Kleidung etc. in dunkle Plastiksäcke (Müllbeutel) mindestens 72 Stunden bei mindestens 21 Grad gelagert werden. Diese Variante bietet sich also vor allem in den Sommermonaten an. Die Milbe verhungert in diesem Fall.

Polstermöbel, Kissen, Teppiche etc. müssen gründlich abgesaugt und sollten am besten fachmännisch gereinigt werden. Entsorgen Sie anschliessend den Staubsaugerfilter und -beutel.

Schulmedizinische Therapie

Schulmedizinisch ist meist 5-prozentiges Permethrin das Mittel der Wahl, welches in Form einer Salbe oder Creme über Nacht auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen wird – über einen Zeitraum von 7 Tagen oder aber zweimal im Abstand von einer Woche (je nach Präparat).

Manche Betroffene, bei denen die Krätze immer wieder zurückkehrte, führen drei oder mehr Behandlungen im wöchentlichen Abstand durch und setzen die Hygienemassnahmen akribisch um. Denn die Furcht vor einer Rückkehr der Krätze ist gross. Als Nebenwirkung werden leichte Hautirritationen und Brennen genannt. In manchen Fällen bleibt trockene Haut zurück.

Alternativ werden 200 Mikrogramm Ivermectin pro Kilogramm Körpergewicht einmalig oral eingenommen. Gegebenenfalls kann man dies nach 14 Tagen wiederholen. Ivermectin gilt als gut verträglich und sehr effektiv. Dennoch können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall auftreten.

Im Falle von Resistenzen gibt es weitere schulmedizinische Mittel, z. B. Benzylbenzoat und Crotamiton. Weitere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Arzt.

Auch nach einer erfolgreichen Behandlung der Krätze bleibt der Juckreiz meist noch viele Wochen (bis zu 8 Wochen) bestehen, bedeutet also nicht in jedem Fall, dass die Krätze wieder zurück ist.

Natürliche Mittel bei Krätze

Ob man allein mit natürlichen Mitteln die Krätze vollkommen in den Griff bekommen kann, ist nicht ausreichend belegt. Die meisten diesbezüglichen Studien wurden mit Tieren oder mit Hautproben im Labor durchgeführt, aber nicht direkt am Menschen.

Begleitend aber kann man die Naturheilkunde bzw. Hausmittel in jedem Fall einsetzen. Denn auch die schulmedizinische Therapie verläuft nicht immer auf Anhieb erfolgreich und kann demnach Unterstützung sehr gut gebrauchen.

Schwangere und Stillende (sowie Kinder) sollten die Anwendung der nachfolgend aufgeführten Methoden unbedingt vorab mit dem Arzt besprechen. Denn auch diese sind teilweise sehr stark (anders ist der Milbe nicht beizukommen) und können daher u. U. Nebenwirkungen haben.

Einerseits können nun Massnahmen zum Einsatz kommen, die direkt den Parasiten abtöten, andererseits sind es wundheilende Mittel, die man in einer Krätze-Therapie benötigt.

Teebaumöl

Teebaumöl tötet die Parasiten nicht nur ab, es unterstützt ausserdem die Wundheilung und wirkt desinfizierend. Im Jahr 2004 erschien dazu eine Studie in Archives of Dermatology.

Man entnahm einer 20-jährigen Patientin, die an der Krätze litt, eine Hautprobe. Man behandelte die Probe nun entweder mit 5-prozentigem Teebaumöl oder einem schulmedizinischen Mittel (Permethrin und Ivermectin). Die Milben starben in beiden Proben innerhalb von 5 Minuten bis 24 Stunden. In vitro wirkt Teebaumöl also offenbar ähnlich gut wie herkömmliche Krätze-Arzneimittel.

Direkt auf der Haut wird häufig eine höhere Konzentration des Öls empfohlen, z. B. ein 1 : 1-Gemisch mit Olivenöl, das zweimal täglich auf die betroffene Haut aufgetupft wird. Bei empfindlicher Haut sollten Sie besser das 5-prozentige Öl verwenden.

In Katzenhaushalten sollte Teebaumöl nicht angewandt werden, da es auf Katzen toxisch und im schlimmstenfalls tödlich wirken kann.

Auch Schwangere sollten auf die Anwendung von Teebaumöl im o. g. starken Mischungsverhältnis verzichten.

Nelkenöl

Nelkenöl ist ebenfalls ein bekanntes ätherisches Öl, das antiparasitäre Eigenschaften mit sich bringt. Man kann es allein für sich oder gemischt mit Teebaumöl anwenden.

Im Jahr 2016 untersuchte man die Wirksamkeit verschiedener ätherischer Öle gegen Krätzmilben. Als am wirksamsten zeigte sich hierbei das Nelkenöl – und zwar noch vor dem Teebaumöl, das nach Palmarosa und Geranie an vierter Stelle erschien. Hinter dem Teebaumöl waren Lavendel und Manuka zu finden, die also ebenfalls noch eine krätzebekämpfende Wirkung zeigten.

Nelkenöl tötete die Krätzmilben – genau wie Palmarosa – bereits in einer 1-prozentigen Konzentration innerhalb von 20 bis 50 Minuten.

In einer etwas früheren Studie von 2015 ergaben sich für das Nelkenöl bzw. seinen Hauptwirkstoff – das Eugenol – ähnliche Erfolge. Hier war das Nelkenöl genauso wirksam wie das schulmedizinische Benzylbenzoat.

Neemöl

Auch das Neemöl (oder Niemöl) ist eine Möglichkeit, Parasiten wie die Krätzmilbe zu töten und die Wundheilung zu fördern.

Obwohl es stets heisst, ätherische Öle möglichst nicht unverdünnt anzuwenden, wird genau das sehr häufig bei der Krätze empfohlen. Besprechen Sie diese Anwendung jedoch unbedingt mit dem Hautarzt.

Die naturheilkundliche Empfehlung beim Neemöl lautet: Einmal täglich das Neemöl unverdünnt auf die Haut auftragen und nach 20 Minuten mit einer milden Seife abwaschen.

Ein Neemsamen-Extrakt-Shampoo wird bei der Krätzmilbe von Hunden empfohlen. In einer Studie von 2008 waren von 10 behandelten Hunden am Ende der Therapie 8 Tiere vollkommen milbenfrei. Bei den übrigen beiden wurden nur noch wenige Milben gezählt.

Verwendet hatte man das Shampoo Wash Away Louse von Alpha-Biocare. Die Hunde wurden damit 14 Tage lang täglich einmal einshampooniert. Schon am siebten Tag waren vier Hunde frei von Milben. Nebenwirkungen hatten sich keine gezeigt.

Neem und Kurkuma 

In einer indischen Studie aus dem Jahr 1992 mit 814 Krätze-Patienten konnte offenbar bei 97 Prozent mit einer Paste aus Neem und Kurkuma innerhalb von 3 bis 15 Tagen eine Heilung erreicht werden. Leider liess sich die konkrete Rezeptur nicht mehr auffinden. Doch deutet diese Studie darauf hin, dass man auch Kurkuma in die Behandlung integrieren kann.

Lavendelöl

Das ätherische Lavendelöl wirkt ebenfalls tödlich auf die Krätzmilbe und lindernd bei Juckreiz. Man gibt 8 Tropfen des Öls auf eine Badewanne und badet darin 30 Minuten lang. Oder aber man mischt das ätherische Lavendelöl und Olivenöl im Verhältnis 1 : 5, trägt es auf die befallene Haut auf und wäscht es nach 15 Minuten mit einer milden Seife wieder ab.

Essig

Auch Essig soll die Milben abtöten (Apfelessig oder Weinessig). Man mischt den Essig 1 : 1 mit Wasser und trägt diese Mischung dreimal täglich auf. Nach 15 Minuten spült man sie wieder ab.

Chili

Für Leute mit recht unempfindlicher Haut könnte Chili eine Möglichkeit sein, die Beschwerden zu mildern. Das scharfe Pulver wirkt tödlich auf die Milben. 4 EL gemahlene Chilis werden in eine Badewanne gegeben. Nach 30 Minuten beendet man das Bad und duscht sich ab. Täglich einmal sollte das Bad genommen werden. Capsaicin – der Wirkstoff in der Chilischote – wirkt ausserdem desensibilisierend und kann so den Juckreiz mindern.

Bei empfindlicher Haut ist diese Massnahme aufgrund der Schärfe des Chilipulvers nicht geeignet.

Aloe Vera

Reines Aloe Vera-Gel zeigte sich in einem Versuch aus 2009 (Phytotherapy Research) mit insgesamt 30 Patienten als ähnlich wirksam wie eine Lotion aus Benzylbenzoat. 16 Teilnehmer erhielten das Aloe-Vera-Gel und nur bei zweien war nach Ende der Behandlung noch ein Juckreiz vorhanden. Von den 14 Teilnehmern, die mit dem schulmedizinischen Benzylbenzoat behandelt worden waren, verspürten am Ende noch 3 Personen einen Juckreiz. Die Läsionen waren bei allen Teilnehmern verschwunden.

Wundheilung fördern

Da die Krätze mit starkem Juckreiz und Hautläsionen einhergeht, kommen immer auch Massnahmen zur Wundheilung zum Einsatz. Aus naturheilkundlicher Sicht haben sich die folgenden Methoden bei der Krätze als hilfreich erwiesen:

  1. Kurkuma mit Zitronensaft zu einer Paste verrühren und einmal täglich auf die Haut auftragen. Nach einer Stunde abwaschen.
  2. Aloe Vera wirkt ebenfalls wundheilungsfördernd. Mehrmals täglich, z. B. nach einer Behandlung mit Teebaumöl, auftragen und trocknen lassen. Verwenden Sie ein reines Aloe-Vera-Gel.
  3. Es ist ausserdem bei der oben vorgestellten Anwendung ätherischer Öle insbesondere bei empfindlicher Haut empfehlenswert, die Öle mit einer Zinkoxidsalbe zu vermischen und erst dann aufzutragen. Die Salbe beugt Hautirritationen durch die ätherischen Öle vor und unterstützt die Wundheilung. Man nimmt in diesem Fall 100 Gramm Creme, rührt je 1 ml Öl (z. B. Nelke und Teebaum) oder mehr unter und trägt die Creme abends auf. Am Morgen wäscht man sie ab. Eine Kompresse oder ein Verband verhindern, dass die Creme an Kleidung oder Bettwäsche gelangt.

Bei Krätze: Natürliche Mittel und Immunsystem stärken

Da sich nicht jeder mit Krätze ansteckt, der mit einem Infizierten in Kontakt gerät, hängt es offenbar stark vom Zustand des Immunsystems des Einzelnen ab, wie stark er für die Milbe empfänglich ist. Spätestens dann, wenn in der Nähe die Krätze kursiert, aber natürlich auch wenn man selbst betroffen ist, sollten Massnahmen zum Einsatz kommen, die das Immunsystem stärken bzw. es entlasten.

Dazu gehören die üblichen Massnahmen einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise, wie etwa eine vitalstoffreiche und vollwertige Ernährung aus viel Obst und Gemüse und dem gleichzeitigen Meiden von Alkohol, Weissmehl und Zucker.

Auch Nahrungsergänzungen, die sich positiv auf die Hautgesundheit und Wundheilung auswirken (z. B. Zink, OPC, B-Komplex, Vitamine C und D) können begleitend eingenommen werden. Genauso können Mineralerden wie Zeolith zum Einsatz kommen. Sie helfen, über das Verdauungssystem Gifte auszuleiten und entlasten – ähnlich wie Antioxidantien (Astaxanthin, Sulforaphan u. ä. ) – das Immunsystem ganz enorm.

Konkret mobilisierend auf das Immunsystem wirken sich manche Heilpilze, wie der Reishi oder der Cordyceps aus.

Ein starkes Immunsystem schützt ausserdem vor Folgeinfektionen und hilft dem Körper – genauso wie die vorgestellten natürlichen Mittel – möglichst schnell die Krätze zu überwinden.

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Quellen

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  • Oyelami OA et al, Preliminary study of effectiveness of aloe vera in scabies treatment., Phytotherapy Research, 2009 Oct;23(10):1482-4., (Quelle als PDF)
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  • Füssler K, Krätze: Es juckt noch nach der Therapie, Luzerner Zeitung, 23. Februar 2014, (Quelle als PDF)