Zentrum der Gesundheit
  • Endometriose Symptome und Ursachen

Endometriose: Symptome und Ursachen

Die Ursachen der Endometriose sind offiziell weitgehend unbekannt. In der Naturheilkunde aber geht man von verschiedenen Ursachen aus. Die gute Nachricht ist: Diese Ursachen lassen sich beeinflussen. Wir erklären, wie eine Endometriose entsteht, welche Symptome auftreten können und welche Therapiemöglichkeiten es gibt.

29 likes
22 Oktober 2021

Endometriose: schmerzhafte, aber gutartige Wucherungen

Der Begriff Endometriose stammt vom Wort Endometrium ab, dem Fachbegriff für die Gebärmutterschleimhaut. Die Gebärmutterschleimhaut befindet sich bei gesunden Frauen ausschliesslich in der Gebärmutter, baut sich dort im Laufe des Monatszyklus an der Gebärmutterwand auf und – wenn es zu keiner Befruchtung kommt – über die allmonatliche Blutung wieder ab. Gesteuert wird der Ablauf von verschiedenen Hormonen, den Geschlechtshormonen.

AN ZEIGE
  • Inositol Pure
    effective nature Inositol Pure 19,90 €
  • Foodscout: Ausgabe 8
    Foodscout Foodscout: Ausgabe 8 4,95 €
  • Ernährungsplan Arthrose
    Zentrum der Gesundheit Ernährungsplan Arthrose 5,00 €
  • Ernährungsplan Kurkuma
    Zentrum der Gesundheit Ernährungsplan Kurkuma 5,00 €
  • Kürbiskerne & weisse Schoko
    HanifThaler Kürbiskerne & weisse Schoko 4,50 €
  • effective nature - Bio Yacon Sirup
    effective nature Bio Yacon Sirup 19,95 €

Bei der Endometriose nun bildet sich diese Schleimhaut nicht nur in der Gebärmutterhöhle, sondern auch ausserhalb der Gebärmutter – z. B. an Blase, Darm, in den Eierstöcken und den Eileitern oder am Bauchfell. Diese – in den allermeisten Fällen gutartigen – Wucherungen können zu starken Bauch- und  Rückenschmerzen  und vielen weiteren Beschwerden führen, denn sie können nicht – wie die Schleimhaut in der Gebärmutter – während der Menstruation wieder abgebaut und über die Scheide ausgeleitet werden.

Zwar bluten die Wucherungen während der allmonatlichen Regel ebenfalls, doch kann das Blut den Körper nicht verlassen, so dass sich – je nach Ausprägung der Erkrankung – Blutgerinnsel im Bauchraum bilden, die sich am Eierstock zu blutgefüllten Zysten ausbilden können. Man nennt sie aufgrund ihrer bräunlichen Farbe auch Schokoladenzysten.

©gettyimages.de/Bulgakova Kristina

Ursachen und Risikofaktoren aus schulmedizinischer Sicht

Die Schulmedizin sucht beim Thema Ursache nun einerseits nach einer möglichen genetischen Dispositon (man vermutet also die Erbanlagen als wichtigen Risikofaktor), andererseits aber auch nach Möglichkeiten, wie die Endometriumzellen (Gebärmutterschleimhautzellen) die Gebärmutter verlassen haben könnten.

Diskutiert wird beispielsweise die sog. retrograde Menstruation, also eine Menstruation in die falsche Richtung. Während normalerweise die Gebärmutterschleimhaut bei der Menstruation über die Scheide den Körper verlässt, würden bei der retrograden Menstruation einzelne Endometriumzellen weiter in den Körper hinein, nämlich über die Eileiter in den Bauchraum wandern, sich dort ansiedeln und schliesslich Endometrioseherde bilden. Diese Wanderung der Endometriumzellen muss nicht während der Menstruation passieren, sondern kann auch um den Eisprung herum stattfinden.

Auch eine frühe erste Menstruation, kurze Menstruationszyklen, keine Schwangerschaft sowie wenige Stilltage gelten als Risikofaktor für eine Endometriose.

Ursachen und Risikofaktoren in der Naturheilkunde

Aus naturheilkundlicher Sicht gehören zur Entstehung einer Krankheit noch viele andere Faktoren mehr dazu. Denn ein gesunder Körper würde die Ansiedlung und Vermehrung von Endometriumzellen im Bauchraum unterbinden, selbst wenn sie es schaffen sollten, die Gebärmutter zu verlassen.

In der  Naturheilkunde  überprüft man daher eher Faktoren, die den Organismus entsprechend irritieren und aus seinem gesunden Gleichgewicht werfen können, so dass er die Fähigkeit der Selbstregulation und Selbstheilung in manchen Bereichen verliert und es jetzt zu Störungen wie der Endometriose kommen kann.

Als (Mit-)Ursachen kommen bei der Endometriose folgende Aspekte in Frage:

  1. Belastung mit Chemikalien, z. B. manche UV-Filter, Pestzide und andere Giftstoffe, die zu Störungen des Hormonsystems beitragen können
  2. Belastung mit Cadmium (Risiko für Endometriose steigt um das 3,4-Fache), denn Cadmium gilt als sog. Metalloöstrogen, ein Metall mit östrogenähnlicher Wirkung
  3. Belastung mit Nickel (in einer Studie zeigte sich, dass Endometriose-Patientinnen erhöhte Nickelwerte hatten)
  4. Auch erhöhte Eisenspiegel scheinen das Endometriose-Risiko laut mancher Studien steigen zu lassen.
  5. Oxidativer Stress stellt ebenfalls ein Risikofaktor dar, während  Antioxidantien  einen gewissen Schutz bieten könnten ( 2 ).
  6. Vitalstoffmangel
  7. Stress
  8. Darmflorastörung
  9. Östrogendominanz (ein im Verhältnis zum Progesteron erhöhter Östrogenspiegel; ein Ungleichgewicht, das natürlich auch wieder Ursachen haben kann)
  10. Und viele weitere mehr

Die Folgen der Endometriose

Wenn durch die Wucherungen (Endometrioseherde) auch die Eileiter verkleben, kann die betroffene Frau unfruchtbar werden. Allerdings kann es auch durch die üblichen Endometriose-Operationen zu Vernarbungen und Verwachsungen kommen, die ebenfalls zu einer Undurchlässigkeit der Eileiter und so zur Unfruchtbarkeit führen können.

Die Endometriose ist somit bei 40 bis 60 Prozent der unfruchtbaren Frauen die Ursache für einen unerfüllten  Kinderwunsch . Häufig wird die Erkrankung daher erst im Rahmen der entsprechenden Untersuchungen entdeckt – auch bei Frauen, die zuvor keine Beschwerden hatten, denn eine Endometriose kann auch symptomlos verlaufen.

Da sich die Endometrioseherde auch an der Harnblase oder dem Darm ansiedeln können, kann es zwischen den einzelnen Organen zu Verklebungen kommen, was die Beschwerden verstärkt.

AN ZEIGE
  • Yogi Tea - Frauen Balance Tee
    Yogi Tea Frauen Balance Tee 3,89 €
  • Ernährungsplan zur Entgiftung
    Zentrum der Gesundheit Ernährungsplan zur Entgiftung 5,00 €
  • effective nature - Mexican Wild Yam
    effective nature Mexican Wild Yam 29,90 €
  • effective nature - Zyklus Balance® 1 + 2
    effective nature Zyklus Balance® 1 + 2 29,80 €
  • PMS Balance
    effective nature PMS Balance 24,90 €
  • PMS Balance + Omega-3
    effective nature PMS Balance + Omega-3 44,90 €

Die Symptome der Endometriose

Die Art und Schwere der Symptome einer Endometriose hängen davon ab, wo sich die Endometrioseherde ansiedeln und wie stark dies der Fall ist. Zu den Symptomen der Endometriose gehören die folgenden:

  1. Starke Unterleibsschmerzen insbesondere in der Zeit vor und während der Regelblutung, teilweise auch in der Zeit um den Eisprung herum
  2. Chronische Schmerzen an jedem Tag
  3. Starke und lange Regelblutungen
  4. Zwischenblutungen und Schmierblutungen
  5. Rückenschmerzen
  6. Schmerzen beim Stuhlgang und beim Geschlechtsverkehr
  7. Ist der Darm betroffen, kann es Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung kommen.
  8. Ist der Harntrakt (Harnwege, Blase) betroffen (bei 1 bis 5 Prozent der Endometriose-Patientinnen), kann es zu Schmerzen beim Wasserlassen kommen, häufigen Harnwegsinfekten oder Blut im Urin.

Endometriose: So viele Frauen sind betroffen

Im Durchschnitt dauert es über 10 Jahre, bis betroffene Frauen eine Diagnose erhalten, bis also eine Endometriose als Ursache ihres jahrelangen Leidens festgestellt wird. Nicht selten haben diese Frauen eine regelrechte Ärzteodyssee hinter sich und mussten sich mehrfach anhören, ihre Beschwerden seien psychischer Natur oder es handle sich um ganz normale Zyklusbeschwerden, mit denen sie leben müssten.

Betroffen sind schätzungsweise 10 bis 20 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter, so dass die Endometriose die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung in dieser Altersgruppe darstellt. (Die häufigste Erkrankung ist das  Myom  der Gebärmutter.

Schulmedizin: Operationen, Schmerzmittel und Hormontherapie

Aus Sicht der Schulmedizin sollten die Endometrioseherde schnellstmöglich und vollständig operativ entfernt werden. Dies geschieht per Laparoskopie (Bauchspiegelung), die man – wenn Organe des Beckens im Fokus stehen – auch als Pelviskopie bezeichet (pelvis = lat. für Becken). Eine Operation mit Bauchschnitt ist nur selten erforderlich.

Zusätzlich wird eine medikamentöse Behandlung empfohlen, um eine Rückkehr der Erkrankung nach der Operation möglichst lange zu verhindern. Wird nur operiert, entwickeln sich meist bald schon wieder neue Endometrioseläsionen, so dass viele Frauen bereits mehrfach operiert wurden. Dass es überhaupt zu einer Rückkehr kommt, zeigt, wie wenig ursächlich hier agiert wird.

Die eingesetzten Medikamente bestehen insbesondere aus Schmerzmitteln (ASS, Ibuprofen, Diclofenac) und Hormonpräparaten. Letztere unterdrücken den Menstruationszyklus bzw. die Aktivität/Hormonbildung der Eierstöcke, wobei man gegenwärtig auch solche Mittel erforscht, die die Endometriose eindämmen und gleichzeitig den Zyklus aufrechterhalten sollen ( 1 ).

Für die Schmerztherapie wählt man insbesondere entzündungshemmende Schmerzmittel, da Endometriose-Schmerzen auch immer mit chronischen Entzündungsprozessen einhergehen.

Hormontherapie bei Endometriose

Da das Wachstum der Endometrioseherde insbesondere vom Hormon Östrogen angetrieben wird, versucht man nun, den Östrogenspiegel medikamentös zu senken – wozu die folgenden Hormonpräparate zur Verfügung stehen:

  1. Gestagene : Gestagene sind synthetische Gelbkörperhormone; das körpereigene Gestagen heisst  Progesteron
  2. Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparate:   Damit sind die Antibabypillen gemeint, die ohne Pause eingenommen werden
  3. GnRH-Analoga : GnRH ist die Abkürzung von Gonadotropin-Releasing-Hormone, einem Hormon, das im Hypothalamus im Gehirn gebildet wird und die Ausschüttung der beiden Hormone FSH und LH steuert. Diese beiden wiederum sorgen für die Bildung von Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken. GnRH-Analoga nun sind eine synthetische Variante des natürlichen GnRH – mit dem Unterschied, dass die Analoga unwirksam sind. Nimmt man die Analoga ein, stellt der Körper die Produktion seines eigenen GnRH ein, da er glaubt, es sei ja genügend vorhanden. Da die Analoga aber keine Wirkung haben, bleibt die Hormonproduktion in den Eierstöcken aus.

Die Folgen der Hormontherapie

Alle drei genannten Möglichkeiten versetzen die Frau mehr oder weniger in die künstliche Menopause, so dass sich auch die entsprechenden Wechseljahresbeschwerden einstellen können, z. B. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Osteoporose etc.

Gerade bei den GnRH-Analoga kommt es bei längerer Einnahme fast immer zu einer Osteoporose, weshalb man sie nicht länger als 6 Monate einsetzen darf und begleitend meist niedrig dosiertes Östrogen verordnet wird, um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Nach Absetzen der GnRH kehren die Beschwerden häufig wieder zurück, weshalb man genau abwägen sollte, ob ein möglicher Nutzen die Risiken wert ist.

In den Wechseljahren lassen die Endometriosebeschwerden natürlicherweise nach oder hören ganz auf, da jetzt ja auch die Hormonproduktion nachlässt und der Zyklus eingestellt wird.

Endometriose natürlich behandeln

Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, eine Endometriose auch natürlich zu behandeln, was problemlos auch parallel zur schulmedizinischen Therapie möglich ist. Wichtig ist, ein individuelles Therapiekonzept, das auf jede Frau ganz persönlich zugeschnitten ist. Hier erklären wir detailliert alle naturheilkundlichen Massnahmen bei Endometriose .

* Auf unseren Internetseiten finden Sie Werbung. Mehr Informationen zu diesen Affiliate-Links erhalten Sie hier.

Spende

Ihre Spende hilft uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

AN ZEIGE

Fernausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Sie interessiert, was in unserem Essen steckt und wollen wissen, wie sich Nähr- und Vitalstoffe auf den Körper auswirken? Sie wünschen sich ein gesundes Leben für sich, Ihre Familie und Mitmenschen? Ernährungsberater sind beliebt – doch oft wird bei der Beratung der ganzheitliche Aspekt vergessen, den es für eine nachhaltige Gesundheit braucht.

Lernen Sie bei der die Zusammenhänge zwischen Lebens- und Ernährungsweise und Ihrem körperlichen und seelischen Wohlbefinden kennen.

Im Fernstudium bei der Akademie der Naturheilkunde lernen Sie in rund 16 Monaten, wie Sie Ihre Gesundheit über Ihre Ernährung beeinflussen können und damit den Grundstein für ein gesundes und glückliches Leben legen können.


Durch diese Ausbildung habe ich die Möglichkeit, volle Verantwortung für mich, meinen Körper und meine Gesundheit zu übernehmen und auch meine Familie und meine Mitmenschen profitieren von den wertvollen Inhalten.

Ramona, Absolventin

Bestellen Sie jetzt die

Quellen
  1. (1) Viomedo.de, Studien für Frauen mit Endometriose, abgerufen am 9.10.2020
  2. (2) Pollack AZ, Louis GM, Chen Z, et al. Trace elements and endometriosis: the ENDO study. Reprod Toxicol. 2013;42:41-48. doi:10.1016/j.reprotox.2013.05.009