Zentrum der Gesundheit
  • Trockener Husten bei einer Frau
15 August 2022
24 min

Trockener Husten: Ursachen und Lösungen

Trockener Husten quält viele Menschen. Viele leiden sogar chronisch daran. Oft sind die Ursachen unbekannt und Ärzte tappen im Dunkeln. Was tun gegen trockenen Husten? Wir stellen mögliche Ursachen von trockenem Husten vor und zeigen Lösungen aus der Naturheilkunde.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner

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Trockener Husten: der unproduktive Husten

Husten ist eigentlich ein sehr gesunder Reflex. Schliesslich hilft er dabei, die Lungen und Atemwege von Krankheitserregern und irritierenden Substanzen zu befreien. Atmet man versehentlich einen Brotkrümel ein, hilft ein kurzer Husten – und schon ist der Fremdkörper wieder aus den Atemwegen entfernt.

Gelangen Viren oder auch Staubpartikel in die Atemwege, dann bilden die Lungen verstärkt Schleim. In diesen Schleim verpackt können nun die Erreger und andere störende Partikel wieder ausgehustet werden. Wenn Schleim ausgehustet wird, spricht man von einem produktiven Husten. Bei einem trockenen Husten oder Reizhusten hingegen ist kein Schleim im Spiel. Es ist daher ein unproduktiver Husten.

Akuter oder chronischer Husten

Der trockene Husten kann kurzfristig zu Beginn oder auch am Ende eines Infekts auftreten, wenn der produktive Husten langsam nachlässt. Trockener Husten kann aber auch ohne Infekt auftreten und sogar chronisch werden.

Ein Husten ist gemäss der American Lung Association dann chronisch, wenn er länger als 8 Wochen anhält ( 1 ). Als akut bezeichnet man einen Husten in den ersten 3 Wochen – etwa im Rahmen einer Erkältung. Als subakut, wenn man nach der dritten Woche noch hustet.

Trockener Husten kann sehr quälend sein, besonders wenn er nachts auftritt, in der Brust schmerzt und womöglich in Kombination mit Reizhusten und Kitzeln im Hals einhergeht. In diesem Fall beeinträchtigt der Husten die Gesundheit und die Lebensqualität ganz enorm.

Husten – ob trocken oder produktiv – ist immer nur ein Symptom, also keine eigenständige Erkrankung. Das bedeutet, dass Husten ganz unterschiedliche Ursachen haben kann. Will man also seinen Husten loswerden, wäre es ideal, wenn man die entsprechende Ursache finden könnte.

Mögliche Ursachen von trockenem Husten

Bislang führte der trockene Husten ein fast unbeachtetes Schattendasein. Zwar betraf er auch schon vor Corona viele Menschen, doch stand er nie so im Mittelpunkt wie während der Corona-Pandemie. Denn trockener Husten gilt als typisches Symptom von Covid-19.

Es gibt aber noch weitere mögliche Ursachen von trockenem Husten, etwa die folgenden ( 4 ):

  1. Corona-Impfung
  2. Covid-19 und Long Covid
  3. Erkältungen, Grippe und grippale Infekte
  4. Chronische Bronchitis
  5. Keuchhusten
  6. Irritierende Stoffe aus der Umwelt, wie Zigarettenrauch, Gase, Chemikaliendämpfe, Staub oder andere Schadstoffe aus der Umwelt
  7. Allergien
  8. Asthma
  9. Blutdruckmedikamente (ACE-Hemmern)
  10. Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) – stiller Reflux
  11. Retronasaler Schleimfluss (postnasal drip syndrome PNDS)
  12. Chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD)
  13. Neurogener Husten (nervlich bedingter Husten durch Schädigung des Vagusnervs)
  14. Herzinsuffizienz

Seltenere Ursachen eines trockenen Hustens können die folgenden sein:

  1. Mykoplasmen-Pneumonie
  2. Idiopathische Lungenfibrose
  3. Lungenkrebs
  4. Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  5. Entzündung der Luftröhre (Tracheitis)

Auf einige der genannten möglichen Ursachen gehen wir nachfolgend detaillierter ein, aber nicht auf alle, um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen.

Corona-Impfung

Nach der Corona-Impfung kann trockener Husten auftreten. Der Husten gilt – genau wie Fieber, Gelenkschmerzen sowie Rötung und Schwellung der Einstichstelle – als häufige Nebenwirkung der Corona-Impfungen. „Häufig“ bedeutet, dass 1 bis 10 Prozent der Geimpften davon betroffen sein können.

Der Husten sollte nach wenigen Tagen verschwunden sein. Quält er Sie länger, gehen Sie zu Ihrem Arzt und melden den Husten als Nebenwirkung. Wenn Ihr Arzt die Nebenwirkung nicht melden möchte, bestehen Sie darauf und/oder melden Sie die Nebenwirkung auch selbst. Wie das geht, erklären wir in unserem Artikel zum Thema Ausleitung der Corona-Impfung.

Covid-19 und Long Covid

Covid-19 ist eine Atemwegserkrankung, die vom Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird. Trockener Husten soll eines der häufigsten Symptome bei Covid-19 sein. Zwar gibt es auch sehr viele Menschen, bei denen Covid-19 einer ganz normalen Erkältung mit Schnupfen und produktivem Husten gleicht, offiziell aber ist es der trockene Husten, der auf Covid-19 hinweisen soll – gemeinsam mit Fieber und Müdigkeit.

Weitere mögliche Symptome sind Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen, also all das, was man von einer Grippe oder einem grippalen Infekt her kennt. Covid-Symptome, die tatsächlich auf einen etwas anderen Infekt hindeuten, können Kurzatmigkeit, ein Druck auf der Brust und Durchfall sein.

Trockener Husten bei Long Covid

Der trockene Husten kann auch nach der akuten Covid-Phase bestehen bleiben. Die akute Phase ist der Zeitraum von 4 Wochen nach dem Erscheinen der Symptome. Wenn Sie nach diesem Zeitraum immer noch trockenen Husten haben, dann gelten Sie als Betroffene/r von Long Covid bzw. vom Post-Covid-19-Syndrom. Letzteres haben Sie dann, wenn Sie den Husten (oder eine andere Symptomatik) länger als 12 Wochen nach der akuten Covid-Phase immer noch haben ( 2 ).

Zu den möglichen anderen Symptomen eines Long Covid zählen Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Tinnitus, Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und viele weitere – wobei ein Long Covid meist nur bei schwereren Verläufen auftritt.

Was bei Long-Covid-Husten hilft

Kümmern Sie sich um ein starkes Immunsystem, damit sich kein Long Covid bei Ihnen entwickelt. Ein starkes Immunsystem verhindert auch einen schweren Covid-Verlauf. Leiden Sie bereits an Long Covid, z. B. an einem nicht enden wollenden trockenen Husten, dann gibt es aus ganzheitlicher Sicht das übliche Programm:

  1. entzündungshemmende Ernährung (pflanzenbasiert und vitalstoffreich)
  2. Bewegung
  3. Schlaf
  4. Stressmanagement
  5. Optimierung der Vitalstoffversorgung
  6. Antioxidantien (z. B. Vitamin C, Quercetin, Sulforaphan, Curcumin, OPC )
  7. Probiotika

Denn nur ein solches Konzept kann Ihren Organismus so unterstützen, damit er sich wieder vollumfänglich regenerieren kann. Zusätzlich können Sie natürlich die symptomatisch wirksamen Mittel einsetzen, die den Reizhusten lindern können und die wir ganz unten bei den Massnahmen der Naturheilkunde bei trockenem Husten beschreiben (Inhalationen, Hustenbonbons, Thymiantee etc.).

Keuchhusten

Keuchhusten war früher eine Kinderkrankheit. Aufgrund der Impfungen im Kindesalter verschiebt sich das Erkrankungsalter, so dass immer häufiger auch Erwachsene erkranken. Man geht sogar davon aus, dass jeder 20te Erwachsene mit länger dauerndem Husten in Wirklichkeit Keuchhusten hat – ohne es zu wissen ( 6 ).

Denn die typischen Symptome, die man von einer Keuchhustenerkrankung bei Kindern kennt (schwere Hustenanfälle mit Atemnot, keuchenden Atemgeräuschen bis hin zu Brechreiz), fehlen bei Erwachsenen meist völlig. Diese leiden oft „nur“ wochenlang unter einem hartnäckigen Husten (mit Kratzen im Hals), dessen Ursache keiner findet ( 7 ).

*Lymphdiaral Basistropfen SL zur unterstützenden Behandlung von Infekten der oberen Atemwege bekommen Sie hier.

Was bei Keuchhusten hilft

Keuchhusten kann mit einem PCR-Test (aus einem Rachenabstrich) diagnostiziert werden. Da Keuchhusten von einem Bakterium verursacht wird (Bordetella pertussis), verordnen Ärzte ein Antibiotikum. Das Mittel lindert den Husten aber nur, wenn es innerhalb der ersten 2 Wochen eingenommen wird. Dennoch werden Antibiotika fast immer verschrieben, da es die Zeit der Ansteckbarkeit reduziert (diese soll unbehandelt bei bis zu 6 Wochen liegen). Nach der Antibiotika-Einnahme ist man nach fünf Tagen nicht mehr ansteckend, heisst es.

Wenn Sie Antibiotika nehmen (müssen), denken Sie an Ihre Darmflora. Hier erklären wir, wie Sie Ihre Darmflora nach Antibiotika wieder aufbauen können, wobei Sie die entsprechenden Probiotika schon während der Antibiotika-Einnahme nehmen sollten, um die antibiotika-typischen Nebenwirkungen zu lindern.

Eine der wenigen Heilpflanzen, die bei Keuchhusten Wirkung zeigen, ist der Thymian. Sie können daraus Tee kochen oder ätherisches Thymianöl in Ihre Hustenbonbon-Rezeptur geben (siehe weiter unten unter „Trockener Husten: Therapie in der Naturheilkunde“).

Sie können auch Brustwickel aus Thymiantee machen (Thymiantee aus 2 TL Thymian auf 500 ml Wasser, 10 Minuten gezogen). Ein Tuch mit dem Tee tränken und – natürlich nicht kochend heiss, sondern etwas abkühlen lassen – auf die Brust legen und mit einem Handtuch oder dicken Schal umwickeln.

Das Keuchhusten bakteriell bedingt ist, können Sie kolloidales Silber einsetzen, das sehr gute antibakterielle Wirkung zeigt. Gurgeln Sie damit und lassen Sie das Silber so lange wie möglich im Mund-/Rachenraum einwirken (mehrere Minuten), da es über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Sie können das Silber anschliessend ausspucken, müssen es also nicht schlucken.

Ansonsten gelten beim Keuchhusten die üblichen Massnahmen, die auch bei jeder anderen Atemwegserkrankung gelten: regelmässig lüften, Raumluft befeuchten (z. B. nasse Tücher auf die Heizung legen), vitaminreich essen, mehrmals täglich ein Glas warmes Wasser trinken, körperliche Überlastung meiden, ausruhen, aber dennoch für Spaziergänge an die frische Luft (Kontakte wegen der Ansteckungsgefahr meiden) etc.

Irritierende Umweltschadstoffe und Allergien

Empfindliche Menschen reagieren auf irritierende Stoffe aus der Umwelt und der Luft mit trockenem Husten, etwa auf Staub, Schimmel, Rauch oder Pollen oder leiden konkret an Allergien auf die genannten Allergene. Auch einfach nur trockene Luft kann bei manchen Personen trockenen Husten auslösen.

Was bei Allergien hilft

Hier können Luftreiniger oder Luftbefeuchter hilfreich sein. Allerdings sollten Sie bei letzteren sehr auf Qualität achten, z. B. darauf, dass man sie sehr gut innen reinigen kann, um die Entstehung von Bakterien und Biofilmen zu verhindern.

*Als Luftreiniger eignen sich Geräte wie z. B. dieses: Luftreiniger

Wenn Sie an Allergien leiden, finden Sie in unseren entsprechenden Artikeln zahlreiche Tipps, wie Sie den Ursachen von Allergien beikommen können.

Asthma

Auch bei Asthma können Betroffene an trockenem Husten leiden (aber auch an produktivem Husten). Meist ist der Husten nicht das Hauptsymptom bei Asthma. Betroffene leiden auch an Kurzatmigkeit und Engegefühl in der Brust.

Allerdings gibt es eine Asthmavariante, die mit einem chronischen trockenen Husten als Hauptsymptom einhergeht. Man spricht von der Hustenvariante des Asthmas (CVA für cough variant asthma). Hier kommt es häufig zu Hustenanfällen. Auch ein Atemgeräusch beim Ausatmen ist zu hören. Bei Asthma ist der trockene Husten oft besonders schlimm in der Nacht oder früh am Morgen, wenn die Person gerade erwacht ist.

Was bei Asthma hilft

Im folgenden Link finden Sie viele naturheilkundliche Massnahmen, die Sie bei Asthma umsetzen können und die den bei Asthma auftretenden trockenen Husten lindern können.

Blutdruckmedikamente (ACE-Hemmer)

ACE-Hemmer sind Medikamente gegen Bluthochdruck. Sie können einen trockenen Reizhusten verursachen. ACE-Hemmer erkennen Sie an den Wirkstoffnamen, die mit -pril enden, z. B. Captopril, Enalapril, Lisinopril, Ramipril o. ä. Der trockene Husten ist eines der häufigsten Nebenwirkungen dieser Arzneimittelgruppe und kann bis zu 20 Prozent der Menschen betreffen, die ACE-Hemmer nehmen ( 8 ).

Was tun bei Husten durch ACE-Hemmer?

Wenn Sie also diese Art Blutdruckmittel bekommen haben und seit der Einnahme (oder nach wenigen Wochen der Einnahme) an einem hartnäckigen Reizhusten leiden, dann bitten Sie Ihren Arzt um ein anderes Blutdruckmedikament und lesen Sie hier, wie Sie auf naturheilkundliche Weise Ihren Blutdruck senken können.

Refluxkrankheit und stiller Reflux

Die gastrooesophageale Refluxkrankheit (GERD) ist eine der häufigsten Verdauungsproblematiken. Allein in den USA und Westeuropa sollen bis zu 20 Prozent der Bevölkerung daran leiden. Beim GERD steigt Magensäure vom Magen in die Speiseröhre oder sogar in die Atemwege und löst dort einen Hustenreiz aus. Neben dem trockenen Husten treten hier häufig noch Sodbrennen, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Schluckbeschwerden, Brustschmerzen, Aufstossen und Mundgeruch auf.

Allerdings treten bei bis zu 75 Prozent der hustenden GERD-Betroffenen keine der genannten Magenbeschwerden auf, sondern nur ein chronischer trockener Husten ( 5 ) und/oder fünf weiteren möglichen Symptomen: Ständiges Räuspern und Heiserkeit (besonders morgens), Halsschmerzen, Asthma (bzw. Verschlimmerung von vorhandenem Asthma), Ohrentzündungen und erhöhte Infektanfälligkeit.

Man spricht dann vom sog. stillen Reflux (wenn trotz Reflux die typischen Magenbeschwerden fehlen). Mindestens jeder sechste Erwachsene soll bereits unter einem stillen Reflux leiden. Bei Personen mit Bluthochdruck sind es gar über 30 Prozent ( 9 ).

Noch heute wird der stille Reflux oft von den Ärzten übersehen. Stattdessen wird Asthma diagnostiziert oder ein Nasennebenhöhlenproblem. Wenn also Ihre Asthmamedikamente nicht wirken und auch eine Nasennebenhöhlenoperation nichts gebracht hat, denken Sie an einen stillen Reflux.

Wie Sie Asthma und stillen Reflux unterscheiden können

Dr. Jamie Koufman – die den stillen Reflux mitentdeckt hat – erklärt in ihrem Buch Wenn der Husten nicht mehr aufhört , wie Sie echtes Asthma von asthmaähnlichen Symptomen aufgrund von einem stillen Reflux unterscheiden können:

Wenn Ihnen die Luft ausgeht und Sie mehr Probleme bei der Einatmung haben, dann leiden Sie an einem stillen Reflux. Ist hingegen Ihre Ausatmung erschwert, ist es Asthma.

*Das Buch von J. Koufman erhalten Sie hier: Wenn der Husten nicht mehr aufhört

Was beim stillen Reflux hilft

Beim stillen Reflux kommen alle Massnahmen zum Einsatz, die bei Magenbeschwerden wichtig sind (z. B. säurebildende Lebensmittel meiden (Wurst, Käse, Alkohol, Softdrinks, Dosenfisch, Schokolade, Fruchtsäfte, koffeinhaltige Getränke, kohlensäurehaltige Getränke, Fleisch, Eier, Frittiertes, evtl. auch Zwiebeln und Tomaten), nicht mehr rauchen, kein Sport nach dem Essen, 3 – 4 Stunden vor dem Schlafengehen zu Abend essen, erhöht schlafen etc.). Hier stellen wir die 20 wichtigsten Tipps gegen Magenbeschwerden vor.

Oft bekommt man bei Reflux oder stillem Reflux Säureblocker verschrieben. Diese Medikamente blockieren direkt im Magen die Magensäurebildung. Es ist eine rein symptomorientierte Behandlung, die in den seltensten Fällen zur Heilung beitragen kann. Im Gegenteil. Säureblocker machen abhängig und haben zahlreiche Nebenwirkungen, wie wir in unserem Artikel Teufelskreis der Säureblocker erklären.

Sollten Sie an Sodbrennen leiden, können Sie in der Übergangszeit – bis die oben genannten Massnahmen Wirkung zeigen – die hier vorgestellten Alternativen der Säureblocker testen.

Retronasaler Schleimfluss

Beim retronasalen Schleimfluss rinnt dünnflüssiger Schleim aus der Nase und den Nasennebenhöhlen in den Rachen, was einen Hustenreiz auslösen kann. Oft ist der Husten hier ein produktiver Husten, manchmal kann es aber auch ein trockener Husten sein, insbesondere nachts.

Auslöser des retronasalen Schleimflusses können Allergien (z. B. Heuschnupfen ), Erkältungen, Nasennebenhöhlenentzündungen , eine Histaminintoleranz und immer häufiger auch der stille Reflux sein. Der retronasale Schleimfluss ist also im Grunde ebenfalls die Folge einer Ursache und nicht die tatsächliche Ursache des Hustens.

Oft wird der retronasale Schleimfluss von weiteren Symptomen begleitet, die bei der genauen Ursachenbestimmung helfen können, etwa Fliessschnupfen, Halsschmerzen, Fremdkörpergefühl im Rachen und das Gefühl, immer schlucken zu müssen.

Will man testen, ob man am retronasalen Schleimfluss leidet, soll man laut Schulmedizin einfach Schnupfenmittel zum Abschwellen oder auch ein Antihistaminikum (oder ein kombiniertes Mittel) ausprobieren. Wirkt das Mittel, hat man den retronasalen Schleimfluss.

Was beim retronasalen Schleimfluss hilft

Da der retronasale Schleimfluss ein Symptom ist, muss er je nach Ursache behandelt werden. Verfolgen Sie dazu bitte die Links oben unter den möglichen Ursachen (Heuschnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung etc.).

Auch Nasenduschen mit lauwarmer Sole (dreimal täglich) können hilfreich sein. Verwenden Sie dazu eine 1-prozentige Sole (Salzlösung). Wie Sie die Sole selbst ansetzen können, erklären wir im folgenden Video. Wie Sie diese Sole sodann richtig verdünnen können, erklären wir in unserem Artikel über Sole.

Meist erhält man beim Kauf von Nasenduschen aber auch kleine Beutelchen, die genau die richtige Salzmenge für eine Anwendung enthalten (je eine Hälfte der entstandenen Flüssigkeitsmenge für ein Nasenloch).

*Hier erhalten Sie eine Nasendusche mit verschiedenen Aufsätzen (wenn mehrere Personen die Nasendusche nutzen) sowie den genannten Salzbeutelchen. Die Nasendusche ist aus bpa-freiem Material.

Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung COPD

Die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung COPD wurde früher als „Raucherlunge“ bezeichnet, da die Mehrheit der Betroffenen raucht. Da es dabei zu einem hartnäckigen Husten kommt, nannte man ihn „Raucherhusten“. Der Husten bei COPD kann mit Auswurf sein, er kann aber oft auch trocken sein.

Was bei einer COPD hilft

Im folgenden Link lesen Sie alles über naturheilkundliche Massnahmen bei COPD und welche Ernährung Ihnen helfen kann, sich bald besser zu fühlen.

Trockener Husten durch Schädigung des Vagusnervs

Trockener Husten kann auch die Folge einer Schädigung des Vagusnervs sein. Es handelt sich dann um einen nervlich bedingten Husten. Man spricht vom neurogenen Husten. Oft tritt er als Folgeerscheinung eines Virusinfektes der Atemwege auf (Erkältung, grippaler Infekt, Covid-19). Durch den Infekt können Nervenbahnen des Vagusnervs im Rachenbereich geschädigt werden.

Der Vagusnerv durchzieht den Körper vom Gehirn bis in den Bauchraum. Er ist u. a. an den Atmungsfunktionen beteiligt und sorgt dafür, dass wir sprechen, schlucken und auch singen können. Er ist aber auch an der Hustenentstehung beteiligt.

Wenn irgendein reizender Stoff in die Atemwege gelangt, dann melden das die lokalen Zellen, die den Reiz des Stoffes wahrnehmen, an den Vagusnerv, der den Reiz weiter an das Gehirn leitet – und zwar an das Hustenzentrum. Dieses sendet nun den Befehl zum Husten an die Atemmuskulatur. Man holt nun Luft und atmet sie stossartig wieder aus – man hustet.

Ist der Vagusnerv in diesem Bereich gestört, dann kommt es immer wieder zu lästigem Reizhusten mit Hustenattacken.

Die Diagnose des neurogenen Hustens, den man auch als postvirale Vagusneuropathie (PVVN) bezeichnet, stellt der HNO-Arzt. Oft sind hierbei auch die Stimmbandnerven betroffen (die zum Vagusnerv gehören) und es kann eine sog. Stimmlippenparese (Stimmlippenlähmung) vorliegen. Die Stimmlippen sind Falten im Kehlkopf, die die Stimmbänder und den Stimmmuskel enthalten.

Bei einer Stimmlippenparese sind der Nervus laryngeus inferior und der Nervus laryngeus recurrens (Nervenstränge, die zum Vagusnerv gehören) geschwächt bzw. ganz oder teilweise gelähmt. Daher leiden Betroffene häufig nicht nur an einem trockenen Husten, sondern auch an Heiserkeit oder sogar an Schmerzen beim Sprechen.

Symptome beim neurogenen Husten

Typische Symptome für einen neurogenen Husten sind ( 10 ):

  1. Kitzeln im Rachen durch Sprechen oder Singen mit anschliessendem Husten
  2. Brennen in der Kehle (nicht immer ist Reflux für ein Brennen im Hals verantwortlich, es kann also auch ein neurogener Husten sein, wobei auch beides kombiniert vorliegen kann)
  3. Husten beim Einatmen von Parfüm oder anderen starken Gerüchen
  4. Husten aufgrund von Temperaturveränderungen, auch in klimatisierten Räumen, der Husten wird besser, sobald man den Raum verlässt und ins Freie geht.
  5. Schmerzen beim Sprechen
  6. Heiserkeit, Versagen der Stimme

Was beim neurogenen Husten hilft: schulmedizinisch

Beim neurogenen Husten verordnen Ärzte meist Amitriptylin, ein trizyklisches Antidepressivum, das normalerweise gegen Ängste, Migräne und chronische Schmerzen gegeben wird, also kaum noch bei Depressionen. Bei neurogenem Husten gilt es als Mittel der ersten Wahl und wirkt offenbar schon in kleinen Dosen von z. B. 10mg pro Tag, während man bei Angststörungen bis zu 150 mg pro Tag nimmt, was dann natürlich auch die Gefahr von Nebenwirkungen deutlich erhöht.

Die Therapie des trockenen Hustens mit Amitriptylin kann laut Dr. Koufman schon nach wenigen Tagen anschlagen, müsse aber noch etliche Monate weiter erfolgen, da der Vagusnerv das medikamentöse Stoppsignal 3 bis 9 Monate lang erhalten sollte, bis er wieder umprogrammiert sei und keine ständigen Hustenattacken verursache. Würde man das Mittel also sofort wieder absetzen, sobald eine Wirkung zu verspüren ist, käme der Husten wieder zurück.

*Details dazu finden Sie im Buch von Dr. Jamie Koufman, das Sie hier erhalten: Wenn der Husten nicht mehr aufhört

Naturheilkundlich ist diese Therapie natürlich nicht. Wer jedoch schon lange unter chronischem trockenem Husten mit quälenden Hustenreizattacken leidet, will vielleicht seine Lebensqualität schnell wieder verbessern, was mit naturheilkundlichen Massnahmen nicht so schnell möglich ist.

Was beim neurogenen Husten hilft: naturheilkundlich

Wenn beim neurogenen Husten eine Störung des Vagusnervs vorliegt, bieten sich aus naturheilkundlicher Sicht verschiedene Massnahmen an, die zur Erholung des Vagusnervs bzw. zur Regeneration seiner Funktionsfähigkeit beitragen.

Der Vagusnerv gehört zum Parasympathikus, jenem Nervensystem in unserem Körper, das auch als Ruhe- oder Entspannungsnerv bezeichnet wird. Der „Gegenspieler“ ist der Sympathikus – der Stress- oder Leistungsnerv.

Will man also den Vagusnerv wieder in ein gesundes Gleichgewicht befördern, dann ist ein gut durchdachtes Stressmanagement der Weg zum Ziel. Wir werden in Kürze einen Artikel veröffentlichen, in dem konkret Massnahmen vorgestellt werden, mit denen man den Vagusnerv aktivieren kann – was noch bei vielen anderen chronischen Erkrankungen sehr gute Effekte zeigt, also nicht nur bei nervlich bedingtem trockenem Husten.

Zu diesen Massnahmen zählen:

  1. Atemübungen: Die einfachste Atemübung ist, tief und langsam in den Bauch atmen, den Bauch dabei heben und bei der langsamen Ausatmung wieder senken. Atmen Sie in dieser Art 1 bis 2 Minuten immer wieder zwischendurch – gerne auch wenn der Husten auftritt. Auch die 4-7-8-Atemtechnik wirkt entspannend und kann sogar Angststörungen lindern helfen.
  2. Singen: Singen Sie, wann immer möglich, laut und fröhlich Ihr Lieblingslied, nutzen Sie z. B. Karaoke-Angebote bei Youtube.
  3. Schwingen auf dem Trampolin
  4. Wechselduschen : Der Vagusnerv liebt Temperaturreize.
  5. Meditation
  6. Entspannende Massagen: Es gibt auch konkrete Vagusnerv-Massagen, die wir in Kürze vorstellen werden.
  7. Yoga und Pilates: Bei beiden Sportarten werden Bewegung mit bewusster Atmung kombiniert – ideal für den Vagusnerv. Auf unserem ZDG-Yogakanal bei Youtube finden Sie zahlreiche Yogaübungen mit Fokus auf Stressabbau, die Sie leicht in Ihren Alltag integrieren können und die auch für Anfänger geeignet sind.
  8. Lachen und guter Dinge sein!

Herzinsuffizienz

Trockener Husten (manchmal mit etwas Auswurf) kann eine Herzinsuffizienz begleiten, insbesondere eine Linksherzinsuffizienz. Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage, das Blut in ausreichendem Mass durch den Organismus zu pumpen, so dass es zu einer Sauerstoffunterversorgung kommt. Meist liegen auch eine koronare Herzkrankheit (Verkalkung der Herzkranzgefässe) sowie ein Bluthochdruck vor.

Der Husten (oft Herzhusten genannt) äussert sich mit immer wiederkehrenden Hustenanfällen. Es ist ein trockener Husten, der in der Brust schmerzt und meist im Liegen auftritt. Neben dem Husten kommen bei einer Herzinsuffizienz noch weitere Symptome vor, etwa Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Schwäche, unregelmässiger Herzschlag, geschwollene Beine oder auch Wassereinlagerungen an anderen Körperstellen.

Was bei einer Herzinsuffizienz hilft

Bei Herzinsuffizienz können adäquate Bewegung und die richtige Ernährung sehr gute Erfolge bringen, wie Sie im vorigen Link lesen können. Hier finden Sie naturheilkundliche Massnahmen, falls Sie zusätzlich an Herzrhythmusstörungen leiden.

Mykoplasmen-Pneumonie

Die Mykoplasmen-Pneumonie wird von Bakterien (den Mykoplasmen) verursacht und betrifft Kinder und Teenager deutlich häufiger als ältere Menschen. Mykoplasmen sind besondere Bakterien, da sie – im Unterschied zu den meisten anderen Bakterien – keine Zellwände haben. Penicillin wirkt daher hier auch nicht. Das Arzneimittel ist aber meist auch nicht nötig, da das Immunsystem die Erreger in den meisten Fällen schnell unter Kontrolle hat.

Die Mykoplasmen-Pneumonie ist eine meist milde Lungenentzündung, was bedeutet, dass die Erreger auch häufig gar nicht die Lunge erreichen, sondern nur die oberen Atemwege betreffen. Die Symptome beginnen schleichend. Ein hartnäckiger Husten, der über Wochen bestehen bleiben kann, ist typisch. Dazu kommen noch Abgeschlagenheit, manchmal Kopfschmerzen und Fieber. Auch Hals- und Ohrenschmerzen sind möglich ( 3 ).

Was bei einer Mykoplasmen-Pneumonie hilft

Wird eine Mykoplasmen-Pneumonie diagnostiziert, erhält man meist spezielle Antibiotika (z. B. Doxycyclin). Wichtig sind aus naturheilkundlicher Sicht Massnahmen, die das Immunsystem nachhaltig stärken, damit die Infektion schnell überwunden werden kann.

Idiopathische Lungenfibrose

Trockener Husten ist ein wichtiges Symptom bei der idiopathischen Lungenfibrose (IPF). Dabei handelt es sich jedoch um eine sehr seltene Erkrankung (3 bis 9 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland). Es ist eine meist schnell fortschreitende Erkrankung, bei der es zu Vernarbungen in der Lunge kommt, was deren Funktion natürlich immer weiter einschränkt. Da die Ursachen unbekannt sind, heisst die Lungenfibrose idiopathische Lungenfibrose (IPF), denn idiopathisch bedeutet „Ursache unbekannt“.

Wenn die Lungenfibrose nicht idiopathisch ist, sind Strahlenschäden, Medikamente oder das Einatmen von Stäuben mögliche Ursachen der Erkrankung. Bei der IPF fällt das Atmen zunehmend schwerer. Es kommt zur Kurzatmigkeit, abnehmender körperlicher Belastbarkeit, Müdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme.

Was bei der idiopathischen Lungenfibrose hilft

Bei der idiopathischen Lungenfibrose sollte ein umfassendes naturheilkundliches und ganzheitliches Konzept parallel zur schulmedizinischen Therapie erfolgen. Das ganzheitliche Basiskonzept Was tun bei chronischen Erkrankungen. Dazu kommen dann noch spezifische Therapien für die Lunge, deren Erläuterung aber hier den Rahmen des Artikels sprengen würde.

Lungenkrebs

Eine sehr seltene Ursache für trockenen Husten ist Lungenkrebs. Allein trockener Husten tritt hier aber nicht auf. Weitere Symptome kommen dazu, wie Gewichtsverlust, Schwächegefühl, Kurzatmigkeit und blutiger Auswurf.

In Sachen Therapie gilt beim Lungenkrebs das bei der Lungenfibrose Geschriebene. Auch hier ist ein umfassendes ganzheitliches Konzept erforderlich, das mit der schulmedizinischen Therapie kombiniert werden kann.

Trockener Husten abhängig von der Tageszeit

Wenn Sie eine Erkältung haben und dabei husten, kennen Sie die Ursache – ganz gleich, ob Sie nun morgens, mittags oder nachts husten. Bei weniger eindeutigen Ursachen kann jedoch die Tageszeit, zu der Ihr trockener Husten auftritt, Hinweise auf eine mögliche Ursache geben.

Husten am Morgen

Husten Sie insbesondere morgens, könnten die folgenden Ursachen dahinter stecken:

  1. Raucherhusten
  2. Nachwehen einer Erkältung (wenn die Erkältung also schon vorbei ist)
  3. Chronische Bronchitis.

Husten in der Nacht

Husten Sie eher nachts, dann könnten es die folgenden Ursachen sein:

  1. Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  2. Asthma und Allergien
  3. Stiller Reflux
  4. Retronasaler Schleimfluss
  5. Neurogener Husten
  6. ACE-Hemmer
  7. Keuchhusten

*Lymphdiaral Basistropfen SL zur unterstützenden Behandlung von Infekten der oberen Atemwege bekommen Sie hier .

Wann bei trockenem Husten zum Arzt

Wenn Sie an trockenem Husten leiden, seit Sie bestimmte Medikamente nehmen, dann sollten Sie in jedem Fall zum Arzt gehen, um abzuklären, ob der Husten nicht eine Nebenwirkung sein könnte.

Ein bisschen Husten dann und wann stört im Allgemeinen nicht. Wenn Ihr trockener Husten aber immer schlimmer wird oder einfach nicht mehr weggeht und dabei noch so lästig ist, dass er den Schlaf oder das Allgemeinbefinden beeinträchtigt, sollten Sie ebenfalls zum Arzt gehen.

Natürlich sollten Sie auch dann zum Arzt gehen, wenn beim trockenen Husten plötzlich blutiger Auswurf auftritt, Atemnot hinzukommt, Schluckbeschwerden oder das Gefühl, es stecke etwas in Ihrem Hals.

Die Therapie der Schulmedizin

Schleimlösende Mittel nützen bei trockenem Husten und Reizhusten nicht. Denn im Allgemeinen lässt sich der trockene Husten nicht in einen produktiven Husten umwandeln. Tritt er bei einer Erkältung auf, dann entwickelt sich daraus oft nach wenigen Tagen ein produktiver Husten, was jedoch „automatisch“ geschieht, also nicht durch irgendwelche Mittel eingeleitet werden kann.

Medikamente gegen Reizhusten oder Hustenanfälle nennt man Hustenstiller (z. B. Dextromethorphan). Sie reduzieren zwar den Hustenreiz, wirken aber oft nicht zufriedenstellend oder auch gar nicht. Dafür haben sie Nebenwirkungen, etwa Schwindel, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Erbrechen und dürfen mit vielen anderen Medikamenten nicht zusammen eingenommen werden, auch bei manchen Krankheiten nicht (z. B. COPD). Dextromethorphan kann sogar bei übermässigem Gebrauch abhängig machen.

Zwar kann ein Hustenstiller vielleicht vorübergehend hilfreich sein (z. B. um eine ruhigere Nacht zu haben), da diese Medikamente aber nur den Hustenreiz unterdrücken, sich aber in keinster Weise um die Ursachen des Hustens kümmern, können sie zur Heilung nur wenig beitragen.

Trockener Husten: Therapie in der Naturheilkunde

Bei trockenem Husten, dessen Ursache bekannt ist, wird – wie oben erklärt – insbesondere die jeweilige Ursache behandelt. Begleitend dazu und auch wenn keine Ursache gefunden werden kann, setzt man symptomatisch wirksame Hausmittel ein.

Sie sollen die Schleimhäute befeuchten, den Hustenreiz mildern, den Rachen bei der Regeneration unterstützen sowie entkrampfend wirken und so Hustenfälle lindern

Hustenbonbons: In erster Linie werden dazu Hals- und Hustenbonbons eingesetzt. Da sie meist viel Zucker oder Süssstoffe enthalten, erklären wir hier, wie Sie aus nur wenigen Zutaten Hustenbonbons selber machen können.

Tee: Hier finden Sie Rezepte für selbstgemachte Erkältungstees sowie unter Punkt 4 ein Rezept für einen Kräutertee gegen trockenen Husten und Reizhusten.

Umckaloabo: Umckaloabo ist eine Pflanze aus Südafrika. Ihr Extrakt wird meist in Tropfenform eingenommen und wirkt insbesondere bei Bronchitis, wird aber auch generell zum Schutz der Atemwege eingesetzt, weil der Extrakt deren Regeneration fördert.

*Hier z. B. erhalten Sie Umckaloabo-Tropfen von Schwabe und hier den Umckaloabo-Saft (ohne Zucker, mit Xylitol und Maltodextrin gesüsst) für Kinder.

Thymian: Thymian ist eine jener Heilpflanzen, die sehr gut bei Husten wirken – ob es nun ein produktiver Husten oder ein trockener Husten ist. Denn Thymian wirkt nicht nur antibakteriell und schleimlösend, sondern durch seine entkrampfende Wirkung auch hustenreizlindernd.

Inhalationen: Kurzfristige Linderung bringen auch heisse Duschen, deren heisser Wasserdampf die Schleimhäute befeuchtet, die Nebenhöhlen reinigen hilft und den Hustenreiz lindert. Natürlich kann der Wasserdampf auch über Inhalationen eingeatmet werden. Dazu können Sie in das Wasser noch Salz geben.

*Einen Inhalator mit verschiedenen Aufsätzen finden Sie z. B. hier: Inhalator

Kopfende erhöhen: Wenn Sie besonders nachts vom trockenen Husten geplagt werden, erhöhen Sie das Kopfende Ihres Bettes (um max. 25 cm). Dies lindert auch Husten durch Reflux/stillen Reflux und retronasalen Schleimfluss.

Nicht rauchen: Sollten Sie an trockenem Husten leiden und noch rauchen oder womöglich passivrauchen müssen, dann hören Sie damit auf. Bitten Sie rauchende Mitmenschen, nicht in Ihrer Nähe zu rauchen.

Wasser trinken: Trinken Sie ausreichend Wasser (30 ml pro Kilogramm Körpergewicht)

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Quellen
  1. (1) American Lung Association, Chronic Cough, abgerufen am 24.2.2022
  2. (2) Robert-Koch-Institut, Coronavirus SARS-CoV-2, Gesundheitliche Langzeitfolgen (Stand: 23.2.2022)
  3. (3) Deximed Hausarztwissen online, Lungenentzündung durch Mykoplasmen, aktualisiert 4. Februar 2022
  4. (4) University of Michigan Health, Dry Coughs, October 26, 2020
  5. (5) Mahashur A. (2015). Chronic dry cough: Diagnostic and management approaches. Lung India : official organ of Indian Chest Society32(1), 44–49.
  6. (6) Pimentel AM, Baptista PN, Ximenes RA, Rodrigues LC, Magalhães V; Pert–Pertussis Study Group, Silva AR, Souza NF, Matos DG, Pessoa AK. Pertussis may be the cause of prolonged cough in adolescents and adults in the interepidemic period. Braz J Infect Dis. 2015 Jan-Feb;19(1):43-6
  7. (7) Lungenärzte im Netz, 07.12.2011, Keuchhusten bei Erwachsenen bleibt oft unerkannt, ist aber hoch ansteckend
  8. (8) Harvard Health Publishing, That nagging cough, February 7, 2019
  9. (9) Suyu H, Liu Y, Jianyu X, Luo G, Cao L, Long X. Prevalence and Predictors of Silent Gastroesophageal Reflux Disease in Patients with Hypertension. Gastroenterol Res Pract. 2018 Apr 23;2018:7242917.
  10. (10) Koufman J, Wenn der Husten nicht mehr aufhört, VAK, ISBN 978-3-86731-245-5