Zentrum der Gesundheit
  • Lungenerkrankung COPD
15 Juni 2022
19 min

COPD: Ernährung bei chronischer Lungenerkrankung

Die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) betrifft immer mehr Menschen. Mit der richtigen Ernährung und anderen naturheilkundlichen Massnahmen kann man der Lungenerkrankung nicht nur vorbeugen, sondern auch bei bestehender Erkrankung den Krankheitsverlauf äusserst positiv beeinflussen und das Leben wieder lebenswert machen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Kommentare

Kostenlosen Newsletter abonnieren

Mit Ihrer Anmeldung erlauben Sie die regelmässige Zusendung des Newsletters und akzeptieren die Bestimmungen zum Datenschutz.

COPD: die chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Unter COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) fasst man verschiedene Lungenkrankheiten zusammen, wie etwa das Lungenemphysem oder die chronische Bronchitis. Oft sagt man im Volksmund auch einfach „Raucherlunge“ dazu, da in zwei Dritteln aller Fälle Raucher betroffen sind. Daher nennt man eines der wichtigsten Symptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung - den hartnäckigen Husten - auch Raucherhusten.

An der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung starben im Jahr 2015 allein in Deutschland 30.000 Menschen. Weltweit zählt die Erkrankung zu den dritthäufigsten Todesursachen. Man schätzt - laut Lungeninformationsdienst - dass bis zum Jahr 2030 in Deutschland 7,9 Millionen Menschen von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung betroffen sein werden. Das wären 10 Prozent der Bevölkerung ( 33 ).

Die frühen Symptome dieser Lungenerkrankung werden oft nicht ernst genommen oder mit anderen Erkrankungen verwechselt. Würde man die Unterschiede kennen und eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung rechtzeitig vermuten, könnte man den Verlauf der Erkrankung deutlich verlangsamen, wenn nicht gar ganz stoppen.

Daher ist es wichtig, die ersten Anzeichen der Lungenerkrankung richtig zu deuten, um dann mit den entsprechenden Massnahmen entgegensteuern zu können. Denn auch für die Lungengesundheit lässt sich aus ganzheitlicher Sicht sehr viel tun, so dass sich die Lungen – je nachdem, wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist – auch wieder regenerieren können.

Symptome der Lungenerkrankung

Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung arbeiten die Lungen nicht mehr mit voller Kraft, so dass weniger Sauerstoff in den Körper transportiert wird. Zu den ersten Anzeichen einer COPD gehören zahlreiche Veränderungen, die man in den Atemwegen wahrnimmt:

  1. Kurzatmigkeit bei Aktivitäten, die zuvor problemlos möglich waren
  2. Engegefühl in der Brust
  3. Häufige Atemwegsinfekte
  4. Chronischer Husten
  5. Verstärkte Schleimproduktion, auch wenn gerade kein Atemwegsinfekt besteht
  6. Atemgeräusche (z. B. leises Pfeifen)
  7. Farbänderungen des Auswurfs von klar zu gelb, grün oder gar rötlich, aufgrund von Blut
  8. Schlafstörungen und Atempausen während des Schlafs
  9. Energiemangel und unerklärliche Erschöpfung

Erkennt man diese Symptome nicht als Warnzeichen, kann sich die Erkrankung schleichend weiterentwickeln, so dass es immer schwieriger wird, sie schliesslich aufzuhalten.

Typisches Symptom bei COPD: Engegefühl in der Brust

Symptome einer Lungenerkrankung
IMAGO / Panthermedia

Andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen

Manche dieser Symptome können auch auf ein anderes Problem hinweisen, wie z. B. Asthma, akute Atemwegsinfekte oder schlicht ein hohes Alter.

Asthma

Auch bei Asthma ist man kurzatmig und atmet pfeifend oder keuchend. Allerdings kann man auch beides haben: Asthma und eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Entsprechende Lungentests beim Arzt können hier Klarheit bringen. Die typischen Asthma-Medikamente (z. B. Cortisonsprays) helfen bei COPD meist nicht.

Akute Atemwegsinfekte

Akute Atemwegsinfekte gehen natürlich ebenfalls mit Husten, Auswurf, Schleimproduktion und Erschöpfung einher. Erst wenn Atemwegsinfekte häufiger werden und auch in der Zeit ohne akute Erkrankung manche Symptome bestehen bleiben, ist eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung denkbar.

Hohes Alter

Im hohen Alter nimmt die Brustmuskulatur ab, so dass es immer schwerer fällt, tief zu atmen. Auch die Lungen verlieren ihre Elastizität und damit ihre Leistungsfähigkeit. Es kommt somit zu Sauerstoffmangel, Kurzatmigkeit und Erschöpfung, ohne dass man gleich an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden muss.

Ist man sich nicht sicher, welches Gesundheitsproblem nun im Einzelfall vorliegt, sollte man seinen Arzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen. Sobald man weiss, wo das Problem liegt, kann man gezielte Massnahmen ergreifen, um den Lungen bei der Erholung und Regeneration zu helfen.

Das typische Asthma-Spray (Cortison) hilft bei COPD oft nicht

Mann benutzt Asthma-Inhalator
gettyimages.de/RealPeopleGroup

Was tun bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung?

Für die Lungen gibt es sehr viele naturheilkundliche und ganzheitliche Massnahmen, die man gezielt umsetzen und damit den Heilprozess unterstützen kann. Auch wenn es aus schulmedizinischer Sicht immer heisst, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung sei nicht heilbar, so kann man doch sehr viel tun, um die Erkrankung zu stoppen und das Fortschreiten zu verhindern:

  1. bei Rauchern ein sofortiges Rauchstopp
  2. eine gesunde Ernährung, die nicht nur das Risiko für eine Lungenerkrankung senkt, sondern auch den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen kann (siehe weiter unten).
  3. Natürlich sollten auch mögliche Ursachen abgeklärt und eliminiert werden. So weiss man beispielsweise, dass manche Medikamente Lungenschäden verursachen können. Überprüfen Sie daher – falls Sie Medikamente nehmen – deren Beipackzettel.
  4. Nutzen Sie ausserdem E-Zigaretten nur zur kurzfristigen Rauchentwöhnung, bevor Sie auch E-Zigaretten an den Nagel hängen sollten, da auch diese die Lungen schädigen können.
  5. Denken Sie an Ausdauertraining, Atemmuskeltraining, Krafttraining etc. Im Rahmen einer Lungen-Reha zeigt Ihnen Ihr Physiotherapeut, was zu tun ist. Tai Chi kann ähnlich wirksam sein wie die übliche Lungenreha, wie wir hier erklärt haben.

Die Ernährung entscheidet bei COPD über den Krankheitsverlauf

Eine falsche Ernährung wird auch in Wissenschaftlerkreisen immer häufiger als Mitursache chronischer Erkrankungen genannt. Die Art der Ernährung entscheidet ausserdem massgeblich darüber, ob eine bestehende chronische Erkrankung fortschreitet und immer schlimmer wird oder ob sie sich wieder bessern kann.

Dies gilt für die unterschiedlichsten Beschwerden, ganz gleich ob es sich um eine Depression handelt, um Arthrose, Arthritis, Psoriasis, Bluthochdruck, Brustkrebs, Polyneuropathie, Multiple Sklerose, Psychosen oder was auch immer.

Erste Studien sind längst erschienen, die die Wichtigkeit der Ernährung auch bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und Asthma belegen. Schon allein die Tatsache, dass Übergewicht ein massgeblicher Risikofaktor für die Lungenerkrankung ist und Übergewicht meist die Folge einer ungesunden Ernährungsweise darstellt (zusammen mit Bewegungsmangel), zeigt, dass es höchste Zeit ist, die Ernährung zu verändern, was meist automatisch auch zu einer Normalisierung des Gewichts führt.

Selbst manche Lungenfachärzte raten inzwischen zu einer Ernährungsumstellung, so dass es längst entsprechende Erfahrungsberichte dazu gibt:

Ungesunde Ernährung ist bei COPD ein wichtiger Risikofaktor

Ungesunde Pommes mit Currywurst
IMAGO / Jürgen Held

Erfahrungsbericht: Basische Ernährung bessert COPD

Eine COPD-Patientin erzählt: „Mein Lungenfacharzt empfahl mir eine basische Ernährung. Ich war erst skeptisch. Doch wenn ich diese Ernährungsweise konsequent umsetze, kann ich leichter atmen, huste weniger und habe deutlich weniger Schleim im Hals. Ich esse Gemüse und säurearme Früchte. In mein Trinkwasser gebe ich eine Prise Natron (Natriumhydrogencarbonat) und ich soll sechs kleine Mahlzeiten statt der üblichen drei grossen Mahlzeiten essen.

Etwas Fisch und Geflügel ist erlaubt. Tabu sind hingegen Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke, rotes Fleisch, Schokolade und Frittiertes. Erst hatte ich Sorge, dass ich Gewicht verliere, aber ich nahm nur wenig ab und habe es dank meines Sportprogramms in Form von Muskelmasse wieder zugenommen. Meine neue Ernährung hat einen weiteren Vorteil. Ich brauche für den Magen keine Säureblocker mehr. Sobald ich jedoch sündige, merke ich es sofort, mir geht es schlechter und ich kehre mit Freuden wieder zu meiner basischen Ernährung zurück.“

Natürlich gibt es dann immer auch Feedbacks wie dieses: „Ich musste schon das Rauchen aufgeben. Wenn ich jetzt auch noch all das nicht mehr essen darf, was mir schmeckt, habe ich gar keine Freude mehr am Leben.“ Hier gilt es, eine Entscheidung zu treffen: Sich gut fühlen und den Genuss an gesunder Ernährung entdecken oder im alten Schlamassel sitzen bleiben und sich die Seele aus dem Leib husten.

Richtige Ernährung senkt COPD-Risiko um ein Drittel

Wir haben bereits hier von einer Studie berichtet, die im Februar 2015 im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Eine vollwertige gemüselastige Ernährung hatte in dieser Untersuchung das Risiko für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung um ein Drittel reduziert!

Ernährungsumstellung wichtiger Teil der Therapie!

Im Fachmagazin Nutrients erschien zu diesem Thema im März 2015 ein Review (Übersichtsarbeit) des Zentrums für Asthma und Atemwegserkrankungen der University of Newcastle/Australien. Die Studie widmete sich dem Einfluss der Ernährung auf die Lungengesundheit und hier besonders auf die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ( 1 ).

Die beteiligten Forscher schrieben darin, dass die medizinische Versorgung auf diesem Gebiet zwar immer mehr Fortschritte mache, dass jedoch eine Ernährungsumstellung in jedem Fall begleitend durchgeführt werden solle. Die mediterrane Ernährungsform bietet sich beispielsweise an, da sie in epidemiologischen Studien einen schützenden Effekt vor Atemwegserkrankungen zeigte.

Mediterrane Ernährung statt typisch westlicher Ernährung

Bei der mediterranen Ernährung nimmt man möglichst naturbelassene Lebensmittel zu sich, wie Früchte, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Saaten, begleitet von gelegentlichen Fischmahlzeiten. Milchprodukte, Fleisch und Geflügel gibt es nur selten. Als Fettquelle dient Olivenöl, was automatisch den Verzehr ungesunder Fette reduziert.

Die typisch westliche Ernährungsform hingegen (Weissmehl, Fleisch, Milchprodukte, Süssigkeiten, Pommes, salzige Snacks und süsse Desserts) erhöht das Risiko, Opfer einer Atemwegserkrankung (Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung u. a.) zu werden – und Kinder, die gerne Fastfood essen, erkranken häufiger an Asthma. Das ist auch kein Wunder, da schon eine einzige fettreiche Fastfood-Mahlzeit die Entzündungswerte der Atemwege steigen lässt.

Rotes Fleisch bei COPD besser weglassen

In einer Übersichtsarbeit (Meta-Analyse), die im Juni 2019 in Clinical Nutrition erschien, wertete man die Daten von 5 grossen und hochwertigen Studien mit insgesamt knapp 290.000 Teilnehmern aus, darunter 8.338 COPD-Betroffene. Es zeigte sich, dass jede zusätzliche 50-Gramm-Portion rotes Fleisch, das COPD-Risiko um 8 Prozent erhöhte.

Andere mögliche Einflussfaktoren wurden in den Studien zumeist berücksichtigt, z. B. Tabakkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht, Verzehrmenge, Hormoneinnahme in den Wechseljahren und Verarbeitungsgrad des Fleisches (frisch oder als Wurst/geräuchert/gepökelt). Dennoch blieb das deutlich erhöhte COPD-Risiko bei den Fleischessern bestehen.

Wenn Sie daher bereits an COPD erkrankt sind, lohnt es sich, im Rahmen der Ernährungsumstellung eindeutig, weniger Fleisch zu essen oder es am besten ganz wegzulassen ( 35 ).

Obst und Gemüse verbessern Lungenfunktionswerte

In Obst und Gemüse sind reichlich Vitalstoffe enthalten, wie Antioxidantien, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Alle diese Stoffe wirken sich bekanntlich sehr gut auf die menschliche Gesundheit und so auch auf die Lungen und Atemwege aus. Kinder und Erwachsene leiden daher seltener an Atemwegserkrankungen, wenn sie eine obst- und gemüsereiche Ernährung praktizieren. Essen Kinder hingegen wenig Gemüse, dann erkranken Sie eher an Asthma.

Bei Erwachsenen zeigte sich in einer Untersuchung, dass ein verstärkter Obstverzehr über zwei Jahre hinweg den sog. FEV1 steigen lässt, einen Lungenfunktionswert, der bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung meist immer weiter sinkt. Eine andere Studie ergab, dass ein jahrelang geringer Obstkonsum für einen fallenden FEV1 sorgt.

In zwei randomisierten kontrollierten Studien mit Patienten, die an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung litten, zeigte sich in der 12-wöchigen Untersuchung, dass ein hoher Frucht- und Gemüseverzehr den FEV1 nicht veränderte, auch nicht die Entzündungswerte oder die Werte des oxidativen Stresses der Atemwege ( 3 ) ( 4 ).

Offenbar war der Zeitraum zu kurz gewählt, denn in einer dreijährigen Studie mit 120 COPD-Betroffenen verbesserten sich die Lungenfunktionswerte in der Gruppe mit dem höheren Obst- und Gemüseverzehr sehr wohl im Vergleich zur obst- und gemüsearmen Kontrollgruppe, so dass davon ausgegangen werden kann, dass kurzfristige Obst- und Gemüsekuren keinen Sinn machen, sondern vielmehr eine dauerhafte Umstellung der Ernährung empfehlenswert ist ( 5 ).

Obst und Gemüse verbessern bei COPD die Lungenfunktion

Lunchbox mit Früchten und Gemüse
gettyimages.de/ Westend61

Mineralstoffe bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung

Auch eine umfassende Mineralstoffversorgung sollte bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung selbstverständlich sein. Bei Asthma ist bekannt, dass die verstärkte Einnahme von Magnesium, Calcium und Kalium das Risiko einer Erkrankung reduziert.

Calcium

Gerade die Calciumaufnahme scheint bei COPD-Patienten erschwert zu sein, wie eine Studie zeigte. Die Betreffenden nahmen zwar genügend Calcium zu sich, hatten jedoch niedrige Calciumwerte. Allerdings kann dies auch auf einen Vitamin-D-Mangel zurückzuführen sein, da Vitamin D die Calciumresorption aus dem Darm fördert. Fehlt Vitamin D, wird ein Calciummangel wahrscheinlicher. Zum Vitamin-D Mangel siehe auch weiter unten.

Magnesium

Da Magnesium die Muskulatur der Bronchien entspannt und insgesamt die Lungenfunktionen verbessert, ist auch eine gute Magnesiumversorgung bei Atemwegserkrankungen enorm wichtig ( 15 ).

Selen

In einigen Studien hat sich ferner ein Selenmangel als förderlich für die Entstehung von Lungenerkrankungen erwiesen, so dass auch dieses Spurenelement in eine ganzheitliche Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung miteinbezogen werden könnte – nicht zuletzt, da Selen die körpereigene Entgiftungsfähigkeit fördert und somit den Organismus vor Schadstoffen schützen kann, die andernfalls insbesondere die Lungen schädigen können ( 16 ). Welche Selenpräparate in Frage kommen und wie diese dosiert werden, haben wir hier erklärt: Selen zur Entgiftung

Ballaststoffe bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung

Auf eine ballaststoffreiche Ernährung achtet man meist erst, wenn die Verdauung Probleme bereitet. Auch zur Vorbeugung von Diabetes oder zur Senkung des Cholesterinspiegels werden gerne verstärkt Ballaststoffe verzehrt.

Bei Lungenerkrankungen jedoch denkt man im Allgemeinen nicht sofort an Haferkleie, Vollkornbrot und Baobab. Das sollte man aber. Denn eine Studie vom Januar 2016 (siehe folgender Link) zeigte, dass sich die Lungen bei täglich 20 Gramm Ballaststoffen in deutlich gesünderem Zustand befanden als bei Menschen, die sich ballaststoffarm ernährten. Ja, in Bevölkerungsgruppen, die sich ballaststoffreich ernähren, leiden nur halb so viele an Atemwegsbeschwerden als in jenen, die bevorzugt zu Weissmehl, Fleisch und Milchprodukten greifen – allesamt extrem ballaststoffarme Lebensmittel.

Eine Liste mit dem Ballaststoffgehalt von Lebensmitteln finden Sie in Fussnote ( 34 ). Mit Hilfe dieser Tabelle können Sie Ihre Ernährung ballaststoffreicher gestalten.

Omega-3-Fettsäuren bei COPD

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit u. a. entzündungshemmender Wirkung. Sie werden meist als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform angeboten – entweder als Fischöl oder Algenöl, sind aber auch in zahlreichen Lebensmitteln enthalten.

Fischverzehr wird oft als ideal bezeichnet, wenn man sich mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren versorgen möchte. Für die Lungen scheint Fischkonsum keine Gesundheitsgarantie zu bieten, denn die bisherigen Studienergebnisse sind diesbezüglich extrem uneinheitlich. Sie zeigten entweder, dass Fischverzehr mit einem erhöhten Risiko für Lungenerkrankungen einhergeht, keinerlei Einfluss auf die Lungengesundheit hat oder aber die Lungenfunktionen verbessern kann.

Allerdings ergab sich in weiteren Untersuchungen, dass höhere DHA-Spiegel das COPD-Risiko mindern und bei bestehender chronisch obstruktiver Lungenerkrankung die Entzündungsmarker senken und eine Besserung der Krankheit unterstützten. Eine Nahrungsergänzung mit DHA-reichen Omega-3-Präparaten (z. B. Algenölkapseln Opti3) wäre bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung daher eine wichtige Komponente in der ganzheitlichen Therapie. DHA steht für Docosahexaensäure, eine langkettige Omega-3-Fettsäure.

Omega-3-Fettsäuren - z. B. in Kapselform - mindern das COPD-Risiko

Omega-3-Kapseln in einer Hand
gettyimages.de/Galina Zhigalova / EyeEm

Vitamin D bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung

Mit der Ernährung kann Vitamin D selten in relevanten Mengen aufgenommen werden. Es ist daher ein Sonderfall, denn es kann vom Körper mit Hilfe des Sonnenlichts selbst hergestellt werden. Es passt also nicht wirklich in einen Artikel über den Einfluss der Ernährung auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Der Vollständigkeit halber und aufgrund seiner Wichtigkeit nennen wir es hier dennoch.

Studien zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen einer guten Vitamin-D-Versorgung und der Lungengesundheit. Zwar kennt man die genauen Mechanismen dieser Verbindung noch nicht, doch spricht alles dafür, dass es sinnvoll ist, einen Vitamin-D-Mangel auszuschliessen bzw. zu beheben, wenn man an einer Lungenkrankheit leidet bzw. einer solchen vorbeugen will. Denn ein entsprechender Mangel erhöht das Risiko, an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung zu erkranken.

So weiss man beispielsweise, dass Atemwegsinfekte bei der Lungenerkrankung ungünstig sind und vermieden werden sollten, weil sie den Verlauf der Krankheit beschleunigen. Vitamin D nun stärkt das Immunsystem und reduziert die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte, wie Zosky et al. 2013 in Nutrients schrieben ( 6 ).

Schon in einer Studie von 2005 und einer weiteren von 2012 ergab sich überdies, dass die Lungenfunktionen bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung umso besser ausfielen, je besser ihr Vitamin-D-Status war. Das Rauchen verhindert übrigens die schützende Wirkung des Vitamin D ( 11 ).

Wir haben ausserdem hier bereits berichtet (Asthma - Folge von Vitamin-D-Mangel), dass ein ungünstiger Vitamin-D-Status das Risiko für Asthma erhöht und bei Asthmatikern zu häufigeren Anfällen und einem verstärkten Cortisoneinsatz führt. Und in der Schwangerschaft stört ein Vitamin-D-Mangel die Lungenentwicklung des Kindes so, dass es später einem höheren Risiko für Lungenerkrankungen ausgesetzt ist ( 7 ).

Wie man einen Vitamin-D-Mangel feststellt und diesen mit individuell passenden Vitamin-D-Dosen beheben kann, haben wir in unserem Artikel über die richtige Vitamin-D-Einnahme beschrieben.

Antioxidantien und oxidativer Stress

Wie bei jeder chronischen Erkrankung, spielt auch bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und anderen Lungenerkrankungen der von freien Radikalen verursachte oxidative Stress eine massgebliche Rolle. Freie Radikale entstehen in den Lungen durch Zellreaktionen auf luftverschmutzende Partikel (Staub, Rauch, Chemikalien etc.). Sie verstärken die ohnehin bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung vorhandenen entzündlichen Prozesse noch weiter.

Je besser jedoch die Versorgung mit Antioxidantien ist, umso besser kommt der Körper mit oxidativem Stress zurecht. Denn Antioxidantien neutralisieren freie Radikale und stoppen ihre zerstörerischen Aktivitäten. Zu den wichtigsten Antioxidantien einer gesunden Ernährung gehören Vitamin C und Vitamin E, Flavonoide und Carotinoide, die sich allesamt besonders reichlich in Früchten und Gemüse befinden, überdies in Nüssen, pflanzlichen Ölen, Kakao und grünem Tee.

Das Carotinoid Lycopin beispielsweise zeigte sich als vorteilhaft bei Lungenerkrankungen, da die Lungenfunktionen bei Asthmatikern und COPD-Patienten umso besser waren, je mehr lycopinreiche Lebensmittel diese verzehrten. Auch bei einer Nahrungsergänzung mit Lycopin ergaben sich Besserungen, da der Stoff Entzündungen in den Atemwegen lindern kann.

Wir haben bereits hier über Lebensmittel zur Reparatur der Lungen berichtet. Auch in diesem Artikel spielen Tomaten neben Äpfeln die Hauptrolle, da sie bei der Regeneration des Lungengewebes helfen und seinen Alterungsprozess hemmen.

Ein weiteres Carotinoid heisst Beta-Cryptoxanthin. Es steckt beispielsweise in Orangen, Mandarinen, Kürbissen, roten Paprikas, Kakis, Karotten und Löwenzahn. Auch dieser Stoff wirkt sich sehr gut auf die Lungengesundheit aus und schützt die Atemorgane vor der schädlichen Auswirkung des Rauchens, so dass besonders Passivraucher oder Exraucher zu diesen Lebensmitteln greifen sollten. Erste Studien an Tieren zeigten, dass Beta-Cryptoxanthin bei bestehenden Lungentumoren zu deren Schrumpfung beitragen konnte ( 32 ).

Flavonoide

Flavonoide sind ebenfalls Pflanzenstoffe mit u. a. antioxidativer, entzündungshemmender und anti-allergischer (histaminhemmender) Wirkung und daher äusserst hilfreich für die empfindlichen Atemwege. Die Gabe von Flavonoiden bessert die Bronchokonstriktion (krampfartige Verengung der Bronchien) und die Entzündungswerte. Letztere bessern sich dank der Flavonoide nicht nur in den Atemwegen, sondern im gesamten Organismus.

Zu den Flavonoiden gehören 6 Unterarten: Flavone, Flavonole, Flavanone, Isoflavone und Flavanole. Es gibt kaum ein pflanzliches Lebensmittel, in dem nicht mindestens einer dieser Flavonoidvertreter enthalten wäre. Die besten Flavonoidquellen sind daher: Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, dunkle Schokolade , Tee, Kräuter und Gewürze.

Vitamin C bei COPD

Ein weiteres hochkarätiges Antioxidans ist das Vitamin C. Es wirkt ebenfalls entzündungshemmend und anti-asthmatisch sowie anti-allergisch. Zwar gibt es auch hier uneinheitliche Ergebnisse, mal verbessert das Vitamin die Lungenfunktionen, mal zeigt sich keine Auswirkung einer Vitamin-C-Einnahme. Aus ganzheitlicher Sicht sollten diese Untersuchungen jedoch nicht verunsichern. Denn zweifelsohne sollte man sich allein auf Vitamin C nicht verlassen, sondern das Vitamin mit vielen weiteren Massnahmen in ein umfassendes Konzept integrieren.

Bei Mäusen, die aus genetischen Gründen Vitamin C nicht selbst herstellen konnten, schützte die Gabe von Vitamin C vor rauchbedingten Lungenerkrankungen, reduzierte den oxidativen Stress in den Atemwegen und half bei der Regeneration des beschädigten Lungengewebes.

In einer Studie aus Taiwan ergab sich, dass COPD-Patienten meist eine Vitamin-C-arme Ernährung praktizierten und/oder niedrigere Vitamin-C-Spiegel aufwiesen als gesunde Personen. Umgekehrt zeigte eine Studie anhand von 7000 erwachsenen Probanden, dass eine Erhöhung des Vitamin-C-Spiegels vor chronisch obstruktiver Lungenerkrankung schützen kann.

Eine gesunde Ernährung ist automatisch reich an Vitamin C, kann aber mit natürlichen Vitamin-C-Präparaten ergänzt werden, beispielsweise mit Acerolapulver, Sanddornsaft oder Hagebuttenpulver.

Vitamin E bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung

Vitamin E arbeitet eng mit Vitamin C zusammen. Hat Vitamin E freie Radikale neutralisiert, ist es zunächst selbst ausser Gefecht gesetzt. Vitamin C kann Vitamin E nun wieder neu beleben, damit es sich erneut in den Kampf gegen den oxidativen Stress stürzen kann. An welcher Erkrankung auch immer man daher leidet, beide Vitamine sollten in ausreichenden Mengen vorhanden sein.

Eine Studie am Menschen zeigte, dass Vitamin E entzündliche Prozesse mindert, die Lungenfunktionen verbessert und Atembeschwerden lindert, aber eben meist nur bei jenen Probanden, die zuvor niedrige Vitamin-E-Spiegel hatten ( 23 ). Wie so oft nützt daher die Vitamineinnahme nicht bei jedem Menschen, sondern nur dort, wo auch ein entsprechender Bedarf bestand.

Bei COPD-Patienten lässt Vitamin E die Werte für oxidativen Stress sinken. Da es besonders während eines Schubs zu einer starken Belastung mit oxidativen Stressaktivitäten kommt, wundert es nicht, dass in diesen Phasen die Vitamin-E-Spiegel sehr niedrig sind, da jetzt besonders viel dieses Vitamins verbraucht wird.

Flammt die Krankheit also auf, dann ist spätestens jetzt an eine verstärkte Versorgung mit Vitamin E zu denken. Auch vorbeugend ist Vitamin E hilfreich. Bei dauerhaft guter Vitamin-E-Versorgung, konnte das Risiko, eine chronische Lungenerkrankung zu entwickeln, immerhin um 10 Prozent gesenkt werden. Das klingt wenig. Wenn man jedoch bedenkt, dass Vitamin E nur EINE Massnahme von vielen ist und jede einzelne Massnahme zur Senkung des Risikos beiträgt, dann kommt insgesamt ein sehr guter Schutz zustande.

Lebensmittel mit viel Vitamin E

Gute Vitamin-E-Quellen, also Lebensmittel mit viel Vitamin E, stellen wir in unserem oben verlinkten Vitamin-E-Artikel vor.

Gesunde Ernährung bei Lungenerkrankungen

Schon allein aus dieser Liste könnte man nun eine sehr gesunde Ernährung bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung zusammenstellen,. Denn gerade diese Lebensmittel liefern nicht nur Vitamin E, sondern nahezu alles, was es braucht, um die Lungengesundheit zu erhalten, wiederherzustellen oder bestehende Lungenkrankheiten zu bessern: Ballaststoffe, Antioxidantien, Mineralstoffe, Vitamine, Carotinoide und Flavonoide.

Selbstverständlich ergänzt man den Ernährungsplan mit gesunden Proteinquellen (pflanzliche Proteine statt tierischer Proteine), nascht dunkle Schokolade (Antioxidantien im Kakao), trinkt ab und zu eine Tasse Grüntee und wechselt immer wieder einmal ab, nimmt also z. B. andere Nüsse oder Kerne zwischendurch, andere Flocken, isst statt Quinoa Vollkornreis usw. Gesunde Rezepte finden Sie hier.

Lediglich Selen, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D werden zusätzlich als Nahrungsergänzung eingenommen. Wenn Sie weitere Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchten, bieten sich die folgenden an:

Nahrungsergänzung bei Lungenerkrankungen

Sog. BCAA, drei bestimmte Aminosäuren (Leucin, Isoleucin und Valin), die den Proteinstoffwechsel regulieren helfen, sich überdies besonders gut auf den Muskelaufbau auswirken, bei Untergewicht eine fettfreie Gewichtszunahme fördern und ausserdem auch den Sauerstoffgehalt des Blutes erhöhen (der bei COPD verringert ist), werden bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung mancherorts empfohlen – besonders wenn im Verlauf der Erkrankung auch ein Gewichtsverlust droht ( 19 ).

Auch Curcumin aus Kurkuma und Sulforaphan aus z. B. Brokkolisprossen kommen bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung in Frage. Beides sind starke Antioxidantien mit entzündungshemmender Wirkung, die sich in ersten Untersuchungen bei der Lungenerkrankung als vorteilhaft erwiesen haben. Kurkuma ist daher auch eine wichtige Zutat des Drinks zur Lungenreinigung

Liebe Leserinnen und Leser,
Hier haben Sie die Möglichkeit, bei unseren Artikeln einen Kommentar zu hinterlassen. Wir freuen uns über Lob, aber auch über konstruktive Kritik. Wenn Sie Kritik anbringen, geben Sie bitte auch die Quelle/Studie an, auf die Sie sich beziehen.
Lieben Dank, Ihre Redaktion vom Zentrum der Gesundheit

Quellen
  1. (1) Bronwyn S. Berthon and Lisa G. Wood, Nutrition and Respiratory HealthFeature Review, Nutrients, Mrz 2015
  2. (2) Butland B.K., Fehily A.M., Elwood P.C. Diet, lung function, and lung function decline in a cohort of 2512 middle aged men. Thorax. 2000;55:102108
  3. (3) Carey I.M., Strachan D.P., Cook D.G. Effects of changes in fresh fruit consumption on ventilatory function in healthy British adults. Am. J. Respir. Crit. Care Med. 1998;158:728733
  4. (4) Baldrick F.R., Elborn J.S., Woodside J.V., Treacy K., Bradley J.M., Patterson C.C., Schock B.C., Ennis M., Young I.S., McKinley M.C. Effect of fruit and vegetable intake on oxidative stress and inflammation in COPD: A randomised controlled trial. Eur. Respir. J. 2012;39:13771384
  5. (5) Keranis E., Makris D., Rodopoulou P., Martinou H., Papamakarios G., Daniil Z., Zintzaras E., Gourgoulianis K.I. Impact of dietary shift to higher-antioxidant foods in COPD: A randomised trial. Eur. Respir. J. 2010;36:774780
  6. (6) Foong R., Zosky G. Vitamin D deficiency and the lung: Disease initiator or disease modifier? Nutrients. 2013;5:28802900
  7. (7) Zosky G.R., Hart P.H., Whitehouse A.J., Kusel M.M., Ang W., Foong R.E., Chen L., Holt P.G., Sly P.D., Hall G.L. Vitamin D deficiency at 16 to 20 weeks gestation is associated with impaired lung function and asthma at 6 years of age. Ann. Am. Thorac. Soc. 2014;11:571577
  8. (8) Janssens W., Bouillon R., Claes B., Carremans C., Lehouck A., Buysschaert I., Coolen J., Mathieu C., Decramer M., Lambrechts D. Vitamin D deficiency is highly prevalent in COPD and correlates with variants in the vitamin D-binding gene. Thorax. 2010;65:215220
  9. (9) Black P.N., Scragg R. Relationship between serum 25-hydroxyvitamin D and pulmonary function survey. Chest. 2005;128:37923798
  10. (10) Persson L.J., Aanerud M., Hiemstra P.S., Hardie J.A., Bakke P.S., Eagan T.M. Chronic obstructive pulmonary disease is associated with low levels of vitamin D. PLoS One. 2012;7:e38934
  11. (11) Uh S.T., Koo S.M., Kim Y.K., Kim K.U., Park S.W., Jang A.S., Kim D.J., Kim Y.H., Park C.S. Inhibition of vitamin D receptor translocation by cigarette smoking extracts. Tuberc. Respir. Dis. 2012;73:258265
  12. (12) Saadeh D., Salameh P., Baldi I., Raherison C. Diet and allergic diseases among population aged 0 to 18 years: Myth or reality? Nutrients. 2013;5:33993423
  13. (13) Matthew R., Altura B. The role of magnesium in lung diseases: Asthma, allergy, and pulmonary hypertension. Magnes. Trace Elem. 1991;10:220228
  14. (14) Baker J., Tunnicliffe W., Duncanson R., Ayres J. Dietary antioxidants in type 1 brittle asthma: A case control study. Thorax. 1999;54:115118
  15. (15) Gilliand F., Berhane K., Li Y., Kim D., Margolis H. Dietary magnesium, potassium, sodium and childrens lung function. Am. J. Epidemiol. 2002;155:125131
  16. (16) Kadrabova J., Madaric A., Kovacikova Z., Podivnsky F., Ginter E., Gazdk F. Selenium status is decreased in patients with intrinsic asthma. Biol. Trace Elem. Res. 1996;52:241248
  17. (17) Andersson I., Grnberg A., Slinde F., Bosaeus I., Larsson S. Vitamin and mineral status in elderly patients with chronic obstructive pulmonary disease. Clin. Respir. J. 2007;1:2329
  18. (18) Meja K.K., Rajendrasozhan S., Adenuga D., Biswas S.K., Sundar I.K., Spooner G., Marwick J.A., Chakravarty P., Fletcher D., Whittaker P., et al. Curcumin restores corticosteroid function in monocytes exposed to oxidants by maintaining HDAC2. Am. J. Respir. Cell Mol. Biol. 2008;39:312323
  19. (19) Engelen M.P., Rutten E.P., de Castro C.L., Wouters E.F., Schols A.M., Deutz N.E. Supplementation of soy protein with branched-chain amino acids alters protein metabolism in healthy elderly and even more in patients with chronic obstructive pulmonary disease. Am. J. Clin. Nutr. 2007;85:431439
  20. (20) Dal Negro R.W., Aquilani R., Bertacco S., Boschi F.M.C., Tognella S. Comprehensive effects of supplemented essential amino acids in patients with severe COPD and sarcopenia. Monaldi Arch. Chest Dis. 2010;73:2533
  21. (21) Bewley MA et al., Opsonic Phagocytosis in Chronic Obstructive Pulmonary Disease is Enhanced by Nrf2 Agonists, Mrz 2018, Am J Respir Crit Care Med
  22. (22) Agler A.H., Kurth T., Gaziano J.M., Buring J.E., Cassano P.A. Randomised vitamin E supplementation and risk of chronic lung disease in the Womens Health Study. Thorax. 2011;66:320325
  23. (23) Hernandez M.L., Wagner J.G., Kala A., Mills K., Wells H.B., Alexis N.E., Lay J.C., Jiang Q., Zhang H., Zhou H., et al. Vitamin E, γ-tocopherol, reduces airway neutrophil recruitment after inhaled endotoxin challenge in rats and in healthy volunteersFree Radic. Biol. Med. 2013;60:5662
  24. (24) Dow L., Tracey M., Villar A., Coggon D., Margetts B.M., Campbell M.J., Holgate S.T. Does dietary intake of vitamins C and E influence lung function in older people? Am. J. Respir. Crit. Care Med. 1996;154:14011404
  25. (25) Smit H.A., Grievink L., Tabak C. Dietary influences on chronic obstructive lung disease and asthma: A review of the epidemiological evidence. Proc. Nutr. Soc. 1999;58:309319
  26. (28) Tabak C., Smit H.A., Rasanen L., Fidanza F., Menotti A., Nissinen A., Feskens E.J., Heederik D., Kromhout D. Dietary factors and pulmonary function: A cross sectional study in middle aged men from three European countries. Thorax. 1999;54:10211026
  27. (29) Daga M.K., Chhabra R., Sharma B., Mishra T.K. Effects of exogenous vitamin E supplementation on the levels of oxidants and antioxidants in chronic obstructive pulmonary disease. J. Biosci. 2003;28:711
  28. (30) Lin Y.C., Wu T.C., Chen P.Y., Hsieh L.Y., Yeh S.L. Comparison of plasma and intake levels of antioxidant nutrients in patients with chronic obstructive pulmonary disease and healthy people in Taiwan: A case-control study. Asia Pac. J. Clin. Nutr. 2010;19:393401
  29. (31) Sargeant L.A., Jaeckel A., Wareham N.J. Interaction of vitamin C with the relation between smoking and obstructive airways disease in EPIC Norfolk. European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Eur. Respir. J. 2000;16:397403
  30. (32) Anita R Iskandar et al: β-Cryptoxanthin Reduced Lung Tumor Multiplicity and Inhibited Lung Cancer Cell Motility by Downregulating Nicotinic Acetylcholine Receptor α7 Signaling
  31. (33) Lungeninformationsdienst, Wie verbreitet ist COPD?, abgerufen am 8.9.2021
  32. (34) Liste mit Ballaststoffen in Lebensmitteln, gmf-info.de
  33. (35) Salari-Moghaddam A, Milajerdi A, Larijani B, Esmaillzadeh A. Processed red meat intake and risk of COPD: A systematic review and dose-response meta-analysis of prospective cohort studies. Clin Nutr. 2019 Jun;38(3):1109-1116. doi: 10.1016/j.clnu.2018.05.020.