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Eine Übersicht der gängigsten psychischen Erkrankungen

Welche Symptome sind typisch für eine Depression? Wie unterscheidet sie sich von einer bipolaren Störung? Und wie äußert sich eine Sucht? In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten und häufigsten psychischen Erkrankungen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 23 Februar 2024

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Wie viele Menschen leiden an einer psychischen Erkrankung?

Schon vor der Corona-Pandemie lebten fast eine Milliarde Menschen weltweit mit einer psychischen Erkrankung, wie ein Bericht der WHO aus dem Jahr 2019 zeigt – fast jeder achte Mensch war also davon betroffen. Allein im ersten Pandemiejahr seien jedoch die Fälle von Angststörungen und Depressionen um 25 % gestiegen ( 3 ).

In Deutschland leidet etwa jeder vierte Erwachsene an einer psychischen Erkrankung ( 4 ). Am häufigsten leiden Deutsche an Angststörungen, gefolgt von Depressionen, Störungen durch Alkohol- oder Medikamentenkonsum und Zwangsstörungen ( 5 ).

Insgesamt existiert jedoch eine deutlich umfangreichere Zahl an Erkrankungen − im DSM-5, dem amerikanischen Klassifikationssystem für psychische Erkrankungen, werden mittlerweile über 300 verschiedene Störungen aufgeführt.

Diese werden von der American Psychiatric Association (APA), der wichtigsten Vereinigung von Psychiatern und Psychiaterinnen in den USA, eingeteilt. Auch im ICD der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden psychische Erkrankungen beschrieben und klassifiziert.

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung)

Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zählt ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung). Allein in Deutschland sind etwa 5 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren betroffen, von denen etwa 60 % auch im Erwachsenenalter die meisten Symptome beibehalten.

Menschen mit ADHS sind sehr leicht ablenkbar und können sich schwer auf eine Aufgabe konzentrieren. Sie haben Probleme damit, ihren Tag zu strukturieren und Prioritäten zu setzen, etwa indem sie eine To-Do-Liste schreiben (und selbst wenn sie sich eine Liste schreiben, so halten sie sich oft nicht daran).

Daher essen sie unregelmäßig, kommen häufig zu spät, verlegen Gegenstände oder vergessen Verabredungen. Wenn sie einmal eine Tätigkeit beginnen, wird diese häufig nicht zu Ende gebracht.

Ein weiteres Kennzeichen für ADHS-Betroffene ist die innere sowie äußere Unruhe: Sie fühlen sich getrieben und sind ständig in Bewegung, etwa indem sie mit den Füßen wippen oder auf dem Stuhl hin und her rutschen.

Auch impulsives Verhalten ist typisch für Menschen mit ADHS – so neigen sie etwa zu riskanten Überholmanövern im Straßenverkehr oder sagen und tun Dinge, die sie im Nachhinein bereuen. ADHS-Betroffene sind schnell gereizt, ungeduldig und wechseln häufig ihre Stimmung – so können sie in der einen Minute noch bester Laune sein, während sie in der nächsten zu Tode betrübt sind.

Bereits einige unserer Artikel beschäftigen sich mit natürlichen Behandlungsmöglichkeiten von psychischen Störungen, die im Zusammenhang mit ADHS auftreten: So können bei ADHS z. B. die richtige Ernährung und Vitalstoffe helfen, auch Sport hilft bei ADHS und selbst ätherische Öle können eingesetzt werden. Wichtig ist zudem, dass ein möglicher Vitamin-D-Mangel überprüft wird, dass eine Verhaltenstherapie gemacht wird und viele weitere natürliche Alternativen in die Therapie integriert werden.

Angststörungen und Panikattacken

Auch Angststörungen (mit und ohne Panikattacken) zählen zu den häufigen psychischen Erkrankungen. Von einer Angststörung spricht man, wenn starke Angst in eigentlich ungefährlichen Situationen empfunden wird.

Bei manchen Betroffenen kommt die Angst auf großen Plätzen oder in Menschenmengen oder auch wenn sie bestimmten Tieren begegnen (Spinnen, Hunde, Mäuse o. ä.) oder sozialen Situationen ausgesetzt sind (z. B. auf einer Party oder beim Essen mit Freunden).

Angst kann jedoch auch unabhängig von einer bestimmten Situation auftreten, wie es bei der generellen Angst-/Panikstörung der Fall ist. Betroffene werden dabei plötzlich von Panikanfällen übermannt, zittern an den Händen oder am ganzen Körper, haben Herzrasen, werden von Schwindel geplagt oder haben das Gefühl zu ersticken. 

Häufig treten Ängste in einer bestimmten Situation gemeinsam mit Panikanfällen auf, etwa wenn Betroffene Paniksymptome bekommen, weil sie sich im Bus unter den vielen Menschen kaum bewegen können. Um die unangenehmen, beängstigenden Gefühle nicht wieder erleben zu müssen, wird daher versucht, den Situationen, wann immer es möglich ist, aus dem Weg zu gehen, z. B. indem öffentliche Verkehrsmittel gemieden werden.

(Hinweis: Manche Medikamente können Panikattacken und andere psychische Beschwerden (Halluzinationen u. ä.) auslösen, z. B. das Antibiotikum Amoxicillin ( 8 ).)

In unserem Artikel Wie Sie Angst überwinden finden Sie einige natürliche Behandlungsmethoden bei dieser psychischen Erkrankung. Viele hilfreiche Tipps, wie Sie sich selbst und anderen Menschen während einer Panikattacke helfen können, erhalten Sie außerdem in unserem Artikel Wie man eine Panikattacke stoppen kann.

Bipolare Störung

Die bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung, die durch extreme Schwankungen der Stimmung gekennzeichnet ist. Phasenweise treten die beiden entgegengesetzten Pole der Manie und der Depression auf – daher der Name „bipolar“.

  1. Manische Phase: Betroffene erleben ein intensives Hochgefühl mit übersteigerter guter Laune und außergewöhnlicher Leistungsfähigkeit, sodass es nicht mehr situationsangemessen ist. Kennzeichen sind etwa ein geringes Schlafbedürfnis, erhöhter Rede- und Bewegungsdrang, schnelles Eingehen von sozialen Kontakten und Risiken (z. B. übermäßiges Geldausgeben, Neugründung von Firmen) oder Reizbarkeit.
  2. Depressive Phase: Betroffene fühlen sich niedergeschlagen, freudlos, antriebslos und leiden an Schlafstörungen, Selbstwertzweifeln und Schuldgefühlen.

Mehr über diese psychische Erkrankung, Ursachen und natürliche Behandlungsmethoden finden Sie in unserem Artikel Stimmungsstabilisierung bei bipolarer Störung.

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch schnelle Stimmungswechsel und intensive Gefühle. Die Patienten beziehen alles zu sehr auf sich. Kleinigkeiten können dazu führen, dass etwa Verzweiflung oder Angst in Wut umschlägt.

In Beziehungen kann dies etwa dazu führen, dass der Partner in der einen Minute in den Himmel gelobt wird, in der nächsten von sich gestoßen und der Kontakt abgebrochen wird. Betroffene suchen einerseits Nähe und Geborgenheit, auf der anderen Seite haben sie auch große Angst davor.

Beziehungen mit Menschen, die an dieser psychischen Erkrankung leiden, sind daher meist instabil. Borderline-Betroffene leiden zudem an starken Verlustängsten, Selbstzweifel und innerer Leere, die etwa durch einen Partner oder eine intensive Freundschaft zu füllen versucht wird. Sie ruhen nicht in ihrer inneren Mitte und haben das Gefühl, sich selbst nicht genug zu spüren.

Die intensiven und schwankenden Gefühle führen jedoch auch dazu, dass Betroffene sich überfordert und angespannt fühlen. Oft wird daher versucht, die Anspannung durch selbstschädigendes Verhalten abzubauen. Dieses kann sich etwa durch Selbstverletzung (z. B. das typische Ritzen der Unterarme), Selbstmordversuche, Alkohol- oder Drogenkonsum sowie riskante Verhaltensweisen äußern.

Lesen Sie in unserem Artikel Das Borderline Syndrom mehr über die Symptome und Ursachen dieser psychischen Erkrankung, über ganzheitliche Behandlungsmöglichkeiten und Selbsthilfetipps.

Demenz

Die Demenz ist neben der Depression die häufigste psychische Erkrankung im hohen Lebensalter. Etwa ein Drittel der Menschen in der westlichen Welt verstirbt mit irgendeiner Form der Demenz. Am Anfang einer Demenz sind häufig Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit gestört – Betroffenen fällt also beispielsweise das Lernen neuer Informationen schwer.

Im weiteren Verlauf einer Demenz ist auch das Langzeitgedächtnis beeinträchtigt. Dadurch verlieren Betroffene Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie während ihres Lebens erworben haben und erkennen oftmals Verwandte oder Freunde nicht mehr. Auch das Denken fällt ihnen immer schwerer, wodurch das Sprechen und die Kommunikation beeinträchtigt werden.

Ein weiteres Merkmal der fortgeschrittenen Demenz ist die fehlende Orientierung – Betroffene finden nicht mehr nach Hause oder empfinden ihnen bekannte Orte als fremd. Dies führt dazu, dass sie den Alltag nicht mehr alleine meistern können und etwa im Haushalt oder beim Einkaufen Hilfe benötigen.

Auch Gereiztheit und aggressives Verhalten sowie depressive Symptome sind typische Merkmale der Demenz und treten oftmals als Folge der Beeinträchtigungen auf.

Man unterscheidet zwischen meist heilbaren Demenzerkrankungen, die auf andere Erkrankungen zurückzuführen sind (z. B. Vitaminmangelzustände oder Vergiftungserscheinungen durch Alkohol) und solchen, die als nicht heilbar gelten. Die häufigste Form der nicht heilbaren Demenz ist die Alzheimer-Krankheit.

Viele unserer Artikel beschäftigen sich damit, welche Faktoren das Risiko für eine Demenz erhöhen, wie Sie eine Demenz und Symptome auf natürliche Weise verbessern können. Risikofaktoren für diese psychische Erkrankung stellen beispielsweise Süßstoffe, Zucker, Alkohol, ein Vitamin D-Mangel, Aluminium, Antidepressiva und Blasenmedikamente , chemische Blutverdünner, Schlafmittel oder Transfette dar und sollten bestmöglich vermieden werden.

Um eine Demenz vorzubeugen, ist daher u. a. die richtige Ernährung wichtig − so scheint etwa das Risiko mit einer pflanzenbasierten Ernährung sowie einer flavonoidreichen Ernährung geringer zu sein. Auch die richtige Lebensmittelkombination spielt eine bedeutende Rolle. Es lohnt sich außerdem, Lebensmittel wie grünes Gemüse, Pilze, Blaubeeren oder Walnüsse in den Speiseplan einzubauen – denn auch diese schützen vor Demenz. Vorbeugend wirken zudem regelmäßige Saunabesuche sowie Meditation und entspannende Musik. Um die Gedächtnisleistung zu verbessern, könnte Olivenöl helfen, wie eine Tierstudie zeigte. Hochdosiertes Vitamin B12 lindert die Symptome von Alzheimer, während Demenz vorbeugen die Entwicklung dieser Erkrankung sogar bremsen können.

Depression

Die Depression ist nach den Angststörungen die zweithäufigste psychische Erkrankung in Deutschland. Etwa jeder fünfte Deutsche erleidet im Laufe seines Lebens eine Depression ( 6 ).

Menschen, die an dieser psychischen Störung leiden, verlieren das Interesse und die Freude an ihrem Leben − an Hobbys, ihrer Arbeit sowie ihren Mitmenschen.

Sie fühlen sich niedergeschlagen, hoffnungslos, müde und erschöpft, können sich schlecht auf Dinge konzentrieren oder Entscheidungen treffen. Sie empfinden sich als wertlos und sehen keinen Sinn mehr im Leben. Auch Schlaf und Appetit geraten aus dem Gleichgewicht – depressive Menschen leiden an Ein- und Durchschlafstörungen und haben oftmals mehr oder weniger Appetit als normalerweise.

Welche Ursachen eine Depression haben kann und welche natürlichen Maßnahmen die Symptome verbessern können, lesen Sie in unserem Artikel Depression: Diese Maßnahmen können helfen.

Essstörungen

Essstörungen sind schwere Störungen des Essverhaltens, die ernsthafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können. In Deutschland leiden etwa 14 von 1000 Frauen und 5 von 1000 Männern an dieser psychischen Erkrankung ( 7 ). Es werden drei Arten von Essstörungen unterschieden:

  1. Magersucht: starkes Untergewicht durch das Vermeiden kalorienreicher Speisen; massive Angst vor Gewichtszunahme; Fehleinschätzung der Körperformen (nehmen sich als zu dick wahr); strenge Regeln und Rituale z. B. nach dem Verzehr eines Apfels drei Runden laufen; exzessiver Sport und andere Maßnahmen zur Gewichtsreduktion, z. B. abführende Medikamente
  2. Bulimie: Verspeisen enormer Mengen an Nahrungsmitteln in kürzester Zeit; Erbrechen oder andere Methoden, um Nahrung loszuwerden; Angst vor dem Dickwerden
  3. Binge-Eating-Störung: exzessives, übermäßiges Essen ohne Hungergefühl; Übergewicht

Mehr über die Arten und Ursachen dieser psychischen Erkrankung sowie ganzheitliche Behandlungsmethoden finden Sie in unserem Artikel Essstörungen: Ursachen und ganzheitliche Therapie.

Posttraumatische Belastungsstörung

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann nach Erlebnissen auftreten, die beinahe jeder Mensch als erschreckend und belastend wahrnehmen würde – das können Naturkatastrophen, Unfälle, Vergewaltigungen oder Kriegseinsätze sein.

Betroffene dieser psychischen Erkrankung erleben immer wieder Szenen des traumatischen Erlebnisses als Tagtraum oder im Schlaf als Alptraum – diese werden auch als „Flashbacks“ bezeichnet. Sie vermeiden alles, was sie mit dem traumatischen Erlebnis in Verbindung bringen, z. B. Menschen oder Orte, die an das Ereignis erinnern.

Ein weiteres Merkmal ist die ständige Übererregung auch lange nach dem Erlebnis. Dabei kann es etwa zu Schlafstörungen, Wutausbrüchen oder Reizbarkeit kommen.

Lesen Sie mehr über Symptome und Ursachen dieser psychischen Störung sowie über ganzheitliche Behandlungsmethoden in unserem Artikel Posttraumatische Belastungsstörung ganzheitlich behandeln.

Psychotische Störungen

Psychotische Störungen, auch Psychosen genannt, beschreiben psychische Erkrankungen, bei denen Betroffene den Bezug zur Realität verlieren und sich selbst und ihre Umwelt verändert wahrnehmen. Typische Symptome sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen.

Bei Wahnvorstellungen bilden sich Betroffene Dinge ein, die nicht der Wirklichkeit entsprechen − sie fühlen sich etwa verfolgt oder beobachtet, obwohl sich niemand in ihrer Nähe befindet.

Halluzinationen hingegen beziehen sich auf eine verzerrte Wahrnehmung der Sinne: Betroffene hören etwa Stimmen oder Geräusche, die niemand anderer hören kann. Eine häufige Form der psychotischen Störungen ist die Schizophrenie.

In einem unserer Artikel beschreiben wir, dass eine gestörte Blut-Hirnschranke eine wichtige Ursache für Schizophrenie sein könnte. Eine mögliche Behandlungsmethode für diese psychische Erkrankung finden Sie in unserem Artikel Vitamine könnten bei einer Schizophrenie hilfreich sein.

Weitere Möglichkeiten, Symptome psychotischer Störungen natürlich zu lindern, sind: gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, gesunder Schlaf, Psychotherapie, Omega-3-Fettsäuren, Glycin, antipsychotische Heilpflanzen (z. B. Safran, Passionsblume, Ashwagandha) (1)

Somatoforme Störungen

Von einer somatoformen Störung spricht man, wenn körperliche (somatische) Beschwerden wiederholt und über einen längeren Zeitraum auftreten, ohne dass eine organische Ursache zu finden ist. Menschen, die an dieser psychischen Erkrankung leiden, können etwa chronische Schmerzen im Rücken, Bauch, Kopf oder in den Gelenken empfinden.

Auch wiederkehrender Schwindel, chronische Verdauungsbeschwerden sowie chronische Herz- oder Atembeschwerden treten häufig auf. Betroffene einer somatoformen Störung werden durch ihre Beschwerden in ihrem Alltag erheblich beeinträchtigt – sie fehlen etwa häufig bei der Arbeit oder in der Schule und ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück.

Zu den natürlichen Behandlungsmöglichkeiten dieser psychischen Erkrankung zählen wohltuende soziale Kontakte und Hobbys, Entspannungstraining z. B. mit progressiver Muskelentspannung, Psychotherapie, Johanniskraut, Passionsblumenextrakt oder auch Lavendelöl ( 2 ).

Süchte

Süchte sind psychische Erkrankungen, bei denen Menschen ein starkes Verlangen nach einer Substanz oder einem Verhalten haben. Dabei kann es sich etwa um Alkohol, Nikotin oder Medikamente handeln, aber auch um Verhaltensweisen wie Kaufen, Arbeiten oder Sex.

Wird dem Verlangen nach der Substanz oder dem Verhalten nicht nachgekommen, treten Entzugserscheinungen auf. Während es bei Verhaltenssüchten lediglich zu psychischen Entzugserscheinungen (z. B. Nervosität, Gereiztheit) kommt, treten bei substanzgebundenen Süchten zusätzlich körperliche Entzugserscheinungen (z. B. Schwitzen, Übelkeit) auf. Doch auch wenn das Verlangen gestillt wird, z. B. durch Alkoholkonsum, hält das damit verbundene angenehme Gefühl nur kurzfristig an und die Entzugserscheinungen treten anschließend in gesteigerter Form auf – der Betroffene braucht folglich mehr Alkohol.

In unserem Artikel Ganzheitliche Wege aus der Sucht finden Sie einige Möglichkeiten, Entzugserscheinungen dieser psychischen Erkrankung auf natürliche Weise zu lindern und den Ausstieg aus der Sucht zu erleichtern.

Zwangsstörungen

Von einer Zwangsstörung spricht man, wenn sich Gedanken oder Handlungen, die als unangenehm empfunden werden, wiederholt aufdrängen. Menschen mit dieser psychischen Erkrankung können etwa von dem Gedanken verfolgt werden: „Wenn meine Tür nicht verschlossen ist, bricht bestimmt jemand ein“. Vor dem Verlassen des Hauses wird daher mehrfach kontrolliert, ob die Türe abgeschlossen ist. Wird der Handlung nicht nachgegangen, macht sich starke Anspannung und Angst breit.

Die Zwangsgedanken und Zwangshandlungen können alle Lebensbereiche betreffen: So kann der eine Angst vor Schmutz oder Ansteckung haben und daher den Drang verspüren, sich unzählige Male die Hände zu waschen, ein anderer muss seine Kleidung farblich sortieren oder traut seiner Wahrnehmung nicht und kontrolliert daher alles doppelt und dreifach (z. B. Herd, Türen). Die häufigste Form dieser psychischen Erkrankung ist der Kontrollzwang.

In unserem Artikel Zwangsstörung: Natürliche Wege aus dem Gedankenkarussell zeigen wir Ihnen Möglichkeiten auf, Zwangssymptome auf natürliche Weise und ohne Nebenwirkungen zu lindern.

Psychische Erkrankungen natürlich behandeln

Dies war nur eine kleine Auswahl der häufigsten psychischen Erkrankungen, doch zeigt sie, dass es bei fast jeder dieser Störungen immer auch naturheilkundliche und ganzheitliche Maßnahmen gibt, die die Therapie begleiten und unterstützen können. Wichtig ist dabei, die persönliche Resilienz zu stärken (psychische Widerstandskraft). Wie Sie das erreichen können, lesen Sie im vorigen Link.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.