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Augen
Ihre Darmflora entscheidet über Ihre Augengesundheit

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 01.02.2018
Ihre Darmflora entscheidet über Ihre Augengesundheit
© jamstockfoto - Fotolia.com

Die Darmflora ist nicht nur für eine gesunde Verdauung zuständig. Sie steuert nahezu die Gesundheit des gesamten Körpers, sogar die Gesundheit der Augen. Im November 2016 schrieben Forscher im Fachjournal EMBO Molecular Medicine, dass die Darmflora bei der Entwicklung der Makuladegeneration eine enorm wichtige Rolle spiele. Die Makuladegeneration ist eine chronisch fortschreitende Augenerkrankung, die in der heutigen Zeit zu den häufigsten Ursachen einer Erblindung zählt.

Gestörte Darmflora verschlimmert Makuladegeneration

Eine Störung der Darmflora ist offenbar in der Lage, die Augen so zu beeinflussen, dass sich eine bestehende Makuladegeneration verschlimmert oder aber dass sich überhaupt erst eine solche entwickeln kann.

Die Makuladegeneration kann auch bei jüngeren Menschen ab 40 Jahren auftreten, bevorzugt sind jedoch Senioren ab 60 und älter betroffen. Dann spricht man von einer altersbedingten Makuladegeneration, die mit AMD abgekürzt wird.

Die AMD ist weltweit die dritthäufigste, in den Industrienationen die häufigste Augenkrankheit, die mit langfristigen Sehstörungen einhergeht. Allein in den USA leben 10 Millionen Menschen mit AMD. In Deutschland 2 Millionen, und in der Schweiz sind 35 Prozent der über 75jährigen betroffen.

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Fetthaltige Ablagerungen in den Augen bei der Makuladegeneration

Bei der Makuladegeneration kommt es u. a. zu fetthaltigen Ablagerungen in der Netzhaut des Auges. Man spricht von sog. weichen Drusen. Wenn die Krankheit fortschreitet, verliert das Augenlicht immer mehr an Schärfe. Besonders in der Mitte des Sehfeldes kommt es zu Ausfällen. Man sieht beispielsweise zwar die Umrisse des Gegenübers, aber nicht mehr sein Gesicht.

Im Laufe der Zeit wird die Sehleistung immer schwächer, so dass es langfristig zur Erblindung kommen kann. Details und auch naturheilkundliche Massnahmen haben wir hier beschrieben: Makuladegeneration

Fettreiche Ernährung verändert Darmflora und wird zum Risikofaktor bei Makuladegeneration

Im November 2016 erklärten kanadische Forscher rund um Dr. Przemyslaw Sapieha von der University of Montreal, inwiefern sich der Zustand der Darmflora auf die Augengesundheit auswirken kann und somit auch auf das Risiko, eine Makuladegeneration zu entwickeln.

Eine fettreiche Ernährung verursache ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Darmflora. Dies wiederum führe zu einer immer durchlässiger werdenden Darmschleimhaut (Leaky Gut Syndrom) und einer chronischen, aber unmerklichen Entzündung.

Daraufhin steigt die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) im Körper, was bei einer Neigung zur Makuladegeneration letztendlich sogar zur verstärkten Bildung neuer Blutgefässe unter der Netzhaut führen kann. Das jedoch ist bereits ein Zeichen für den Eintritt in ein späteres Stadium der sog. feuchten AMD.

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

AMD-Prävention: Richtige Ernährung und Sanierung der Darmflora

Während die trockene AMD als nur langsam fortschreitend gilt, handelt es sich bei der feuchten AMD um eine aggressivere Form der Makuladegeneration.

Obwohl sie nur bei 10 Prozent der AMD-Betroffenen auftritt, ist es gerade die feuchte Makuladegeneration, die meist zur Erblingung führt. Die üblichen schulmedizinischen Therapien scheitern regelmässig an der feuchten AMD, so dass es dringend erforderlich ist, hier wenigstens präventive oder verlangsamende Lösungen zu finden.

Dr. Sapieha schrieb in seiner Schlussfolgerung im Fachjournal EMBO Molecular Medicine:

Unsere Studie zeigt, dass eine fettreiche Ernährung die Darmflora so verändert, dass es zu einer Verschlimmerung der feuchten AMD kommt. Wenn Sie also Ihre Darmflora über die Ernährung oder mit Hilfe von anderen Massnahmen positiv beeinflussen, kann dies das Fortschreiten der Krankheit bremsen und die Chancen mindern, überhaupt erst eine AMD zu entwickeln."

Massnahmen bei Makuladegeneration oder zur Prävention der Makuladegeneration

  • Wie Sie Ihre Darmflora neu aufbauen können, haben wir hier erklärt: Darmflora-Aufbau – Die Anleitung
  • Bestimmte Vitalstoffe helfen Ihren Augen ebenfalls, gesund und munter zu bleiben und sich – insbesondere bei Überlastung – wieder zu regenerieren: Vitalstoffe für die Augen
  • Massnahmen bei einem durchlässigen Darm (Leaky Gut Syndrom) haben wir hier beschrieben: Das Leaky Gut Syndrom – Ganzheitliche Massnahmen
  • Da Rauchen das Risiko für eine Makuladegeneration verdoppelt, sollten Sie mit dem Rauchen aufhören: Neun Tipps, wie Sie Nichtraucher werden können
  • Übergewicht sollte in jedem Fall abgebaut werden, da es insbesondere bei Männern zu einem Risikofaktor für die Makuladegeneration gehören soll.
  • Auch weiss man, dass die Gefahr, eine altersbedingte Makuladegeneration zu entwickeln, bei Personen erhöht ist, die regelmässig Aspirin einnehmen, z. B. zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Problemen – so schon im Januar 2013 Forscher der University of Sydney im FachjournalJAMA Internal Medicine. Falls Sie Aspirin einnehmen und zu Ihrer Familie Betroffene mit Makuladegeneration gehören und somit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass auch in Ihren Genen eine gewisse Veranlagung für eine AMD besteht, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, ob es statt der Aspirin-Einnahme nicht vielleicht eine gesündere Alternative geben könnte. Natürlich Möglichkeiten zur Blutverdünnung hatten wir hier beschrieben: Natürliche Blutverdünner

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Ingrid schrieb am 16.12.2016

Liebes ZdG Team Ich habe 3 kleine Glasfaserpartikel im Auge. Kleine Punkte die mit jeder Bewegung des Auges mitgehen. Mein Augenarzt sagte mir, das sei harmlos. Mit zunehmendem Alter käme so etwas vor. Ich sollte es beobachten, wenn es mehr wird, oder Lichtblitze entstehen sollte man mit dem Laser auf eine Netzhautablösung hin untersuchen, da so etwas zur Erblindung führen kann. Kann man sich vor so etwas auch schützen oder vorsorgen? Ich habe das jetzt schon ein paar Monate. Vielen lieben herzlichen Dank Ingrid

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Ingrid

Vermutlich meinen Sie die sog. Mouches Volantes ("Fliegende Mücken"), also Partikel im Glaskörper des Auges, die entstehen, weil sich die Kollagenfasern im Auge verändern. Diese Veränderung wird heutzutage mit oxidativem Stress in Verbindung gebracht. Gegen oxidativen Stress kann man etwas tun. Gerade im Glaskörper ist der Vitamin-C-Gehalt normalerweise sehr hoch. Damit möchte der Körper den Glaskörper vor eben jenem oxidativen Stress schützen, denn Vitamin C ist ein Antioxidans, das den Glaskörper vor den schädlichen Folgen des oxidativen Stresses schützt. Achten Sie daher auf eine sehr gute Versorgung mit Vitamin C. Ernähren Sie sich ferner antioxidantienreich und nehmen Sie neben dem Vitamin C noch weitere Antioxidantien ein, besonders jene, die für das Auge entscheidend sind. Wir haben diese hier aufgeführt.

Der Glaskörper besteht ausserdem fast ausschliesslich aus Wasser (die Kollagenfasern machen gemeinsam mit Hyaluronsäure nur einen kleinen Teil aus). Sorgen Sie daher dafür, dass Sie viel Wasser täglich zu sich nehmen, damit auch Ihre Augen immer gut mit Flüssigkeit versorgt sind.

Auch weiss man, dass bestimmte Medikamente sich schädlich auf die Augen auswirken, wie z. B. Psychopharmaka. Falls Sie Medikamente einnehmen, studieren Sie deren Beipackzettel und fragen Sie Ihren Arzt oder noch besser den Apotheker, ob es augenverträglichere Alternativen gibt.

Leben und essen Sie gesund. Denn eine ungesunde Ernährung beeinträchtigt auch die Augengesundheit!

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Quellen