Stillen ohne Mastitis

Das Stillen ist ein sehr verbindendes Erlebnis für Mutter und Kind. Wissenschaftler an der Warwick University, die die psychologischen Auswirkungen des Stillens erforschen, haben bestätigt, dass die Saugbewegungen des Säuglings an den Brustwarzen der Mutter für die Ausschüttung grosser Mengen Oxytocin im Gehirn der Mutter verantwortlich sind. Dieses Hormon erzeugt unter anderem Liebesgefühle und intensiviert und stärkt das Mutter-Kind-Verhältnis. 

Kommt es jedoch zu einer Brustentzündung (Mastitis), kann Stillen zum Alptraum werden. Die Mastitis äussert sich in Schmerzen beim Stillen, Schwellungen und Entzündungsprozessen in der Brust. Der Schmerz wird als sehr ermattend für die Frau beschrieben. 

Die Infektion kann so extrem verlaufen, dass das Gewebe der betroffenen Brust sich rötet und verhärtet. Im schlimmsten Fall kann eine nicht behandelte Mastitis zu einem sehr schmerzhaften Abszess werden, der chirurgisch entfernt werden muss. Zusätzlich zu diesen direkten Mastitis-Symptomen an der Brust kann es auch zu Fieberschüben und allgemeinem Unwohlsein kommen.

Auch der Säugling leidet unter der entzündeten Brust der Mutter, denn eine sehr schwere Mastitis kann dazu führen, dass das Stillen komplett eingestellt werden muss. Da Kinder jedoch über die Muttermilch mit vielen wichtigen Abwehrstoffen versorgt werden, die den Aufbau des jungen Immunsystems unterstützen, stellt Stillen eigentlich eine wichtige Massnahme zur Stärkung der Abwehrkräfte des Babys dar. Bleibt das Stillen aus, fehlen dem Säugling diese wichtigen Stoffe natürlich, was unter anderem zu einer höheren Krankheitsanfälligkeit führen kann.

Herkömmliche Mastitis Behandlung

Da es sich bei der Mastitis um eine bakterielle, entzündliche Infektion handelt, werden normalerweise Antibiotika verordnet. Obwohl diese Behandlung sicherlich effektiv gegen die Symptome der Mastitis hilft, ist es immer kritisch, Antibiotika während der Stillphase zu nehmen. Denn sie werden durch die Muttermilch direkt an das Baby weiter gegeben, was nun wiederum die Darmflora des Säuglings schädigen und damit seine Abwehrkräfte, die sich gerade erst entwickeln, schwächen kann. Eine geschädigte Darmflora aber kann bei Säuglingen ausserdem zu allergischen Hautreaktionen, Koliken und anderen Krankheitssymptomen führen. Mehr dazu finden Sie in diesem Artikel: Probiotika für den Babydarm

Wie könnte man daher eine Mastitis mit natürlichen Mitteln behandeln?

Natürliche Heilmittel und Methoden gegen Mastitis

  1. Stillen Sie Ihr Baby so lange wie möglich weiter: Eine Mastitis deutet in der Regel darauf hin, dass es zu einer Verstopfung der Milchgänge in der Brust gekommen ist. Es gibt keine bessere Methode, diese Verstopfung zu beheben, als das Kleinkind regelmässig zu stillen. Auch wenn es während einer aktiven Infektion sehr schmerzhaft sein kann, dem Baby die Brust zu geben, gibt es kein besseres Heilmittel gegen die Mastitis. Sogar bei einer schulmedizinischen Behandlung mit Antibiotika empfehlen die Ärzte in der Regel, dass die Patientin ihr Baby weiterhin stillt. (Ob das jedoch gut für das Kind ist, ist eine andere Frage.)
  2. Massieren Sie die betroffene Brust: Während das Kind trinkt, massieren Sie die betroffene Brust mit ihren Fingern. Auf diese Weise können Sie zusätzlich dafür sorgen, dass der verstopfte Milchgang wieder frei wird. Massieren Sie den infizierten Bereich der Brust - und zwar immer zur Brustwarze hin.
  3. Polstern Sie Ihren BH mit Weisskohlblättern aus: So seltsam es sich anhören mag, aber ein rohes Weisskohlblatt, das Sie sich an der Stelle der Infektion in Ihren BH stopfen, wirkt wahre Wunder, wenn Sie die Schmerzen an der infektiösen Brust lindern wollen. Ist das Weisskohlblatt gekühlt, wirkt es tatsächlich wie eine kalte Kompresse zur Reduzierung von Entzündungen. Der Weisskohl lindert aber nicht nur Ihre Schmerzen, sondern sorgt zudem dafür, dass die Milchgänge frei werden und die Infektion so abheilen kann.
  4. Essen Sie rohen Knoblauch: Eine natürliche Alternative für die Benutzung von Antibiotika ist das tägliche Essen einiger roher Knoblauchzehen. Knoblauch ist das Antibiotikum der Natur, weist aber ausserdem keine negativen Nebenwirkungen auf, die so oft bei industriell hergestellten Pharmazeutika auftreten können. Und man kann Knoblauch auch während der Stillzeit ganz unbedenklich zu sich nehmen.
  5. Nehmen Sie heisse Duschen: Stellen Sie sich unter eine heisse Dusche und lassen Sie das Wasser dabei direkt auf die betroffene Brust prasseln. Dies wird dabei helfen, die verstopften Milchgänge zu befreien, die Entzündung bekämpfen und den Schmerz lindern.
  6. Sorgen Sie für ausreichend Ruhe: Wie bei jeder Infektion macht Ihr Körper auch bei einer Mastitis Überstunden, um das Leiden loszuwerden. Daher ist es unabdingbar wichtig, dass Sie sich ausreichend Ruhe gönnen um Ihr Immunsystem in seinem Kampf gegen die Infektion bestens zu unterstützen.
  7. Nehmen Sie Echinacea ein: Das Heilkraut Echinacea ist ein Immunstimulans und hilft dem Organismus bei der Abwehr von Infektionen. 
  8. Achten Sie auf eine ausreichende Vitamin-Zufuhr: Wie die Einnahme von Vitamin C und Vitamin D bei Entzündungen aller Art hilfreich sein kann, haben wir in unseren entsprechenden Texten beschrieben, die Sie unter den vorigen Links finden.

Sollte die Mastitis jedoch auch nach der Anwendung natürlicher Heilmethoden nicht abgeklungen sein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, damit die Infektion nicht noch schlimmere Ausmasse annimmt.

Mastitis vorbeugen

Wie bei jedem anderen gesundheitlichen Leiden, ist auch das beste Mittel gegen die Mastitis eine erfoglreiche Vorbeugung. Ernähren Sie sich gesund und stärken Sie so Ihre Abwehrkräfte gegen Infektionen aller Art. Stillen Sie zudem Ihr Baby sehr oft, da dies die Milchgänge vor dem Verstopfen bewahrt. Wird Ihr Baby nicht regelmässig genug gestillt, pumpen Sie zumindest die Muttermilch mit einer Brustpumpe ab.

Erfahrungsbericht: Kohlblätter gegen Brustentzündung

Eine Leserin schrieb uns im Dezember 2019 folgenden Erfahrungsbericht, der einmal mehr zeigt, wie sehr naturheilkundliche Mittel unterschätzt werden und wie kraftvoll ihre Wirkung sein kann: "Neulich ereilte mich eine Brustentzündung mit Verdacht auf eine Blutvergiftung. Meine Gynäkologin verschrieb mir daraufhin ein hochwirksames Antibiotikum. Als Alternative gab sie mir noch 2 Tage Zeit, um mit Belladonna Globuli und Quarkwickel der Entzündung beizukommen. Auf Ihrer Seite entdeckte ich dann unter dem Stichwort Brustentzündung den Tipp mit Weisskohlblättern im BH. Die Globuli nahm ich zusätzlich ein. Nach 3 Tagen war die Entzündung weg und auch der dünne rote Streifen, der auf Blutvergiftung schliessen liess. Eine Woche später bestätigte mir die Heilung auch die Frauenärztin. Ich war überglücklich, dass ich das Antibiotikum nicht nehmen musste und weiss, dass ich dieses Glück Ihrer Seite zu verdanken habe. Ganz herzlichen Dank für Ihre hilfreichen Ratschläge."

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Quellen

  • Mail Online "Breast-feeding DOES help mothers bond with babies - because it releases the `love` hormone" by David Derbyshire; Last updated at 5:50 PM on 18th July 2008 (Stillen stärkt die Verbindung zwischen Mutter und Kind - weil es das Liebeshormon freisetzt)
  • A.D.A.M. Medical Encyclopedia. "Breast infection (Mastitis; Infection - breast tissue; Breast abscess)" Last reviewed: November 1, 2009. (Brustinfektion (Mastitis, Infektion - Brustgewebe; Brustabszess)
  • KellyMom "Natural treatments for nursing moms - Mastitis: a non-antibiotic treatment" (Natürliche Behandlungen für Pflege-Mütter - Mastitis: eine Behandlung ohne Antibiotika)