Nebenwirkungen von Medikamenten

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Medikamenten?

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 02.08.2018
  • 7 Kommentare
Wie sind Ihre Erfahrungen mit Medikamenten?
© istockphoto.com/BraunS

Man fühlt sich nicht gut und geht zum Arzt. Dort erhält man meist nichts anderes als Medikamente. Ja, nicht einmal dann, wenn man nach Alternativen oder auch zusätzlichen Massnahmen fragt, die man selbst umsetzen könnte, gibt es Tipps oder eine entsprechende Hilfestellung. In der Not nimmt man die Medikamente und vertraut auf die Schulmedizin. Oft helfen die Mittel auch tatsächlich. Dann aber setzen die Nebenwirkungen ein – und man fühlt sich nicht selten schlechter als zuvor. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Medikamenten? Schreiben Sie uns!

Inhaltsverzeichnis

Ihre Erfahrungen mit Medikamenten!

Mussten auch Sie schon Medikamente nehmen, nach deren Einnahme es Ihnen schlechter ging als je zuvor? Schreiben Sie uns von Ihren Erfahrungen! Ganz gleich, ob in Form eines umfassenden Erfahrungsberichtes oder einfach nur in Stichworten. Teilen Sie mit uns und anderen LeserInnen Ihre Geschichte und helfen Sie auf diese Weise mit, dass immer mehr Menschen aufwachen und sich eigenverantwortlich um ihre Gesundheit kümmern.

Denn es gibt so viel, was man für sich und sein Wohlbefinden tun kann – selbstverständlich auch begleitend zu Arzneimitteln, wenn es ohne diese einmal nicht gehen sollte.

Auf Alternativen wartet man vergeblich

Wer aufgrund von Beschwerden zum Arzt geht und sich dort ein umfassendes Programm mit Selbsthilfemassnahmen erhofft, um wirklich wieder gesund zu werden, wird in den meisten Fällen bitter enttäuscht.

Man erhält weder Tipps zur Ernährungsumstellung noch Empfehlungen für Nahrungsergänzungen, auch keine Überweisung zum Osteopathen oder Sporttherapeuten, geschweige denn Anleitungen für ganzheitliche Massnahmen wie Selbstmassagen, Aufbau der Darmflora oder Entspannungsmethoden. Stattdessen erhält man immer dasselbe, nämlich Medikamente – ob man will oder nicht! Ja, will man sie nicht, muss man sich noch rechtfertigen.

Gerne wird man auf Nachfrage nach Alternativen auch mit dem Satz „da können Sie selbst sonst gar nichts tun“ abgespeist.

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Nebenwirkungen bildet man sich nur ein

Erkundigt man sich nach möglichen Nebenwirkungen der verordneten Medikamente, heisst es nur, diese treten sehr sehr selten auf. Inzwischen raten manche Ärzte sogar dazu, gar nicht erst den Beipackzettel zu lesen. Sie fürchten, die Patienten könnten sich dadurch so stark beeinflussen lassen, dass sie sich die dort aufgeführten Nebenwirkungen augenblicklich einbilden.

Leidet man tatsächlich an den Nebenwirkungen, wird man infolgedessen oft gar nicht ernst genommen. Der Arzt wirkt in manchen Fällen genervt und will nicht einmal ein anderes Medikament verordnen, das vielleicht besser vertragen werden würde. (Ausnahmen bestätigen die Regel!)

Kommt Ihnen all das bekannt vor? Dann senden Sie uns Ihren persönlichen Erfahrungsbericht und erzählen Sie uns, was Sie mit Medikamenten und ärztlichen Behandlungen schon erlebten.

Erfahrungsbericht mit Säureblockern: Sodbrennen, Müdigkeit und Krämpfe

Maja M. (48, Name verändert, Person ist der Redaktion persönlich bekannt) erzählt beispielsweise: „Ich hatte seit Wochen ein Kratzen im Hals mit verstärkter Schleimbildung. Immer wieder hatte ich das Gefühl, der Schleim laufe mir schubartig den Rachen hinunter. Ich wusste von einer Allergie auf Kiefernpollen, doch lag die Hauptblütezeit im Mai und wir hatten schon Mitte Juni. So machte ich mir langsam Sorgen und wollte gerne der Ursache meiner Beschwerden auf den Grund gehen.

Ich suchte einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt auf, der mir von meiner privaten Krankenkasse empfohlen wurde. Nach einer Nasenspiegelung erklärte er mir, ich hätte einen Polypen, der das normale Abfliessen des Schleims verhindere. Der Schleim sammle sich und könne dann immer nur schubweise abfliessen. Das Kratzen im Hals habe damit nichts zu tun. Wenn ich nicht gerade viel Alkohol, Essig oder sonstige ätzende Stoffe trinken würde, hätte ich wohl die Refluxkrankheit.

Patientenhinweise werden ignoriert

Auf den Hinweis meiner Allergie reagierte er nicht. Nein, das könne nicht die Ursache sein, meinte er, Kiefern würden schliesslich nicht mehr blühen. Da ich jedoch keinerlei Sodbrennen noch sonstige Verdauungsbeschwerden hatte und mich überdies sehr gesund ernährte, wagte ich es, die Reflux-Diagnose massiv in Frage zu stellen.

Der ohnehin nicht besonders zuvorkommende Arzt wurde nicht gerade freundlicher und beharrte auf seiner Diagnose. Ich solle nun einige Wochen lang ein Cortisonspray gegen den Polypen anwenden und ausserdem Säureblocker (Protonenpumpenhemmer) gegen meine vermutete Refluxkrankheit, denn diese könne ich auch haben, ohne etwas davon zu wissen. In zwei Monaten solle ich wieder kommen.

Nebenwirkungen treten ein

Brav nahm ich alles ein, wie mir aufgetragen wurde. Nach bereits sechs Wochen war ich chronisch müde, hatte öfter Wadenkrämpfe und – wie seltsam – litt plötzlich unter Sodbrennen und Übelkeit, also unter Beschwerden, die ich zuvor nicht hatte. Ausserdem sollte das Mittel ja gerade gegen das Sodbrennen wirken. Ach ja, meine Probleme mit dem Kratzen im Hals waren nach wie vor unverändert.

Mit Hilfe von Informationen im Netz stellte ich fest, dass Säureblocker alles andere als harmlos sind und – wenn nicht unbedingt erforderlich – gemieden werden sollten. Ich setzte die Mittel ab, das Sodbrennen wurde stärker und ich musste die Säureblocker wohl oder übel wieder nehmen. Sie haben mir also nicht nur das Sodbrennen beschert, sondern auch noch eine Art Abhängigkeit. Mit Mühe und Not schaffte ich es, im Laufe von zwei Wochen die Säureblocker langsam auszuschleichen.

Die Mittel hatten mir auch einen Magnesiummangel eingebrockt, der mich müde und anfällig für Krämpfe machte. Nach einer mehrwöchigen Einnahme von Magnesium liessen auch diese Nebenwirkungen glücklicherweise wieder nach.

Besser immer auch eine Zweitmeinung einholen!

Ich suchte meine Hausärztin auf – ohne ihr von meinen HNO-Erfahrungen zu berichten. Sie sagte, das Kratzen und der Schleimfluss spreche eindeutig für die anhaltende Allergie, zumal es immer noch Kiefernpollen im Umlauf gäbe. Auf meine Nachfrage, ob eine Refluxkrankheit von mir unbemerkt vorliegen könne, sagte sie, nein, das sei nicht möglich. Die Symptome seien meist sehr eindeutig.

Auch erkundigte ich mich, ob ich im Nasen-/Rachenraum vielleicht Polypen haben könnte. Sie meinte, man könne dies zwar untersuchen lassen, doch wenn die Beschwerden nicht sehr schlimm seien, würden sich Polypen – falls vorhanden – auch wieder zurückbilden können, wenn das Allergen verschwunden sei. Sie würde mir in jedem Fall ein Antihistaminikum aufschreiben, das ich nehmen könne, sollten mich die allergischen Symptome in meinem Alltag einschränkten.

Ich hatte also – falls die Ärztin recht haben sollte – die Säureblocker und das Cortisonspray ganz umsonst genommen und zum Dank für meine Leichtgläubigkeit auch noch enorme Nebenwirkungen kassiert. Heute empfehle ich jedem, vor einer Medikamenteneinnahme immer noch eine Zweitmeinung einzuholen, denn Ärzte sind selten einer Meinung…“

Ihre Erfahrungen mit Medikamenten

Wir freuen uns nun auf Ihren Bericht. Schreiben Sie uns, welche Erfahrungen SIE mit Medikamenten machten, welche Nebenwirkungen Sie erlebten, ob diese von Dauer waren oder ob Sie diese wieder in den Griff bekommen haben, wie Ihre Ärzte Sie berieten, ob Sie ernst genommen wurden, wie man sie – auch menschlich – behandelte und ob Sie das Gefühl hatten, bei Ihren Ärzten in guten Händen zu sein.

Zwei Erfahrungsberichte von Lesern haben wir bereits hier veröffentlicht:

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Leserkommentare

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Lieben Dank für Ihr Verständnis und bis bald,
Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 02.07.2018

Sehr geehrte Damen & Herrn !
Meine Erfahrungen mit Medikamenten:
Hauptwirkung: NEIN !! Nebenwirkungen: JA !!!!
Am ärgsten war “Saroten”:
Heuer, Ende Februar war ich bei einer Wahlärztin (keine Kassa, Schulmedizin) bzgl. chron. Spannungs-Kopfweh:
Sie verschrieb mir ein “Medikament der 1. Wahl” – nämlich Saroten. Am 3. Tag musste ich wegen extrem starker Müdigkeit ins Bett legen. Kopfweh wurde noch stärker + starke suizide Gedanken. Damit ich nicht im vorhinein beeinflusst werde, habe ich den Beipackzettel – Nebenwirkungen – später gelesen – auch >>

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Ein Mittel gegen Kopfweh – wo als sehr häufige Nebenwirkungen: “Kopfweh” steht usw. ... ??

Mit freundlichen Grüßen & viel “Xundheit” -

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Leider ist dies sehr häufig der Fall, dass sich die Beschwerden, gegen die man ein entsprechendes Medikament nimmt, gerade durch dieses Medikament auch noch verstärken können.

Wir hoffen sehr, dass sich Ihre Kopfschmerzen inzwischen wieder gelegt haben.

Ihr ZDG-Team

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