Obst und Früchte
Zitrone: Die Nährstoffe

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • veröffentlicht: 06.06.2018
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Zitrone: Die Nährstoffe
© istockphoto.com/ValentynVolkov

Die Zitrone enthält wie alle Lebensmittel Nährstoffe, die sich in Makronährstoffe und Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) aufteilen. Bei den Makronährstoffen handelt es sich um Kohlenhydrate, Proteine und Fette - und genau um diese Nährstoffe geht es hier. Kohlenhydrate umfassen auch Zucker. Und selbst wenn die Zitrone sauer schmeckt, enthält sie auch Zucker. Dennoch kann sie von Fructoseintoleranten meist gut vertragen werden. Auch für Diabetiker ist die Zitrone - nicht nur das Fruchtfleisch, sondern auch die Schale - ein äusserst hilfreiches Lebensmittel.

Die Nährstoffe der Zitrone

Die Zitrone zählt mit zu den gesündesten Früchten der Welt. In 100 Gramm frischen Zitronen, was ungefähr einer eher kleinen Frucht entspricht, stecken 84 Gramm Wasser, kaum Fett und der Kaloriengehalt liegt bei nur 56 kcal. Das Nährstoffprofil gestaltet sich wie folgt:

  • 1 g Eiweiss
  • 1 g Fett
  • 8 g Kohlenhydrate
  • 1 g Ballaststoffe
Ananas

Fructoseintoleranz

Obgleich Zitronen sauer schmecken, verbergen sich in 100 Gramm immerhin bis zu 8 Gramm Zucker. (Zum Vergleich: Der Apfel enthält 10 Gramm Zucker). Doch das Fructose-Glucose-Verhältnis ist ausgewogen, was bedeutet, dass etwa genau so viel Fructose wie Glucose in der Frucht enthalten ist, was dazu führt, dass die Zitrone selbst von Menschen mit Fructoseintoleranz gut vertragen wird.

Für Patienten, die an der selten hereditären Fructoseintoleranz leiden (eine erblich bedingte Fructoseintoleranz), ist die Zitrone neben der Avocado laut einer rumänischen Studie sogar die einzige Frucht, die überhaupt vertragen wird.

Histaminintoleranz

Bei einer Histaminintoleranz hingegen ist die Zitrone kein geeignetes Lebensmittel. Zwar enthält die Zitrone kein Histamin, dafür sog. biogene Amine. Diese hemmen den Abbau des Histamins und sorgen auf diese Weise für einen steigenden Histaminspiegel und folglich u. U. auch zu Symptomen.

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Diabetes

Früchte sind für Diabetiker im Allgemeinen kein Problem – wie wir hier schon beschrieben hatten. Da die Zitrone noch weniger Zucker als andere Früchte enthält, kann sie bei Diabetes natürlich erst recht verwendet werden.

Ja, Diabetiker können sogar regelrecht von der Zitrone profitieren. Man empfiehlt, Gerichte stets mit etwas Zitronensaft zu würzen, da dieser den Eigengeschmack der jeweiligen Lebensmittel verstärkt, so dass weniger Salz benötigt wird. Auf diese Weise schützt man auch seinen Blutdruck, der bei Diabetikern oft ebenfalls einer Regulierung bedarf.

In Diabetes in Control, einem Diabetes-Fachjournal, las man ferner im Februar 2016, dass die Polyphenole in der Zitronenschale eine Insulinresistenz mindern können und überdies bei der Regulation des Blutzuckerspiegels helfen. Diabetiker können daher ganz nach Herzenslust nicht nur den Saft der Zitrone, sondern auch die Schale verwenden, z. B. in Obstsalaten, Smoothies, Salaten oder auch in Gemüsegerichten, wie etwa in diesem köstlichen Zucchinisalat mit Pilzen an Kräuterdressing.

Nutzen Sie die ganze Frucht!

Zitrusfrüchte gehören zu jenen Lebensmitteln, die am meisten Pektine enthalten. Diese Polysaccharide werden ernährungsphysiologisch zu den Ballaststoffen gezählt. Sie wirken dem Heisshunger entgegen, helfen bei Durchfall, stärken die Darmflora und tragen zur Entgiftung von Schwermetallen wie Arsen und Cadmium bei, wie eine Studie am Amitabha Medical Clinic and Healing Center gezeigt hat.

Allerdings stecken die Pektine vor allem im weissen Teil der Zitronenschale, also jenem Teil der Frucht, den man normalerweise grosszügig wegschneidet, selbst dann, wenn man etwas Zitronenschale zum Würzen nimmt. Denn die schwammartige Faserschicht (Mesokarp) hat einen relativ bitteren Geschmack und wird deshalb in der Regel verworfen.

Doch gerade diese Bitterstoffe sind ein wahrer Booster für die Gesundheit, da sie die Verdauung fördern, den Körper entsäuern, entwässern sowie entgiften und dafür sorgen, dass Vitalstoffe aus der Nahrung besser verwertet werden können.

Ernährungswissenschaftler raten deshalb dazu, Zitronen nicht ausschliesslich in Form von Saft zu sich zu nehmen, sondern öfter zur ganzen Frucht zu greifen, beispielsweise in Form eines leckeren Smoothies. In diesem kann sehr leicht und ohne dass die Bitterstoffe dominieren würden, auch der weisse Teil der Schale verarbeitet werden. 

Nährstoffe der Zitrone: Mikro- und Makronährstoffe

Während es oben nun um die Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) der Zitrone ging, schauen wir uns in einem anderen Artikel die zweite Gruppe der Nährstoffe an, die Mikronährstoffe. Dazu gehören die Vitamine, die Mineralien und Spurenelemente.

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