Bio-Zitronen oder konventionelle Zitronen

Zitronen – sowohl Bio-Zitronen als auch konventionelle Zitronen – werden weltweit in subtropischen Regionen angebaut und sind das ganze Jahr über erhältlich. Die wichtigsten europäischen Anbauländer sind Spanien und Italien. Es gibt zahllose Zitronensorten, die sich in Grösse, Form, Dicke der Schale und Saftgehalt voneinander unterscheiden. Im Handel werden jedoch vordergründig Sorten wie Eureka, Lunario und Lisbon angeboten.

Nicht alle Sorten schmecken dabei gleich sauer. Es gibt auch süssliche Varianten, wie die säurearme Sfusato Amalfitano, die ausschliesslich an der Amalfiküste in Italien angebaut wird. Aus ihr wird der Likör Limoncello hergestellt oder sie wird einfach dünn aufgeschnitten und in Kombination mit Olivenöl, Knoblauch, Minze und Salz serviert.

Reife Zitronen können grün sein

Dass alle reifen Zitronen gelb sind, ist gleichermassen ein Irrtum wie dass alle grünen Zitronen unreif sind. Abgesehen davon, dass es auch Früchte mit oranger oder roter Färbung gibt, hängt die Farbe auch von der Jahreszeit ab. Die im Sommer geernteten Zitronen sind leuchtend grün, auch wenn sie reif sind. Gelb, orange oder rot färbt sich die Zitrone erst im Herbst bzw. Winter, wenn die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ausreichend gross sind und daraufhin der grüne Farbstoff Chlorophyll abgebaut wird.

Gelbe Zitronen können unreif sein

Um eine fortgeschrittenen Reifegrad zu simulieren, werden grüne Zitronen aus konventionellem Anbau mit Ethylen begast und werden dort so schön gelb, wie es der Verbraucher wünscht. Paradoxerweise handelt sich hierbei tatsächlich oft um unreife Früchte, die nun trotz des Farbwechsels fad schmecken, da gepflückte Zitronen nun einmal nicht nachreifen.

Bio-Zitronen sind frei von Pestizidrückständen

Achten Sie beim Kauf von Zitronen darauf, dass die Schale unversehrt ist und keine schimmeligen Stellen aufweist. Reife Zitronen erkennt man an ihrem besonders intensiven Duft, ihre Schale gibt auf Druck leicht nach. Unreife Früchte schmecken im Vergleich zu den ausgereiften saurer und herber.

In jedem Fall sollten Sie auf Zitronen aus biologischem Anbau setzen, denn die konventionell kultivierten Früchte werden immer mit Pestiziden und Konservierungsmitteln behandelt. Bio-Zitronen schneiden im Übrigen bei Tests meist sehr gut ab: Die Umweltschutzorganisation Global 2000 hat im Jahr 2016 zwölf Bio-Früchte auf Pestizide untersucht und alle waren völlig frei von Rückständen.

Ganz anders verhält es sich mit Zitronen aus konventionellem Anbau: Laut Analysen vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart im Jahr 2016 wiesen alle 22 Proben Mehrfachrückstände auf, bei einer Probe wurde sogar die zugelassene Höchstmenge überschritten.

Spritzmittelrückstände können der Schilddrüse schaden

Hierbei handelte es sich um Chlorat, das in der EU eigentlich nicht einmal mehr zugelassen ist und laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung dazu führen kann, dass die Jodaufnahme gehemmt wird. Da Jod ein wichtiges Spurenelement insbesondere für die Schilddrüse ist, leiden unter solchen Rückständen hauptsächlich Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen, mit Jodmangel oder auch Neugeborene und Kinder, die für ihre Entwicklung dringend ausreichend Jod benötigen.

„Unbehandelt“ bedeutet nicht „ungespritzt“

Verlassen Sie sich nicht auf Kennzeichnungen wie "unbehandelt" oder "Schale essbar", da sich diese ausschliesslich auf die Behandlung der Schalen mit Konservierungsmitteln nach der Ernte beziehen! Gespritzt können diese Früchte natürlich trotzdem sein. Weitere interessante Infos finden Sie unter: Schadstoffe in Zitrusfrüchten.

Quellen

  • Bundesinstitut für Risikobewertung, Fragen und Antworten zu Chlorat in Lebensmitteln, FAQ des BfR vom 15. Februar 2018
  • Lemon/Limes, Healthiest Foods
  • Ellen Scherbaum et al, Rückstände und Kontaminanten in Frischobst aus konventionellem Anbau 2016, Ein Bericht aus unserem Laboralltag, Juli 2017
  • Global 2000, Zitrusfrüchte im Test, November 2016

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