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Welche Lebensmittel schützen vor Eierstockkrebs?

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 09.01.2019
Welche Lebensmittel schützen vor Eierstockkrebs?
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Antioxidantien können vor Eierstockkrebs schützen – so eine grossangelegte britische Studie. Antioxidantien sind in vielen Lebensmitteln enthalten und können auch über Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Inzwischen kennt man aus verschiedenen Untersuchungen ganz konkret bestimmte Lebensmittel, die besonders gut vor Eierstockkrebs schützen und gleichzeitig sehr einfach in den Alltag integriert werden können.

Inhaltsverzeichnis

Eierstockkrebs-Prävention mit Antioxidantien

Freie Radikale aus der Umwelt und der Nahrung können schwerwiegende Zellschäden im menschlichen Körper hervorrufen und so schlimmstenfalls Krebs erkrankungen auslösen.

Britischen Forschern ist es jedoch gelungen, wirkungsvolle und gleichzeitig einfach umsetzbare Präventionsmassnahmen gegen die Entstehung von Eierstockkrebs zu ermitteln.

Eine Schlüsselrolle bei diesem Prozess spielen Antioxidantien aus der Nahrung. Sie neutralisieren freie Radikale, verhindern auf diese Weise Zellschäden und mindern so das Krebsrisiko – auch das Eierstockkrebsrisiko.

Beim epithelialen Eierstockkrebs – der häufigsten Eierstockkrebsform – erleiden 80 Prozent der Patientinnen einen Rückfall nach der ersten Chemotherapie. Es ist daher dringend notwendig, Massnahmen bekannt zu geben, die das Eierstockrisiko reduzieren können – und zwar vor allem Massnahmen, die von den Patientinnen ganz leicht im Alltag umgesetzt werden können.

Hierzu gehört ganz besonders eine gesunde Ernährung aus solchen Lebensmitteln, die antioxidative Bestandteile mit nachweislich eierstockkrebsfeindlicher Wirkung enthalten.

Flavonoide verringern Krebsrisiko

Zu den besonders wirksamen Antioxidantien zählen die sog. Flavonoide. Prof. Aedín Cassidy und ihr Team an der britischenUniversity of East Angliawollten daher herausfinden, welche Flavonoide sich am besten zur Prävention von Eierstockkrebs eignen.

Zu diesem Zweck werteten sie die Daten von mehr als 170.000 Frauen zwischen 25 und 55 aus, deren Ernährungsgewohnheiten sie über drei Jahrzehnte hinweg aufgenommen hatten.

Anschliessend untersuchten sie die Wirkung von sechs grossen Untergruppen der Flavonoide auf das Eierstockkrebsrisiko. Das ist die erste Studie, die verständliche und derart umfangreiche Ergebnisse zu diesem Thema liefert.

Flavonole und Flavanone gegen Eierstockkrebs

Als besonders wirksam bei der Prävention von Eierstockkrebs erwiesen sich Flavonole und Flavanone.

Prof. Cassidy erläutert:

Wir fanden heraus, dass Frauen, die häufig Lebensmittel mit einem hohen Anteil dieser beiden Flavonoid-Untergruppen assen, ein signifikant verringertes Risiko für epithelialen Eierstockkrebs aufwiesen."

Flavonole und Flavanone sind natürlicherweise in verschiedenen Nahrungsmitteln enthalten und lassen sich daher recht einfach in den täglichen Speiseplan integrieren.

So enthalten etwa Äpfel und Trauben, aber auch Schwarztee grosse Mengen an Flavonolen. Flavanone finden sich beispielsweise in Zitrusfrüchten und deren Säften.

Prof. Cassidy betont, dass einfache Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten bereits einen grossen Unterschied machen können:

Schon ein paar Tassen Schwarztee am Tag standen mit einem um 31 Prozent reduzierten Risiko für Eierstockkrebs in Verbindung."

Wer zusätzlich zu seinen zwei Tassen Schwarztee noch ein Glas frisch gepressten Orangensaft trinkt, gerne Grapefruits, Äpfel und Trauben isst oder Zitronensaft mit Wasser verdünnt mag, tut somit bereits viel, um sein Eierstockkrebsrisiko zu senken.

Zwiebeln gegen Eierstockkrebs

Im Jahr 2016 wurde eine weitere Studie veröffentlicht, die sich ebenfalls der Wirkung von Lebensmitteln auf das Eierstockkrebsrisiko widmete. Wissenschaftler der Kumamoto University aus Japan schrieben in Scientific Reports, dass insbesondere Zwiebeln einen Stoff – Onionin A (ONA) – enthielten, der direkt gegen Eierstockkrebszellen wirke und deren Wachstum verlangsame.

Sie entdeckten ausserdem, dass ONA die tumorfördernde Wirkung bestimmter Zellen hemmen kann. Diese Zellen heissen Myeloide Suppressorzellen (MDSC). Sie regulieren normalerweise das Immunsystem. Im Falle von Krebs oder Autoimmunerkrankungen aber nimmt ihre Zahl sehr stark zu, was einer Förderung des Tumorwachstums gleichkommt. Denn MDSC unterdrücken die Bemühungen des körpereigenen Immunsystems, den Krebs zu bekämpfen.

Werden nun aber die MDSC in ihrer Aktivität gestoppt, dann wird das Tumorwachstum verlangsamt.

Zusätzlich stellten die Forscher fest, dass ONA auch die Wirkung von krebsbekämpfenden Medikamenten verstärken und somit zu einer erfolgreicheren Therapie führen kann.

Wenn man nun Zwiebeln isst, dann nimmt man natürlich kein konzentriertes ONA zu sich, doch gehören Zwiebeln in jedem Fall zu jenen Lebensmitteln, die bei Krebs oder auch zur Krebsprävention regelmässig verzehrt werden sollten – und zwar am besten roh, um die relevanten Wirkstoffe auch in aktiver Form aufzunehmen.

Eine weitere Massnahme, um das Eierstockkrebsrisiko zu senken, ist der Verzicht auf eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren, denn: Hormone erhöhen das Krebsrisiko

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Quellen

  • Prof. Aedn Cassidy et al., \"Intake of dietary flavonoids and risk of epithelial ovarian cancer.\", American Journal of Clinical Nutrition, Oktober 2014, (\"Aufnahme von Nahrungsflavonoiden und Risiko fr epithelialen Eierstockkrebs\")
  • Truboki J et al., Onionin A inhibits ovarian cancer progression by suppressing cancer cell proliferation and the protumour function of macrophages, Scientific Reports, 12. Juli 2016, (Onionin A hemmt das Fortschreiten von Eierstockkrebs durch das Unterdrcken der Krebszellproliferation und der Protumorfunktion von Makrophagen)
  • Ellis, Marie. \"Onion compound suppresses ovarian cancer cell proliferation.\"Medical News Today. MediLexicon, Intl., 22. Oktober 2016, (Stoff aus Zwiebeln unterdrckt Proliferation von Eierstockkrebszellen)