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Fett und Zucker rauben Ihre Intelligenz

Ob Sie nun gerne Fettiges oder lieber Süsses essen, ist einerlei. Eine Studie zeigte, dass sowohl eine fettlastige als auch eine zuckerreiche Ernährung langfristig zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten führen kann. Zu den kognitiven Fähigkeiten gehören beispielsweise das Erinnerungsvermögen, der eigene Wille sowie die Fähigkeit zu planen, zu argumentieren und Probleme zu lösen.

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08 Juni 2021

Fett und Zucker: Es lohnt sich nicht!

Mögen Sie gerne fetten Käse, Wurst, Schweinebauch, Donuts, Torte, Schoki und Frittiertes? Es könnte Sie Teile Ihrer Intelligenz kosten! Oder sind Sie gar schon ab und zu vergesslich? Fällt es Ihnen schwer, in Diskussionen schlagkräftige Argumente zu finden? Gehen Sie Problemen lieber aus dem Weg, statt sie zu lösen? Verschieben Sie das Pläneschmieden gerne auf morgen oder noch besser übermorgen?

Vielleicht ist Ihre Ernährung daran Schuld? Wenn Sie nämlich einen fett- oder zuckerreichen Speiseplan lieben, dann bauen sich Ihre kognitiven Fähigkeiten immer weiter ab – worauf eine Studie (an Mäusen) der Oregon State University aus dem Jahr 2015 hinweisen könnte.

Fett und Zucker rauben Erinnerungsvermögen und geistige Flexibilität

Im Vergleich zu einer Ernährung, die mit 13 Prozent Fett und 62 Prozent Kohlenhydraten von den beteiligten Forschern als ausgewogen bezeichnet wurde, führte in der Untersuchung sowohl eine fett- als auch eine zuckerreiche Ernährung zu einem signifikanten Verlust der kognitiven Flexibilität. Viel Fett und/oder viel Zucker könnte Sie also die Fähigkeit kosten, sich auf neue Situationen im Leben einstellen zu können und für alles eine Lösung zu finden.

Die in der Studie untersuchte fettreiche Ernährung bestand aus 42 Prozent Fett und 43 Prozent Kohlenhydraten. (Es handelte sich also nicht um eine ketogene Ernährungsform, ja nicht einmal um eine Low-Carb-Ernährungsform, was viele Menschen beim Begriff "fettreiche Ernährung" oft sofort annehmen.)

Die zuckerreiche Ernährung bestand aus 12 Prozent Fett und 70 Prozent Kohlenhydrate, wobei diese 70 Prozent Kohlenhydrate auch noch grösstenteils aus Zucker (Saccharose) bestanden. 

Besonders dramatisch waren die Auswirkungen der Ernährung auf die kognitiven Fähigkeiten bei der zuckerreichen Ernährung. Diese kann sowohl das Langzeit- als auch das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen. Zucker scheint zusätzlich die Lernfähigkeit deutlich einzuschränken – was frühere Studien ebenfalls schon bestätigt hatten, in denen der Einfluss der Ernährung auf das Verhalten untersucht wurde.

Fett und Zucker verändern die Darmflora

Die Forscher der Oregon State University entdeckten auch den Grund dafür, warum sich viel Fett und viel Zucker so negativ auf die geistigen Fähigkeiten und somit auf das Verhalten auswirken können. Offenbar verändert sich unter einer fett- und zuckerreichen Ernährung die Zusammensetzung der Darmflora sehr stark.

Veränderte Darmflora schadet dem Gehirn

"Es wird immer eindeutiger, dass die Darmflora mit dem menschlichen Gehirn kommuniziert",

berichtet Kathy Magnusson, Professor am OSU College of Veterinary Medicine.

Sie fährt fort:

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“Schon lange ist bekannt, dass zu viel Fett und zu viel Zucker aus verschiedenen Gründen ziemlich ungesund sind. Ein weiterer Grund ist nun deren negativer Einfluss auf die Darmflora. Es ist also nicht nur das Essen an sich, das die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinflusst, sondern auch die Art, wie das Essen auf die Darmflora einwirkt. Die Bakterien der Darmflora schütten nun Stoffe aus, die als Neurotransmitter (Botenstoffe) agieren, dann Nervenzellen oder das Immunsystem stimulieren und somit eine grosse Zahl an Funktionen beeinflussen können,"

sagte Professor Magnusson.

Alzheimer durch zu viel Fett und Zucker

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf einer Strecke nach Hause, die Ihnen sehr vertraut ist und die Sie sehr oft fahren. Eines Tages ist die Strasse wegen Bauarbeiten gesperrt und Sie müssen einen neuen Heimweg finden. Eine Person mit einem gesunden Level kognitiver Flexibilität kann sich an die veränderte Situation sehr schnell anpassen und sucht sich flugs die nächstbeste Route für den Nachhauseweg.

Mit eingeschränkter kognitiver Flexibilität jedoch (und ohne Navi) würde die Suche nach einem anderen Heimweg nicht nur stressig werden, sondern auch sehr lang und schleppend vor sich gehen. Genau das aber passiert im Laufe der Jahrzehnte, wenn man gerne Fett- und Zuckerreiches isst. Die kognitive Flexibilität lässt nach.

Kein Wunder werden Ernährungsformen, wie die typische westliche Ernährungsweise, die ganz besonders fett- und zuckerreich ist, mit vielen chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht, unter anderem auch mit einem erhöhten Auftreten der Alzheimer Krankheit. Umso wichtiger ist es heutzutage, in regelmässigen Abständen die Darmflora zu sanieren, um die negativen Einflüsse ungünstiger Ernährung zu kompensieren.

* Natürliche und gesunde Zuckeralternativen finden Sie hier unter diesem Link.

Darmflora sanieren

Die Sanierung der Darmflora ist alles andere als kompliziert. Idealerweise verwendet man dazu zwei Präparate. Eines zur Verbesserung des Darmmilieus (Flüssigpräparat, z. B. Combi Flora flüssig), damit sich die erwünschten Darmbakterien ansiedeln und auch dauerhaft halten können sowie ein weiteres zum gezielten Aufbau der Darmflora (Kapselpräparat, z. B. Combi Flora Symbio). Hier finden Sie Details zum Aufbau der Darmflora.

Lesen Sie dazu auch: Transfette verschlechtern Ihr Gedächtnis

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Ramona, Absolventin

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Quellen
  • Magnusson KR et al., Relationships between diet-related changes in the gut microbiome and cognitive flexibility, Neuroscience, 2015; 300: 128 DOI: (Zusammenhänge zwischen ernährungsbedingten Änderungen der Darmflora und der kognitiven Flexibilität)
  • Oregon State University, Fat, sugar cause bacterial changes that may relate to loss of cognitive function, Juni 2015, Science Daily, (Fett und Zucker verursachen bakterielle Veränderungen, die mit einem Verlust der kognitiven Funktionen in Verbindung stehen)