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Junk-Food könnte Ursache für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sein

Die genauen Ursachen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind bislang noch nicht geklärt. Junk-Food könnte Wissenschaftlern zufolge an der Entstehung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zumindest mitbeteiligt sein.

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20 September 2021

Junk-Food als mögliche Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Typische Symptome bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sind Bauchschmerzen, starker Durchfall, Müdigkeit und Gewichtsverlust. Dabei sind zwei Arten zu unterscheiden: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ( 1 ).

Während Morbus Crohn den gesamten Darm betreffen kann, beschränkt sich Colitis ulcerosa auf den Dickdarm ( 2 ). In beiden Fällen sind die Symptome langanhaltend oder treten in Schüben auf.

Die Ursachen für diese Leiden sind bis anhin nicht ausreichend erforscht. Bisher geht man aber davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenspielen. Eine mögliche Ursache könnte die Ernährungsweise sein.

Wer Pommes und Kekse mag, hat ein erhöhtes CED-Risiko

Forscher der Georgia State University haben die Daten von rund 100.000 Personen ausgewertet. Ziel der Studie war, die Nahrungsaufnahme von Erwachsenen zu untersuchen, die an CED erkrankt sind.

Dabei zeigte sich, dass Erwachsene, die an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden, häufiger Nahrungsmittel zu sich nehmen, die typischerweise als Junk-Food bezeichnet werden, als Personen, die nicht von CED betroffen sind. Als Beispiele für Junk-Food nennen die Wissenschaftler Pommes Frites, Kekse, Limonade, Sportgetränke und Energy Drinks ( 3 ).

Diese Ergebnisse unterstützen die These, dass ungesunde Ernährung bei entsprechender Veranlagung zu einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung führen oder die Krankheit zumindest begünstigen kann.

Auch Käse kann die Entstehung von CED fördern

Frühere Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von tierischem Eiweiss das Risiko erhöht, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung zu entwickeln. Auch in der Studie der Georgia State University untersuchte man tierische Produkte, etwa Käse. Interessanterweise mochten an CED erkrankte Personen Käse lieber als darmgesunde Personen ( 3 ).

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Ebenfalls haben die Forscher den Milchkonsum genauer unter die Lupe genommen. Sie haben jedoch festgestellt, dass der Zusammenhang zwischen Milch und CED geringer ist als bei Junk-Food und Käse.

Nicht auszuschliessen ist auch der Faktor der Lebensmittelverarbeitung (zum Beispiel Frittieren). Inwieweit dieser Faktor Einfluss auf die Entstehung von CED hat, ist bislang aber nicht ausreichend erforscht.

Gesunde Ernährung bei CED

Eine Ernährungsweise die reich an tierischen Fetten und Zucker ist, verschlimmert die Symptome von CED bei vielen Personen. Auch rohes Gemüse, Zitrusfrüchte, unreifes Kernobst und Frittiertes können sich negativ auf die Beschwerden auswirken ( 4 ).

Generell wird Betroffenen empfohlen, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Welche Lebensmittel einem guttun, findet man am besten selbst heraus. Ein Ernährungstagebuch kann dabei helfen festzustellen, wie man auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert.

Wenn es Ihnen schwer fällt, dabei auf eine gesunde Ernährung zu achten, könnte Ihnen die Entschlackungskur von effective nature dabei helfen, Ihre Ernährung umzustellen.

Mehrere frühere Studien haben zudem gezeigt, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Colitis ulcerosa das Risiko erhöht, schneller wieder einen Schub zu erleiden. Denken Sie daher auch daran, Ihren Vitamin-D-Spiegel überprüfen zu lassen und bei einem Mangel – in Absprache mit Ihrem Arzt – eine entsprechende Nahrungsergänzung einzunehmen.

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Quellen
  1. (1) Georgia State University, Certain foods common in diets of US adults with inflammatory bowel disease, Medicalxpress, 6.5.2020.
  2. (2) Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, UniversitätsSpital Zürich, Stand: 12.5.20.
  3. (3) Moon K. Han et al, Examination of food consumption in United States adults and the prevalence of inflammatory bowel disease using National Health Interview Survey 2015, PLOS ONE, 23.5.20.
  4. (4) Susanne Meinrenken, Ernährung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Deximed, 26.12.2019