Zentrum der Gesundheit
Softdrinks Übergewicht

Für 1 Softdrink 50 Minuten joggen

Autor: Zentrum der Gesundheit

Aktualisiert: 17 Juni 2021

Würden Sie auch dann einen Softdrink kaufen, wenn Sie wüssten, dass Sie 50 Minuten lang joggen oder mehr als 8 Kilometer gehen müssen, um die Kalorien des süssen Drinks wieder loszuwerden? Softdrinks sind einer der Hauptgründe für die steigenden Zahlen von Übergewicht und Fettleibigkeit – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen – und können somit dramatische Konsequenzen für die Gesundheit haben. Softdrinks haben aber noch ganz andere Folgen…

Lieber keinen Softdrink als Sport

Softdrinks machen vorzeitig alt, Softdrinks begünstigen Schlaganfälle, Softdrinks führen zu Frühgeburten, Softdrinks schaden dem Herzen und Softdrinks schränken die sportliche Leistungsfähigkeit ein.

Alle diese Informationen sind bekannt. Doch scheinen sie die Verbraucher nicht besonders zu beunruhigen. Denn Softdrinks werden nach wie vor gedankenlos gekauft.

Regelrecht abschreckend hingegen wirkt ein auf dem Softdrink angebrachter Hinweis, dass man 50 Minuten joggen oder mehr als 8 Kilometer laufen müsse, um die Kalorien des Softdrinks wieder abzuarbeiten.

Diese Lösung fanden Priv. Doz. Sara N. Bleich und ihre Kollegen von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA – insbesondere um Kinder und Jugendliche vom übermässigen Softdrink-Konsum abzuhalten ( 1 ).

Warnhinweise auf Softdrinks wirken

In sechs Supermärkten in sozial schwachen Wohnvierteln von Baltimore haben die Forscher über sechs Wochen hinweg Warnschilder an den Softdrink-Regalen angebracht.

Darauf war jeweils eine der folgenden Informationen zu lesen:

  1. "Eine Flasche dieses Getränks enthält 250 Kalorien."
  2. "Der Kaloriengehalt dieses Getränks entspricht sechzehn Stücken Würfelzucker."
  3. "Um diesen Softdrink wieder abzutrainieren, muss man fünfzig Minuten lang joggen."
  4. "Um diesen Softdrink wieder abzutrainieren, muss man acht Kilometer gehen."

Insgesamt mehr als 3.000 Heranwachsende zwischen zwölf und achtzehn Jahren kauften während dieser Zeit ein Getränk in einem der Geschäfte. Ein Viertel davon interviewten die Wissenschaftler im Anschluss an den Einkauf.

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17 Prozent der interviewten Jugendlichen kauften daraufhin weniger oder keinen Softdrink mehr.

Bevor die Schilder angebracht worden waren, hatten zuckerhaltige Getränke ganze 98 Prozent der verkauften Getränke in den Geschäften ausgemacht. Mit den Schildern sank dieser Wert auf 89 Prozent.

Die Schilder konnten die Jugendlichen motivieren, weniger kalorienhaltige Getränke, insgesamt weniger Softdrinks, gar kein Getränk oder Wasser zu kaufen.

Am effektivsten war den Forschern zufolge das Schild, das aussagte, dass man acht Kilometer gehen müsse, um die Kalorien aus dem Getränk wieder abzutrainieren.

Die Veränderungen im Kaufverhalten der jugendlichen Testpersonen waren übrigens dauerhaft: Auch nachdem die Schilder wieder abgenommen worden waren, kauften sie weniger zuckerhaltige Getränke.

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Ramona, Absolventin

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Quellen

  1. (1) Priv. Doz. Sara N. Bleich, "Reducing Sugar-Sweetened Beverage Consumption by Providing Caloric Information: How Black Adolescents Alter Their Purchases and Whether the Effects Persist.”, American Journal of Public Health, Oktober 2014, ("Reduktion des Konsums zuckerhaltiger Getränke durch Information über den Kaloriengehalt: Wie schwarze Heranwachsende ihr Kaufverhalten verändern und ob der Effekt anhält”)