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Schon kleine Fleischmengen sind ungesund

Bisher glaubte man, dass zu viel Fleisch ungesund sei. Eine Studie lässt jedoch vermuten, dass schon der regelmässige Verzehr von kleinen Fleischmengen das Risiko von Krankheiten und eines vorzeitigen Todes erhöhen könnte.

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02 April 2021

Rotes Fleisch und Fleischprodukte auch in kleinen Mengen ungesund

Oft heisst es, Fleisch sei allenfalls nur dann ungesund, wenn man zu viel davon esse. Kleine Mengen seien jedoch absolut in Ordnung und sogar – aufgrund mancher Vitalstoffe wie z. B. Eisen, Zink oder bestimmter B-Vitamine – regelrecht gesund. Forscher der Loma Linda University in Kalifornien fanden nun jedoch heraus, dass selbst kleine Fleischmengen zu gesundheitlichen Problemen führen könnten.

Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt durch Fleisch und Wurst

Besonders das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, steige, wenn man regelmässig rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte (Wurst, Schinken) esse, auch wenn es nur kleine Mengen seien – so schreiben zumindest die kalifornischen Wissenschaftler in ihrer Studie, die im März 2019 im Fachjournal Nutrients veröffentlicht wurde.

Studien zu geringem Fleischverzehr fehlten bislang

Saeed Mastour Alshahrani, Studienleiter und Doktorand an der Loma Linda University School of Public Health, erklärte, dass man in bisherigen Studien stets die Folgen eines hohen Fleischverzehrs untersucht habe. Dabei sei dieser hohe Fleischverzehr mit einem niedrigeren Fleischverzehr verglichen worden. Wie sich jedoch schon ein geringer Fleischverzehr auswirke, z. B. im Vergleich zu einer fleischlosen Ernährung, sei bislang noch nicht Thema einer Studie gewesen.

„Daher haben wir in unserer Studie zunächst geschaut, ob es einen Zusammenhang zwischen einem geringen Fleischverzehr und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie der Krebssterblichkeit gibt“, sagte Alshahrani. Auch wollte man die Folgen eines nur geringen Fleischverzehrs mit den Folgen einer fleischlosen Lebensweise vergleichen.

Je mehr Fleisch und Fleischprodukte, umso höher das Sterberisiko

Die Studie trägt den Titel Red and Processed Meat and Mortality in a Low Meat Intake Population und ist Teil der Adventist Health Study-2 (AHS-2), einer Studie mit etwa 96.000 Frauen und Männern (Adventisten) aus Kanada und den USA. Adventisten sind eine ganz besondere Bevölkerungsgruppe, da etwa 50 Prozent von ihnen vegetarisch leben, und jene Adventisten, die Fleisch essen, nur sehr wenig davon essen (60 g pro Tag oder weniger). Die AHS-2 eignete sich daher hervorragend für die von Alshahrani geplante Untersuchung.

Nach Auswertung der vorliegenden Daten ergab sich sodann: Je mehr rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte gegessen wurden, umso höher war das Sterberisiko (ganz gleich an welcher Krankheit) – ein Zusammenhang der schon bei regelmässig kleinen Fleischmengen beobachtet werden konnte.

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Statt fleischhaltiger Ernährung besser pflanzenbasiert essen!

Dr. Michael Orlich, Codirektor der AHS-2 und Mitautor der vorliegenden Studie, sagte, diese neuen Erkenntnisse bestätigen und ergänzen die bereits vorliegenden Ergebnisse aus früheren Studien, die einen negativen Einfluss von Fleisch und Fleischprodukten auf die Gesundheit und Lebenserwartung zeigen.

Während man bisher jedoch glaubte, kleine Fleischmengen seien kein Problem, weist die Studie von Alshahrani und Ohrlich darauf hin, dass eine pflanzenbasierte Ernährung ganz ohne Fleisch und Fleischprodukte offenbar die empfehlenswertere ist. Vitaminmängel oder andere Nährstoffmangel müssen dabei nicht befürchtet werden.

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Ramona, Absolventin

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Quellen
  • Saeed Alshahrani, Michael Orlich et al. Red and Processed Meat and Mortality in a Low Meat Intake Population. Nutrients, 2019
  • Loma Linda University Adventist Health Sciences Center,Eating small amounts of red and processed meats may increase risk of early death, ScienceDaily, 27. März 2019