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Gesunde Ernährung verlangsamt den Alterungsprozess

Wer sich gesund ernährt, wird nicht so schnell alt. Eine ausgewogene Ernährung, reich an Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten und pflanzlichem Protein, kann den Alterungsprozess verlangsamen und zur allgemeinen Gesundheit beitragen. Bewegung und Stressmanagement sind ebenfalls wichtig.

Aktualisiert: 23 November 2023

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Warum wirkt gesunde Ernährung so verjüngend?

Inzwischen sind zig Studien erschienen (siehe unten), die allesamt zeigen: Wer sich gesund ernährt, erleidet seltener chronische Erkrankungen und kann daher seinen Lebensabend mit deutlich weniger Einschränkungen geniessen als der „Normalesser“. Der Grund dafür sind die vielen antioxidativen Vitalstoffe in einer gesunden Ernährung und deren entzündunghemmende Wirkung sowie gleichzeitig all die fehlenden Stoffe, die bei einer ungesunden Ernährung den Körper belasten würden.

Wie genau die Vitalstoffe gesund und munter machen, beschrieben Forscher im Juni 2018 im Fachjournal American Journal of Epidemiology. Eine gesunde Ernährung halte die Zellen jung, was nicht nur den Alterungsprozess verlangsame, sondern auch eine Voraussetzung dafür sei, dass chronische Erkrankungen fernbleiben, so Studienautorin Cindy Leung, Professorin für Ernährungswissenschaften an der University of Michigan School of Public Health ( 1 ).

Wie wird das Alter von Zellen festgestellt?

Um den Alterungsprozess der Zellen festzustellen, wurde in Leungs Untersuchung einfach die Länge der sog. Telomere gemessen. Telomere bestehen aus DNA und befinden sich jeweils an den Enden der Chromosomen im Innern des Zellkerns. Telomere beschützen die Chromosomen bzw. die DNA. Im Laufe der Jahre werden die Telomere immer kürzer (sie verkürzen sich mit jeder Zellteilung), so dass man sagen kann, je älter man wird, umso kürzer sind die Telomere. Und umso kürzer die Telomere, desto höher das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes Typ 2 und einige Krebsformen. Ja, offenbar lässt sich sogar die noch verbleibende Lebenszeit an der Länge der Telomere ablesen ( 2 ).

Wie kann man die Länge der Telomere beeinflussen?

Allerdings weiss man aus bisherigen Studien genauso, dass die Verkürzung der Telomere beeinflusst werden kann. Durch den individuellen Lebensstil kann man die Verkürzung verlangsamen oder auch beschleunigen. Auch Umweltfaktoren oder der Zustand der Psyche beeinflussen die Länge der Telomere.

Leung und Kollegen untersuchten nun die Ernährungsweise von annähernd 5000 gesunden Erwachsenen. Dabei zeigte sich: Je gesünder die Ernährung, desto länger die Telomere, so dass die Forscher schlussfolgerten: Wer den Richtlinien einer gesunden Ernährung folgt, kann einer beschleunigten Verkürzung seiner Telomere vorbeugen und so sein Risiko für chronische Erkrankungen reduzieren.

Co-Autorin Elissa Epel, Professorin an der University of California in San Francisco erklärt:

„Die Gemeinsamkeit aller gesunden Ernährungsformen liegt darin, dass sie Antioxidantien enthalten und entzündungshemmend wirken. Auf diese Weise schaffen sie ein biochemisches Umfeld, das für die Telomere äusserst vorteilhaft ist.“

Wie sieht eine gesunde Ernährung aus?

Cindy Leung rät, besser nicht von einzelnen Lebensmitteln, die einem besonders gesund erscheinen, oder von isolierten Vitalstoffen grössere Mengen zu sich zu nehmen, sondern vielmehr die Gesamtqualität der Ernährung zu verbessern, was bedeutet, dass man frische Lebensmittel regional und saisonal auswählt, Bio-Qualität bevorzugt und auf Vollwertigkeit achtet.

Gemeint war in vorliegender Studie ferner eine Ernährung aus viel Obst und Gemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkorn, bei der man gleichzeitig möglichst weniger Salz, keinen Zucker, keine gezuckerten Getränke, keine Wurst und auch kein rotes Fleisch verspeist.

Wenn Milchprodukte verzehrt werden, dann sollten es fettarme Milchprodukte sein. Insgesamt sollte man jedoch lieber pflanzliche Proteinquellen als tierische wählen ( 4 ).

Welche Studien zeigen, dass eine gesunde Ernährung vor Krankheiten schützt?

Wie gut eine gesunde Ernährung das Risiko für zahlreiche Erkrankungen reduzieren kann, zeigt die Auswahl folgender Studien: Im Mai 2017 las man beispielsweise im British Medical Journal, dass man vor Gicht deutlich weniger Angst haben muss, wenn man sich gesund ernährt. Die typisch westliche Ernährung hingegen – so die damalige Studie – bringe ein erhöhtes Gichtrisiko mit sich ( 3 ).

Im August 2016 schrieben Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, dass Menschen, die sich gesund ernährten, um ihren Blutdruck im Griff zu behalten, automatisch auch besser vor chronischen Nierenerkrankungen geschützt sind.

Eine gesunde Ernährung beeinflusst auch eine bestehende Multiple Sklerose so gut, dass sich die Symptome bessern, Schübe seltener werden und sich die Lebensqualität der Patienten merklich erhöht, wie eine Studie vom Dezember 2017 zeigte.

Auch vor der Makuladegeneration, der Schaufensterkrankheit, einem Schlaganfall und COPD (der Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung) kann eine gesunde Ernährung schützen. Genauso verbessert eine gesunde Ernährung die Schlafqualität, die Fruchtbarkeit, ein Asthma und das psychische Wohlbefinden. Selbst das Risiko für Schwerhörigkeit im Alter wird reduziert, wenn man sich gesund ernährt. Ferner erhöht sich mit gesunder Ernährung die Knochendichte, die Herzgesundheit bessert sich und die Haut wird schöner.

Wer überdies nie zu viel isst, bleibt auch geistig länger jung!

Wenn Sie sich für Details zu diesen Studien interessieren, klicken Sie auf die jeweiligen Links.

Wie funktioniert eine gesunde Ernährung zur Verlangsamung des Alterungsprozesses?

Die Regeln einer gesunden Ernährung fassen wir hier zusammen. Und in unserer über eintausend Rezepte umfassenden Rezepterubrik inkl. Kochstudio finden Sie für jeden Tag des Jahres passende vollwertige, basenüberschüssige und vitalstoffreiche Rezepte.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.