Lebensmittel, die zu Darmkrebs führen können

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsformen. Weltweit sind pro Jahr eine Million Neuerkrankungen zu verzeichnen. Betroffen sind insbesondere Menschen in den Industrieländern. In Deutschland ist der Darmkrebs bereits die zweithäufigste Krebsform.

Es gibt diverse Risikofaktoren, die zur Entstehung von Darmkrebs beitragen. Dazu gehören u. a. ein hohes Alter, Dickdarmpolypen, Tabak und Alkohol. Darüber hinaus spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle.

Zu den Lebensmitteln, die zu Darmkrebs führen können, zählt beispielsweise rotes und verarbeitetes Fleisch (bei regelmässig hohem Konsum), wie eine internationale Studie (3) mit fast 500.000 Probanden im Jahr 2019 gezeigt hat.

Warum manche Lebensmittel Darmkrebs verursachen können

Spanische und US-amerikanische Forscher haben nun – ebenfalls im Jahr 2019 – untersucht, WARUM bestimmte Lebensmittel das Darmkrebsrisiko erhöhen. An der Studie (1) waren zahlreiche Universitäten und medizinische Einrichtungen beteiligt. Es nahmen Tausende Probanden teil.

Dabei konnten die Wissenschaftler zwischen dem Darmkrebs und diversen Lebensmitteln bzw. deren Inhaltsstoffen einen signifikanten Zusammenhang herstellen. Lebensmittel erhöhen das Erkrankungsrisiko dann, wenn sie sowohl chronische Entzündungen als auch oxidativen Stress fördern.

Diese Lebensmittel steigern das Darmkrebsrisiko

Wenn Sie Ihren Darm vor Krebs schützen möchten, sollten Sie laut genannter Studie auf entzündungsfördernde Lebensmittel besser verzichten oder Ihren Konsum zumindest merklich einschränken. Dazu zählen:

  • raffinierte Kohlenhydrate (z. B. Weissmehl, Industriezucker und alle daraus hergestellten Produkte wie Brot, Kuchen, Pasta, Süssigkeiten, Speiseeis, gesüsste Getränke etc.)
  • rotes und verarbeitetes Fleisch (z. B. Fleisch vom Rind, Schwein, Lamm oder Wild und Wurstwaren)
  • gesättigte Fettsäuren (z. B. in fettem Fleisch, Milchprodukten, Butter)
  • trans-Fettsäuren (z. B. in manchen Margarinesorten, manchen frittierten Produkten und manchen Backwaren)

Jeder Mensch kann sein Darmkrebsrisiko senken!

Die Studienleiterin Dr. Mireia Obón, die u. a. am Catalan Institute of Oncology tätig ist, liess verlauten (2), dass diese Studienergebnisse einen durchaus positiven Aspekt offenbart haben. Denn der Risikofaktor sei veränderbar und könne durch eine Umstellung der Ernährung von jedem einzelnen Menschen leicht ausgeschlossen werden.

Dazu kommt, dass es genügend gesunde Lebensmittel gibt, die eine gegensätzliche Wirkung haben, also eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung und somit zur Prävention von Darmkrebs eingesetzt werden können.

Diese Lebensmittel schützen vor Darmkrebs

Diverse epidemiologische Studien (5) haben bereits gezeigt, dass Menschen im Mittelmeerraum seltener an Darmkrebs erkranken. Dies ist laut italienischen Forschern (4) von der University of Catania der mediterranen Ernährung zu verdanken. Denn diese ist arm an Fleisch, dafür aber reich an bioaktiven Substanzen wie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Vor Darmkrebs schützen laut der mediterranen Ernährung daher diese Lebensmittel: Obst und Gemüse, Nüsse, Vollkornprodukte, nur wenig Fleisch oder Fisch und gesunde Fette, wie z. B. Olivenöl.

Diese Lebensmittel stärken nicht zuletzt die Darmflora, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen (6) zufolge bei der Entstehung von Darmkrebs eine entscheidende Rolle spielt. Denn ist die Darmflora gestört, nehmen krankmachende Bakterien die Oberhand und setzen Entzündungsprozesse in Gang, die nun wiederum die Bildung von Krebszellen fördern.

Wenn Sie mehr über die Prävention von Darmkrebs erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Artikel:

Fernausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Sie interessiert, was in unserem Essen steckt und wollen wissen, wie sich Nähr- und Vitalstoffe auf den Körper auswirken? Sie wünschen sich ein gesundes Leben für sich, Ihre Familie und Mitmenschen? Ernährungsberater sind beliebt – doch oft geht bei der Beratung der ganzheitliche Aspekt vergessen, den es für eine nachhaltige Gesundheit braucht. Lernen Sie bei der Akademie der Naturheilkunde die Zusammenhänge zwischen Lebens- und Ernährungsweise sowie physischem und psychischem Wohlbefinden kennen.

Die Akademie der Naturheilkunde bildet interessierte Menschen wie Sie in rund 16 Monaten zum ganzheitlichen Ernährungsberater aus. Bestellen Sie hier die kostenlose Infobroschüre.


Quellen

  • (1) Mireia Obón-Santacana et al, Dietary Inflammatory Index, Dietary Non-Enzymatic Antioxidant Capacity, and Colorectal and Breast Cancer Risk (MCC-Spain Study), Nutrients, 2019
  • (2) An inflammatory diet correlates with colorectal cancer risk, Medical Xpress, Juli 2019
  • (3) Bradbury KE et al, Diet and colorectal cancer in UK Biobank: a prospective study, Int J Epidemiol, April 2019
  • (4) Grosso G et al, Factors associated with colorectal cancer in the context of the Mediterranean diet: a case-control study, Nutr Cancer, April 2014
  • (5) Grosso G et al, Mediterranean diet and cancer: epidemiological evidence and mechanism of selected aspects, BMC Surg, Oktober 2013
  • (6) Chen J et al, Microbiome, inflammation and colorectal cancer, Semin Immunol, August 2017