Rohes Obst und Gemüse: Gesünder für die Psyche

Forscher von der University of Otago haben festgestellt, dass rohe Früchte und Gemüse offenbar besser für die psychische Gesundheit sind als gekochte, eingedoste oder anderweitig verarbeitete Früchte und Gemüse.

Dr. Tamlin Conner, Psychologin, Hochschuldozentin und Leiterin der Studie sagte:

„Bei den typischen offiziellen Kampagnen der Gesundheitsbehören wird stets nur die täglich zu verzehrende Obst-und-Gemüse-Menge angegeben, beispielsweise fünf Obst- und Gemüseportionen pro Tag, nicht aber ob man das Obst und Gemüse roh oder gekocht zu sich nehmen soll.“

Entscheidend ist die Zubereitungsform

Conners Studie, die im April 2018 im Fachmagazin Frontiers in Psychology veröffentlicht wurde, zeigte, dass es für die Gesundheit nicht nur entscheidend ist, wie viel Obst und Gemüse man isst, sondern auch in welcher Form man es isst, wie es also zubereitet wurde.

“Mit unseren Forschungsarbeiten konnten wir ganz klar herausstellen, dass der Verzehr von unverarbeitetem Obst und Gemüse mit einer deutlich besseren mentalen Gesundheit in Verbindung steht – verglichen mit dem Konsum von gekochtem, eingedostem oder anderweitig verarbeitetem Obst und Gemüse“, erklärte Conner.

Kochen reduziert den Vitalstoffgehalt

Die Psychologin sieht den Grund darin, dass das Kochen und Verarbeiten die Vitalstoffgehalte der Früchte und Gemüse zu stark reduziere. Vitalstoffe aber sind unbedingt erforderlich für eine optimale mentale Gesundheit und eine stabile Psyche.

An der Studie nahmen 400 junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren teil. Sie stammten aus Neuseeland und den USA. Man wählte diese Altersgruppe, da junge Erwachsene von allen Altersgruppen am wenigsten Obst und Gemüse essen und gleichzeitig ein hohes Risiko aufweisen, an einer psychischen Störung zu erkranken.

Man untersuchte nun, wie viel Obst und Gemüse die Probanden im Allgemeinen essen, in welcher Form sie dies tun (gekocht, aus Dosen o. ä.) und wie es um ihre psychische Gesundheit bestellt war. Natürlich schloss man andere Faktoren aus, die ebenfalls die mentale Gesundheit beeinträchtigen könnten, wie etwa Bewegungsmangel, schlechte Schlafhygiene, ungesunde Ernährung, chronische Erkrankungen usw.

Mehr Rohkost – weniger Depressionen

Das Ergebnis war erstaunlich: Symptome psychischer Störungen wie etwa Depressionen traten seltener bei jenen Teilnehmern auf, die viel Rohkost verzehrten. Diese jungen Leute waren guter Stimmung, positiv eingestellt und mit ihrem Leben zufrieden. All das war bei den Kochkost-Essern deutlich reduziert.

Die Top 10 der rohen Früchte und Gemüse, die in obiger Studie mit besserer psychischer Gesundheit in Verbindung gebracht wurden, waren:

  • Karotten
  • Bananen
  • Äpfel
  • dunkelgrüne Blattgemüse, wie Spinat
  • Grapefruits
  • andere Zitrusfrüchte
  • Salat
  • frische Beeren
  • Gurken
  • Kiwis
Dr. Conner findet: “Unsere Forschungsergebnisse sind ausserordentlich wichtig, da gerade die richtige Ernährung oder andere Lebensstilfaktoren sichere und leicht anwendbare Massnahmen darstellen, um die psychische Gesundheit zu verbessern.“

Köstliche Rohkost-Rezepte

Sie möchten sich nun gern von köstlichen Rezepten mit dem Pak Choi inspirieren lassen? Dann empfehlen wir Ihnen, unserem YouTube-Kanal und unserem ZdG-Kochstudio einen Besuch abzustatten. Dort finden Sie z. B. diese Rezepte:

Rohkost-Rezept Nr. 1 – Rohkost-Kräcker

Gekeimter Buchweizen ist ideal für die schnelle und gesunde Küche: Aktive Enzyme, viele Vitalstoffe und leicht verdauliche Proteine sind in unseren Kräckern enthalten.

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Rohkost-Rezept Nr. 2 – Rohkost-Bällchen aus Sonnenblumenkernen und Mohn

Diese Bällchen sind sehr lecker und natürlich auch sehr gesund. Sie bestehen aus gekeimten Sonnenblumenkerne, Walnüssen und Mohn, die allesamt jede Menge Nähr- und Vitalstoffe liefern.

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Rohkost-Rezept Nr. 3 – Rohkost-Wraps aus Salat mit Kräuter-Pesto

Der ideale Genuss, wenn Sie Lust auf Rohkost haben, jedoch Salate und Gemüsesticks bereits Leid sind. In diesem Rezept werden verschiedene Gemüse zusammen mit einer erfrischenden Avocadocreme in Salatblättern zu köstlichen Wraps gewickelt.

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Rohkost-Rezept Nr. 4 – Rohkostplatte mit Avocado-Erbsen-Dip

Eine Rohkostplatte kann ebenso als Vorspeise serviert werden wie auch als Snack zwischendurch. Und wenn Sie das Gemüse zusammen mit diesem Dip servieren, ist die Platte sicher schneller leer als Ihnen lieb ist.

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Rohkost-Rezept Nr. 5 – Limettenkuchen in Rohkostqualität

Dieser erfrischende Kuchen stammt aus der Rohkostküche. Er erinnert geschmacklich an einen Käsekuchen – mit dem Unterschied, dass unser Rohkostkuchen milch- und glutenfrei und aufgrund seines Vitalstoffreichtums enorm gesund ist. Aromatisiert wird mit Limettensaft und der geriebenen Limettenschale. Der Kuchen ist nach einer Kühlzeit von drei Stunden wunderbar schnittfest.

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Die Verzehrregeln für Rohkost – damit Rohkost verträglich wird

Sollten Sie Probleme bei der Verdauung von Rohkost haben, dann achten Sie auf die richtigen Verzehrregeln, die Rohkost besser verträglich machen:

  1. Rohkost immer vor Kochkost essen, nicht dazu und nicht danach.
  2. Früchte für sich allein auf leeren Magen essen.
  3. Rohkost gründlich kauen und damit sehr langsam essen.
  4. Trinkbare Rohkost wie Smoothies sehr langsam trinken und vor dem Schlucken gut einspeicheln.
  5. Nicht zu viele rohe Gemüse mischen, zwei oder drei Sorten in einem Salat genügen bei empfindlichem Verdauungssystem vollkommen.
  6. Trinken Sie nichts zu Rohkost, besser 1 Stunde Abstand halten.
  7. Essen Sie Rohkost morgens bis zum frühen Nachmittag, besser nicht am Abend, da ein schwaches Verdauungssystem die Rohkost dann nicht mehr so gut verdauen kann und sie schwer im Magen-Darm-Trakt zu liegen kommt.
  8. Denken Sie daran, dass ein Verdauungssystem, das Rohkost nicht gewöhnt ist, Zeit braucht, sich umzustellen. Mit den hier genannten Regeln klappt es viel leichter!

Quellen

  • Kate L. Brookie, Tamlin S. Conner et al., Intake of Raw Fruits and Vegetables Is Associated With Better Mental Health Than Intake of Processed Fruits and Vegetables. Frontiers in Psychology, 2018
  • University of Otago, Raw fruit and vegetables provide better mental health outcomes, ScienceDaily, 16. April 2018

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