Niedriger Blutdruck schützt vor Alzheimer
Vorsorge Gesundheit

Niedriger Blutdruck schützt vor Alzheimer

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 27.07.2018
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Niedriger Blutdruck schützt vor Alzheimer
© istockphoto.com/alvarez

Ein Blutdruck, der offiziell noch nicht als behandlungsbedürftig gilt, könnte bereits zu hoch sein – zumindest was das Alzheimer-Risiko betrifft. Senkt man den Bluthochdruck nämlich auf 120, dann ist dies nicht nur für das Herz-Kreislauf-System eine Wohltat, sondern auch für das Gehirn. Denn ein niedriger Blutdruck hält den geistigen Verfall auf – wie eine grössere Studie zeigte, die im Juli 2018 veröffentlicht wurde. Blutdrucksenker haben oft Nebenwirkungen. Doch bieten sich zahlreiche natürliche Massnahmen an, die ebenfalls blutdrucksenkend wirken.

Alzheimer-Risiko sinkt mit dem Blutdruck

Zum ersten Mal zeigte sich in einer Stude, dass schon eine einzige Massnahme einer Demenz vorbeugen kann: Hohen Blutdruck senken! Statt Kreuzworträtsel zu lösen, wäre es daher wichtiger, den Blutdruck im Auge zu behalten, um bis ins hohe Alter geistig fit und aktiv zu bleiben.

Wer an hohem Blutdruck leidet, soll ihn auf unter 140/90 mmHg senken, heisst es. Besser wäre es jedoch, wenn ein Wert von 120/80 mmHg erreicht werden könnte, wie Forscher jetzt verkündeten. Menschen mit einem niedrigen Blutdruck hatten sehr viel weniger Gehirnschäden und waren auch viel seltener Opfer einer Demenz, so Dr. Jeff Williamson vom Wake Forest Baptist Medical Center in North Carolina. „Es ist wichtiger denn je, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten”, sagte der Arzt und Professor für Innere Medizin und Epidemiologie bei der diesjährigen (2018) Konferenz der Alzheimer's Association in Chicago.

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Prävention statt Therapie

Etwa 50 Millionen Menschen leiden weltweit an Demenz, wie z. B. Alzheimer, der verbreitesten Form einer Demenz. Eine Heilung gibt es noch nicht, lediglich Medikamente, die den Verlauf verlangsamen sollen. Prävention heisst daher der Schlüssel zu einem allzeit leistungsfähigen Gehirn.

Im Mittelpunkt der Präventionsmassnahmen sollte der Blutdruck stehen. Immerhin leidet fast die Hälfte der Erwachsenen in den Industrienationen an einem zu hohen Blutdruck mit Werten von über 130 oder gar über 140. Bekannt war, dass hoher Blutdruck zu Schäden an den Blutgefässen führt und auf diese Weise auch im Gehirn Probleme machen kann. Doch wusste man bislang nicht, ob man durch das Senken eines zu hohen Blutdruckes das Demenzrisiko reduzieren könnte – was nun Thema von Dr. Williamsons Studie war.

Niedriger Blutdruck – seltener Demenz

Mehr als 9.300 Personen mit Bluthochdruck nahmen an der Untersuchung teil. Die Hälfte erhielt zwei Medikamente, um ihren Blutdruck auf unter 140 zu senken. Die andere Hälfte erhielt drei Medikamente, um den Blutdruck auf unter 120 zu senken.

In der ersten Gruppe gelang es, den Blutdruck auf durchschnittlich 135 zu senken, in der zweiten Gruppe auf 121.

Dann aber musste die Studie im Jahr 2015 gestoppt werden, zwei Jahre vor dem geplanten Termin. Denn es zeigte sich, dass der niedrigere Blutdruck Herzprobleme und Todesfälle verhindern konnte, so dass es nicht mehr verantwortbar war, Menschen vorsätzlich mit einem höheren Blutdruck durchs Leben gehen zu lassen.

Die Gehirnleistungen der Teilnehmer wurden jedoch noch zwei weitere Jahre lang überprüft – und genau diese Ergebnisse liegen nun vor. Das Risiko für leichten geistigen Verfall sank um 19 Prozent, wenn der Blutdruck bei 120 gehalten werden konnte. In der Gruppe mit niedrigem Blutdruck zeigten sich daher nur bei 285 Menschen erste Anzeichen einer Demenz, in der anderen Gruppe waren es 348 Personen.

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Weniger Gehirnschäden und bessere Durchblutung

Mit Hilfe von MRI Scans konnte man ferner zeigen, dass von 454 Teilnehmern jene mit niedrigem Blutdruck deutlich weniger Schäden und eine bessere Durchblutung im Gehirn aufwiesen als die Bluthochdruckkandidaten.

Das Durchschnittsalter der Probanden war 67,9 Jahre. In einer früheren Studie hatte sich genau das Gegenteil ergeben, nämlich dass Senioren mit etwas erhöhtem Blutdruck vor Alzheimer besser geschützt seien als jene, bei denen man den Blutdruck mit aller Gewalt medikamentös senkte. Dies betrifft vermutlich insbesondere Menschen jenseits der 80, die in diesem hohen Alter Bluthochdruck entwickeln, damit die Durchblutung erhalten bleibt. Wer jedoch bereits Jahrzehnte vorher einen chronisch erhöhten Blutdruck hat, sollte diesen idealerweise mit Hilfe einer gesunden Lebens- und Ernährungsweise bestmöglich senken.

Blutdruck auf natürliche Weise senken und Demenz ohne Nebenwirkungen vorbeugen

Die Blutdruckmedikamente führten in der Studie natürlich auch zu ungünstigen Nebenwirkungen. Williamson meinte aber, dass die Vorteile überwiegen würden. Da es jedoch auch sehr wirksame naturheilkundliche und ganzheitliche Möglichkeiten gibt, um den Blutdruck zu senken, könnte man auch diese nutzen – wenn man Freude an einem gesunden Lebensstil hat.

Der Vorteil ist hier: Nicht nur der Blutdruck normalisiert sich, sondern nahezu jeder andere Wert auch, ganz gleich ob Blutzucker, Blutfett, Harnsäure oder was auch immer. Probieren Sie es aus! Informationen zu den passenden Massnahmen (wie z. B. ein Ernährungsplan bei Bluthochdruck oder Heilpflanzen, die den Blutdruck senken können) finden Sie zahlreich auf unserer Seite. Nutzen Sie die Suchfunktion oder die vorhergehenden Links. Auch viele weitere Tipps zur Prävention von Alzheimer finden Sie bei uns.

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