Lutein: Antioxidantien im Spinat

Spinat enthält – wie viele andere dunkelgrüne Blattgemüse – grosse Mengen an Carotinoiden, wie etwa Lutein. Dieser fettlösliche Pflanzenstoff gehört zu den Antioxidantien, schützt daher vor oxidativem Stress und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Bekannt ist ausserdem, dass sich Lutein schützend auf die Augengesundheit auswirkt.

Lutein hemmt Entzündungen

Mit chronischen Erkrankungen, wie etwa der weit verbreiteten Arteriosklerose gehen stets auch chronische Entzündungsprozesse einher, die nun wiederum das Risiko für einen Infarkt oder andere Komplikationen erhöhen. Eine Ernährung reich an entzündungshemmenden Stoffen – wie Lutein, Betacarotin, Curcumin usw. – ist daher bei chronisch entzündlichen Erkrankungen besonders wichtig.

Schwedische Forscher von der Linköping University hatten in früheren Studien bereits zeigen können, dass Lutein bei Patienten mit der koronaren Herzkrankheit die Entzündungsreaktionen in den Zellen des Immunsystems abschwächen kann. Auch entdeckten die Wissenschaftler, dass diese Immunzellen das Lutein speichern können, so dass sich der Körper einen Luteinvorrat anlegen kann.

Lutein ist hitzeempfindlich

Daraufhin überprüfte das Team rund um Lena Jonasson, Professorin und Herzspezialistin an der Linköping University, inwiefern verschiedene Zubereitungsformen den Luteingehalt von Spinat beeinflussten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung erschienen in der ersten Food-Chemistry-Ausgabe des Jahres 2019.

Wie viele andere Vitalstoffe, so ist auch Lutein hitzeempfindlich. Jonassons Team testete nun verschiedene Temperaturen, unterschiedliche Kochzeiten und auch kalte Zubereitungsformen.

Luteingehalt nimmt beim Kochen und Braten ab

Babyspinat wurde gebraten, gedämpft und gekocht, anschliessend untersuchte man den Luteingehalt. Im Verlauf des Kochens nahm der Luteingehalt ab. Je länger der Spinat gekocht wurde, umso weniger Lutein war enthalten.

Wird der Spinat bei hohen Temperaturen gebraten, dann ist bereits nach zwei Minuten ein grosser Teil des Luteins abgebaut. Wird Spinat in der Mikrowelle aufgewärmt, dann steigt der Luteingehalt etwas, da durch die Mikrowellen die Zellstruktur der Pflanze so zerstört wird, dass mehr Lutein als gewöhnlich freigesetzt wird.

Beste Zubereitungsform für Spinat: Der Spinat-Smoothie

Am allerbesten ist es jedoch, den Spinat überhaupt nicht zu erhitzen und ihn in Form eines Smoothies zu sich zu nehmen“, so Studienautorin Rosanna Chung. Sie empfiehlt ausserdem, noch etwas Fett hinzuzugeben, da Lutein fettlöslich ist. In Gegenwart von Fett löst es sich nicht nur besser aus der Zelle, es kann auch vom Organismus besser aufgenommen werden. Lutein findet sich jedoch nicht nur in grünem Blattgemüse, sondern auch allen roten, gelben und orangefarbenen Gemüsen und Früchten. Eine Liste mit luteinreichen Lebensmitteln finden Sie hier.

Die einfachste Smoothie-Rezeptur mit Spinat ist diese:

50 g Spinat mit 125 ml frisch gepresstem O-Saft, 1 kleinen Banane und 1 bis 2 EL Mandelmus mixen und geniessen.

Quellen

  • Rosanna W.S. Chung, Per Leanderson, Nelly Gustafsson, Lena Jonasson. Liberation of lutein from spinach: Effects of heating time, microwave-reheating and liquefaction. Food Chemistry, 2019
  • Linkping University, Getting the most out of spinach: Maximizing the antioxidant lutein. ScienceDaily, 21. Dezember 2018

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Hinweis zu Gesundheitsthemen

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.