Ernährung

Entwicklungsminister Gerd Müller rät zu weniger Fleisch

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 08.07.2018
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Entwicklungsminister Gerd Müller rät zu weniger Fleisch
© istockphoto.com/gilaxia

Deutschlands Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gab unlängst einen äusserst guten Tipp – sowohl aus gesundheitlicher wie auch aus ökologischer und tierschützerischer Sicht. Er riet dazu, den Fleischkonsum einzuschränken und empfahl, Getreide und Soja, zwei Feldfrüchte, die insbesondere für Tierfutter angebaut werden, lieber direkt zu verspeisen.

Entwicklungsminister Gerd Müller empfiehlt weniger Fleisch

Deutschland Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ruft die deutsche Bevölkerung dazu auf, weniger Fleisch zu essen: "Es besorgt mich, dass zu viel Getreide und Soja als Tierfutter verwendet wird, anstatt Menschen zu ernähren", soll Müller am Dienstag (22. Mai 2018) gegenüber der Bild-Zeitung verkündet haben, so die Epoch Times in einem Artikel.

Er machte darauf aufmerksam, dass in vielen Ländern Wälder abgeholzt würden, um Flächen für den explodierenden Soja-Anbau zu schaffen – Soja, das fast ausschliesslich zu Viehfutter verarbeitet wird. Würde man Feldfrüchte lediglich zur direkten Ernährung der Menschen anbauen, müssten keine weiteren Wälder fallen. Die vorhandenen Anbauflächen würden längst ausreichen.

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Fleisch ist Leibspeise von mehr als der Hälfte aller Deutschen

Wenn jeder seine Konsumgewohnheiten überdenke, könne sich etwas ändern, so Müller. Laut Ernährungsreport 2017 ist Fleisch die Leibspeise von mehr als der Hälfte aller Deutschen. Nur 38 Prozent gibt an, am liebsten Pastagerichte zu essen, die jedoch meist ebenfalls Fleisch enthalten. Und obwohl immer mehr Menschen die vegetarische oder vegane Küche entdecken, steigt gleichzeitig der Pro-Kopf-Fleischkonsum immer weiter an – in den letzten knapp dreissig Jahren um mehr als zehn Kilogramm.

Nur 20 Prozent lieben Gemüse

Da nur 20 Prozent der Deutschen Gemüse lieben, ist davon auszugehen, dass die Mehrheit der Fleischesser besonders ungesund leben. Meist werden Fleischgerichte in Fast-Food-Ketten, am Imbiss oder in Form von Fertiggerichten verspeist. Kein Wunder führen diese Ernährungsgewohnheiten zu einer angeschlagenen Gesundheit. Denn viel Fleisch in Kombination mit wenig Gemüse, wenig Obst und kaum Salaten kann äusserst negative Auswirkungen haben, z. B. auf das Krebsrisiko, die Nieren, das Herz, das Diabetesrisiko und die Leber.

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Gute Gründe, weniger Fleisch zu essen

Den Rat eines Ministers braucht es daher eigentlich nicht, um sich für einen fleischarmen oder fleischlosen Lebensstil zu entscheiden. Schon allein das Umweltbewusstsein, der Tierschutzgedanke und der Wunsch, gesund zu bleiben, sollten für eine solche Entscheidung ausreichen. Wenn Sie merken, dass Sie gerade fast schon zwanghaft nach Argumenten suchen, um Ihren Fleischverzehr zu rechtfertigen, lesen Sie hier die beliebtesten Ausreden der Fleischesser. Vielleicht erkennen Sie sich darin ja wieder.

Und wenn Sie nicht genau wissen, was man denn ohne Fleisch kochen könnte, dann finden Sie dazu viele köstliche Rezepte in unserer Rezepterubrik oder – wenn Ihnen Videos lieber sind – auf unserem Kochkanal bei Youtube.

Wie Sie eine gesunde Ernährung gestalten können, finden Sie hier: Die 25 Regeln einer gesunden Ernährung

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Quellen

  • Müller mahnt geringeren Fleischkonsum an: Getreide und Soja sollte Menschen ernähren statt Schlachtvieh, Epoch Times, 22. Mai 2018, (Quelle als PDF)
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Ernährungsreport 2017, Deutschland, wie es isst, (Quelle als PDF)