Je kühler die Zimmertemperaturen, umso leichter fällt das Abnehmen

Im Schlafzimmer – so weiss man längst – sind hohe Temperaturen gar nicht gut. Wir hatten bereits hier berichtet, dass es viel gesünder ist, bei kühlen Temperaturen, also in ungeheizten Räumen und bei geöffnetem Fenster zu schlafen.

Man atmet nicht nur mehr Sauerstoff ein und entgiftet besser, sondern kann auf diese Weise auch im Schlaf abnehmen. Denn wer bei beispielsweise 19 Grad schläft (statt bei über 20), kann seinen Anteil an braunen Fettzellen in nur vier Wochen verdoppeln.

Nein, bloss nicht Fettzellen verdoppeln, könnten Sie jetzt denken. Doch ist Fett nicht gleich Fett. Braune Fettzellen nämlich verfügen im Gegensatz zu weissen Fettzellen über ein rasches Stoffwechselgeschehen. Sie verbrennen liebend gerne Fett – und das auch noch, während wir selig schlafen.

Weisse Fettzellen hingegen speichern Fett und geben es nur ungern wieder her. Je mehr braune Fettzellen man also besitzt, umso schneller und besser kann man abnehmen.

Was fürs Schlafzimmer gilt, könnte auch für die Wohnräume zutreffen, dachten sich japanische Forscher und machten entsprechende Versuche. Im April 2016 präsentierten sie ihre Ergebnisse beim jährlichen Meeting der Endocrine Society in Boston.

Kühle Temperaturen: Gute Prävention gegen Übergewicht

"Wenn man sich tagsüber bei kühleren Temperaturen aufhält, dann ist das eine hervorragende Massnahme zur Vorbeugung von Übergewicht",

sagte Studienleiter Dr. Keigo Saeki von der Nara Medical University School of Medicine in Nara, Japan.

Saeki und Kollegen verwendeten Daten von 1103 Teilnehmern, um Zusammenhänge zwischen der Gesundheit des Menschen und seinem Wohnumfeld herauszufinden. Die Teilnehmer waren ältere Menschen im Alter von durchschnittlich 72 Jahren, die tagsüber die meiste Zeit zu Hause verbrachten.

Im Laufe von fünf Jahren führte man jährlich Messungen des Taillenumfangs durch, da bekanntlich besonders das Bauchfett ein wichtiger Risikofaktor für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten darstellt.

Weniger Bauchfett bei kühlen Wohntemperaturen

Nun teilte man die Teilnehmer in vier Gruppen ein – je nach ihrer durchschnittlichen Wohntemperatur (tagsüber). Es zeigte sich, dass die Teilnehmer mit den niedrigsten Wohntemperaturen einen um 3,6 cm geringeren Taillenumfang hatten als die Teilnehmer die bei hohen Wohntemperaturen (über 20 Grad) wohnten.

Selbstverständlich wurden die Kalorienaufnahme, Aktivität, Alter und weitere beeinflussende Faktoren bei der Beurteilung berücksichtigt.

Besser abnehmen kühlen Temperaturen

Stellen Sie die Heizung in der kühlen Jahreszeit daher besser nicht zu hoch ein. Sie werden dann nämlich nicht nur wegen der niedrigeren Temperatur abnehmen, sondern sich auch mehr bewegen, damit Ihnen warm wird, was Ihren Kalorienverbrauch noch weiter heben wird.

Gleichzeitig kommen Sie in den Genuss all der Vorteile von verstärkter Bewegung, so dass also schon diese eine Massnahme (weniger heizen) für Ihre Gesundheit ein echter Gewinn sein kann. Natürlich müssen Sie dazu nicht frieren. Schon wenige Grad (z. B. 19 Grad statt 23) machen hier sehr viel aus.

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Quellen

  • The Endocrine Society. "Lower home temperature in winter is associated with lower waist measurement." ScienceDaily, 1 April 2016. (Niedrigere Zimmertemperatur im Winter steht in Verbindung mit einem geringeren Taillenumfang)